Blocher und Mörgeli mitverantwortlich für Rütli-Schande
Beide kommen zum selben Schluss, Bundesrat Moritz Leuenberger im Tagi und Georg Kreis im Blick: Christoph Mörgeli und Bundesrat Christoph Blocher haben die Schranken für die Braunen Pseudopatrioten niedergerissen und diesen damit den Weg für die Rütli-Schande geebnet. Die beiden Rechtsaussenpolitiker haben mit ihren unfairen und unschweizerischen Angriffen auf Samuel Schmid die Vorarbeit für das Auspfeifen des SVP(!) Bundesrates am Nationalfeiertag geleistet. Damit zeigt sich einmal mehr das wahre Gesicht der SVP. Sie ist nicht Konkordanzfähig und damit nicht für Exekutivämter geeignet. Das letzte Wort hat zum Glück der Stimmbürger, an der Urne können wir bald wieder gegen den SVP/Neonazi – Sumpf stimmen.

Naja, nur nur weil die SVP nun ein paar verrückte Exponenten hat, würde ich die Partei nicht unbedingt als “nicht konkordanzfähig” nennen. Ich würde das eher als Hindernis für die Konkordanz nennen.
Um es gleich klar zu stellen:
Ich bin alles andere ein Fan der SVP…
Also, wenn von mir geprägt Begriffe von den Neonazis bruchlos übernommen werden könnten, würde ich mich arg hintersinnen. Blocher und Mörgeli scheinen diese Art von Selbstreflexion jedoch nicht zu kennen und sie scheinen es nicht einmal für nötig zu halten, sich klar von der Rütlischande zu distanzieren!
Warum sich von den Lausbuben auf dem Rütli distanzieren? Ich distanziere mich z.B. auch nicht von diesen Lausbuben. Ich bin ein waschechter Patriot und für die Schweiz, und nur für die Schweiz. Nazis waren seit jeher unsere erklärten Feinde, wollten sie doch die Schweiz in ein Grossdeutsches Reich einverleiben.
Patriotismus und Nazismus vertragen sich NICHT!!!!!!!
Wenn man sich von allem und jedem Seich distanzieren müsste, müsste man sich den ganzen Tag distanzieren.
lausbuben? lausbuben bringen keinen schwyzer regierungsrat zum schwitzen.. noch einen bundesrat. 600 lausbuben sind ein veritabler saubannerzug..
eben.. saububen, “ehnder”.. und ein paar an die ohren, und zwar kräftig! nächstes jahr, schon zum voraus, von uns allen.
ich bin auch ängstlich und protektiv (sprich patriotisch), aber: alles was RECHT ist.. damminomal..
..vaderzocht was meinst jetzt damit..warum an die ohren..und warum zu voraus ?..
Bist du ein Anhänger der präventiven Prügelstrafe ?
Das Budesgericht hat entschieden, dass Prügel nur in Selbstverteidigung erlaubt ist, aber du willst voll draufhauen, nur weil jemand dem Schmid ins Wort fällt.
Dann heisst es, es sei der Pöbel (Pöbel heisst despektierlich “das Volk”).
Dieser Begriff wurde vor der Französichen Revolution von den Adeligen wie z.B Ludwig und seinem Inzucht-Pack sowie dem Klerus gebraucht.
Dann aber warf der Pöbel diese Ariostokraten auf´s Schafott und seitdem ist Gleichheit angesagt.
Bis vor ein paar Jahren, als die “Classe politique” begann, dem “Pöbel” die politischen Recht sachte und immer mehr anzuzweifeln. Zur “Classe politique” gehören heute unter anderem Bundesräte, die von bulligen Bodyguards abgeschirmt in Helikoptern, Luxus-Flugzeugen und schwarzen Staatslimousinen im Land herunkurven, oder gestelzt und elitär dahinschwafeln, unverständliche Abstimmungsbüchlein kreieren, so dass ein normaler Bürger (“Pöbel”) nichts mehr versteht.
Zu dieser “Classe politique” gehören auch Leute, die das Rütli absperren und nur noch geladenen Gästen zugänglich machen wollen. Einer Cupli-Gesellschaft, die mit gespitztem Mund dem Redner zuflötet und dem Nachbar schwul ins Ohr haucht “ach wie süss unser Leui, gell…”.
Es sind die Nachfolger Gessler´s, die uns wieder in die Knechtschaft führen wollen. Aufmerksamkeit ist also angesagt.
Auf der einen Seite die Lausbuben, auf der anderen Seite rotteten sich in Luzern “…fast 1000 Anarchisten, Chaoten und Exponenten des Schwarzen Blocks zusammen, legten die halbe Stadt in Trümmer. (…) Ihr legt doch jeden Tag eine Augenklappe über euer linkes Auge…..aber ich reisse euch diese Augenklappe weg und präsentiere euch die Realität ungefiltert.”
Kommentar von AlphaPapaGolf zu “Primaten auf dem Rütli” — 4. August 2005 @ 08:27
für die ausgewogene aufklärung sagen wir danke und spendieren eine gratis-sehtest bei fielmann.
lg wBr
lausbuben als weitere verharmlosung von bezeichnungen … fascho-umzuege mit skandierenden “auslaender raus”-parolen als lausbubenstreich zu bezeichnen ist wohl mehr als fragwuerdig. ob es nun deutsche oder schweizer nazis sind, die man durch die strassen ziehen laesst … das resultat bleibt das gleiche: sie haben dasselbe besch … ziel, auch wenn sie in verschiedenen laendern ihr unwesen treiben!
sachte, sachte.. GolfPapa.. ich gestehe jedem sein Recht zu.. und auch ich fühl mich unwohl, wenn ich das Establishement” Spiele spielen sehe..
Ich denke weiter.. es sind weder die Ausländer.. noch ist es die EU.. noch ist es die Abschirmung der Bundesräte (Hey! hast Du sicherheitspolitisch geschlafen, die letzten paar Jahre??)
Übrigens, mein bester Kollege ist ein schweizer Bio-Bauer..
Bist du homophyl? oder wie das heisst?? Das kann ich nachvollziehen! Ich habe angst vor jedem.. “NICHT WAHR?” und gell?
“NIDER MID ÖSREICH!! NIDER MID HABASBURG (AG)”
na ja, dorftrottel halt..
..”Auf der einen Seite die Lausbuben, auf der anderen Seite rotteten sich in Luzern “…fast 1000 Anarchisten, Chaoten und Exponenten des Schwarzen Blocks zusammen, legten die halbe Stadt in Trümmer.”..
“legten die halbe Stadt in Trümmer”??
ist wohl b-b-bisschen stark g-g-geraten??
Und wisst ihr was für Gefühle meine 87 jährige Grossmutter diesen
PatriotenNeonazis gegenüber hat? Genau, sie fühlt sich zurückversetzt in die Zeit als die Frontisten die Schweiz den Deutschen zum Frass vorwerfen wollten… Klamotten, Symbole und Parolen rufen die Schrecklichen Gefühle wieder in Erinnerung, auch wenn Sie nicht 1:1 identisch sind. (Und sie weiss von was sie spricht, sie war Hautnah dabei, da auf dem Rütli aufgewachsen!)vanderzocht, sorry, ich verstehe dein Gebrabbel nicht, was die anderen sagen wollen ist mir klar. Aber du laberst herum, irgendwie inhaltslos.
Hingegen verstehe ich die Ausserungen Sandros und seiner Grossmutter gut. Halbstarke die grölen (Brunnen, Luzern, Winterthur) sind nicht jedermanns Sache. Ich würde auch die Strassenseite wechseln wenn so eine Horde auf mich zukommt.
Noch einmal, vanderzocht, die Migros-Klubschule kann dein Problem sicher lösen. Melde dich doch dort unverbindlich einmal zur Beratung.
So ein Quatsch! Blocher und Mörgeli seien Schuld am Rütli-Debakel. Es ist lächerlich, wie ihr dem Blick und SFDRS auf den Leim geht. Die brauchen doch immer etwas, das sie aufbauschen können um das Volk verrückt zu machen. Mörgeli hat nie gesagt, Schmid sei ein Charakterlump, wie überall geschrieben wird und wer nicht versteht, was Blocher mit “nur ein halber Bundesrat” gemeint hat, soll doch bitte Deutsch-Nachhilfestunden nehmen. Was der rote Fehr und Konsorten alles spricht ist auch nicht immer vornehm.
Dieses Gekläff der Sozis werde ich akzeptieren, sobald sie die Vermummten und Autonomen dazu bringen, ihre periodischen Zerstörungszüge zu sistieren. – Diese Rechtsextremen sind bestimmt keine Zier für unser Land, aber der Lärm, der um sie gemacht wird ist reine Heuchelei. Hört doch auf damit und wendet euch Wichtigerem zu!
RonaldCH
Absolut einseitige Berichterstattung in den Medien. Seit Jahren haben wir auch linksextreme Demonstrationen, die von den Medien der Schweiz weitaus weniger oder gar nicht besprochen werden.
Die Linkspolitiker sind keinesfalls gepflegeter in der Wortwahl, wenn es um ihre Gegner geht!
pte
freiheit!! für laberer!
moi, le kulturminister!!
Bis auf ein Paar PDA – Exponenten distanzieren sich die linken Politiker regelmässig und vollumfänglich vom Schwarzen Block. Im Gegensatz zu den prominenten Fürsprechern der ultrarechten wie Schlüer, Mörgeli, Blocher etc. Oder bringt mir ein Zitat mit dem ein SP Bundesrat den Schwarzen Block supportet! Eure Vergleiche mit den Linksextremisten, welche von mir übrigens ebenfalls keinerlei Sympathie geniessen, sind sowas von hinkend…
Sandro, warum sehen sie nicht, wie das Spiel vor sich geht? Haben sie gestern nicht gehört und gesehen, wie SFDRS und Radio-DRS Leuenberger interviewt haben? Es war unerträglich, mit was für Suggestiv-Fragen sie Leuenberger zu Leibe gerückt sind. Er hat sich wacker geschlagen und wollte den Journalisten nicht auf den Leim zu gehen, aber die Versuchung, etwas Profit für sich herauszuschlagen war doch zu gross, – so hat er halt Blocher und Mörgeli wieder einmal Eins auswischen können und das war auch für den Schöngeist Leuenberger ein willkommenes Fressen.
Blocher und Mörgeli lassen sich nicht manipulieren von den Medien und weigern sich darum, Interviews zu geben. Schlau und verschlagen, wie die Journalisten sind, wird diese Verweigerung als positive Einstellung gegenüber er den Rechtsextremen dargestellt, was natürlich völliger Unsinn ist.
Sandro, sie sind doch intelligent! Warum versuchen sie nicht, hie und da einmal die rote Brille ein wenig zu heben um klar zu sehen, wie das Spielchen in unserer Schweiz mit Blick und SFDRS vor sich geht.
RonaldCH
In der Parteizentrale der SP der Stadt Zürich war seinerzeit die “Telefonziitig” installiert. Das war bevor es SMS, Internet und dgl. Kommunikationstechnik gab.
Aber die Führer der Krawalle in der Stadt Zürich konnten so ihre Gefolgschaft immer zielgerecht und wohlorganisiert zum nächsten Krawall führen.
Member of SP City of Zurich > der liebe Moritz !
Aber heute ist er die Scheinheiligkeit in Person und tut so, als könne er kein Wässerchen trüben.
Fast kommen einem die Tränen…..
@blochers enemy
Ihr Beitrag spiegelt tatsächlich ein hohes Bildingsniveau.
Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
R.
Aufrufe zur Gewalt werden hier nicht toleriert.
Der Kommentar von “blochers_enemy” wurde daher gelöscht.
mir scheint die meisten die hier diskutieren sind ideologisch etwas verbrämt. schauen wir uns die sache doch nüchtern an:
- dass die svp schuld sei am aufmarsch der rechtsradikalen auf dem rütli hat niemand behauptet
- dass die svp dazubeiträgt, dass der umgangston in der politik zunehmend härter wird und immer mehr auf den mann spielt, kann niemand wirklich bestreiten (siehe diverse plakatkampagnen und aussagen von mörgeli und konsorten)
- dass damit ein umfeld und klima geschaffen wird, indem es leichter fällt, ebenfalls auf den mann zu spielen (gegen schmid auf dem rütli) ist ein kausalzusammenhang, der gezogen werden kann
politiker aller couleur (gilt auch für blogerInnen!!!) sollten sich ernstnehmen und einander mit gebührendem respekt gegenübertreten, anstatt versuchen ihre gegenüber ins lächerliche zu ziehen und zu polemisieren. hartes ringen um die sache = bessere resultate, als auf den mann spielen. denkt mal drüber nach….
@lukeduke
Sie polemisieren ja ganz genau gleich und wie gewohnt in diesem Blog, gegen die SVP. Ist es ihre Meinung wir sollten zu allem was die Linken in diesem Blog erzählen, mit dem Kopf nicken und freundlich sein? Das wäre wohl langweilig und wäre auch zu nichts nutze, hier im Blog nicht und in der Politik genauso nicht. Das ewige Geschrei nach mehr Respekt wird hauptsächlich von der SVP eingefordert. Wie wenn die andern Parteien dauernd von Respekt und Rücksichtnahme triefen würden. Diese Empfindung habe ich keineswegs!
RonaldCH
R.
Der Respekt für Andersdenkende hört bei mir spätestens auf bei Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Wer sich von solchen Gesinnungen nicht klar distanziert, macht sich schuldig und muss (in irgendeiner Form) sanktioniert werden. Politiker sollten Vorbilder sein und den Anstand wahren. Der Anstand besteht in der Achtung der Identität des Anderen. Jemanden als «Charakterlump» oder als «zum Fortbestand der Gesellschaft nicht relevant» zu bezeichnen, überschreitet die Grenze des Anstands. Es braucht öffentliche Sanktionen gegen die Verantwortlichen, um ihnen diese Grenze wieder ins Bewusstsein zu bringen.
Nicht nur der Blick und der Tagi haben einen Bezug von den Parolen der Neonazis zu der Terminologie eines Mörgeli bzw. Blocher hergestellt, auch die NZZ vom Mittwoch hat dies getan. Es wäre allerdings falsch die ganze SVP für den Abbau von Hemmungen verantwortlich zu machen, denn das hiesse, ein Feindbild zu konstruieren. Es handelt sich um eine Teilmenge, insbesondere den Zürcher Flügel der SVP: die Menge der «spät Pubertierenden».
Danke thomas, das klingt nach einem vernünftigen Menschen. Ich hatte es betr. dieser unwürdigen 1. August Geschichte auch gewagt, einige Argumente gegen diesen Abschaum in den Raum zu stellen. Die Reaktionen (ich verweise hier insbesondere auf APG) waren jedoch eher enttäuschend (ähnlich Blick online Leserbriefe), so nach dem Motto: ja das stimmt schon, die hätten das nicht machen sollen, ABER, die Linken sind ja auch böse, und überhaupt sind wir alle unzufrieden.
Es war so ziemlich vor 60 Jahren als 60 Millionen Menschen umgekommen sind, im 2. Weltkrieg. Angestachelt durch die Nationalzozialisten. Und jetzt kommen sie wieder mit Nationalismus. Einfach unglaublich…
Quadour, ich biete dir jetzt eine konstruktive Lösung des Problems an. Das wäre folgendermassen :
ALLE Extremisten d.h. Neonazis, Schwarzer Block, Anarchisten, Fussballhooligans, Schläger und andere organisierte Gewalttäter einkesseln, verhaften und abtransportieren in ein hartes Arbeitslager auf 2500 m.ü.M.
Dort werden sie dann zusammen mit Drogenhändlern, Vergewaltigern und Kriminellen aus dem Balkan, Afrika und Südamerika bunt gemischt in Baracken untergebracht und müssen während minimum zweier Jahren dort oben harte Arbeit verrichten.
Es werden nur die Grundnahrungsmittel verabreicht. Dabei denke ich an Hafergrütze, Milch und etwas Brot. Brennholz für die Heizung dürfen sie unten an der Waldgrenze einsammeln. Tagwache um 5 Uhr morgens. Nachtruhe 21.00 Uhr. Dazwischen Steineklopfen für das Baugewerbe, unterbrochen von kurzen Mahlzeiten und dem Tagesgebet.
Logisch ist keine Elektrik und Elektronik (Radio, TV und Handy) vorhanden.
Zweck dieser Übung ist die Resozialisierung dieses Haufens und die Austreibung aller Flausen aus den hohlen Schädeln.
Ich bin überzeugt, dass diese Burschen nach zwei Jahren auf 2500 m.ü.M unter der Anleitung von hartgesottenen Drill-Sergeants (Keine Psycologen und Psychiater!) zu wertvollen Mitgliedern derf Geselsschaft geformt werden können.
Mit Repression hat man bisher immer alle Ziele erreicht, gell APG?
Logisch, Sandro, sie sind für Psychologen und Psychiater. Erweiterung der Sozialindustrie ist immer im Sinne der Sozialisten. APG hat die Sache etwas derb formuliert, aber aus der Drogenrehabilitation weiss man, dass dies die einzig wirksame Methode ist.
R.
Repression? Ist grad in der Drogenrehabilitation der schlechtmöglichste Weg. Ausser du definierst Erfolg dadurch, dass Otto-Normalschweizer in Zürich keinen Junkies mehr über den Weg läuft. Deswegen ist jedoch noch kein einziger Junkie Clean. Abgabe ist der einzige Weg diese Leute wieder in die Gesellschaft zu integrieren und der Drogenmafia den Boden zu entziehen. Aber ich weiss, das SVP Parteiprogramm sieht das anders…
Habe nichts von Drogenabhängigen geschrieben, sondern von Gewalttätern Kriminellen un DROGENHAENDLERN. Lest doch etwas excater bitte….
Habe mich auf Ronald bezogen.
@Sandro
Nein, mit der Drogenabgabe wurde meines Wissens kein einziger Junkie drogenfrei. Wie sollte er’s überhaupt wollen, wenn ihm der Staat das Gift, die Verpflegung und die Wohnung zur Verfügung stellt? Wenn sie dem Integration in die Gesellschaft sagen, sind sie sehr optimistisch, d.h. sie fragen nach echt sozialistischer Art nicht nach den Kosten. “Geld ist genug da” ist bei euch bekanntlich die Maxime.
Wie weit die harten Rehabilitationen in den kanadischen Wäldern und der namibischen Wüste hinhalten, weiss ich nicht, aber laut Aussagen von Betroffenen besteht doch ziemlich viel Hoffnung, dass es einige schaffen. – In diesem Sinne hat APG vermutlich Recht, für alle Sorten von Rechts- und Linksextremen sollte diese Arbeitstherapie eben doch einmal ausprobiert werden. Aber eben, stellen wir uns einmal den Aufschrei der linken Gutmenschen vor, sollte ein Politiker je diese Art von Rehabilitation aufs Tapet bringen.
Warum reden sie immer von der SVP mit mir, ich bin kein Parteigänger, stimme aber in diversen Punkten mit ihren Leitlinien überein, weil sie vernünftiger sind als Sozialismus. Sagen sie mir ein einziges Land, in dem mit sozialistischer Politik die Gesellschaft zur Blüte gekommen ist? Aber vielleicht erinnern sie sich doch an einige, die ganz, oder fast Pleite gegangen sind unter roter Führung.
RonaldCH
@ronald: da gibts auch faelle, die weit weniger weit als nach kanada oder sonstwohin geschickt wurden, um den ausstieg von drogen zu versuchen, zb. nach frankreich im “patriache”. erlebnisberichte von leuten, die dort waren, haben mich nicht grad ermutigt, anderen leuten, die dasselbe problem haben, diese art von “ausstieg” zu empfehlen.
menschen, die den wiedereinstieg in die gesellschaft nicht allein schaffen, einfach ins ausland abzuschieben (sieht blochers vorschlag aehnlich, asylbeantragende zb. in nordafrika “zwischenzulagern”), damit sie “aus den augen aus dem sinn” sind, greifen wohl zu kurz.
es gibt durchaus laender, die dank sozialistischer politik oder sozialistischen ansaetzen nicht ganz pleite gegangen sind. natuerlich muessen immer wieder kuba & die ehemalige sowjetunion als beispiele fuer ein scheitern sozialistischer politik herhalten, aber niemand spricht davon dass die USA und andere kapitalistische laender mit allen (unerlaubten) mitteln vehement gegen sozialimus und deren vorzuege angekaempft und so in ein “schlechtes bild” gerueckt haben. weder reiner sozialmus noch kapitalismus ist das gelbe vom ei, aber durch das staendig an den pranger stellen des einen wird die optik nicht schaerfer, schon gar nicht erweitert …
@ronald – nachtrag: nennen sie mir ein einziges Land, in dem mit repressiver, “antisozialistischer” politik die gesellschaft zur bluete gekommen ist?
Asylanten nach Nordafrika zu bringen ist mehr als vernüftig. Viele kommen ja von da, z.B. auf den bekannten Schlepperrouten mit Sprungschanze Lybien (Diktator Gadaffi) nach Europe. Also schaffen wir sie zurück wo sie herkommen. Ist doch nicht unmenschlich oder. Unmenschlich wäre es, die Afrikaner z.B. nach Grönland zu senden.
Iggypop : USA und UK sind so zu Blüte gekommen, mit tiefer Arbeitslosigkeit und jedes Jahr mehr Arbeitsplätze geschaffen. Dagegen haben die sozialistisch Angehauchten auch 16 Jahre nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Paradises nichts begriffen. Sie rennen bereits wieder hinter dem Neo-Stalinisten Gregor Gysi und seinem Kumpel Lafontaine her die lauthals ihre dummen Parolen im Ossie-Deutschland herumposaunen.
Und Castro ist nichts anderes als eine tragische Figur. Fast möchte man weinen, wüste man nicht dass dieser Diktator hunderttausende von Kubanern umgebracht und ins Exil getrieben hat. Und auch das mörderische Wüten seiner Kolonialtruppen in Mocambique und Angola ist unvergesslich.
Amerika
findest du wirklich dass die USA und uk zur bluete gekommen sind ??? dass zb. in den USA viele leute in grossem masse verarmen, ausser den reichsten bewohner/innen kaum eine/r im stand ist, eine krankenkassenversicherung zu bezahlen – wohlgemerkt bei dem ziemlich grossen ernaehrungsproblem, dass wir hier (noch) nicht in diesem ausmass kennen – leute stundenlang in der gegend rumreisen muessen, um fuer 4 oder 5 $ pro stunde zu arbeiten und sich in der zwischenzeit keine/r zeit hat, sich um die kids zu hause zu kuemmern …
und in UK gehts der konjunktur auch nur so gut, weil die leute sich u.a. mit krediten “ueber wasser halten”, die sie wohl kaum je begleichen werden koennen.
tragisch find ich, hier ausgerechnet 2 nationen als vorbildnationen zu erwaehnen, die – um von ihren problemen im inland abzulenken – in den irak und andere laender einmarschieren und sich als vorbild und weltpolizist auffuehren.
@iggypop
Ich habe mit keinem Wort gesagt, man soll die Leute ins Ausland verschiffen, damit sie “aus den Augen aus dem Sinn” sind. Ich wollte nur betonen, dass staatliche Drogenabgabe Junkies nicht wirklich von ihrer Sucht befreit. Aufrichtige Drogenfachleute bestätigen dies immer wieder. Die TV Sendung über die Behandlung in Namibia schien mir positiv, aber ich sagte ja, ich wissen nicht, ob die Langzeitdiagnose gut sei.
In diesem Sinne wäre es vielleicht doch ein Versuch wert, die rechten und die linken Radaubrüder einmal im Sinne APG’s in der Höhe ein wenig härteren Lebensbedingungen zu unterwerfen, damit sie auf andere Gedanken kämen. Aber ich vermute, sie würden nur zustimmen, wenn man es mit den Glatzköpfen machen würde und die Autonomen weiter Schaufenster einschlagen liesse.
Warum haben sie mir diese erfolgreichen sozialistischen Länder nicht genannt? Wenn es Kuba und die Sowjetunion und die DDR nicht geschafft haben, kommen ihnen vielleicht noch Norkorea, Kambodscha, Vietnam oder Venezuela in den Sinn. Grossbritannien ging es erst besser, als Frau Thatcher mit den Gewerkschaften aufgeräumt hat und Schröder würde vermutlich den grössten Erfolg haben, wenn er sie kopieren würde.
@ronald: wie gesagt, es werden immer wieder die extremen beispiele erwaehnt. wie waers zb. mit schweden, daenemark oder norwegen? ich behaupt nicht, dass diese laender rein sozialistisch gewesen sind oder es noch sind, aber sie haben einige sozialistische grundgedanken in die gesellschaft und politik einfliessen lassen. okay, norwegen hat auch einige negative seiten, ist sehr reich und auch ziemlich eigenbroederisch so wie die schweiz, aber ein gewisses soziales bewusstsein hat sich ueber jahrzehnte hinaus behauptet und plusminus ALLEN bewohner/innen die moeglichkeit gegeben, gut ueber die runden zu kommen, also nicht nur den oberen zehntausend wie in anderen laendern.
schroeder machts nicht mehr lange, angie maeuschen machts wohl nicht besser, und wer auch immer den naechsten versuch in deutschland wagen wird, es ist ziemlich schwierig und ermutigt wohl niemanden freiwillig das ruder rumreissen zu wollen
@IggyPop
Du sagst es richtig, die Skandinavier sind keine rein sozialistische Staaten sondern es sind meistens Koalitionen an der Regierung. Die Norweger haben gut lachen, weil sie selbst eine Menge Öl haben und darum in sozialen Belangen etwas grosszügiger sein können. Sie sind die grösste Spendernation in Bezug auf das Bruttosozialprodukt, was sehr beachtenswert ist. Bei Schweden sieht das etwas anders aus. Hätte nicht um 1990 die Neoliberale Koalition die Macht übernommen, wäre Schweden bestimmt Bankrott gegangen. Als 1994 die Sozis wieder an die Macht kamen, waren sie immerhin so weise, die erfolgreiche Politik der Neoliberalen weiter zu verfolgen. Also, auch die Skandinavier kein Beweis für erfolgreichen Sozialismus!
Lesen sie folgenden Bericht über das Schwedische “Sozialistenwunder”: http://www.techcentralstation.com/112702A.html
oder den letzten Paragraphen unter folgendem Link:
http://www.forbes.com/global/2001/0319/034.html
Über die Merkel würde ich erst einmal nicht lachen. Ich bin überzeugt sie ist äusserst fähig. Sie hat vermutlich einiges mehr Grips im Kopf als Schröder und Fischer zusammen und wer weiss, entpuppt sie sich zur zweiten Thatcher. Ich würde dies den Deutschen jedenfalls gönnen und wenn sie Erfolg hat, tut es bestimmt auch der Schweiz gut. RonaldCH
Ich habe eine ganz andere These, die ungefähr genauso plausibel ist, wie die alte Masche, die SVP mit den Rechtsextremen in Verbindung zu bringen.
Schuld an der “Rütli-Schande” tragen genauso, wenn nicht noch stärker die linken Parteien, vornehmlich die SP und alles links davon. Die Linke mit ihrer übertriebenen Kritik an Israel und den USA schürt ganz klar den Antisemitismus, bzw. praktiziert ihn häufig sogar selbst. Dazu kommt der Antikapitalismus der Globalisierungsgegner, der auch bei den Neonazis Anklang findet. Nicht umsonst tragen diese Transparente für eine “eidgenössisch-SOZIALISTISCHE Zukunft”. Nicht umsonst sieht man an Neonazi-Aufmärschen häufig palästinensische Flaggen. Die extreme Linke und die extreme Rechte sind sich näher als sonst irgendwas. In vielen Punkten (z.B. Wirtschaftspolitik) könnte die SVP nicht weiter von den Neonazis entfernt sein.
Auch wenn die SVP auf diesem Blog hier als das ultimativ böse betrachtet wird, sollte man seinen ignoranten Blick vielleicht auch mal auf die Linke richten. Denn sollte die SVP wirklich eine Mitschuld treffen, dürfte sie bei der SP mindestens genauso gross sein. Aber man verharrt lieber in seinen verkrusteten Denkmustern, nach denen eine “rechte” Partei den Rechtsextremen näher sein muss, als eine “linke”. Das politische Spektrum lässt sich nicht auf einer geraden Linie darstellen, auf der sich immer diejenigen programmatisch am nächsten sind, die auf der gleichen Seite stehen. Vielmehr kann man es sich als Kreis oder Hufeisen vorstellen, bei dem sich Rechts- und Linksextreme Kräfte sehr nahe stehen. In der Tat sind die Positionen der Extremen häufig deckungsgleich, trotzdem bekämpfen sie sich aus ideologischen Gründen.
Objektiv und im internationalen Massstab betrachtet, dürfte die SVP als mitte-rechts Partei gelten. Bürgerlich, konservativ, liberal.
Im Übrigen finde ich es seltsam, wenn hier Angriffe auf Politiker als “unschweizerisch und unfair” gebrandmarkt werden. Erstens besteht dieser Weblog praktisch nur aus “unschweizerischen” (was soll das bitte bedeuten?) und unfairen Attacken auf Politiker und zweitens sehe ich absolut nichts verwerfliches darin, wenn sich Politiker gegenseitig kritisieren. Wie willst du ohne dies überhaupt noch Politik machen? Gerade auch den anderen Parteien könnte etwas weniger Geschlossenheit und Linientreue, dafür etwas mehr eigenständiges Denken gut tun.
Dass natürlich Wirrköpfe und Vollidioten, wie diese Neonazis, gewisse Formulierungen, die wochenlang durch die Boulevardpresse gezerrt wurden aufnehmen um damit die Rütlifeier zu stören, lässt sich nicht verhindern. Daraus aber zu schliessen, Politiker sollten sich gegenseitig nicht mehr angreifen, dies sei “unschweizerisch” scheint mir eine Überdosis political correctness zu sein.
Bei dieser Gelegenheit könnte man natürlich auch noch über die Boulevardpresse herziehen, Politikerzitate falsch wiedergibt und somit “den Neonazis den Weg” ebnet. (Glaube kaum, dass einer dieser Neonazis die Weltwoche liest.) Man könnte sich darüber aufregen, dass die Konkordanz von den (hier vertretenen) linken Mainstreammedien so ausgelegt wird, dass sie nicht nur für den Bundesrat, sondern für die gesamte Medienlandschaft (und schweizer Bevölkerung) gilt etc.
Das war eine gute Stellungnahme !
@ignorierter
Kritik ist das eine, aber die Extremen Exponenten der SVP wie Schlüer, Mörgeli und auch BR Blocher reissen mit ihren Attacken die Grenzen nieder für die Extremisten. Niemand verlangt von Politikern, dass sie nicht andere attackieren, wohl aber, dass sie anständig bleiben. Anstand und Respekt, um das gehts und um nichts anderes.
@ignorierter
Sehr guter, trefflicher Kommentar! Eigentlich müsste Sandro dem zustimmen, aber eben, ein Eingeständnis machen zu müssen tut sooo weh! Besonders den Linken.
R.
Der “Ignorierte” gibt also «den» Linken die Schuld an der «Rütli-Schande». Aber es ist hier symptomatisch für diese Diskussion, dass man sofort wieder Feindbilder konstruiert und gegeneinander ausspielt. Meiner Ansicht nach ist das Argument der Doppelmoral ein völlig wertloses, denn es funktioniert in etwa folgendermassen: “Wenn ich bei meinem Kritiker etwas Analoges finde, was er an mir kritisiert, dann bin ich berechtigt zu sagen: Du machst es ja genauso falsch, also habe auch ich ein Recht auf Falschheit.” Jemandem Doppelmoral vorzuwerfen ist also nicht weniger als eine Strategie, um die Kritik des anderen zurückzuweisen und weiterhin “Business as usual” zu pflegen.
Der “Ignorierte” hat nun das Bild eines Hufeisens ins Spiel gebracht, dessen Enden «links» und «rechts» einander nahe stehen. Dieses Bild ist untauglich, da es suggeriert, es gäbe keinen «Extremismus der Mitte». Die politische «Mitte» hat aber ebenso Ideologien, die ins Extremistische ausufern können: den christlichen Fundamentalismus oder den ökonomischen Sozialdarwinismus. Die Metaphorik von «links» und «rechts» verschleiert, dass jede Parteiideologie in einem gefährlichen Masse radikalisiert werden und unsere Mitbürger existentiell bedrohen kann. Daher muss sich auch jede Partei von ihren extremistischen Elementen klar und deutlich distanzieren. Da hier der Rechtsextremismus das Thema ist, heisst die Forderung schlicht und einfach, dass sich alle Parteien vom Rechtsextremismus distanzieren müssen, und meiner Meinung nach haben dies gewisse Politiker der SVP nur ungenügend getan.
[quote]Der “Ignorierte” hat nun das Bild eines Hufeisens ins Spiel gebracht, dessen Enden «links» und «rechts» einander nahe stehen. Dieses Bild ist untauglich[/quote]
Wer das behauptet, dem empfehle ich die wissenschaftliche Untersuchung ‘Marx, W. & Läge, D. (1995). Der ideologische Ring. Göttingen, Toronto, Zürich: Verlag für Psychologie (Hogrefe).’
Da kann man, wissenschaftlich fundiert, nachlesen, dass die politische Landschaft sehr wohl ringähnlich strukturiert ist. Die Politik von Extremen (links/rechts) unterscheidet sich weder in den Mitteln noch in der Sachlichkeit der Argumentation. Rütli vs. Nachdem am 1. Mai.
Bezüglich dem Extremismus der Mitte stimme ich mit dir überein, wenn der halt auch nicht ganz so offensichtlich ist. Christliche Fundamentalisten stehen meines Erachtens nicht in der Mitte. Mit solch konservativen Ansichten kann sich doch keine Mittepartei identifizieren. Ich würde also nicht von einem Extremismus der Mitte (CVP/FDP) sprechen, sondern von Extremisten in verschiedenen Interessensgruppen. Und da gebe ich dir recht, die sind genauso gefährlich.
Die beiden Staatsangestellten Mörgeli und Blocher wären in einer privaten Firma schon längst entlassen worden.
Schorsch : kennst du den Werdegang von Christoph Blocher ?
paradoxe: blocher contra die nein-kampagne der svp
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/413359.html
…
Blochers Ururgrossvater Johann Georg sei am deutschen Rheinufer zum «pietistischen Christenlehrer» ausgebildet und dann «für einen Hungerlohn ins bildungsmässig unterentwickelte» Berner Oberland geschickt worden, heisst es in der einzigen autorisierten Blocher-Biografie, 1995 verfasst von Wolf Mettler. Konkret habe es Stammvater Blocher in die Haslitaler Gemeinde Schattenhalb verschlagen. «Er hat dort geheiratet und sich in dieser Ortschaft einbürgern lassen.»
…
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/413359.html
…
In die «unterentwickelte» Schweiz
«Es ist ja nicht so, dass einer – gleichgültig, wo er wohnt – eingebürgert wird», sagte Blocher und beschwor einen Sonderfall, der zwar in vielen Köpfen, aber in der Realität nicht existiert: Zwar kann in der Schweiz nur Landesbürger werden, wer zuerst ein Gemeindebürgerrecht erwirbt. Doch es ist rechtlich und praktisch durchaus möglich, dies in einer Gemeinde zu tun, ohne dort zu wohnen.
Von dieser Möglichkeit, die nicht zum derzeit propagierten Bürgerrechtsmythos der Nein-Kampagne der SVP passt, haben 1861 just auch Christoph Blochers deutsche Vorfahren bei ihrer Einbürgerung profitiert. Dies ergaben Recherchen des «Tages-Anzeigers», die der bisher verbreiten Familienlegende widersprechen.
…