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Big Brother – Grenzen als Spielwiese für’s Militär

Die Schweizer Grenzwächter erhalten Verstärkung. Nicht von strammen Wächtern, nein, von unbemannten Drohnen der Schweizer Armee.

Eingesetzt werden die kleinen Kampf-Roboter um die grüne Grenze zu überwachen, Schmuggel und sonstwelche illegalen Aktivitäten aufzuspüren. Die kleinen Dinger fliegen bis zu 4’500 Meter über dem Boden und können sowohl bei Tage als auch bei Nacht ihre Spionage-Tätigkeit erfüllen. Wie das ins unverhältnismässige ausufern kann, zeigte der Fall im Frühling 2004. War im Zusammenhang mit dem Einsatz unbemannter Drohnen schon damals eine Debatte über Persönlichkeitsschutz in Gang gekommen. Die Polizei hatte in einem Wald im Kanton Luzern zwei Männer beim Kiffen ertappt, die von einer Drohne erfasst worden waren. Die Polizei war vom Militär alarmiert worden.

Solche Geschichten lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Also ich möchte nicht auf Schritt und Tritt von Roboter-Terminator-Drohnen überwacht werden. Privatsphäre Adieu…

Quelle: swissinfo

Dieser Artikel wurde von pipo am Montag, 12. Dezember 2005 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

26 Kommentare zum Artikel “Big Brother – Grenzen als Spielwiese für’s Militär”

  1. erdnanu am 12. Dezember 2005 um 14:10

    Wieso wird die Drohne als “Kampf-Roboter” bezeichnet?

    Diese ist doch unbewaffnet und zudem wir evtl. ein Zöllner weniger erschossen dank deren Einsatz.

  2. pipo am 12. Dezember 2005 um 14:33

    Die Drohne wurde als Kampfroboter bezeichnet, da diese ursprünglich aus dem israelischen Militär stammen und Ziele ausfindig machen, die es zu zerstören gilt. Für mich reicht das um diese unbemannten Dinger als Kampf-Roboter zu bezeichnen.

    Oder anders: z.B zu Hause im Garten, da sitzt du friedlich und rauchst nen Joint. Dann fliegt so ein Teil über deine Birne und 10Minuten später steht die Polizei vor deiner Türe und büsst dich wegen Betäubungsmittelmissbrauchs… *schauder*

    Nimmt mich im übrigen wunder, ob dadurch effektiv weniger Zöllner getötet werden. Soviel ich weiss waren die letzten Tötungen an der Grenze, an grösseren Grenzübergängen.

  3. AlphaPapaGolf am 12. Dezember 2005 um 14:50

    Die Drohne ist KEIN Kampfroboter, sonst würde sie ja nicht Drohne heissen, sondern Kampfbiene.
    In Zeiten des Personalmangels ist es sinnvoll, mittels guter Technik den in die Schweiz einsickern Stom von Illegalen zu erfassen und zu stoppen.
    Auch wenn kein Grenzwächter zu sehen ist : Grenze bleibt Grenze und muss überwacht werden

  4. erdnanu am 12. Dezember 2005 um 15:33

    sehe ich gleich wie APG,

    der Drogenschmuggler an der Grenze soll mittels Drohne gefasst werden können.

    Die Überwachung der Garten-Joint-Raucher kann meinetwegen unterlassen oder verboten werden. Diese stören mich nicht. Ist mir lieber, wenn sie im Garten rauchen als in öffentlichen Räumen.

  5. AlphaPapaGolf am 12. Dezember 2005 um 15:53

    Pipo : Du schaust definitiv zuviel Schwarzenegger-Filme…..

  6. pipo am 12. Dezember 2005 um 16:06

    haha.. APG, wenn ich eine Sparte Filme nicht ausstehen kann, dann sind’s Schwarzenegger Filme. =) Natürlich ist’s ein wenig überspitzt gesagt. Aber ob mit diesen Drohnen tatsächlich schwere Verbrecher aus dem Schweizer Wald gefischte werden, erscheint mir fragwürdig. Ich denke eher dass es so dazu kam:

    Das VBS hat bei den Israelis ein Spielzeug gesehen – tolle Sache, brauchen wir auch. Gesagt, getan. Man kaufte also 20 von diesen Kampfroboterli für das Kind im Soldat. Nur der Verwendungszweck – ah, dadrüber hat man nicht nachgedacht. Schnell ist eine Rechtfertigung gefunden. Kontrolle der Schweizer Grenzen mittels Drohnen.

    Für mich klingt das ganze einfach ein wenig nach Stacheldrahtzaun um die Schweiz. Oder nicht?

  7. vollmi am 12. Dezember 2005 um 16:09

    Zitat:
    “Oder anders: z.B zu Hause im Garten, da sitzt du friedlich und rauchst nen Joint. Dann fliegt so ein Teil über deine Birne und 10Minuten später steht die Polizei vor deiner Türe und büsst dich wegen Betäubungsmittelmissbrauchs… *schauder*”

    Das ist ja auch richtig so. Straftaten sind Straftaten. Und jede Straftat sollte verfolgt werden wenn der Staat kenntnis davon erhält.

    KLar sollte die Drone nich in erster linie für minimale Delikte eingesetzt werden sondern eher um grössere Delikte aufzudecken. Aber werden durch zufall kleine Delikte aufgedeckt müssen diese genausokonsequent bestraft werden wie grosse.

    Es steht jedem Bürger frei z.B. eine Petition zu starten um leichte Drogen zu legalisieren. Aber solange sie noch verboten sind, gehörts auch bestraft.

    mfG René

  8. sense2 am 12. Dezember 2005 um 16:31

    ein weiteres kapitel in der geschichte “Wir wissen nicht genau für was wir die Armee eigentlich noch brauchen, deswegen suchen wir uns im zivilen Leben aufgaben”
    ist doch schon wenn die armee sagen kann: “ja wwwiiiiiiiir, sind sooooo schnell beim unwetter XY am aufräumen gewesen” oder “dank uuunnns ist verbrecher XY gefangen worden”

    wie war das nochmals mit der trennung von innerer und äusserer staatssicherheit? das hat schon seien gründe. oder wollt ihr wk soldaten als polizisten?

  9. sense2 am 12. Dezember 2005 um 16:32

    achja, der zusammenhang zwischen erschossenem zöllner und aufklärungs drohne erschliesst sich mir nicht ganz

  10. AlphaPapaGolf am 12. Dezember 2005 um 17:10

    Drohnen wurden ursprünglich für die Aufkläru ng über feindlichem Gebiet gebaut. Sie sind unbewaffnet,aber mit allerlei Sensoren ausgerüstet.
    Wenn die CH-Armee wirklich 20 Stück gekauft hat, müssen diese tatsächlich irgendwie eingesetzt werden. Beispiele : Grenzüberwachung, Verkehrsüberwachung, etc.
    Für Pipo : der erste fliegende “Kampfroboter” wird 2007 seinen Erstflug absolvieren.
    Ein bewaffnetes Kampfflugzeug in Stealth-Technologie, made in USA.

  11. erdnanu am 12. Dezember 2005 um 17:12

    Bei den Drohnen ist es genau gleich wie bei den Eurocoptern. Beide können sinnvoll in militärverwandten Gebieten eingesetzt werden. Dies finde ich absolut sinnvoll.

    Komisch im Forum hier finde ich, dass Eurocopter und Drohnen kritisiert werden, während Handgranaten, Kanonen etc. überhaupt nicht kritisiert werden.

    Die Militärgegner haben ganz offenbar ein Problem, sobald dass sich militärische Technologie auch anderweitig einsetzen lässt.

  12. sense2 am 12. Dezember 2005 um 17:19

    das problem besteht darin das das militär zivil aufgaben übernehmen will und nicht ob sich eine technik fürs militär und fürs zivile einsetzten lässt

  13. erdnanu am 12. Dezember 2005 um 17:21

    @Sense:
    Das Militär hat auch andere Aufgaben als mit Kanonen auf die bösen Russen zu schiessen, wenn sie kommen.

    Verkappte Militärabschaffer wehren sich aber gegen jede Modernisierung der Armee. Ich bin jedenfalls froh, wenn das Militär sinnvolle Technik auch dem Zoll anbietet. Ist mir lieber als wenn mit Helebarden zwischen den Miststöcken geübt wird.

  14. AlphaPapaGolf am 12. Dezember 2005 um 17:37

    Die Linken wollten seinerzeit die Arme halbieren und hatten auch eine Initiative lanciert, die dann wuchtig verworfen wurde.
    Ogi (ja der mit seinem “Freude herrscht”) und sein Nachfolger Schmid, beides halbbatzige SVPler, gingen aber noch viel weiter und haben die Arme bis auf klägliche Reste heruntergefahren. Was übrig bleibt ist kaum mehr der Rede wert. Viel mehr als Schnee schaufeln am Lauberhornrennen sieht man die Armee ja nicht mehr. Allenfalls zwei verlorene Rekruten vor dem Türken-Konsulat in Zürich, wo sie allenfalls Blut und Leben für die radikal-islamischen Sultane herzugeben haben.

  15. sense2 am 12. Dezember 2005 um 19:08

    @apg: das sind keine rekruten sondern wk soldaten. durfte das letzten sommer in bern machen

    @erdanu: es geht darum, dass das militär in dern inneren scherheit nichts zu suchen hat. das ist polizei aufgabe. das ist mit gutem grund getrennt. eine armee lässt sich nicht mit einer demokratie vereinbaren

  16. vollmi am 12. Dezember 2005 um 19:21

    @sense2

    Es ist sehr wohl mit einer demokratie vereinbar wenn die Armee die Polizei unterstützt.
    Wir reden hier nicht davon das die Armee Waffen gegen Menschen einsetzt sondern das sie ihre Technologie mitsammt dem Bedienpersonal unter die Leitung der Polizei stellt.

    Das macht man schon seid Jahren z.B. mit Geschwindigkeitsmessgeräten um Tief und Schnellflieger im Luftraum zu fassen und zu bestrafen. Wieso motzt ihr da nicht?

    mfG René

  17. sense2 am 12. Dezember 2005 um 21:03

    >Wir reden hier nicht davon das die Armee Waffen
    >gegen Menschen einsetzt sondern das sie ihre
    >Technologie mitsammt dem Bedienpersonal unter die
    >Leitung der Polizei stellt.

    so, wie ist den das mit dem botschaften bewachen?
    wek soldaten mit scharfer mun… tolle idee
    dasselbe am wef oder an der kommenden em.
    da hat das laien militär wie wir es haben sicher nichts verloren

    beim luftraum kann ich nicht mitreden, da bin ich zu wenig informiert.

  18. erdnanu am 12. Dezember 2005 um 21:34

    “das ist mit gutem grund getrennt. eine armee lässt sich nicht mit einer demokratie vereinbaren”

    Das hätte ja gerade noch gefehlt, dass die Armee der Kontrolle durch die Demokratie entzogen wird.

    Die Schweizer Armee ist die einzige Armee, die voll durch die Demokratie kontrolliert und legitimiert ist (GSOA-Initiative etc.), und das ist auch gut so.

    Es besteht überhaupt kein Grund, sinnvolle militärische Technik auch für andere Aufgaben des Staates einzusetzen.

    Wer von euch hat noch nie eine Landeskarte der Schweiz gebraucht? Das ist auch militärsiche Technologie. Wollt ihr auch dieses “Kriegsspielzeug” verbieten?

  19. Georg Meier am 12. Dezember 2005 um 22:16

    “Wollt ihr auch dieses “Kriegsspielzeug” verbieten?”
    Solange nicht Zivilisten Opfer dieser Kriegspielzeuge werden, dann ist nichts dagegen einzuwenden. Dass physische Präsenz sichernder wirkt, vertrauensbildender wirkt, transperentere Prozesse erlaubt als die Observation aus einer weit entfernten Zentrale, darüber muss man sich im klaren sein. Die Nutzung von hochsensibler Spitzentechnologie verursacht technologische Abhängikeiten und ist Kostenintensiv.

  20. AlphaPapaGolf am 13. Dezember 2005 um 09:24

    Dise Soldaten habe ich letzten Monat vor dem Türken Konsulat in Zürich gesehen habe. Es ist mehr als fragwürdig, wenn Milizsoldaten ihr Leben zum Schutz der militantan Ayatollas aus Ankara einsetzen müssen. Wenn schon Einsatz mit scharfer Munition, dann an der Schweizer Grenzu zum Schutz der Schweiz

  21. sense2 am 13. Dezember 2005 um 09:59

    >Es besteht überhaupt kein Grund, sinnvolle
    >militärische Technik auch für andere Aufgaben
    >des Staates einzusetzen.

    omg, sag ich den was anderes?! NEIN!
    Die Technologie darf einfach nicht durchs Militär sondern durch die Polizei/Zoll etc. eingesetzt werden.

  22. POLIS - Drohnenvögel und Überwachungsgrippe am 13. Dezember 2005 um 10:24

    [...] POLIS – Drohnenvögel und Überwachungsgrippe [...]

  23. erdnanu am 13. Dezember 2005 um 10:46

    Die Oberverantwortung muss die zivile Behörde haben. Die eigentliche Bedienung kann aber sehr wohl durch Militärpersonen erfolgen.

    Kooperation ist besser als eine sture und unnatürliche Trennung. Ich will lieber kooperierende Militärpersonen als Rambos, die sich nur auf dem Schlachtfeld tummeln.

  24. Forum Politik » Arbeitet die Ruag an atomar bestückbaren Kampfdrohnen? am 22. Dezember 2005 um 13:13

    [...] Kampfdrohnen sind ja bei den Militärs von heute der letzte Schrei. Klar, dass da auch die Schweizer Waffenschmiede Ruag ihre blutigen Finger im Spiel hat. Derzeit arbeitet sie am Französischen Kampfdrohnenprojekt Neuron mit. In diesem Zusammenhang hat der Bundesrat in der Antwort auf eine Anfrage von Paul Günter (SP) offen gelassen, ob diese Drohnen, mit Atomaren Sprengköpfen bestückt werden können. Die Frage von Paul Günter im Wortlaut: 4. Stimmt die Information, dass das Projekt von Neuron auch darauf ausgelegt ist, dass die Drohne mit einem Nuklearkopf ausgerüstet werden kann? [...]

  25. Forum Politik » Armee gegen Demonstranten in der Schweiz am 7. April 2006 um 16:45

    [...] Wie hier zu lesen ist, wurden auch schon in Luzern Militärische Infrastruktur für polizeiliche Aufgaben an Demonstrationen genutzt. Ausländische Botschaften werden ja schon seit längerem von Milizsoldaten im WK “gesichert”. Auch hier übernehmen angehörige der Armee polizeiliche Aufgaben. Eine Armeedrohne hat ja auf einem Übungsflug auch schon Kiffer “überführt” (ignoranz.ch berichtete) was ebenfalls ein krasser Eingriff war. [...]

  26. Forum Politik » Armeedrohnen für die Verkehrsüberwachung am Gotthard am 13. April 2006 um 11:42

    [...] Die Superdrohne übernimmt also Polizeiaufgaben. Militär und Polizei vermischen sich immer stärker, wie wir auch schon in diesem Artikel berichtet haben. Und falls dann grad noch zwei Kiffer ins Bild rutschen, gibt das für die Innerschweizer Polizei noch einen “Drogenfang” gratis dazu. Und dafür zahlen wir Steuern! Abgelegt unter: Geschmacklos Tags: Armee, Drohnen, Überwachungsdrohnen, Zivil, Schweiz, Gotthard, Stau, Osterstau — Sandro @ 11:39 [...]

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