Bunte Plaketten für Feinstaubschleudern
Einem Auto ist schwer anzusehen, ob es mit CO2 neutralem Alkohol oder einem feinstaubverteilenden Dieselmotor ausgerüstet ist. Eine Idee aus Österreich will diese Schwierigkeit mit farbigen Klebern auf den Autos beheben:
Damit auf den ersten Blick sichtbar ist, welche Autos zu den Stinkern gehören und den meisten Feinstaub im Verkehr verursachen, schlägt Krainer vor, bunte Prüfplaketten einzuführen.
Damit könnte man gleich mehrere Problem auf einmal lösen:
- Jeder Automobilist weiss dann genau, wie stinkig sein Auto ist. Ist offenbar heute nicht allen Bekannt.
- Bei hohen Feinstaubelastungen müsste man nicht allgemeine Fahrverbote aussprechen, sondern könnte bequem die besonders dreckigen aussperren
Dies ist offenbar eine Reaktion auf eine Österreichische Studie, nach welcher die Lebenserwartung bei permanenter Feinstaubbelastung um 17 Monate sinkt.

…ein schwarzes Pickerl auf der Autotüre, und ein gelbes Pickerl auf der Brust kennzeichnen den rauchenden und Feinstaub emittierenden Zeitgenossen….Freiwild für wildgewordenen grüne Pflastersteinwerfer.
Pickerl = Kleber
(so Markierungen brachte man schon an Menschen an, 1933-1945)
Besser ist : einen Feinstaub filter in der Karre montieren, dann kann man sich das Pickerl sparen.
Ich finde das eine gute Idee. Aber wieso grade Bunt? Farbenblinde könnten das nicht so gut erkennen.
Ich schlage ein Symbol vor. Der Davidsstern wäre prädestiniert. Jeder erkennt ihn und er wird zur zeit sonst für keine kenntlichmachung benötigt.
mfG René
Wichtig ist das diese Bunten Kleber mindestens 40cm durchmesser haben, damit die Symbole auch vom öv her sicher erkannt werden können, allerdings dürfen die Symbole nicht zu anspruchsvoll sein!
Der Erlös der Picker bekommt dann wie immer der öv.
Mit dem Erlös kauft sich dann der ÖV eigene grüne Pickerl, und die kleben sich dann die ÖV-benützer an die Stirn. Welche die zu Fuss oder mit dem Fahrrad an die ÖV-haltestelle kommen, bekommen den grünen Doppelpunkt.
Die Vermenschlichung von motorisierten Fahrzeugen wird offenbar immer krasser. Sagt mal, im Ernst, wixt ihr eigentlich am Samstag nach der Stützliwösch über euren motorisierten Freund?
Der Kleber käme auf ein Auto. Das ist ein seelen- und rechtloser Gegenstand… Dies mit der Markierung von Menschen im 2. WK zu vergleichen ist absurd, zeigt jedoch schön auf, dass man über Autos (und deren Emissionen) mit Autojunkies nicht sachlich diskutieren kann. Hier ist staatlicher Zwang vonnöten, um die Natur und die Bevölkerung zu schützen.
Nun, die Idee an sich ist hübsch, doch kaum umzusetzen. Tatsächlich geht es nicht um die Autos, sondern um die AutoFAHRER, die mit den Klebern stigmatisiert werden. Hohe Steuern, oder sonstwelche schmerzhafte Konsequenzen für diese Schmutzschleudern und ihre Fahrer – ok. Aber sie in der Öffentlichkeit zu brandmarken geht zu weit…
Ich finde die Idee prüfbar, wer keine bunten Kleber auf seinem Auto will, muss halt ein sauberes fahren. Das ist ja mit den Offroadern auch schon so
Ein Gratistipp für all diese die nicht wissen wie dreckig ihr Auto ist:
Im Abgaswartungsdokumenten steht alles sehr sehr detailiert drinn von welchem dreck wiviel Produziert wird.
Sandro, soll ich für dich mein Abgaswartungsdokument jeweils hinter die Windschutzscheibe legen wenn ich in Zürich bin, ist mindestens so aussagekräftig wie so ein Pickerl.
[...] Am 29. März haben wir über die Bemühungen Österreichs im Kampf gegen den Feinstaub beschrieben. Ein Bunter Kleber wird dort derzeit als Massnahme geprüft. Letzten Sonntag hat die Sonntagszeitung nun über die Planung einer Feinstaubvignette in Zürich berichtet (Artikel nicht online): Die Zürcher Spezialisten müssen ein taugliches Konzept vorlegen, wie Zufahrtssperren funktionieren sollen, was sie kosten und wie gross der Nutzen ist. «Um die Fahrzeuge zu erkennen, favorisieren wir die deutsche Idee eines Klebers analog der Autobahnvignette», sagt Sommer. [..] Der am Auto gut sichtbar angebrachte Kleber zeigt an, in welche der Abgasstufen von eins bis fünf ein Fahrzeug gehört. Wird der Feinstaubgrenzwert für längere Zeit überschritten, dürfen ältere Fahrzeuge der Abgasstufe eins, zwei und drei nicht mehr fahren. [...]