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Bye bye Blocher!

Das ist schöner als Balsam auf die Linke Seele. Soeben erreicht mich die News, dass die vereinte Bundesversammlung in Bern den ultrarechten Bundesrat Dr. Christoph Blocher in die Wüste geschickt hat. Der umstrittene SVP Bundesrat, welcher mehrfach das Volk und die Räte (vorsätzlich?) belogen hat, hat damit die Quittung für seine offenbar allzu radikale und selbstbezogene Regierungs- und gleichzeitige Oppositionspolitk erhalten. An seiner Stelle wurde die Bünder SVP-Nationalräten Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt. Ob diese die Wahl annimmt ist derzeit unklar, damit würde sie wohl aus der SVP Fraktion ausgeschlossen, wie die Parteileitung schon vor der Wahl angekündet hat. Auf jeden Fall hat sich gezeigt, dass für eine solch menschenverachtende und Niveaulose Politik wie sie Blocher im Bundesrat betrieben hat, in der Schweiz kein Platz ist.

Danke Bern!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 12. Dezember 2007 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

51 Kommentare zum Artikel “Bye bye Blocher!”

  1. tapir am 12. Dezember 2007 um 12:02

    Die Linke hat sich für den Stillstand entschieden.
    Die Linke hat sich gegen den Volkswillen entschieden.
    Die Linke hat sich für das Ende der Konkordanz entschieden.
    Hat sich die Linke für Ort und Zeit des nächsten Krawalls auch schon entschieden?

  2. Sandro am 12. Dezember 2007 um 12:06

    Die Linke hat sich gegen Extremismus entschieden. Punkt. Die SVP ist immernoch mit zwei Bundesräten vertreten. Die SVP diktiert zum Glück noch nicht das Wahlprozedere. Dazu müssten sie zuerst die Verfassung ändern und so viel Stimmenprozente haben sie jetzt auch wieder nicht.

    Fazit: Sie gehen völlig freiwillig und ohne Not in die Opposition.

  3. tapir am 12. Dezember 2007 um 12:16

    Die Linke (und weitere Blocher-Hasser, Gnome gemäss Def. v. Jean Ziegler) ist gleich Extremismus. Jetzt kommt der Aufstand der Bünzli.

  4. Ungweliante am 12. Dezember 2007 um 12:20

    das parlament hat sich klar entschieden und gezeigt, dass ein solches verhalten, wie herr blocher es immer wieder an den tag legt, nicht toleriert wird. und das ist auch legitim.

    dass sich die linke gegen die konkordanz entscheidet ist schlichtweg falsch, da sie ein svp-mitglied gewählt und einen 2. sitz für die svp entschieden hat.

  5. dryueh am 12. Dezember 2007 um 12:24

    Vorsicht, noch ein bisschen früh für Freudentänze. Falls die Bündnerin ablehnt, kann es durchaus sein, dass die CVP-Wendehälse wieder umfallen…

  6. Zocker am 12. Dezember 2007 um 12:32

    @Tapir
    Nicht nur die Linke hat entschieden, sondern auch die Mitte und die Grünen.

    Zuerst hat sich aber Blocher selbst entschieden, für einen Stil und einen Umgang mit den anderen Vertretern im Parlament, das zu diesem Ergebnis geführt hat. Was kann Blocher aus dieser Niedrlage lernen? Dem Parlament kann man nicht einfach diktieren, wie es in einem Konzern möglich ist, wenn man die Aktienmehrheit besitzt. Das Parlament ist keine Aktiengesellschaft und der Bundesrat ist eine politische Instanz und nicht eine Konzernleitung. Ob Blocher in seinem Alter dieses Grundwissen über die Demokratie doch noch begreift?

  7. ppt01 am 12. Dezember 2007 um 12:38

    ach bin ich froh. die schweiz, sie funktioniert noch. eine vernünftige, konsensfähige schweiz. ach, bin ich stolz ein schweizer zu sein.

    die politik hat einen grossen teil an vertrauen zurückgewonnen.

    danke.

  8. agathon am 12. Dezember 2007 um 12:46

    So ein Tag, so wunderbar wie heute! So ein Tag, so wunderbar!

    Die Mehrheit der Parlaments hat sich für eine sachliche, menschenwürdige und kompromissbereite Politkultur in der Schweiz entschieden, und mit der Abwahl von Alt-Bundesrat Blocher ein deutliches Bekenntnis zur demokratischen und menschenfreundlichen Tradition in diesem Land abgegeben. Bravo! –
    Ich freue mich, dass es wir solche Parlamentarier in unserem Land haben, vor allem auch aus der politischen Mitte, die unabhängig von den billigen Drohungen der Schweizerischen Verlierer Partei ihrer wahren Überzeugung gefolgt sind.

  9. theddy am 12. Dezember 2007 um 12:47

    @tapir
    Warum gegen den Volkswillen? Das Volk wählt den Bundesrat nicht, sondern die Bundesversammlung. Die SVP hat 29% Stimmen – also wollen 71% keinen Blocher. Und warum “Ende der Konkordanz”? Die SVP hat weiterhin 2 Bundesräte, wie vorher – immer noch die selbe Konkordanz.

  10. rlarsson am 12. Dezember 2007 um 12:49

    Jetzt folgt die totale politische Blockade und der Gang der SVP in die Opposition. Freuen wir uns ab den unzähligen Volksabstimmungen, die die Meinung des Bundesrates noch zig Mal umkehren wird. Die Bünzlis werden es an der Urne kund tun, wenn es um den Griff in ihr Portemonnaie geht. Die Konkordanz wurde jedenfalls heute von den Linken und der CVP definitiv zu Grabe getragen. Willkommen in der “europäsierten” Politik.

  11. rlarsson am 12. Dezember 2007 um 12:54

    Die CVP tritt die Konkordanz mit Füssen. Die Retourkutsche für die CVP wird spätestens in 4 Jahren kommen!

  12. maria am 12. Dezember 2007 um 12:54

    Schön! Mit den Worten der WOZ: “Eine nicht mehr gekannte Heiterkeit in der Schweiz kehrt zurück!”

    Die Blocher-SVP BLEIBT in der Opposition, einziger Unterschied, Blocher ist nicht mehr im Bundesrat.

  13. Sandro am 12. Dezember 2007 um 12:54

    rlarsson, hör jetzt auf mit dieser Erpressungs-heulerei! Blocher ist nicht = Konkordanz… Die SVP hat zwei Sitze im Bundesrat, was absolut ihrer Wählerstärke entspricht.

  14. maria am 12. Dezember 2007 um 12:57

    Es gibt auch so was wie inhaltliche Konkordanz, Respekt für Rechtsstaat, Gewaltentrennung…

    Aber hey, was schreibe ich noch darüber: Bye bye Blocher, it must have been whatever…but it’s over now…

  15. ppt01 am 12. Dezember 2007 um 13:03

    blochers fall hat sich ja schon abgezeichnet.

    http://www.youtube.com/watch?v=ZlI33X4-F34

    gillis satz am ende zufunktsweisend: “alles überstande. s’isch nüd passiert”.

    sorry, liebe parteifreunde. s’ist häme. aber ich kann nicht anders.

  16. polissilop am 12. Dezember 2007 um 13:17

    Sechs Bundesräte reichen eigentlich…

  17. Bünzli am 12. Dezember 2007 um 13:41

    Frau Schlumpf muss wahrscheinlich zuerst die Möglichkeit des Polizeischutzes abklären, bevor sie die Wahl annehmen kann.
    SVPler sind bekanntlich schlechte Verlierer.

  18. tapir am 12. Dezember 2007 um 13:59

    Hubacher (SP) hat gestern Abend klargestellt, dass Blocher ein fähiger BR ist und dass es nicht angeht, wenn andere Parteien einer BR-Partei aufzwingen, welche Leute sie zu bringen haben. Die SP hat dabei ja bereits schmerzliche Erfahrungen machen müssen. Somit ist der Gang der SVP in die Opposition nur logisch (falls die Schlumpf-Tocher annimmt). Die Konkordanz wurde somit vom Links (und den heuchlerischen CVP’lern, die von mir nie wieder eine einzige Stimme kriegen werden) zu Grabe getragen worden.
    Und zum Volkswillen: Ein BR, der vom 30% der Bevölkerung so gestützt wird, wie Blocher, ist verdientermassen ein BR.

  19. insider am 12. Dezember 2007 um 14:01

    Schade das die CVP nun die “So wie du mir, so ich dir” – Tour fährt und sich fürs Metzler-Dillema rächen will. Der BV hat heute nicht die Interessen des Volkes vertreten sondern jeder hat seine eigenen kleinen Rachepläne ausgeführt.
    Fehler sind menschlich. Nur somit kann das heutige Resultat erklärt werden.

    Der Bundesrat verkommt zu einem billigen Marionetten-Theater…schwach für die angeblich “beste Demokratie der Welt”

  20. Forum Politik » Der “Duce” ist gefallen am 12. Dezember 2007 um 14:29

    [...] insider: Schade das die CVP nun die “So wie du mir, so ich dir” – Tour fährt und sich fürs… [...]

  21. Bünzli am 12. Dezember 2007 um 15:04

    Blocher sollte ein einziges mal Staatsmann sein in seiner Karriere und sein Abwahl akzeptieren.

  22. Pirelli am 12. Dezember 2007 um 15:28

    Tja, wie lang und wie laut kann man den politischen Gegner verhöhnen, wie oft der Konkordanz den Rücken kehren, sich als Justizminister über bestehende Gesetze mokieren, sich als allein selig machender Messias in millionenschweren Kampagnen präsentieren, wie sehr zu Selbstherrlichkeit und -gerechtigkeit auflaufen, bis einem in einer funktionierenden Demokratie die Quittung präsentiert wird?

    Die von der Bundesversammlung gewählte Lösung besticht durch ihre Eleganz. Es liegt im Interesse der SVP, jetzt einen valablen Vorschlag zu machen oder Widmer-Schlumpf zu akzeptieren. Kindisches Oppositionsgetrötzel hilft nicht weiter und wird in vier Jahren massiv Stimmen kosten. Man erinnere sich an Uchtenhagen – Stich, an Brunner – Mathey, ganz neu ist der Oppositionsgedanke nicht. Nur dass die SP im Gegensatz zur heutigen SVP damals wie heute eine regierungsfähige Partei ist – über Blochers Adduktoren haben wir auch schon gesprochen, wie gut die sein müssen, dass er den täglichen Spagat zwischen Regierung und oppositionswütiger Partei(basis) schadlos übersteht.

    Fliegt er allerdings tatsächlich raus, müsste umgehend ein Gesetz zur Parteien- und Propagandafinanzierung geschaffen werden: Wenn er in seiner Rage mit seinen Milliarden um sich wirft (einen Vorgeschmack gab er ja bereits im Wahlkampf, als er in bester Mao-Stalin-Gottseibeiuns-Tradition überlebensgross von jeder Plakatwand prangte – und nie bestritt, massgeblich selber Geld beigesteuert zu haben), dann wird hier schnell ein berlusconieskes Ungleichgewicht die Folge sein. Schmachvolle Erpressung: Ihr wählt unseren Milliardär, oder wir bekämpfen alles aus dem Bundeshaus mit Initiativen und Referenden – unser Milliardär kann sich jede Unterschrift kaufen. (Keine Partei zahlt den Sammlern jetzt schon so viel pro Unterschrift wie die SVP.)
    Sehr demokratisch, gewiss!

    Die SVP hat vor vier Jahren mit dem Geheimplan “Hanniball” Metzler rausgekickt und Blocher eingebunden. Die Hoffnung auf einen gemilderten Blocher, damals oft gehört, auf eine gezähmte, verantwortungsbewusste SVP hat sich nicht erfüllt. Nun schwingt das Pendel halt wieder zurück.
    Den SVP-Apologeten steht es zuletzt an, jetzt Beleidigung zu markieren. Nicht bei dem Mass an Hohn, Spott und Dünkel, das sie in den vier Jahren im Bundeshaus – und hier im Forum – an den Tag gelegt haben.

    Leute, man nennt es Demokratie. Ich dachte, sie sei für euch und eure Partei das höchste aller Güter?

  23. mack am 12. Dezember 2007 um 15:31

    Ob das etwas wird?

    Die SVP Fraktion wird auf die neue BR Schlumpf bis morgen früh 8.00 Uhr ganz schön Druck ausüben.
    Mit der Wahl von Samuel Schmid damals haben sie das noch akzeptiert – jetzt nicht mehr …
    Sie wollen Blocher!

  24. khale am 12. Dezember 2007 um 16:00

    Leider wird wohl alles beim Alten bleiben. Frau Schlumpf verzichtet, Blocher wird gewählt, er wird mit seinem arrogant-dümmlichen Grinsen erklären, dass ihn eigendlich solche Spiele der schlechten Wahlverlierer nicht interessiere, dass der Volkswille gesiegt habe und er eh für eine Volkswahl des Bundesrates sei.

    Ueli Maurer wird erklären, dass sie in Zukunft eine noch schärfere Gangart einlegen müssen, damit der Wahlauftrag erfüllt werden kann und das Volk nun hoffentlich gesehen habe wer wirklich ihr Interesse vertritt.

    Mörgeli wird alle, die nicht in der SVP sind als Linke bezeichnen und verischern, dass sie alles daran setzten werden, um bei den nächsten Wahlen noch besser abzuschneiden.

    Die Frauen werden aufheulen, weil Blocher nun zum zweiten Mal die Wahl einer Frau in den Bundesrat verhindert hat. ………….. usw.

  25. Zocker am 12. Dezember 2007 um 16:06

    Ich hoffe die SVP geht und bleibt in der Opposition. Sie wird so ihre politische Verantwortung wahrnehmen und Referenden und Iniziativen starten und wir, das geschundenen Volk können endlich über vieles abstimmen. Wir erhalten die Möglichkeit das Parlament dort hin zu bewegen wo wir sind. Nachdem das Volk bei Sachvorlagen ja eher pragmatisch in der Mitte liegt, so kann die SVP ihre Tradition fortsetzen und meistens verlieren.

    Das mit der 6. IV-Revision dürfte nichts werden und das mit Rückbau der Sozialwerke durch Blocher muss auch etwas warten.

    Die Unfähigkeit des fähigsten Mannes im Bundesrat hat Blocher ausgebremst und vielleicht auch gestoppt.

  26. agathon am 12. Dezember 2007 um 16:32

    Die Konkordanz bleibt – Blocher geht: Die Linken und die CVP haben einmal mehr bewiesen, dass Demokratie für sie kein leeres Wort ist.

  27. RetoB am 12. Dezember 2007 um 18:30

    Es ist halt schon ein Unterschied ob 30% für eine Parteipolitk sind, oder ob 70% gegen einen Parteipolitiker sind.
    Die 30%, die für die SVP gestimmt haben, haben sich nicht für Blocher eingesetzt, sondern für die regionalen und gesamtschweizerische Politik der SVP, die aber auch regional und von verschiedenen SVP-Politikern differenzierter vertretten wird.
    Jene die meinten wer SVP wählt, sei gleichzeitig für Blocher, sind genauso auf dem Holzweg, Wie jene die meinen wer nicht Blocher will, muss gegen SVP-Politik sein.
    Ein Politiker wie Blocher halte ich für wichtig in den Politik, aber an der Macht bzw. im Bundesrat halte ich ihn für unpässlich.
    Er ist ein Politiker der die Schnautze aufreissen kann, und viele mobilisieren kann. Sowohl Befürworter wie auch Gegenstimmen.
    Als Parlamentarier hat unter anderen Blocher ebenso dafür gesorgt, dass die Bürger durch direkten Einfluss Anteil an der Politik haben konnten und einige Korrekturen nach ihrem Willen den “sogenannte” Volksvertrettern entgegensetzen konnten.
    Politiker haben wie andere “Aufgestiegenen” zuoft den Irrglauben sie Wüssten was die vielschichtige Bevölkerung will oder zu wollen habe.
    Und gerade diese “Direkte Demokratie” ist eines der wichtigsten Bausteine unsere Schweiz.
    Denn während Republikanische Systeme in extremeren Volkstimmungen pendeln, konnte die schweizerische System relativ den Kompromis-Weg gehen.
    Dabei profitierten wir, weil wir viele Nachteile welche andere Länder durch die jeweiligen Regierungen hatten, nicht aufwendig auspegeln mussten.

    Wenn Blocher wirklich aus dem Bundesrat fliegt, hoffe ich dass sich die Politiker wieder mehr um ihren Job kümmern, und nicht wie in den letzten Jahren um jenige die es machen sollten.

    Ob Opposition oder nicht, die Politik ist dermassen verfiltz und verstrickt, dass es nunmal zusehr darauf ankommt, mit wem man sich einlässt, als worauf man sich einlässt.

  28. Jaswicis am 12. Dezember 2007 um 18:57

    Ich finde es so schön wie hier alle rumheulen. Wer zur Hölle hat gesagt dass 30% vom Volk Blocher wollen? Das sind 30% von 50%. Zweitens, Nur wer blind SVP wählt, wählt noch lange nicht automatisch Blocher.

    Und ich finde es schön wie DEMOKRATISCH (SVPlers lieblingswort, wenn ich mich nicht täusche.)die SVPler diese Entscheidung vom VOLK (JA blabla ich weiss.) tragen.

    So nun wünsche ich Frau Widmer-Schlumpf eine Ruhige und und Isolierte Nacht. Damit sie morgen zum Wohle des Volkes entscheiden kann.

  29. insider am 12. Dezember 2007 um 19:02

    @ Jaswicis: Also von Entscheidung des Volkes kann ja wohl keine Rede sein.

  30. Jaswicis am 12. Dezember 2007 um 19:06

    @Insider:

    Wer hat den das Parlament und somit die VOLKSvertretung gewählt?.

    Ich glaube auch nicht dass das Volk Blocher gewählt hätte. Die Konkordanz ist auch in Ordnung. Die SVP hat nach ihrem Wähleranteile Sitze im BR.

  31. insider am 12. Dezember 2007 um 20:18

    Ich bin mir nicht sicher ob beispielsweise die katholischen konservativen CVP-Wähler mit ihren “Volksvertretern” übereinstimmen würden. Blocher hat mit seiner konservativen Art bei vielen CVP-Wählern und mit seinem wirtschaftlichen Leistungsausweis bei FDP-Wählern einige Wertschätzung. Es wird spannend sein wie sich diese nun verhalten werden.

    Und übrigens sind zwei blasse, aufgezwungene und Mitte-Orientierte Bundesräte wohl kaum akzeptabel für eine Partei die 30% Wähleranteil (mit rechtsaussen Themen) erzielt hat.

  32. Gwendolan am 12. Dezember 2007 um 20:45

    Wirklich eine Erleichterung, dass das Parlament das geschafft hat. Das einzige Problem: Wenn Blocher morgen nicht doch noch Bundesrat wird, wird die SVP wohl Druck machen mit dem was sie eh schon lange wollen – einer Verfassungsänderung dahin das in Zukunft (dh. in 4 Jahren) das Volk den Bundesrat wählt. Und angesichts ihrer momentanen Popularität und der scheinheiligen, heuchlerischen “Volksnähe” mit welcher sie auftritt wird sie das eventuell sogar schaffen. Und dann haben wir wirklich ein Problem, dann sitzen nämlich nacher 3 Hardcore-SVPler im Bundesrat.
    Allerdings kann es ja auch ganz anders kommen, eventuell ist die Ära-Bolcher in 4 Jahren auch vorbei – der Mann wird auch nicht jünger und ein neues Zugpferdchen aufzubauen braucht viel Zeit.
    Das die SVP jetzt nach Konkordanz schreit (welche nicht mal verletzt wurde, die SVP hätte ja ihre 2 Bundesratssitze, sie trötzelt nur rum) während gerade BR Blocher die Konkordanz, die Kollegialität und die Gebote staatsmännischen Anstandes 4 Jahre lang mit Füssen getreten hat.
    Einen Justizminister der (Nur um dieses Beispiel in Erinnerung zu rufen) in einem Land wie der Türkei proklamiert er möchte gerne die Leugnung von Völkermord legalisieren, ist einfach untragbar.

  33. Thomas am 12. Dezember 2007 um 21:00

    Der Geheimplan ist nun doch noch Realität geworden. Die SVPler sollten die Wahl von Frau Widmer-Schlumpf akzeptieren. Sollte sie morgen wider Erwarten verzichten, wird Mitte-Links Urs Schwaller von der CVP zum Bundesrat wählen.

  34. bluefox am 12. Dezember 2007 um 22:18

    Vielleicht reiben sich die linken die hände ja zu früh… bis jetzt hatte die SVP einen bundesrat und einen blocher/bundesrat.
    Neu haben sie ja vielleicht zwei bundesräte und einen full-time Blocher.

  35. Bünzli am 12. Dezember 2007 um 23:23

    Hier der Kommentar der Weltwoche zur Bundesratswahl:

    Ins Komplott gestolpert:
    http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17937&CategoryID=66

    Oder hörts euch an, wie krampfhaft versucht wird Sarkasmus in den Text zu bringen.
    Anscheinend sind Alles Deppen und Geisteskranke oder haben keine Ahnung was sie tun ausser der heiligen SVP:
    http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=17937&CategoryID=66

  36. Bünzli am 12. Dezember 2007 um 23:24
  37. bluefox am 12. Dezember 2007 um 23:41

    Nun, immerhin hat 10vor10 eben berichtet, wie die geschichte gelaufen ist. Die parteispitzen haben einen plan ausgeheckt, und den soldaten heute morgen um sieben gesagt, was sie stimmen müssen. Diese haben im chor gesagt “ja, genosse” und haben getan, wie man ihnen aufgetragen hat.
    Diesen text darfst du als sarkastisch beseichnen… aber “parteisoldat” hat heute einen neue bedeutung erhalten…

  38. Thomas am 13. Dezember 2007 um 00:19

    Ich glaube, die «Parteisoldaten» haben mit Freude einen anderen Namen auf den Stimmzettel gesetzt. Auch ein Soldat hat manchmal ein inneres Einverständnis mit dem, was sein Vorgesetzter befiehlt – sonst würde das Militär gar nicht funktionieren…

  39. turander am 13. Dezember 2007 um 00:37

    Die SVP sollte stolz sein auf diese Wahl. Mit dieser Wahl ist eine sehr faehige Person gewaehlt worden, welche die SVP eine ueberraschenderweise konziliante und waehlbare Partei darstellt.

    Sicher ist Blocher froh, dass er sein Amt in Wuerden an eine hervorragend qualifizierte Person aus der eigenen Partei uebergeben kann; mindestens wuerde ich das als helvetische Selbstverstaendlichkeit im Anstand und in Professionalitaet voraussetzen.

  40. gumbyman am 13. Dezember 2007 um 01:34

    Egal wie die Geschichte weitergeht, eins ist heute (mal wieder klar geworden): die schweizerische Demokratie funktioniert doch!

    Mit Erpressung und Trötzelen kommt man unter Umständen ein bestimmtes Stück weit, und dann ist aber Schluss. Ein zweites Mal hat die Erpressung nicht funktioniert, wohl vor allem auch weil Blocher und die SVP in den vergangenen vier Jahren bewiesen haben, dass sie sich nicht etwa erkenntlich zeigt dafür dass sie Blocher durchdrücken konnte, sondern stattdessen noch frecher und überheblicher agiert als vorher. Und dass Blocher sich nicht dem BR sondern vor allem sich selber und seinem Gefolge verpflichtet fühlt.

    Selbst wenn Frau Widmer-Schlumpf die Wahl (unter massivstem und undemokratischstem Druck ihrer Einheitspartei) ablehnen sollte, hat Blocher dermassen eins auf den Deckel gekriegt, dass ihm und seiner Entourage nun klar sein sollte, dass sie eine Nummer zu hoch gepokert haben mit ihrem Dünkel – und verloren.

    Um zu retten was noch zu retten ist, würde die SVP am besten ihre beiden gemässigten BR akzeptieren und Blocher in den verdienten Ruhestand schicken. Damit könnte sowohl im BR als auch im Parlament wieder eine vernünftige und sachorientierte Politik betrieben werden, die selbst von manchen SVP-Vertretern und Wählern gewünscht wird. Und natürlich vom Volk, welches ja bekanntlich in der Mehrheit nicht SVP gewählt hat, und schon gar nicht den Blocher-Flügel.

    g.

  41. humpty_was_pushed am 13. Dezember 2007 um 11:57

    ENDLICH!

    Und SVP weint. Muhahahahhaha…. stillos entziehen sie ihren beiden Bundesräten die Fraktion. Man könnte meinen, die SVP sei eine Maurer-Blocher-Mörgeli-Schlüer-Giezendanner-Partei. Allesamt Fascho-Narren.

    NIE MEHR BLOCHER!!!

  42. Samuel Knopf am 13. Dezember 2007 um 12:05

    @insider: die SVP hätte ohne Probleme einen rechtsaussen-Alternativkandidaten vorschlagen können, Namen waren ja sogar im Gespräch.

    Aber da diese Partei nunmal nach dem Führer- und Messiasprinzip aufgebaut ist (“Blocher = SVP”) hat sie sich selbst an die Person Blocher gekettet und ist darum selbst schuld, wenn sie jetzt in die Opposition gehen muss.

    Führerprinzip in der Partei und schweizerische Konsensdemokratie drumherum vertragen sich nunmal schlicht und einfach nicht. Die SVP müsste entweder einen über 50%igen Wähleranteil haben, die Volksrechte abschaffen, damit ein Regierungs- und Oppositionssystem möglich wird oder halt nach Deutschland politisieren gehen.

  43. hanu am 23. Dezember 2007 um 00:20

    Der ‘Duce’ ist wieder auferstanden, und er verspricht uns die Supershow.
    Die Bundesräte der SVP – oder doch nicht von der SVP, jedenfalls jene mit dem SVP Parteiausweis – werden vor der Partei kriechen müssen. Und wenn sie genügend Dreck geschluckt haben, werden sie von Allvater Christoph gnädig wieder in die Partei aufgenommen und die SVP wird einig sein wie noch nie.
    Hütet Euch am Morgarten!

  44. gumbyman am 23. Dezember 2007 um 02:53

    Da hast Du recht hanu, als ich das gelesen habe: ‘Sollten die fraktionslosen SVP-Bundesräte Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf eine “Kehrtwende” vornehmen und “voll und ganz das SVP-Gedankengut vertreten”, würde die SVP die Lage neu beurteilen, sagte Blocher.’
    http://de.bluewin.ch/news/index.php/schweiz/news/20071222:brd036

    Wie unverschämt und borniert muss man eigentlich sein, um als frisch abgewählter BR die gewählten BR so herablassend von der Seite anzuquatschen? Und wie realitätsentfremdet muss man sein um zu meinen, man selbst sie die einzig richtige und legitime Vertretung einer Partei? *Ober-Kopfschüttel* Ich glaube der Mann wird langsam wirklich senil…

    g.

  45. hanu am 23. Dezember 2007 um 19:41

    gumbyman mit Deinem Glauben ‘der Mann wird langsam wirklich senil’ liegst Du leicht falsch. Das ist eine andere, weit fortgeschrittene Art von Demenz. ‘Wie unverschämt und borniert …’, nun unflätig war der Kerl seit ich von ihm weiss, aber er kommt bei einigen unverschämt gut an – leider.

  46. Rico am 25. Dezember 2007 um 13:14

    Hanu: “…weit fortgeschrittene Art von Demenz…”

    Weder Unverschämtheit, noch borniert oder unflätig zu sein, sind primäre Merkmale von Demenz, weit fortgeschrittener schon gar nicht. Unverschämt gut anzukommen bei den Leuten auch nicht.
    Und hättest Du jemanden in der Familie, der an schwerer Demenz leidet, würdest Du nicht so saudumm daher lafern.
    Blocher mag an vielem leiden, aber er ist weder senil noch dement.

  47. Morinini am 25. Dezember 2007 um 15:44

    Hier tummeln sich fast nur linke Schwätzer.

  48. Thomas am 25. Dezember 2007 um 16:55

    Wie das bei einigen alten Leuten, die physisch zerfallen, so ist: Beim Tele-Zueri-Interview nach der Abwahl konnte man bemerken, dass Blocher seine Zunge nicht mehr unter Kontrolle hatte. Sie ist ihm immer wieder unwillkürlich rausgerutscht.

  49. Boll am 8. Januar 2008 um 15:09

    Der Vergleich mit Mussolini ist wohl nicht nur peinlich, sondern auch völlig deplaziert. Was ist nur los mit Euch?

  50. gumbyman am 9. Januar 2008 um 01:36

    Und die Moral von der Geschicht: Möchtegern-Könige und andere selbsternannte Volks-Vollmachts-Vertreter haben in der Schweiz keine Chance – und das ist gut so :)

    g.

  51. Jacko am 1. Juli 2008 um 01:34

    Sehr geehrter Herr Blocher

    Nun, da Sie nun nicht mehr im Bundesrat sind, könnten Sie dem Volk einen letzten Dienst erweisen.
    Wir würden gerne etwas mehr über die von Ihnen unterzeichneten “Polizeiverträge” mit den USA, erfahren?
    Wie wir zunehmend feststellen müssen, liegt nämlich die Gefahr nicht so sehr am heraufbeschworenen Terror, als vielmehr der USA selbst.
    Wurde die Schweizer Regierung vielleicht genötigt die Verträge zu unterschreiben?
    Vielleicht wars es auch nur Taktik…mit dem Wissen, das Bush noch nicht gehen wird?
    Dies wird man vielleicht einmal aus den Geschichtsbüchern erfahren….

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