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Biodiesel: Eine Tankfüllung = 1 Jahr Nahrung

Mit der Menge Mais (Grundstoff für Ethanol/Biotreibstoff), welche für eine (kleine) SUV-Tankfüllung benötigt wird, kann man ein Kind in einem Entwicklungsland ein ganzes Jahr lang ernähren. Somit scheint auch dieses Erdöl-Ersatzprodukt keine wirkliche Alternative zu sein. UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, spricht in diesem Zusammenhang von einem “Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, was die Verschwendung von Essen für Treibstoffe betrifft. Zurecht, meiner Meinung nach. Wir werden wohl über kurz oder lang nicht darum herum kommen, unsere Mobilitätsbedürfnisse zu revidieren. Viel schlauer und vor allem fairer wäre es nämlich, auf die 60% MIV-Spassfahrten zu verzichten. Es gibt schlicht keine Alternativen…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Dienstag, 15. April 2008 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

65 Kommentare zum Artikel “Biodiesel: Eine Tankfüllung = 1 Jahr Nahrung”

  1. superstar am 15. April 2008 um 13:52

    Es scheint nicht, sondern es war ja von Anfang an klar, dass Biodiesel nur eine Alibiübung ist. Wie pervers ist das eigentlich, Essen als Treibstoff zu verbrennen? Symptom bekämpfende Massnahmen haben langfristig immer negative Konsequenzen.

    Die Mobilitätsgewohnheiten zu ändern wird aber sehr schwer sein. Ich schlage vor, die Regierungen dieser Welt raufen sich zusammen und gründen eine Taskforce um schnell möglichst die Sonnenenergie effizient nutzbar zu machen.

    Die Freie Wirtschaft wird ja von der Ölmultis gebremst, die wiederum von der Regierung gestützt werden.
    (Shell und Co kaufen jährlich unzählige Firmen auf. Mehrheitlich solche, die sich mit alternative Energie beschäftigen.)

    Ein Wunschtraum gegen einen Teufelskreis.

  2. Chevy am 15. April 2008 um 14:07

    Der vergleich hinkt, es kähme auch niemand auf die Idee auszurechnen wiviele 1000 Menschen mit Trinkwasser versorgt werden könnten würde man AKW’s abschalten und das Wasser der Kühltürme exportieren. Abgesehen davon eignet sich auch Hanf und andere Pflanzen ganz gut zur Bioethanolherstellug, und das würde sowiso niemand essen, nichtmal Rauchen (Industriehanf).
    Dazu kommt das ich es nicht recht glauben kann das in Südafrika eine Hungersnot sein soll, Farmer werden vertrieben oder Umgebracht und ganze Ernten abgefackelt weil man sie nicht braucht inklusive Hof, niemand der Hunger hat macht das, der würde die Ernte klauen und Essen.
    Was mich erstaun ist das es deiner Meinung nach schlicht keine Alternativen gibt, das für dich nichtmal die alternative besteht aus Rasenschnitt und ähnlichen abfällen Energie zu gewinnen wie Bioethanol für PW’s.
    Sogar die DB hat gemerkt das man mit Biodiesel den ICE günstig betreiben kann der auch dannoch über 200km/h fährt.Im ICE wurde sogar ein 4-Taktdiesel verbaut was in diesen Dimensionen nicht üblich ist.
    Dazu kommt das die Welt nicht ohne Treibstoffe auskommt solange es keine Batterien gibt die bei gleicher grösse und gewicht eines Tanks die selbe Energie liefern können, und ebensoschnell wie ein Tank gefüllt sind.

  3. Chevy am 15. April 2008 um 14:48

    Das Parlament sieht es genauso, Bioethanol wurde von der Mineralölsteuer befreit, somit kann man Ethanol im Industriebedarf einkaufen, und ab 1000L kostet der Sprit dann noch 60Rp/Liter mit Vit B, ansonsten 75 bis 90rp Liter.
    Ab da Tanken in der Garage :-)

  4. SwissMiss am 15. April 2008 um 16:28

    Mich kotzt das Ganze dermassen an.

    In unserer Konsumgesellschaft wird alles als selbstverständlich angesehen, alles verschwendet und man wirft Ressourcen mit beiden Händen aus dem Fenster.

    Es müsste sich grundsätzlich was ändern, aber das wird kaum möglich sein.

  5. superstar am 15. April 2008 um 16:53

    @chevy

    hanf und andere nicht “essbare” pflanzen zu verarbeiten ist grundsätzlich gut, aber du machst die rechnung ohne den BODEN. auf diesen boden könnte man mais für hungernde anpflancen statt hanf für treibstoff.

    pflanzen zu treibstoff zu verarbeiten ist einfach pervers. wenn DB günstiger mit biodiesel fährt, dann hungern deswegen ein paar tausend menschen am anderen ende der welt. anders wenn dieser bio diesel aus abfällen wäre, leider gibt es bei weitem nicht so viel bioabfall wie gewünscht.

    du musst dich schon fragen wieso farmen in afrika vertrieben oder umgebracht werden. deine überlegung ist nicht zu ende gedacht. informier dich bitte und zieh dann die schlüsse daraus. wir haben es alle gern einfach, ist es aber leider nicht.

    die rechnung ist nicht so einfach wie viele denken. günstig auf kosten anderer ist nicht günstig, sondern egoistisch. die resoursen sind begrenzt vorhanden und man sollte sie sinnvoll einsetzen.

  6. krokodil am 15. April 2008 um 17:48
  7. Bünzli am 15. April 2008 um 17:52

    Wenn die Menschen dann zu uns Flüchten, weil sie zu Hause kein Brot mehr bezahlen können, werden sie dann von den gleichen Leuten als Wirtschaftsflüchtlinge und Schmarotzer beschimpft.
    Apropos Wasser. Es wird zur Herstellung von Diesel aus Lebensmitteln natürlich auch Unmengen von Wasser verbraucht so, dass die Menschen in den Produktionsländern zuerst verdursten, bevor sie verhungern.

    Der Rasenschnitt wird dann 1000 km in die “Biodieselfabrik” gefahren um 3cl diesel daraus herzustellen.
    Autofahrerlogik nach der der Inhalation des selbstproduzierten Kohlenmonoxid.

  8. gumbyman am 16. April 2008 um 01:15

    Selbstverständlich gibt es Alternativen: Effizienz, Effizienz, und nochmals Effizienz! D.h.: leichte Autos, sparsame Autos, sinnvoller Autogebrauch. Dann bekommen wir von der selben Menge Benzin bereits ein Mehrfaches an Nutzen wie heute.

    Als nächste Stufe sind dann die Plug-In Hybriden angesagt, die zwar einen Benzinmotor haben, aber auch ab Steckdose geladen werden können und etwa 50km pro Tag rein elektrisch zurücklegen können. Gibt theoretisch eine Reichweite von 18′000km pro Jahr elektrisch, der Rest per Benzin.

    Dafür reichen z.B. 20m2 Solarzellen, wohingegen für den Umweg über Biodiesel etwa 1000m2 Ackerfläche nötig sind. Ein barer Unsinn und – abgesehen von Abfallverwertung – definitiv keine Option. Und angesichts der weltweit gestiegenen Grundnahrungsmittel-Preise mit veheerenden Folgen für die Ärmsten, pervers und lebensfeindlich egoistisch.

    g.

  9. Bünzli am 16. April 2008 um 08:19
  10. genaro am 16. April 2008 um 10:23
  11. Chevy am 17. April 2008 um 10:23

    @superstar

    Und Du macht dir die Rechnung mit dem Boden etwas zu einfach, Boden ist nicht gleich Boden.
    Auf Böden wo der Mais nicht oder nur ungenügend Wächst kann man noch lange Hanf anpflanzen, mann muss auch keine Felder die bis dato für Nahrung genutzt wurden dafür benutzen, jedes jahr verliert die Schweiz bewirtschaftete Agrarflächen, solche kann man reaktivieren. Auch für Bergbauern ist Hanf ein geeignetes Produkt und bevor Du wieder Futterneidig wirst, schonmal ein Soja, Mais, Raps, Weizen oder Zuckerrüben-Feld viel höher als 500 m.ü.M. gesehen? Kartoffeln und ähnliches get bis 1500 m.ü.M.
    Abgesehn davon kann man nicht Jahr für Jahr das selbe auf einen Acker pflanzen, nichtmal wenn man immer Treibstoff machen wollte.

  12. Wochenrückblick 16/08 | schweizweit.net am 20. April 2008 um 13:15

    [...] Biodiesel: Eine Tankfüllung = Ein Jahr Nahrung [...]

  13. Begrenzungsfaktor am 20. April 2008 um 14:07

    @Sandro
    Den Vergleich Tankfüllung gegen Kindernahrung halte ich für völlig daneben. Solche Vergleiche werden uns immer und immer wieder vorgeplärt. Ich erinnere mich noch an die Schulzeit, wo „alternative“ Lehre uns vorjammerten, dass wir dieses und jenes machen müssten (oder auch nicht machen müssten), aber vor allem ein schlechtes Gewissen haben sollen, weil es uns gut geht und die Menschen in Afrika sterben wie die Fliegen. Im Religionsunterricht haben wir Kumbaya gesungen um uns mit dem Afrikanern zu solidarisieren, was für ein Blödsinn. Als ob ich die Probleme nachvollziehen könnte oder müsst oder wollte die ein Sklavenarbeiter gehabt hat. Jetzt 30 Jahre und etliche Dutzend von Aufrufen zum schlechten Gewissen später geht es uns noch immer gut und die Menschen in Afrika sterben noch immer wie die Fliegen. Und nun soll also der vor kurzem noch fast heilige Biotreibstoff schuld dran sein. Das glaubst du doch wohl selber nicht? Die verhungernden Afrikaner müsste halt mal aufstehen, ihre korrupten Regenten ansetzten und ihr Schicksal selber in die hand nehmen und das erreicht man nur mit Arbeiten Arbeiten Arbeiten und nochmals Arbeiten. Waren auf die Hilfe aus Europa, das ist doch wirklich das billigste was man tun kann…

    @SwissMiss
    Wenn dich das ganze so ankotzt, warum machst du denn mit? Warum steigst du nicht einfach aus und änderst dienen Lebensstiel? Mit gutem Beispiel allen voran, das wäre doch auch mal eine Idee. Im Australischen Outback hat es Millionen von Quadratkilometer freies unbebautes Land und jede Menge Platz nicht in einer Konsumgesellschaft leben zu müssen. Im Prinzip müsstest du nicht mal nach Australien, sondern nur auf eine Schweizer Alp oder in ein Kloster, dort gibt es keine Konsumgesellschaft. Sich nur über die Konsumgesellschaft beschweren, aber trotzdem darin leben halte ich für verlogen und inkonsequent.

  14. Bünzli am 20. April 2008 um 18:59

    Begrenzungsfaktor, dein Kommentar hier ist einer der armseligsten hier im Forum.
    Es zeigt, dass du den Bildungsstand eines achtjährigen hast.
    Kein Wunder bist du so empfänglich für die verführerisch einfachen Losungen gewisser Parteien und Gruppierungen.
    Du solltest dich nicht nur in der Weltwoche, beim Rassisten der Schweizerzeit und bei der SVP “informieren”.

  15. Bünzli am 20. April 2008 um 19:00

    Begrenzungsfaktor, dein Kommentar hier ist einer der armseligsten hier im Forum.
    Es zeigt, dass du den Bildungsstand eines achtjährigen hast.
    Kein Wunder bist du so empfänglich für die verführerisch einfachen Losungen gewisser Parteien und Gruppierungen.
    Du solltest dich nicht nur in der Weltwoche, beim Rassisten der Schweizerzeit und bei der SVP “informieren”.

  16. Begrenzungsfaktor am 20. April 2008 um 19:27

    @Bünzli
    Wiso gerade 8 jährig? begründung?
    Mit deiner Argumentation dokumentierst du im Übrigen einmal mehr Eindrücklich die Art und Weise wie die Linke heute funktioniert:
    1. Der Linke argumentiert immer gegen die Person und nie zum Thema
    2. Der Linke ist intelligenter als alle anderen
    3. Der Linke verneint kategorisch, er ist quasi der Geist der stets verneint

    Wenn du wirklich sozial wärst, dann würdest du die Argumente von Andersdenkenden akzeptieren wolltest dann müsstest du mein Argument diskutieren und nicht meinen Verstand anzweifeln oder beurteilen. Ich mache das bei dir ja auch nicht. Erstaunlich dass gerade diejenigen die sozial zu sein vorgeben, die asozialsten überhaupt sind.

  17. Begrenzungsfaktor am 20. April 2008 um 19:27

    @Bünzli
    Wiso gerade 8 jährig? begründung?
    Mit deiner Argumentation dokumentierst du im Übrigen einmal mehr Eindrücklich die Art und Weise wie die Linke heute funktioniert:
    1. Der Linke argumentiert immer gegen die Person und nie zum Thema

    2. Der Linke ist intelligenter als alle anderen

    3. Der Linke verneint kategorisch, er ist quasi der Geist der stets verneint

    Wenn du wirklich sozial wärst, dann würdest du die Argumente von Andersdenkenden akzeptieren wolltest dann müsstest du mein Argument diskutieren und nicht meinen Verstand anzweifeln oder beurteilen. Ich mache das bei dir ja auch nicht. Erstaunlich dass gerade diejenigen die sozial zu sein vorgeben, die asozialsten überhaupt sind.

  18. Klabautermann am 20. April 2008 um 20:41

    Es fasziniert mich immer wieder, dass in solchen Beiträgen kein Gedanke an die Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit oder sonstwelche negativen Konsequenzen verschwendet wird.

    Hauptsache, es tut “jemand” oder, noch besser “wir” etwas.

  19. Sandro am 21. April 2008 um 09:08

    Begrenzungsfaktor,
    Im Gegensatz zu “Resten auf dem Teller”, welche tatsächlich keinen Direkten Zusammenhang zum Hunger auf Erden darstellen ist dies bei Biodiesel ganz klar der Fall. Die erhöhte Nachfrage nach Biomasse für SUV-Tanks spüren die Menschen in armen Ländern konkret auf ihrem Teller. Sie könne sich wegen der hohen Preise schlicht weniger Essbares kaufen. Dies hat nichts mit deiner Schul- oder Kindheit und den damaligen Mahnungen von Eltern und Lehrern zu tun sondern mit dem Prinzip von Nachfrage und Angebot.

  20. Chevy am 21. April 2008 um 10:43

    @Sandro

    Zitat: Die erhöhte Nachfrage nach Biomasse für SUV-Tanks….

    Jetzt sind nur die SUV’s schuld, BIO-Diesel für Heizungen, Dieselloks, ÖV-Busse und LKW’s ist natürlich was anderes.
    Wiviele SUV’s gibts in der Schweiz schon wieder? Was für ein Anteil am Spritverbrauch haben diese?

  21. Sandro am 21. April 2008 um 10:49

    Auch wenn SUV’s boomen und aufgrund ihrers schieren Gewichts logischerweise am meisten verschwenden, gilt dasselbe natürlich auch für alle anderen Bio-Spritverbraucher…

  22. Chevy am 21. April 2008 um 11:25

    Ich sehe das eher so das wenn man bestehende Agraflächen optimal nutzt, brachliegende Agrarflächen wieder bewirtschaftet und Afrika vielleicht mal langsam damit beginnt selber das eigene Essen anzubauen dann wird eine Riesige Biomasse plötzlich frei.
    Im gegensatz zur Lebensmittelindustrie sehe ich beim Spritanbau kein Problem mit genveränderten Pflanzen was das potenzial weiter vergrössert.
    (PS: Ich habe kein Problem damit genveränderter Mais im Tank zu haben, den selben Mais nach Afrika zu schicken als Hilfsgüter finde ich nicht gerade Fair, praktisch keiner der den Meis isst weiss was er isst und was die möglichen Folgen sind, das wurde bereits mit Ratten belegt das übermässiger Konsum von Genetisch veränderten Lebensmittel zu leber und anderen schäden führt.
    Wir werden sehen ob Afrika diesbezüglich mal noch ein Problem bekommt, wenn es dann nicht vertuscht wird.

  23. Chevy am 21. April 2008 um 11:25

    Ich sehe das eher so das wenn man bestehende Agraflächen optimal nutzt, brachliegende Agrarflächen wieder bewirtschaftet und Afrika vielleicht mal langsam damit beginnt selber das eigene Essen anzubauen dann wird eine Riesige Biomasse plötzlich frei.
    Im gegensatz zur Lebensmittelindustrie sehe ich beim Spritanbau kein Problem mit genveränderten Pflanzen was das potenzial weiter vergrössert.
    (PS: Ich habe kein Problem damit genveränderter Mais im Tank zu haben, den selben Mais nach Afrika zu schicken als Hilfsgüter finde ich nicht gerade Fair, praktisch keiner der den Meis isst weiss was er isst und was die möglichen Folgen sind, das wurde bereits mit Ratten belegt das übermässiger Konsum von Genetisch veränderten Lebensmittel zu leber und anderen schäden führt.
    Wir werden sehen ob Afrika diesbezüglich mal noch ein Problem bekommt, wenn es dann nicht vertuscht wird.

  24. Cia&Friends » Blog Archiv » Friss oder Fahr am 21. April 2008 um 15:40

    [...] Im Artikel wird mit keinem Wort erwähnt, dass mit der Nahrung einer Tankfüllung Bio-Diesel ein Mensch während eines ganzen Jahres ernährt werden kann. [...]

  25. Biodiesel – müssen Fahrer von Dieselfahrzeugen besorgt sein? - geldpro.de am 21. April 2008 um 19:40

    [...] Zahlreiche Automobilclubs, Autohersteller sowie der TÜV warnen die Politik vor der Erhöhung des Biodieselanteils. Ihrer Meinung nach begehen die Politiker einen großen Fehler, weil die heutigen Fahrzeuge nicht für die Nutzung des Kraftstoffs ausgelegt sind. Ob es auch hier zu einer Aussetzung des Vorhabens (wie es bei der Erhöhung des Bioethanolanteils beim Benzin der Fall war) kommen wird, bleibt vorerst noch abzuwarten. [...]

  26. Begrenzungsfaktor am 21. April 2008 um 21:13

    @Sandro
    Ich sehe trotzdem keinen Zusammenhang zwischen den Weltnahrungspreisen und dem Biodiesel. In Entwicklungsländern sind die meisten Bevölkerungsteile Selbstversorger. Das spielt gar kein Markt.

    Zum ewige gleichen Sermon der Schuld der bösen Europäer und noch böseren Amerikaner möchte ich hier das Beispiel Senegal und Erdnüsschen erwähnen. Vormals waren die Senegalesischen Bauern Selbstversorger und bauten Maniok an. Der Weltmarkt verlangte Erdnüsschen. Also stellten die Bauern blind, und ohne sich über die Folgen klar zu sein, die Produktion von Maniok auf Erdnüsse um. Sie hatten nun zwar keine Nahrung mehr aber Geld um sich Nahrungsmittel kaufen. Die Erdnusssträucher aber bevorzugten die Bodenerosion und zerstörten das Ackerland. Die USA stiegen parallel zu den Senegalesen in Erdnussgeschäft ein (z.b. ex US Präsident Jimmy Carter). Nun drückten die USA den Erdnusspreis massiv und die Bauern in Senegal gingen Konkurs. Sie hatten nun kein Geld, kein Maniok und keinen brauchbaren Boden mehr. Wer ist schuld? Natürlich die USA. Ich persönlich finde aber die Senegalesen sind nicht unschuldig an der eigenen Misere, denn Nachdenken ist auch in Afrika durchaus nicht verboten und man muss sich ja nicht blindlings auf jede Geldquelle stürzen, schon gar nicht wenn man ein solides Auskommen gehabt hätte. Es ist daher zu einfach die Schuld immer auf die Europäer abzuschieben.

    Das gleiche gilt für die Mexikaner. Die werden ja nicht gezwungen ihren Mais den USA zu verkaufen. Die mexikanischen Händler machen aber genau das, und die sind es welche die Bedürfnisse des eigenen Volkes nicht respektieren. Es ist die korrupte Mexikanische Regierung die zulässt, dass solche Geschäfte stattfinden. Auch hier ist es weit zu einfach die Schuld den USA zu geben.

  27. krokodil am 23. April 2008 um 15:39

    @advocatus diaboli / Begrenzungsfaktor
    Wenn die Märkte von Senegal mit billigem Agro-Industriegemüse aus Europa und Amerika überflutet werden, dann entzieht man den nachhaltig wirtschaftenden senegalesischen Bauern ihre wirtschaftliche Basis. Dasselbe geschieht ja auch hierzuland – die petrochemisch aufgempumte Agroindustrie zerstört die wirtschaftliche Basis der nachhaltigen Landwirtschaft. Es sind primär die multinationalen Agrar/Sastgutkonzerne die weltweit daran sind die nachhaltige Landwirtschaft zu zerstören und durch industrielle Monokulturen zu ersetzen, die nur dank gentoxischen Herbi-Pestiz-insektiziden funktionert und ansonsten böden auslaugt und das grundwasser verschmutzt/ der lokalbevölkerung/den kleinbauern das wasser stiehlt. Aber Begrenzungsfaktor hat natürlich einen anderen Vermittlungs-Auftrag: Bist du mit Roland Bilang im Kontakt?

  28. Chevy am 23. April 2008 um 16:53

    @krokodil

    Nchhaltige landwirtschaft funktioniert sehr wohl, sie ist hald nur nicht so bequem. Wenn Deine Aussage nur im ansatz stimmen würde gäbe es keinen einezigen BIO Bauer (Bio ist nachhaltig). Es gibt aber viele BIO-Bauern denen geht es blendend.
    Es ist natürlich logisch das sich mit BIO nicht gleich viel verdienen lässt wie mit monokulturen, und da können hald viele Bauern nicht wiederstehen.

  29. Bünzli am 23. April 2008 um 22:08

    http://video.google.com/videoplay?docid=326592805457636375&q=we+feed+the+world&ei=_ZQPSOL_NZSw2QK9yPCrBA

    Ab Minute 39 ist ganz besonders interessant was Karl Otrok, Produktionsdirektor von Pioneer (weltgrrösster Saatgut Hersteller) rumänien zum Thema sagt.

    Das Blut in den Adern gefrieren lässt einem was Peter Brabeck zum Thema Wasser sagt. (Ab 1h 28″)

  30. Schamp am 23. April 2008 um 23:08

    Solange die Mehrheit der Bevölkerung hierzulande noch an das Märchen der drohenden Klimakatastrophe glaubt, werden immer mehr hirnverbrannte und irrwitzige Erfindungen auftauchen. Biotreibstoff ist nur ein Beispiel. Mit anderen Worten…würde man endlich erkennen, dass CO2 nichts mit der Klimaveränderung zu tun hat, dann müsste man auch nicht über Themen wie Offroader und Biosprit diskutieren.
    Solange aber jeder Beitrag, der den Klimaschwindel aufdecken möchte, mit “Ignoranz” im Trollwald landet und als Verschwörungstheorie abgetan wird, solange werden wir (ohne mich) über idiotische Ideen wie Biodiesel, Sinn und Unsinn von SUV’s und dergleichen diskutieren.

    Solange soviele Menschen auf diesem Planeten kein sauberes Trinkwasser haben und verhungern, ist es mehr als zynisch über die Möglichkeiten von BioDiesel zu debattieren.

  31. gumbyman am 24. April 2008 um 00:19

    Bei den aktuell massiv steigenden Weltmarkt-Preisen für Grundnahrungsmittel ist es schon fast kriminell, aus wertvollen Lebensmitteln mit minimaler Effizienz und nahezu nutzloser CO2-Bilanz gegenüber Erdöl Sprit zu generieren, der in ineffizienten Fahrzeugen einige wenige Transportkilometer ermöglicht – meist für 2t Stahl als Ballast und etwa 75kg Mensch als Nutzlast…

    g.

  32. superstar am 24. April 2008 um 00:51

    @schamp

    und du bist dir ganz sicher, dass CO2 nichts mit klimaerwärmung zu tun hat?

  33. Klabautermann am 24. April 2008 um 09:56

    @superstar

    guck mal hier: Klimalemminge

    und hier: Klimahysterie kritisch hinterfragt

  34. Klabautermann am 24. April 2008 um 10:01

    Der zweite Link, diesmal funktionieren – ich hatte wohl zuviel böses CO2 im Blut ;-)

    Klimahysterie kritisch hinterfragt

  35. Sandro am 24. April 2008 um 10:07

    Und hier Sceptical Science werden all diese Stammtischargumente schön säuberlich von Wissenschaftlern widerlegt… Würde mich auch freuen wenns so einfach wäre. Aber leider sprechen die Fakten eine andere Sprache.

  36. Sandro am 24. April 2008 um 10:13

    Auch hier bei Matthias gibt es seriöse Antworten für Leute welche an den IPCC Reports zweifeln.

  37. Klabautermann am 24. April 2008 um 10:30

    also “Stammtischbrüder” gegen “echte Wissenschaftler”? Wenn ich hier die Beiträge lese, kann diese Gegenüberstellung für beide Fraktionen gleichermassen verteilt werden.

    Vielmehr ist es sehr erstaunlich, wie man scheinbar widerstandslos bereit ist, “irgendwas” zu tun – ohne einen Gedanken an Nutzen und Konsequenzen zu verschwenden – nur weil es von oben diktiert wird, basierend auf eine ganz und gar nicht gefestigte Theorie.

    Die CO2 Geschichte erinnert mich an die guten alten Hochzeiten des Katholizismus, als man noch Ablassbriefe verkaufen und Ketzer foltern durfte.

  38. Schamp am 24. April 2008 um 10:41

    @superstar

    Natürlich, bin ich mir da sicher. Wenn man sich etwas näher mit dem Thema befasst, etwas Kenntnisse über das Gas CO2 hat, die vielen wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema näher anschaut und dann das eigene logische Denken mal losgelöst vom Einfluss der Medien zulässt, kommt man sehr schnell zu dieser Erkenntnis. Dazu braucht es nicht die “Filmchen”, wie die BBC Dokumentation (siehe Klimaschwindel im Trollwald), obwohl solche Dokumentationen die Sache sehr genau auf den Punkt bringen. (Der Film von Al Gore wurde übrigens nun aus Schulen verbannt, nachdem namhafte Wissenschaftler gegen diese populistische Panikmache Sturm gelaufen sind.)

    Das Klima der letzten 100′000 Jahre ist sehr genau untersucht worden und es ist klar erwiesen, dass erheblich grössere Schwankungen als heute schon immer bestanden haben. Der Meeresspiegel ist zB. in den letzten 20′000 Jahren um mehr als 50 meter gestiegen!! Vor 4000 Jahren stieg die Durchnittstemperatur um 3 Grad innerhalb von 10 Jahren. Heute spicht die IPCC von einem “möglichen” Anstieg der Weltmeere um 30 bis 60 Centimeter innerhalb der nächsten 100 Jahre und wir leben mit einer Erwärmung von ca. 0.6 Grad während den letzten 100 Jahren, also ein Anstieg der 50 mal kleiner ist als vor 4000 Jahren. Als die Römer die Alpen überquerten, gab es kaum Gletscher und ich denke, sie waren froh darüber und haben sich wohl kaum Gedanken über eine Klimakatastrophe gemacht…smile.
    Eine weitere Tatsache: Alle weltweiten Erforschungen von Eisproben ergeben dasselbe Bild…Das CO2 folgt der Erwärmung oder Abkühlung unseres Planeten und nicht umgekehrt, was wiederum völlig logisch erscheint, wenn man die Grundsätze der Vorgänge in den Weltmeeren kennt und im Geographieunterricht nicht gerade einen Fensterplatz inne hatte.

    Man könnte noch unzählige Faktoren aufzählen, welche die “Klimakatastrophe” absolut widerlegen, dazu fehlt mir jetzt aber einfach die Zeit und die oben genannten Beispiele sollten ausreichen um sich zumindest mal Gedanken zu machen.

    Die IPCC wurde ins Leben gerufen, um zu beweisen, dass der Mensch am Klimawandel schuld ist und genau diesen Auftrag müssen sie erfüllen. Wer das Gegenteil behaupten will, hat in der IPCC nichts verloren und wird kurzerhand ausgestossen. Nicht der Klimawandel ist die drohende Katastrophe, sondern die Erkenntnis, dass der Klimawandel ganz natürlich ist! Dann würden nämlich die Milliarden, welche in diesem Panikszenario den Bürgern aus der Tasche gezogen werden plötzlich aufhören zu fliessen und ein neues Tummelfeld für all die Secondhand Wissenschaftler und Politiker müsste gesucht werden.

    Ich denke, solange eine Mehrheit der Menschheit sich tagsüber die idiotischen Talkshows ansieht und nachts womöglich an den noch viel idiotischeren Quizspielen das Geld aus der Tasche ziehen lässt, solange wird sich auch nichts ändern. Die Grünen werden ihre unsinnige Politik weiterbetreiben, die Medien werden ihre Schreckensnachrichten weiter verbreiten und die Profitgeier werden der Menschheit neue irrwitzige Produkte vorstellen wie BioDiesel.

    Wir haben durchaus ernste Probleme auf diesem Planeten, aber mit dem Klima haben die nichts zu tun. Allerdings lässt sich im Moment mit der CO2 Hysterie am meisten Geld verdienen und so wird dieses Schlachtfeld wohl erst dann verlassen, wenn nichts mehr zu holen ist, weil es plötzlich doch wieder kühler wird oder der ganze Schwindel auch in den letzten grauen Gehirnzellen der Menschheit sichtbar wird. Da sich das Klima aber scheinbar schneller wandelt, als die Intelligenz der Menschheit, müssen wir wohl eher auf kühlere Zeiten warten.

  39. Sandro am 24. April 2008 um 10:45

    Schamp, das Argument “Klimawandel hat es schon immer gegeben” wird hier ausführlich beantwortet, resp. erklärt, wieso die aktuelle, vom Mensch hergeführte Wandel aussergewöhnlich ist. Schade für deine vielen Buchstaben, aber so einfach ist es nicht…

  40. Chevy am 24. April 2008 um 11:09

    Wo liegt der Unterschied für das ökosystem ob CO2 von Fossilen treibstoffen her rührt oder von vielen Vulkanausbrüchen in kürzester Zeit wie es schon passierte?

  41. Klabautermann am 24. April 2008 um 11:10

    Um nur mal einen Satz herauszupicken: “Empirische Beobachtungen zeigen, dass CO2 einen erwärmenden Effekt als Treibhausgas hat.”; da hat sich ein Wissenschaftler willkürlich einen Fakt herausgezogen. Dass aber Wasserdampf den noch viel grösseren Erwärmungseffekt hat und es davon 10 mal mehr in der Athmosphäre gibt, wird stets verschwiegen.

    Was solls, während wir hier Kopfstände tun, erhöhen die Schwellenländer ihren Ausstoss (mitunter auch wirklich giftiges Zeugs) um das zig-fache unserer “Einsparungen”, damit wir im Westen weiterhin billige Güter zu günstigen Preisen kaufen und Arbeitsplätze abbauen können. Träumt weiter von einer besseren Welt.

  42. Sandro am 24. April 2008 um 11:44

    Was solls, während wir hier Kopfstände tun, erhöhen die Schwellenländer ihren Ausstoss (mitunter auch wirklich giftiges Zeugs) um das zig-fache unserer “Einsparungen”

    Bei uns ist es nicht schlimm, aber die Anderen sind noch viel schlimmer! Prima Argument.

    Träumt weiter von einer besseren Welt.

    Du träumst von einer schlechteren?

  43. Schamp am 24. April 2008 um 11:52

    @Sandro

    Die Sites “Sceptical Science” und “hier bei Matthias” sind nur 2 Beispiele von Hunderten, welche uns die Klimakatastrophe weis machen wollen. Eine Aufzählung von Gegenargumenten, ein Versuch diese Argumente zu entkräften und eine anschliessende Diskussion, in der die Meinungen wieder weit auseinanderdriften. Nichts neues also. Einmal mehr zeigen auch diese Sites, dass keine Einigung herrscht. Wenn es so wäre, würde man auch nicht darüber diskutieren, genau so wenig wie man heute darüber diskutiert, ob die Erde nun eine Scheibe oder doch eher ein Ball sei. Doch genau dieses Beispiel zeigt, dass eben damals auch eine kleine Minderheit am Ende Recht hatte, also muss man zumindest in Betracht ziehen, dass auch heute die Skeptiker, welche gar nicht soooo in der Minderzahl sind, Recht behalten werden.

    Man kann die Situation aber auch mal von einer ganz anderen Seite betrachten. Wenn die zum Teil sehr starken natürlichen Klimaschwankungen der letzten 100′000 Jahre (und die sind wohl unumstritten), dem Menschen nichts anhaben konnten, so dürfte es wohl kaum eine Rolle spielen, selbst wenn ein geringer Teil des heutigen Klimawandels tatsächlich durch den Menschen verursacht wird. Oder anders ausgedrückt: wenn die gesamte Wissenschaft sich heute nicht annähernd einig ist, ob die wenigen Prozentpunkte, um die es hier geht, natürlich oder durch den Menschen verursacht werden, so spielt es eigentlich gar keine Rolle und das Ganze gleicht eher einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

    Also Erstens:

    Meiner Meinung nach sprechen die Indizien ganz klar gegen eine von Menschen verursachte Veränderung des Klimas und vielmehr für eine von Menschen hervorgerufene Panik, hinter der wirtschaftliche Interessen stecken.

    Und Zweitens:

    Selbst wenn ein Teil durch Menschen verursacht wäre….who cares? Wenn ich mich wäge, ist es mir auch ziemlich egal, ob ich nun nackt mein natürliches Gewicht messe, oder halt noch 1 oder 2 Kilogramm von Menschen gemachte Kleidung auf die Waage bringe, denn schon morgen sind die paar zusätzlichen Kilos vielleicht wieder weg, weil mein natürliches Gewicht etwas zurückgegangen ist. Who cares!

  44. Klabautermann am 24. April 2008 um 12:00

    Wir tun was, um den anderen zu zeigen, wie toll wir sind – egal ob es was bringt oder nicht; hauptsache, es sieht gut aus. Auch ein prima Argument.

    Mein Traum handelt von einer realistischen Welt.

  45. Klabautermann am 24. April 2008 um 12:02

    Wir tun was, um den anderen zu zeigen, wie toll wir sind – egal ob es was bringt oder nicht; hauptsache, es sieht gut aus. Und wir müssen nicht wirklich was tun, sondern nur vorgeben, dass wir es tun, oder wenigstens mit dem ausgestreckten Finger auf andere zeigen, dass sie was tun sollen, damit es gut aussieht. Auch ein prima Argument.

    Mein Traum handelt von einer realistischen Welt.

  46. Schamp am 24. April 2008 um 12:08

    @Klabautermann

    Ganz genau. Nicht das CO2 ist das Gift, sondern die ganzen anderen Stoffe, die in die Luft geblasen werden, welche zwar ebenfalls nichts am Klima ändern, aber durchaus zumindest lokal in Ballungszentren gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen können. Ob nun SUV oder Kleinwagen, die Fahrzeuge bei uns sind mitunter die saubersten weltweit. Da brauchen wir uns wirklich keine Gedanken zu machen. Im Übrigen stossen Kleinwagen oft mehr Dreck (nicht CO2) aus als die leistungsstärkeren Motoren von SUV’s und Sportwagen, welche naturgemäss eine wesentlich bessere Verbrennung aufweisen als die immer an der Grenze hustenden Motoren der Kleinwagen. Ich mag gar nicht daran denken was das Indische 3000 Euro Auto so alles in die Luft kotzen wird. Hust.

  47. Klabautermann am 24. April 2008 um 13:18

    @schamp

    Naja, ich will jetzt nicht so weit gehen, stärkere Motoren als sauberer zu bezeichnen; mag sein im Vergleich zur gelieferten Leistung, aber die 4 – 6 Liter mehr Treibstoff pro 100km werden notgedrungen in Abgase verwandelt, die ich nicht unbedingt im Wohnzimmer haben möchte.

    Mir geht es um den vernünftigen Einsatz der Mittel; was mit der Klimapolitik getrieben wird, hat nichts mit Umweltschutz sondern mit Erschliessung neuer Pfründe und Bevölkerungskontrolle zu tun. Der ganze Reigen mit Stromsparlampe, Biotreibstoff, Road Pricing entlastet die Umwelt kein bisschen, sondern vermittelt das Gefühl, etwas “Gutes” getan und das schlechte Gewissen ein wenig entlastet zu haben. Nach dem selben Muster operierten früher die Kirchen.

    Wenn hier jemand WIRKLICH was tun möchte, dann muss er auch konsequent sein: in die Höhle umziehen und fortan von selbstgezogenen Kartoffeln leben. Wer tut den ersten Schritt?

  48. krokodil am 24. April 2008 um 13:38

    Advocatus diaboli alias Klabautermann, – es geht in diesem Thread um Biodiesel, seine miserable Energiebilanz und dass damit die Nahrung konurrenziert wird. So weit zur Realität dieses Threads. Das solltest Du mal einfach akzeptieren, statt davon zu träumen, dass Du mit deinem Predigen von Verantwortungslosigkeit nicht bald einmal auf die Schnauze fliegst.

  49. krokodil am 24. April 2008 um 13:45

    @schamp Klar kannst Du die antropogen verursachte Klimaveränderung leugnen. Damit legst Du Dich ins Bett mit bekannten Unwissenschaftlern, aber das findest Du wohl sexy. Im Sinne von Ignoranz ist Wissen… Leider geht es hier in diesem Thread um etwas anderes: nämlich um die schlechte Energiebilanz von Biodiesel und die Nahrungsmittelknappheit die die Subventionierung von Biodiesel mit sich bringt. Übrigens, ob Du du Tatsachen rhetorisch abstreitest, ändert nichts and den Tatsachen. Insofern ist der vorhergehende Dialog zwischen klabautermann und schampf völlig irrelevant.

  50. Chevy am 24. April 2008 um 14:01

    Knappe Lebensmittel?
    Es werden immernoch tausende Tonnen Lebensmittel Fortgeworfen, komplette Ernten. Und da soll man ein schlechtes gewissen haben wenn man jetzt Biodiesel aus Lebensmittel produziert? Ich denke dadurch wird in Zukunft weniger wegeworfen, somit verbessert der BioDiesel die gesamtbilanz.
    Auch neue Arbeitsplätze werden dadurch entstehen. Der Biodiesel ist übrigens heute schon effiziener als die ersten Solarzellen, dennoch hörte man nicht auf Solarzellen zu produzieren und weiterzuentwickeln. Der Biodiesel ist noch lange nicht ausgereizt.
    ABgesehen wird bei der Produktion von Biodiesel der Regen als “Energie” mitgerechnet, niemand kähme in den sinn bei der Solarzelle die Sonnenenergie als Kostenfaktor darzustellen.

  51. krokodil am 24. April 2008 um 14:06

    Begrenzungsfaktor erhält für diesen Satz nominiert für den Ignory-User-Award “Die verhungernden Afrikaner müsste halt mal aufstehen..” – Solange die Schweiz Waffen exportiert und Schweizer Firmen (Glencore / Xtrata hand in hand mit korrupten Machthabern) Geld erarbeiten das auf Schweizer Konten abfliesst, die Erdölgewinnung in Nigeria die Böden verseucht, Diesel den Herr Begrenzungfaktor tankt und dann Ausfährtchen ins grüne macht – sich beklagend dass es Leute gäbe die ihm sein selbstzufriedenes Leben schwer machen wollen. Es gibt wohl gründe warum man dem herren Begrenzungsfaktor eine fortsetzung seiner akademischen karriere verwehrt hat.

  52. krokodil am 24. April 2008 um 14:10

    So oder so ist die Bezeichung Biodiesel falsch. Agrodiesel wäre in diesem Zusammenhang eine korrektere Bezeichnung.

  53. Klabautermann am 24. April 2008 um 15:52

    @Krokodil
    Falsch. Dass Biotreibstoffe keine Konkurrenz für Nahrungsmittel sein dürfen, gehört zur Argumentation. Dieser Thread thematisiert, dass wir unsere Mobilität einschränken müssen.

    Es tut mir furchtbar leid, dass ich Dir den Kern meiner Aussagen nicht begreiflich machen konnte (auch wenn Du das glauben magst) – bei Deinem Stil, an Stelle einer Argumentation nur Polemik zu verbreiten und Leute persönlich zu beleidigen, ist wohl nichts anderes zu erwarten.

    Ignoranz – im Sinne dieses Forums – bedeutet nicht, die Lehr-, Medien- und Politikermeinung nachzulabern, oder?

    So, mein Exkurs vom Thema wäre damit beendet. Weitermachen.

  54. krokodil am 24. April 2008 um 22:11

    @Klaubautermann
    Du hast das Thema nicht erkannt.
    Titel ist des Threads:
    Biodiesel: Eine Tankfüllung = 1 Jahr Nahrung
    Aber wenn Du hier Oberlehrer spielen willst, nur zu. Nur inhaltlich hast Du schon zu viel Mist von Dir gegeben, als das es sich lohnen würde mit dir ernsthaft zu diskutieren: Stromsparlampen sparen übrigens Strom, entgegen deiner widerlegbaren Behauptung weiter unten, das sei alles wirkungsloser Ablasshandel.
    Es geht übrigens nicht darum, dass Du Deine Mobilität einschränken musst, vielmehr solltest Du Deine gedankliche Trägheit überwinden.

  55. Schamp am 24. April 2008 um 23:38

    @Krokodil

    “Stromsparlampen sparen Strom” und “1 Tank Biodiesel = 1 Jahr Nahrung”. Das sind so die zwei einzigen halbwegs wissenschaftlichen Aussagen, die du in deinen bisherigen Kommentaren zustande gebracht hast. Das eine versteht sich von selbst und das andere ist die ständige Wiederholung des Themas dieses Threads. Ansonsten kommt von dir nur leeres Gelaber und Beleidigungen, wie dies schon von Klabautermann angedeutet wurde.

    Du hast vielleicht das Thema dieses Threads erkannt, weil du scheinbar doch auch mindestens lesen kannst, hast aber offensichtlich nichts dazu zu sagen. Zum Thema Stomsparlampen würde dein Beitag dann eben lauten “Stromsparlampen sparen Strom”. Wenn dein Horizont nicht weiter reicht, dann versuch es doch in einfacheren Threads und lass diejenigen, die es mögen, ihre Gedanken und Meinungen austauschen, auch wenn diese mal vom Thema abweichen.

    Im Übrigen gibt es zum Thema BioDiesel nicht viel mehr zu sagen, als dass es absoluter Schwachsinn ist und ich denke es würde zu weit führen, dir zu erklären warum Stromsparlampen ebenfalls unsinnig sind, denn du würdest es wohl kaum verstehen, es sei denn, du bist intelligenter, als du dich hier gibst.

    Kurzum, entweder du willst mitreden, deine Meinung kund tun und Ideen und Argumente einbringen oder man nimmt dich ganz einfach nicht ernst.

    @Klabautermann

    Als ich die starken Motoren mit denen der Kleinwagen verglich, meinte ich natürlich schon “pro Liter Sprit”. Insgesamt ist der Ausstoss je nach Verbrauch dann in den meisten Fällen schon grösser, da hast du natürlich Recht. Wenn ich mir dann allerdings anschaue, was in anderen Ländern alles so auf den Strassen rumfährt, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass denen das Kunststück gelingt, aus einem Liter Sprit mehr Dreck in die Luft zu schleudern, als wir mit 5 oder 10 Litern. (grins)

    Hab da gerade noch eine schöne Charikatur zum Thema BioDiesel gesehen. Ein Typ tankt seinen Jeep mit Biodiesel, während 2 hungernde Kinder ihn mit zwei leeren Tellern um etwas Essen bitten. Seine Antwort: “Hab jetzt leider keine Zeit, ich muss die Welt retten”

  56. Klabautermann am 25. April 2008 um 01:45

    Ei der Dauss… dann gehen wir das Thema schön Schritt für Schritt an:

    Biotreibstoff ist kein Ersatz für Mineralöldiesel. Das wäre der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben. Ganz meine Meinung. Haken dran.

    Wir müssen unsere Mobilitätsbedürfnisse revidieren. Wie, möchte ich gerne wissen. Verbieten? Verteuern? Damit tun wir unserer Wirtschaft keinen Gefallen. Irgendjemand muss das ja auch bezahlen, auch für die daraus resultierenden Konsequenzen – teurere Lebenskosten für alle, eingeschränkte wirtschaftliche Flexibilität, nicht zu vergessen das Heer neuer Arbeitsloser, die heute noch von der Automobilindustrie leben. Ausserdem Strassenunterhalt geteilt durch geringere Anzahl Benutzer (und falls die Strassen nicht mehr unterhalten werden, folgt das Heer neuer Arbeitsloser aus der Baubranche.)

    Wofür das alles? Weil unser Klima in Gefahr ist? Hat man das nicht beim Waldsterben auch gesagt? Bitteschön, das sind hart umstrittene Theorien. Kann sein, kann auch nicht sein. Der Komfort eines jeden hat bis jetzt nicht gross darunter gelitten, also scheint niemand wirklich ernsthaft bereit zu sein, sich einzuschränken. Was bleibt, sind haufenweise Sprüche über “man sollte dies” und “man sollte das”. Zumeist hören wir das von den Medien, den Politikern und einigen Wissenschaftlern. Die Medien wollen ihr Produkt verkaufen, die Politiker gehört (und gewählt) werden und die Wissenschaftler ihren Job behalten.

    Grün sein ist in – auch wenn man nicht wirklich bereit ist, auf warme Mahlzeiten, Urlaub auf Teneriffa, Sonntagsbesuch bei Tante Unna, beheizte Wohnung, chilenischen Rotwein, Satelliten-TV und Mobiltelefonie zu verzichten. Was bleibt, sind Alibiübungen wie zB mit Biotreibstoff (Stromsparlampen, CO2-Zertifikate…). Ein kollektives schlechtes Gewissen verkauft sich nämlich prima, denn niemand wagt es, kritisch nachzufragen. Und diejenigen, die es doch tun… naja, man sieht ja, was passiert.

    Wir streiten um ein paar Promille eines Gases, das zu unserem Leben dazugehört wie Regen, Sonne und Wind und schränken uns auf dem Papier ein. Alles Politik. Bei so einer Übung soll ich mitmachen? Brav nicken und mich pudelwohl dabei fühlen? Das heisst ja nicht automatisch, dass ich gerne und oft die Umwelt versaue; mein Energie-, Wasser- und Treibstoffverbrauch steht in einem nach gegenwärtigen Massstäben absolut vernünftigen Verhältnis. Aber ich stehe lieber offen zur Realität, als unangenehme Gefühle wegzuparolisieren.

  57. Chevy am 25. April 2008 um 09:35

    Es ist ganz einfach, entweder haben wir noch ungenutzte Agrarflächen, dann soll man diese für den BioSpritanbau nutzen, oder wir haben sie nicht, was ein weiteres Zeichen einer überbevölkerung darstellt. Abgesehen davon wird ja immer davon geredet das angeblich für 12 Mia Menschen essen Produziert wird/werden könnte, somit sollte BioSprit wiederum kein Problem sein.

  58. Sandro am 25. April 2008 um 11:17
  59. Klabautermann am 25. April 2008 um 12:01

    @chevy
    Ich dachte eigentlich, der Punkt Biotreibstoffe sei schon mit der EMPA-Studie (guckst Du hier) erledigt. Die Konkurrenz zu Nahrungsmitteln kommt da noch obendruff; es ist nicht die Frage, ob es technisch möglich wäre, sondern was ethisch vertretbar ist. Die Gleichung 1 Tankfüllung = 1 Jahr Nahrung ist absolut korrekt.

    Trotzdem gibt es weltweiten Biotreibstoffhandel, CO2-Emissionshandel. Wer bitte glaubt da noch an Umweltschutz? Es geht um Geld und Macht, und die Klimahysterie ist das moderne Fortbewegungsmittel dieser beiden Instrumente.

  60. Schamp am 25. April 2008 um 12:35

    Worin liegt der Unterschied, ob wir nun fossile Brennstoffe oder BioDiesel verbrennen? Beides verbrennt und produziert dementsprechend Abgase, denn auch bei BioDiesel kommt kein frisches Gemüse aus dem Auspuff. Absoluter Blödsinn.

    Wir können und wollen nicht auf unsere Mobilität verzichten, denn das würde eine Wirtschaftskrise hervorrufen, die seinesgleichen sucht, und wir würden buchstäblich wieder im Mittelalter landen.

    Also, was tun? Meiner Meinung nach gar nichts, denn so lange es Öl gibt, wird sich auch nichts ändern. Energie ist nicht unser Problem, denn davon gibt es genug…Sonne und Erdwärme allein würden genügen, um den gesamten Energiebedarf dieses Planeten zigfach abzudecken und solche und andere Energiequellen werden auch irgendwann in ferner Zukunft im grossen Stil genutzt werden, aber erst wenn die Ölreserven wirklich langsam zur Neige gehen. Je mehr Öl wir heute einsparen, desto länger wird es dauern, bis andere Energiequellen erschlossen werden. Hätte ich eine geniale Erfindung in Händen, eine wirkliche Alternative zu den fossilen Brennstoffen, welche nicht nur günstig, sondern sogar auch noch absolut sauber wäre, und würde ich diese Erfindung public machen und im grossen Stil kommerziell umsetzen wollen, dann wäre ich tot, bevor ich den ersten Spatenstich tun könnte. Die Macht der gesamten Öl-Lobby ist derart gross, dass kein Staat dieser Erde dagegen nur die geringste Chance hat. Bereits gegen die geplanten Vorstösse der hirnrissigen Idee Biodiesel, wurden mehrfach sogar öffentlich Drohungen von verschiedenen Seiten dieser real existierenden Macht ausgesprochen, obwohl Biodiesel nicht im geringsten eine ernsthafte Konkurrenz darstellt, sondern eher als lächerlicher Versuch einiger kranker Politiker und naiver Profiteure zu werten ist. Man Stelle sich vor, wie die Lobby auf eine WIRKLICHE Alternative reagieren würde.

    Ihr glaubt ja nicht allen Ernstes, dass sich die höchste Macht auf Erden ins Gärtchen scheissen lässt. Solange die Anzahl der Alternativen sich unter der 0.000001 Promille Grenze bewegen, werden die kein Geschrei loslassen, denn sie sind die grössten Sammler jeglicher alternativen Ideen und haben mit Sicherheit die besten Ideen und Konzepte bereits in ihren Schubladen….nur…warum heute viel Geld ausgeben für deren Umsetzung, solange das Öl kostenlos aus dem Boden fliesst. Wehe dem, der es wagt, ihnen den Thron streitig zu machen.

    Genau deshalb wird sich nichts ändern. Wir müssen uns nicht gegen das Öl wehren, sondern lediglich gegen die allgemeine Panikmache, sei es nun Eiszeit, Waldsterben, oder der Schwindel mit der Klimakatastrophe, mit der lediglich versucht wird, einer in Angst versetzten Bevölkerung das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Solange das Durchschnittsalter in unserer ach so kaputten Umwelt stetig steigt, gibt es wohl nicht viele Argumente, die gegen unsere derzeitige Lebensweise sprechen, es sei denn, wir wollen alle noch älter werden und unbedingt die letzten 10 oder 20 Jahre unseres Lebens in irgendwelchen Altersheimen vor uns hintrotteln.

    Nicht falsch verstehen, ich bin durchaus dafür, dass alternative Energiequellen weiterhin erforscht werden und sogar überzeugt, dass wir es schon heute weitestgehend ohne das Öl schaffen würden, aber der Mensch und die Macht funktionieren eben nicht so, also wird man warten müssen, bis die Zeit reif ist, bzw. das Öl zur Neige geht. Je mehr wir uns heute aus umwelttechnischen Gründen einschränken, desto mehr werden wir bezahlen und desto länger wird es dauern bis die Alternativen kommen. Erleben werden WIR es ohnehin nicht mehr, da die Ölreserven höchstwahrscheinlich noch viel länger reichen werden, als man uns weismachen will. Der Ölpreis wird auf einem Niveau gehalten, welcher zwar die Schmerzgrenze der Bevölkerung touchiert, ohne dass jedoch Alternativen wirklich ernsthaft zur Gefahr werden, ein Balanceakt zwischen Frustration und Rebellion, welches ein Maximum an Profit garantiert.

  61. krokodil am 25. April 2008 um 13:25

    @Erdölvereinigung / schamp
    Nett, das ihr wieder jemanden gefunden habt, der hier das Forum zumüllt…
    Bitte solch rhetorische Unsinnspamphlete in Zukunft unterlassen, das interessiert echt kein schwein.

  62. Schamp am 25. April 2008 um 15:06

    Schweine und Krokodile interessiert das wohl in der Tat nicht, aber vielleicht die etwas intelligenteren Spezies.

  63. krokodil am 25. April 2008 um 17:42

    “Die Macht der gesamten Öl-Lobby ist derart gross”
    Scheint derzeit ziemlich zu bröckeln…

  64. Atmos am 8. Mai 2008 um 12:39

    Ich gehe mit Euch einig, dass Biokraftstoffe für die “Allgemeinheit” als angehender Ersatz für fossile Brennstoffe weder ökonomische- und schon gar keine ökologischen Vorteile hat.

    Wie wäre jedoch der Ansatz, hier zu Lande vernünftig produzierte Biokraftstoffe (aus Rest- und landwirtsch. Abfallprodukten) mehr oder weniger ausschliesslich in der Landwirtschaft und beim ÖV einsetzen zu müssen/können?

  65. Klabautermann am 8. Mai 2008 um 17:54

    Hallo Atmos

    Ja, das wäre schon was. Leider ist es technisch (noch) nicht möglich – abgesehen von Kompogas; und auch da ergibt sich ein Rattenschwanz an Logistik und Verarbeitung, der die gewonnene Energie wieder zum Auspuff / Kamin rausbläst. Nicht zu vergessen, dass der Energiehunger das Angebot an Feedstock übersteigt; irgendwann wird man wahrscheinlich Grünabfall importieren…

    Die schöne grüne Welt ist halt nur auf dem Papier schön und grün.

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