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Bis 70% erneuerbare Energie möglich

Die NZZ schreibt heute über eine Studie, nach welcher der Kanton Zürich bis zu 70% seines Energiebedarfs mit erneuerbarer Energie decken könnte:

Rund 70 Prozent des heutigen Energieverbrauchs sollen laut der Studie im Jahr 2050 durch lokal gewonnene Energie gedeckt werden können.

Das Potential ist demnach riesig:

Würden auf allen gut geeigneten Dachflächen im Kanton zur Hälfte Sonnenkollektoren zur Wärmegewinnung und zur Hälfte Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung installiert, könnte der Energieertrag im Fall der Wärme schon im Szenario Basis um einen Faktor 55 und im Fall des Sonnenstroms um einen Faktor 250 gesteigert werden. Heute werden auf diesen beiden Wegen 41 beziehungsweise 4 Gigawattstunden Energie produziert. Laut Studie könnten es 2250 und 1000 sein – zum Vergleich: Ein Atomkraftwerk wie Beznau und Mühleberg produziert pro Jahr rund 3000 Gigawattstunden Strom.

Auch wenn es den Autoren primär darum ging, das theoretische Potential der alternativen Energiequellen zu berechnen, lassen die Ergebnisse dieser Studie keinen Zweifel am Potential alternativer Energiequellen. Höchste Eisenbahn also damit zu beginnen…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 16. Oktober 2006 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

18 Kommentare zum Artikel “Bis 70% erneuerbare Energie möglich”

  1. Rico am 16. Oktober 2006 um 17:59

    Ob es 70% oder mehr oder weniger sind, ist relativ egal, da hast Du Recht. Wichtig ist, dass es ein grosses Potential gibt.
    Und dass man damit anfangen muss, ist auch klar. Jedes Promillchen trägt zu den letztlichen 70% bei. Soweit einverstanden.Und wie man es anstellen kann, ist auch klar. Soweit zur Theorie.

    Ich muss in den nächsten 10 Jahren meine Oelheizung ersetzen. Obwohl ich alles andere als ein Grüner bin, möchte ich trotzdem etwas Zukunftsgerichtetes tun, nicht zuletzt auch etwas, für das ich dann 10 oder 20 Jahre später die Energie auch noch bezahlen kann.

    Aber: Ich weiss jetzt schon, dass ich nicht die beste, die zukunftsgerichtetste, die umweltschonendste Heizanlage kaufen werde, mein Haus auch nicht auf Minergie-Standard umbaue etc. sondern nur die anschaffen werden, die ich mir finanziell leisten kann.

    Und das machen noch Tausende Anderer auch. Du kannst es bedauern. Aber so ist die Praxis. Ich bin nicht der Bund; ich kann nur ausgeben, was ich habe.

  2. gumbyman am 16. Oktober 2006 um 23:55

    Was die NZZ da herausgefunden hat (/zu haben glaubt) ist natürlich spektakulär, aber irgendwo doch Chabis: es muss immer abgewogen werden, welche Energie kann *wirtschaftlich* gewonnen werden, und welche lässt sich *wirtschaftlich* einsparen.

    Das Erste wird meist überschätzt (PV-Anlagen sind aktuell leider erst mit Staats-Subventionen wie in Deutschlang rentabel zu betreiben) und das Zweite meist unterschätzt. Eine Energie-Beratung vom Fachmann kostet nicht alle Welt und wirkt oftmals schon Wunder: Warmwasser durch Sonnenkollektoren statt Elektroboiler, Isolation wenn man sowieso am Umbauen ist, Isolierfenster, gescheiter Holzofen statt Cheminee für Vor- und Nach-Heizperiode usw.

    Dabei darf man sich nicht per se von Investitions-Kosten abschrecken lassen, sondern muss die Gesamtkosten z.B. über 20 Jahre vergleichen und dann entscheiden. Auch die Wertsteigerung und allenfalls der höhere Wohnkomfort müssen in die Rechnung eingehen: ein gut isolierter Altbau ist wesentlich komfortabler zu bewohnen als eine “Villa Durchzug” – weiss ich aus eigener Erfahrung ;-)

    @Rico: ich weiss nicht ob Du meinen Rat haben willst, aber ich würde wenn möglich eine Kombination Solarthermie mit Stückholz- oder Pelletsheizung ins Auge fassen. Das ist vollständig erneuerbar und Verknappung ist bei der Primärenergie auch nicht zu erwarten.

    Gruss Gumbyman

  3. Dreckfilter am 17. Oktober 2006 um 08:55

    @gumbyman
    “Stückholz- oder Pelletsheizung”: aber nur mit Feinstaubfilter, bitte!

  4. Rico am 17. Oktober 2006 um 14:25

    Ich sehe es auch in die Richtung, Gumbyman. Merci. –

    Und @Dreckfilter: Klar doch mit Filter. – Und wenn’s nur wäre, damit der Pirelli nicht hustet, selbst wenn er der Einzige wäre.

    (Ich habe “von Gesetzes wegen” jetzt noch 9 Jahre Zeit, aber wenn die Heizung vorher aussteigt, muss ich sofort etwas machen. Darum bin ich auch schon am Studieren, was ich tun soll.)

  5. Houston77 am 17. Oktober 2006 um 15:24

    Ich setzt eine Wärmepumpe ein und habe damit, trotz oft gegenteiliger Meinungen sehr gute Erfahrungen gemacht. Wer sich näher dafür interessiert kann ja mal seine Heizkosten und CO2-Ausstoß auf der Homepage der Firma stiebel Eltron nachlesen.
    Wärmepumpen Rechner

    http://www.stiebel-eltron.de/erneuerbare-energien/produkte/waermepumpe/

  6. mat am 17. Oktober 2006 um 15:45

    Super, ihr tauscht euch da aus über effiziente und Umweltgerechte Lösungen, gratuliere. Die axpo macht im Gegenzug dazu Rummel, leugnet das Potential von erneuerbaren Energien und will zuerst ein Gaskraftwerk und dann ein weiteres AKW bauen, primär für den Kanton Zürich. Toll gibts jetzt auch noch Studien die den Mist der axpo-hauseigenen studie in Frage stellen.

  7. Dreckfilter am 17. Oktober 2006 um 16:33

    @ Rico
    Du hast meinen Wink mit dem Zaunpfahl voll erfasst ;-) !

  8. Rico am 17. Oktober 2006 um 17:48

    @mat

    Dass ich mir tatsächlich Gedanken mache um eine effiziente und umweltverträgliche, aber auch bezahlbare neue Heizung, heisst nicht, dass ich gegen Atomkraft wäre.

    Ich befürworte den umgehenden Beginn der Arbeiten für mind. zwei neue Kernkraftwerke.
    Effizient, sauber, sicher.

    PS: Und wenn’s ganz kleine Privat-Kernkraftwerklein gäbe,würd ich mir so’n Ding in mein EFH einbauen. Sofern es bezahlbar wäre.

  9. ninatest am 17. Oktober 2006 um 20:41

    Natürlich ist das Potential riesig. Nur macht niemand was dafür. Die Schweiz steht in dieser Beziehung in Europa am Schluss.

  10. gumbyman am 17. Oktober 2006 um 23:47

    @ninatest
    da hast Du leider recht mit der rückständigen Schweiz, aber wenn sich die Leute – wie Rico – Gedanken machen und auch alternative Lösungen in Betracht ziehen, dann besteht doch Hoffnung ;-)

    @houston
    wenn die Wärmepumpen-Anlage eine gute Leistungszahl schafft, sprich das deltaT nicht allzu gross ist, dann seh’ ich das auch als sinnvoll an.

    Aber bevor wir an neuen Gas- und Atomkraftwerken rumstudieren (die Gesamtvorräte an Kernbrennstoffen sind übrigens nicht berauschend, vieeel kleiner als Öl/Gas), sollte wirklich endlich ein echter Anreiz geschaffen werden, unnützen Energie-Verschleiss einzudämmen. Mindestens bei einem Neubau sollten z.B. gute Isolation und eine solare Warmwasser-Anlage einfach “automatisch” rentieren, durch Steuerabzüge oder was-weiss-ich-was.

    Es gibt beliebig viele solcher Beispiele, solange die Variante “Verschwendung” aber billiger ist, ändert sich halt eben herzlich wenig.

  11. Pirelli am 18. Oktober 2006 um 10:04

    ““Stückholz- oder Pelletsheizung”: aber nur mit Feinstaubfilter, bitte!”

    Einmal mehr in voller Kompetenz, seid ihr gut informiert!
    Kamine haben keinen Feinstaubfilter, dafür haben die Abgase zu wenig Druck. Es gibt aber Nachbrennsysteme,Rauchwaschanlagen, Zyklonsysteme (Zentrifugalkraft) und elektrische Russabscheider. Einen solchen, der auch für Einzelöfen verwendbar ist, entwickelt die Empa zurzeit. Sobald er auf dem Markt ist, werde ich ihn montieren.
    Dann werdet ihr sich alle auf eure Autos verzichten, gell?

    BTW: Ich würde es begrüssen, wenn ihr “An Inconvenient Truth” schauen gingt – dann haben wir eine Diskussionsgrundlage. So ist die Ökobilanz von Holzheizungen trotz Russ immer noch gut, weil sie CO2-neutral funktionieren. Von euren Dreckskisten wird das – trotz etwaigem Partikelfilter – niemand je behaupten können.

    Im Übrigen einige kleine Testfragen (zum Prüfen, wie viel Ahnung und Interesse ihr jenseits von doofen Sprüchen habt): Wie gross sind die von Holzheizungen emitierten Partikel im Durchschnitt? Vie viel Giftstoffe sind ihnen – Vergeich zu Dieselruss – angelagert?Wie heiss muss Holz verbrennen, damit die Partikel zum grossen Teil bereits im Ofen eliminiert werden? Wie gross sind Anzahl und Durchmesser der Partikel bei modernen Pelletheizungen?

    Kleiner Tipp: Die meisten dieser Fragen habe ich im Forum schon beantwortet.
    Nun zeigt mal, was ihr draufhabt.

  12. sense2 am 18. Oktober 2006 um 12:27

    zum glück hat mein “SUV” einen Zyklonfilter… ach mist.. der ist ja für die Luft welche in den Motor geht… werden dadurch die Abgase sauberer? *grübel*

    wohnen tu ich in nem Minergie Haus mit Sonnenkollektoren für Warmwasser und mit Gasheizung… da sollte doch eigentlich die abgesae von meinem “SUV” wieder drin sein ^^

    scnr…

  13. Dreckfilter am 18. Oktober 2006 um 12:41

    @ Pirelli
    Auf diesen Post habe ich nur gewartet (dauerte schon etwas lange)! Siehe mein Post Nr. 7 :-) .

    Ob Filme objektiv sind? Wohl kaum, Filme (ausser seriöse Dokumentarfilme) basieren immer auf Träumen und Illusionen. Aber offenbar hält dies Menschen wie dich am Leben…

    Deine Fragen kann jedermann bequem im Internet nachlesen (so er denn nicht deine Post zusammenklauben und auswendig lernen will, was ich aus psychischen Gründen niemandem empfehlen würde), zudem habe ich keine Kenntnis von deinem Oberlehrerpatent.

    Du darfst gerne auf dein Auto verzichten (wenn ich nicht irre, hast du glaublich gar keines), aber erwarte nicht, dass sich der Rest der Welt durch dein Vorhaben unter Druck setzen lassen wird. Ich besitze übrigens weder eine Dieselfeinstaubschleuder noch einen SUV, sorry!

  14. Jenatsch am 18. Oktober 2006 um 13:46

    @sense

    du bist mein held :-)
    hast nen zyklonfilter vor dem motor welcher die partikel der bösen disel-pkws aus der luft filtert und und selber nen ollen vergaser der “keine” partikel ausstösst! also deine karre lässt hinten reinere luft raus als vorne angesaugt wird :-) sens(e)ationell

  15. Gargi am 18. Oktober 2006 um 23:00

    @Sense
    Den Voraussetzungen für einen ‘energiesparenden’ Lebensstil bist Du im Bereich Wohnen schon sehr Nahe. Doch ich tippe mal darauf, dass Du mit Deinem SUV zur Arbeit pendelst, und das wahrscheinlich über einer täglichen Arbeitsstrecke von über 20km.
    BRAVO: Die Energieeinsparungen des Minergie-Hauses wurden durch Deine Mobilität schlichtweg aufgefressen.
    Ein gutes Gewissen durch ein Minergie-Haus mit einem SUV kompensieren bringt uns nicht weiter.
    Wie wär’s mal mit ÖV?

  16. gumbyman am 18. Oktober 2006 um 23:45

    So als kleiner Spielverderber-Einwurf: Minergie-Haus ist gut, SUV ist nicht gut, aber wieso interessiert sich eigentlich niemand für Flugreisen?

    Da verbrenn’ ich nämlich bis zum anderen Ende der Welt und wieder zurück locker soviel Sprit – für mich allein – wie ein durchschnittliches Auto im Jahr verbraucht, und erst noch ohne Kat und in einer sehr empfindlichen Luftschicht.

    Ich würde ‘n SUV nicht mal geschenkt nehmen/fahren, aber man muss doch die Relationen im Auge behalten.

  17. sense2 am 19. Oktober 2006 um 11:10

    salut gargi: ja ich fahre ca. 2-3mal die woche ziemlich genau 20km arbeitsweg mit dem “SUV” (mein auto ist zwar kein suv, aber egal).
    Die anderen 2-3x fahre ich mit einem ganz normalen 04er Ford Fiesta zur Arbeit. Manchmal sogar mit dem Zug, das ist aber ziemlich “uncool” weil ich dazu die dreifach zeit benötige wie mit dem auto

    ich wohn nicht wegen meinem gewissen in nem minergie haus sondern einfach weil mir die wohnung gefällt und ich so auch noch geld sparen kann.
    aber du kannst beruhigt sein, ich habe vor meinen alten Land Rover nächstes Jahr in einen neuen zu Tauschen, mit tiefen Verbrauch ~10l und Partikelfilter.
    dann brauch ich den alten nur noch um in der kiesgrube zu wüten und der neue zum reisen, ist doch super oder? ;-)

  18. Umweltmanagement Swisscom - Heute beginnen am 9. November 2006 um 09:58

    [...] Umweltmanagement Swisscom – Heute beginnen2006-11-09Heute beginnen Von Res @ 08:41 [ Default ] In Nairobi wird dieser Tage der globale Klimaschutz überdacht. Die Bestandesaufnahme ist ernüchternd: – das Ziel des Kyoto-Protokolls (-5% zwischen 1990 und 2012) wird deutlich verfehlt. – trotz Einigkeit über die fatalen Auswirkungen der Klimaveränderung fehlt es am politischen Willen zu handeln. – Um die Klimaveränderung auf durchschnittlich weniger als 2 Grad zu senken, braucht es strengere Ziele als die des Kyoto-Protokolls. Was können einzelne Unternehmen tun? Swisscom ist der WWF Climate Group beigetreten und wird ihre CO2-Emissionen um 17% zu reduzieren bis 2010 gegenüber 2002. Was im „Kleinen“ (bei Swisscom) funktioniert, sollte doch auch im „Grossen“ (national, international“) möglich sein. Wir haben zudem noch den Joker von umweltentlastenden Dienstleistungen wie Teleworking oder Conferencing Services, mit denen wir intern und extern Pendlerverkehr und Geschäftsreisen senken können. Am Herzen liegt uns auch unsere Stromversorgung. Neben der Erhöhung der Energieeffizienz bleibt eine Versorgung mit 100% erneuerbarer Energie unser Ziel. Deshalb ärgere ich mich, dass in den Medien die Aufmerksamkeit ständig auf Gaskraftwerke (mehr CO2) und Atomkraftwerke (ungelöste Abfallprobleme) gelenkt wird. Andere Länder (z.B. Deutschland, Dänemark, Kalifornien) fördern die erneuerbaren Energien wesentlich entschlossener als die Schweiz und sind uns um Faktoren voraus. Neben Wind- und Sonnenergie gibt es ja noch Geothermie, Biomasse, Kleinwasserkraftwerke. Diese Energieformen können aber nicht auf einen Schlag im grossen Stil genutzt werden, wir müssen heute beginnen, wie auch folgender Blogbeitrag richtig bemerkt. Ich habe inzwischen auch persönlich begonnen und beziehe zu einem grossen Teil Ökostrom und „betreibe“ 12 m2 Solarpanels sowie einige schaltbare Steckerleisten, die den Standby-Verbrauch stark reduzieren. KommentareBis jetzt keine Kommentare zu diesem BeitragKommentar verfassenNameE-MailUrlIhr KommentarAnti-Spam Überprüfung (Code ins Eingabefeld übertragen) Auto-BR (Zeilenumbrüche werden <br>-Tags)INFOÜber unsLETZTE BEITRÄGEHeute beginnenLa société de l’inform…Swisscom wird Mitglied…Hat nicht jeder was zu…„Freiwilligeneinsätze … KATEGORIEN AlleDefault« November 2006 »MoDiMiDoFrSaSo     123456789101112131415161718192021222324252627282930       SUCHE SuchenARCHIVNovember 2006Oktober 2006September 2006BLOGROLLBernetblogTechnorati ProfileWissen@DRS2BLOGZINEDeutschEnglishFrançaisSWISSCOM LINKSMobilkommunikation und…Swisscom HomeSwisscom UmweltberichtSwisscom UmweltseiteSERVICE   Powered by KAYWA [...]

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