Hier Werben?

Blocher will das Krankenkassenobligatiorium abschaffen

Wiedersprüchliches im Tagi-Interview mit Christoph Blocher. Zuerst sieht er kein Bedürfnis für eine Obligatorische Krankenversicherung, einen Satz später sagt er über die (obligatorische) AHV: “Sie ist zwar eine Zwangsversicherung, aber jeder spart für sein Alter. Die AHV würde ich zuletzt antasten. Genau das gilt doch auch für die Krankenkasse: “Sie ist zwar eine Zwangsversicherung, aber jeder spart für seine Krankheit“. Aber Herr Blocher möchte lieber Amerikanische Verhältnisse schaffen und die ärmsten Mitbürger von der lästigen Krankenkassenpflicht befreien.
Weiter will er beim Bund 30% Einsparen, wie das? Antwort: “Erinnern Sie sich an 1990? Damals war es auch schön, oder?
Und noch ein Beispiel seiner Rückwärtsgewandtheit: “
Man muss nicht ständig bilateral verhandeln. Wenn man Probleme hat, muss man diese miteinander lösen. Das halten wir seit 700 Jahren so”. Herr Blocher, in diesen 700 Jahren haben sich viele Kantone erfolgreich (und höchstwahrscheinlich gegen erbitterten Wiederstand der SVP) zu einem Ganzen zusammengeschlossen. Diese Entwicklung geht nun weiter, der Fortschritt heisst “Europa”… Na, Groschen gefallen?

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 22. Dezember 2004 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

2 Kommentare zum Artikel “Blocher will das Krankenkassenobligatiorium abschaffen”

  1. mk am 23. Dezember 2004 um 10:36

    Er hat ja noch ziemlich viele andere Dinge gesagt, unser lieber BRB. Die Spitze der Lustigkeit finde ich aber:

    Die Landwirtschaft muss von vielen staatlichen Barrieren befreit werden, damit der Bauer freier handeln und günstiger produzieren kann.

    Ich glaube dazu braucht es keinen Kommentar…

  2. j.schneeberger am 27. Dezember 2004 um 20:04

    Warum braucht es dazu keinen Kommentar? Haben Sie Ahnung betr. landwirtschaftlichen Zahlungen in der EU? Und kennen Sie die Zahlungen in der CH? Ich besitze selbst einen Ackerbaubetrieb von 250 ha in Frankreich.
    Also die Zahlen:
    Frankreich (Europa plus minus 10%):
    Flächenprämien (direktzahlungen) pro ha: 380 EURO
    Prämie Brachland: 400 EURO
    Preis Weizen (Brotweizen)je nach Markt(pro tonne) 110 Euro
    Schweiz:
    Flächenprämie pro ha: 1′800 CHF
    Prämie Brachland: 3′800 CHF
    Preis Weizen (Brotweizen) 650 CHF pro tonne

    Das heisst: Ein mittelland bauer mit 60ha Acker kriegt an Direktzahlungen (ohne Brache) 108′000.– CHF. Nun produziert man ja noch. Bei einem durchschnittlichen Ertrag (Weizen) von 6t pro ha macht dies (6t X 60 ha = 360 t) 234′000 CHF Bruttoertrag. Da die CH-Bauern rund 40% mehr für Saatgut, Dünger, Maschinen, Abschreibungen etc. als EU-Bauern zahlen müssen kommen wir auf einen Kostenblock pro ha von 1′000 EURO/ha. Das heisst: 60ha mal 1′000 EURO = 60′000 EURO = rund 100′000 CHF. Summa sumarum sieht die Rechnug so aus:
    Direktzahlungen: 108′000.–
    Bruttoertrag:234′000.–
    Kosten: 100′000.–
    Nettoetrag: 242′000.–

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um Artikel zu kommentieren.

Twitter Beiträge

Ähnliche Artikel

Rubriken

Stichwörter

20min Abstimmung AKW Asylgesetz Atomkraft Blocher Bundesrat Christoph Blocher CO2 Diskriminierung Energie Extremismus FDP Feinstaub Geländewagen Gleichschaltung Greenpeace Initiative Kantonsrat Klima Klimaerwärmung Klimawandel Nationalrat Offroader Ozon Personenfreizügigkeit Polizei Referendum Regierungsrat Schengen Schlamassel Schweiz Service Public Sparwut SUV SVP Ueli Maurer Ulrich Schlüer Umwelt Verkehr Vorsicht Kunde Wahlen Wahlkampf Zürich Zivilcourage

Das Politik Forum ist CO2 neutral

Neuste Kommentare

Archiv

Diskutiert im Forum

Werbung