Bauernsterben – immer mehr Landwirte geben auf
In diesem Forum wird häufig über “Sozialschmarotzer” gewettert – dabei wirft man fröhlich Kulturschaffende und Asylsuchende in den gleichen Topf. Aus aktuellem Anlass ist es daher wohl an der Zeit, einmal über die wirklich grossen Subventionsempfänger (13,5 Mrd. Franken für vier Jahre) zu diskutieren: die Bauern.
Seit der letzten Betriebszählung im Jahr 2003 sank die Zahl der Bauernbetriebe um 3,4 Prozent oder 2239 Höfe. Die 63’627 gezählten Betriebe weisen eine Durchschnittsgrösse von 16,7 Hektaren auf. Dabei müssen zwar die kleinräumigen Bedingungen in den Berggebieten und voralpinen Hügelzonen berücksichtigt werden.
Nach wie vor gehören aber rund die Hälfte der Schweizer Bauernhöfe zu den Kleinbetrieben mit Nutzflächen von maximal 15 Hektaren. Obwohl die Grösse allein noch nichts darüber aussagt, ob ein Hof existenzsichernd bewirtschaftet werden kann, ist die Zahl unrentabler Höfe, die sich lediglich mit Subventionen über Wasser halten können, nach Ansicht kritischer Beobachter noch viel zu gross.
Kaum verändert hat sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Schweiz, die nach wie vor bei rund 1,06 Millionen Hektaren liegt. Gemäss den jüngsten Zahlen des Bundesamtes für Statistik hat denn auch seit 1990 die Zahl der grösseren Betriebe mit Flächen über 20 Hektaren um 39 Prozent zugenommen, während die kleineren Betriebe um 44 Prozent schrumpften. (Quelle)
So sieht der Staat die Zukunft der Landwirtschaft.

Den Begriff “Bauernsterben” haben die Bilateralverbrecher (Volksvertreter) in der eidg. Wortemacherei (Parlament) unfreiwillig erdichtet, um die Landnahme (Besatzung) Brüssels zu vertuschen.
Ich find’s schade, dass die kleinen Bergbauern eingehen. Die sollte man unter Denkmalschutz stellen. Die grossen Tierquälerbetriebe gehen aber leider nicht ein.
Im Gegenzug fände ich es auch gut, wenn die Natur mehr Land gewinnen könnte. Aber das ist leider auch nicht der Fall.
Ausnahmsweise bin ich mit dem Autor einverstanden. Diese Geldvernichtung gehört endlich gestoppt!
Die Bauern sollen versuchen, alleine im Markt zu überleben. Diejenigen, die das nicht können – Tja, mir subventioniert auch niemand meinen Betrieb, wenn ich Verlust mache. Ich sehe nicht ein, warum für den lächerlichen prozentualen Anteil der Bauern an der Bevölkerung dermassen viel Geld verschwendet wird.
Die Maschine zur künstlichen Lebenserhaltung derjenigen Bauern, die nicht wirtschaftlich operieren können, sollte endlich abgestellt werden.
Kein einziger Landwirt auf der ganzen Welt erhält soviel Unterstützung wie der arme Schweizer Bauer.
Bei den Landwirtschaftssubventionen wird weltweit unterschieden zwischen Direktzahlungen aufgrund bewirtschafteter Fläche und Preisgarantien der erwirtschafteten Produkte.
1. Direktzahlungen: In der hochsubventionierten EU erhält ein Bauer pro Hektar Acker durchschnittlich 350 Euro ( 550 CHF). In unserer Schweiz erhält ein solcher Bauer 1’700 CHF, also rund 3 mal mehr. Egal, ob er mit dem Land was mach oder nicht.
2. Preisgarantien: Für die Tonne Weizen werden in Deutschland aktuell 100 Euro bezahlt. In der Schweiz erhält der Landwirt um die 600 Franken. rund 4 mal oder 400% mehr.
Und da kommt eine Anna und sagt, die Schweizer Bauern sollten unter Naturschutz gestellt werden. Die sind es ja schon!
@ quadour
Eine Liberalisierung ist äusserst wünschenswert in dieser Beziehung, solange der Schutz der Tiere gewährleistet bleibt. Zudem müssten aber auch die Bestimmungen über Nebeneinkünfte gelockert werden, die, soweit ich weiss, relativ restriktive sind.
Die Bergbauern könnten sich damit dann u.U. sogar selber finanzieren. Unter Denkmalschutz kann man sie trotzdem stellen, geht auch ohne Subvention : )
Absolut spannendes Thema: Die Diskussion über das Sterben von subventionierten Bauernhöfen. Über dasselbe Sterben von nichtsubventionierten Gewerbebetrieben aller Art (Garagen, Bäckereien, Detailhandelsgeschäfte u.a.m…) ist der Lärm weit leiser.
Die Verstärkeranlage macht es aus: Die immer noch gut organisierte und starke Lobby der Bauern und deren Zulieferindustrie rückt sich wieder ins Rampenlicht: Hey, Steuerzahler! Seht mal her wie eure Steuerfranken vernichtet werden! – Statt, dass die Subventionen erhöht werden, lässt man uns trotzdem einfach so sterben….
Dabei gäbe es wirksame Generika gegen diese Erscheinung: Freie Marktwirtschaft.
Die Bauern dürfen anbauen, aufziehen und ernten, was sie wollen, ohne gesetzliche Einschränkungen. Keine (Milch-)Kontingente, keine Mengen- oder Grössenbeschränkungen, keine Tierhaltungs-Hätschelvorschriften, keine Beschränkungen der Düngerausbringung und Flächenerträge, keine Einschränkung der absetzbaren Äpfel- oder Kartoffelgrössen usw. Einzige Bedingung: Sie müssen deklarieren, unter welchen Bedingungen ihre Produkte erzeugt wurden.
Auf der Gegenseite erhalten die Bauern keine einzige, staatliche Unterstützung mehr. Sie leben ausschliesslich vom Verkaufsertrag ihrer Produkte.
Und wie von Geisterhand würde sich alles auf ein vernünftiges Mass einpendeln: Es überleben die Betriebe, die mit guten Ideen und den richtigen Anbau- (Aufzucht-)methoden bezogen auf ihre Betriebsgrösse eine optimale Rendite erwirtschaften. Alle anderen sterben, wie in allen anderen Branchen auch!
Bleibt immer noch das Argument:
„Die Bauern verdienen ja zwar nichts mehr mit ihren Produkten, aber mit ihrer Arbeit sorgen sie immerhin für eine hübsche Umgebung…“
OK. Die Dachdecker, Maurer, Landschaftsgärtner, Maler, Plakatkleber (u.v.a.m..) tun dies auch.
Aber diese werden nicht subventionert. Weder wenn es Ihnen schlecht geht, noch wenn es ihnen gut geht…
@Land(m)ei(er)
Gehts Dir noch gut? Immer mehr Bauern wissen schon heute nicht mehr wohin mit der Gülle weil sie für ihr spärliches Land zu viele Tiere haben. Früher musste man pro Tier eine bedeutend grössere Fläche Land haben. Und der Viehbestand soll ja auch noch vergrössert werden.
Wie stellst Du Dir das vor, wenn die Bauern noch mehr Vieh halten? Die Preise fallen noch mehr, es werden noch viel mehr Probleme aufgrund der extremeren Massentierhaltung entstehen – beginnt ja dann schon bei der Futterknappheit, es wird dann noch mehr Regenwald abgeholzt werden um Tierfutter in Brasilien und anderswo anzupflanzen. Die Treibhausgase, die so ein Stück Vieh von sich gibt dürfen dabei auch nicht ausser acht gelassen werden.
Eine höhere Produktion garantiert höchstens, dass die Bauern schlussendlich noch weniger Geld haben. Es wird heute schon massiv überproduziert. Die EU subventioniert heute schon Nestlé im Milliardenbereich, damit die überhaupt bereit sind die Ueberproduktionen, die ja ebenfalls schon subventioniert wurden, im Ausland zu verschachern und dort gleich nochmals die lokalen Märkte zerstört.
Das grösste Problem beim Bauernsterben ist leider, dass schlussendlich nur noch Grossbauern, die politisch bedeutend mehr Durchsetzungskraft haben, existieren werden. Die Kleinbauern haben oft noch ein anderes Denken, auch gegenüber der Natur und Umwelt. Dem Grossbauern gehts i.d.R. nur noch darum, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Gewinn einzufahren. Die Tiere, Natur und nicht zuletzt die Qualität bleibt auf der Strecke. Um dieses Ziel zu erreichen, werden dann auch noch Billigarbeitskräfte als Helfer eingestellt und der dumme (arbeitslose) Konsument merkt nicht mal mehr, dass er das auch noch unterstützt.
Die schweizerische Agrarbranche in Konkurrenz mit EU- und US-Bauern zu stellen, ist IMHO nicht gangbar (Topographie und Topologie) und würde sicherlich NUR für ein paar Jährchen mehr Rendite abwerfen. Auf Dauer wird man wohl einsehen müssen, dass der kanadische oder französische Bauer doch am längeren Hebel sitzt.
Das Kleinbauerntum sollte unter keinen Umständen verfallen (lassen werden), da damit der Qualität einen grossen Abbruch getan würde, der wohl nur schwerlich wieder rückgängig gemacht werden kann. Vielmehr sollten sich die CH-Bauern zusammentun und dem guten Ruf einer sauberen und umweltbewussten Schweiz vorauseilen und BIO Produkte höchster Qualität im näheren oder ferneren Ausland für einen guten Preis vermarkten. Der BIO Bauer Europas werden, so zu sagen.
Billig-Agrarprodukte nach denen alle Welt zu schreien scheint, was ich selber zwar bezweifle, können ja immer noch wie bisher eingeführt werden.
Könnte das so oder so ähnlich nicht besser funktionieren, ohne gleich alle Traditionen abschaffen zu müssen?
“Und wie von Geisterhand würde sich alles auf ein vernünftiges Mass einpendeln: Es überleben die Betriebe, die mit guten Ideen und den richtigen Anbau- (Aufzucht-)methoden bezogen auf ihre Betriebsgrösse eine optimale Rendite erwirtschaften. Alle anderen sterben, wie in allen anderen Branchen auch”
Du sprichst mir aus der Seele. Ein gewisser Herr Smith hatte eben mit seiner ‘invisible hand’ doch recht. Nur leider ist diese Erkenntnis auch hunderte Jahre später noch nicht in die Köpfe gewisser ewiggestriger Etatisten vorgedrungen.
Der Irrglaube, die Welt könne mit staatlichen Regulierungen und Planwirtschaft besser gemacht werden als mit Freiheit und Wettbewerb hält sich hartnäckig, allen gegenteiligen Realbeispielen zum Trotz…
Apropos Subventionen, wusstet ihr auch das die Swisscom und andere Leitungsbetreiber den Bauern keine Entschädigungen für die Miete des Bodens entrichten müssen und obendrein haben sie noch einen unentgeltlichen Investitionsschutz für die Betreiber zu leisten.
Was erwartet denn die Gesellschaft von den Bauern?
“Freiheit und Wettbewerb”?
Wo hat das funktioniert? Zum Beispiel zurzeit auf dem deutschen Strommarkt?
Ich lege Wert auf qualitativ hochwertige Produkte. Ohne strikte staatliche Kontrolle ist aber die Qualität in keiner Branche gewährleistet. Im Gegenteil: Der Profitmaximierung wird alles geopfert.
Weil bei uns z.B. Batteriehaltung von Hühnern verboten ist, sind Schweizer Eier teurer. Wollt ihr dem “Wettbewerb” zuliebe die Hühner tatsächlich wieder in die Folterkäfige sperren? Sind wir da nicht froh um staatliche Kontrolle?
Beispiel England: Die Privatisierung der Eisenbahn führte dazu, dass die profitorientierten Firmen die Infrastruktur sträflich vernachlässigten – die Unfälle häuften sich derart, dass der Staat jetzt wieder Milliarden in die Instandstellung der Geleise und die Zugsicherung zu stecken hat.
“Wettbewerb”! Wenn ich das nur schon höre!
Der Irrtum besteht viel eher darin, dass “Wettbewerb” alles richtete. Und des Driv3rs Herrn Smiths “unsichtbare Hand” beruht auf der Abwesenheit sämtlicher Monopole – wir sehen aber im heutigen “Wettbewerb” genau das Gegenteil: Wenige Konzerne werden immer grösser, ein echter Wettbewerb findet nicht mehr statt. Die Monopolmacht hat sich einfach von den Staaten weg in die Teppichetagen verschoben.
Es ist auch nicht erstaunlich, dass Driv3rs Auffassung von “Wettbewerb” auf der 250 Jahre alten und häufig missinterpretierten These eines schottischen Moralphilosophen beruht – man fragt sich, was die in St. Gallen so lehren. Vielleicht blieb auch einfach unser Driv3r in der wirtschaftstheoretischen Steinzeit stecken. Nun, halb schlau ist auch ein wenig schlau.
Allen anderen empfehle ich die Beschäftigung mit etwas aktuelleren Volkswirtschaft Theorien, z.B. der Neuen Institutionenökonomik – Wiki diene als Einstieg:
http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Institutionen%C3%B6konomik
Pirelli, du kannst von meiner Bildung meinetwegen halten was du willst – ich würde aber mal zu wagen behaupten dass ich in ökonomischen Fragen durchaus mehr Kompetenz aufweise als irgendwie Hobby-Ökologen, die glauben, ein aufgeblähter und allmächtiger Staat werde alles zum besten wenden und uns alle Verantwortung abnehmen.
“Und des Driv3rs Herrn Smiths “unsichtbare Hand” beruht auf der Abwesenheit sämtlicher Monopole – wir sehen aber im heutigen “Wettbewerb” genau das Gegenteil: Wenige Konzerne werden immer grösser, ein echter Wettbewerb findet nicht mehr statt.”
Da müssen wir etwas differenzieren. Es ist einerseits richtig, dass es sogenannte natürliche Monopole gibt, Branchen, welche aufgrund ihrer strukturellen und ökonomischen Eigenschaften von einem oder wenigen Monopolen dominiert werden. Es gibt das Problem der ganz grossen Konzerne, die eine derartige Marktmacht erreicht haben, dass sie damit effektiv brancheninternen Wettbewerb verhindern können (beispielsweise Microsoft).
Das ist genau einer der seltenen Situationen, wo Staatseingriffe im Sinne der Gesamteffizienz förderlich sind. Dazu gibt es unter anderem Anittrust- und Antikartellgesetze. Aber genau diese werden dann kaum in voller Härte angewandt.
Wenn man aber nun die Situation in der Schweiz betrachtet wird man feststellen, dass in praktisch allen grösseren Monopolen der Staat seine Finger im Spiel hat. Das fängt beim Briefmonopol der Post an, geht über das Leitungsmonopol der Swisscom und endet beim Fernsehmonopol der SRG. Weitere Beispiele sind etwa die vielen Monopole der Elektrizitätswerke (sehr aktuell: EWZ!), aber auch das faktische Produktionsmonopol der Landwirtschaft oder das staatlich verordnete Oligopol im Mobilfunkbereich, um nur wenige zu nennen.
Es zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass die schlimmsten Monopole dort bestehen, wo der Staat einzelne Marktteilnehmer oder gar ganze Branchen mit Sonderrechten, Spezialregelungen, bzw. Sondervorschriften, Steuern usw. und so fort fördert bzw. schikaniert.
Das hat auf die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt verheerende Folgen, und führt ohne Umwege zu einer massiven Reduktion von an sich notwendigem und funktionierendem Wettbewerb.
Und leider muss an dieser Stelle auch mit dem Märchen aufgeräumt werden, dass die Absenz von Wettbewerb bzw. die Einrichtung eines direkt staatlichen oder staatlich garantierten Monopoles eine überlegene Qualität der Dienstleistungen bzw. der Produkte sicherstellt.
De Facto ist genau das Gegenteil der Fall: Es gibt kaum Beispiele, wo staatliche Monopole bessere Produkte hervorbringen als Anbieter im freien Wettbewerb. Das kann man z.B. an jedem SBB- oder Postschalter deutlich erfahren (wie es übrigens hier im Forum auch schon Thematisiert wurde).
Der langen Rede Sinn: der verkrüppelte Wettbewerb in der Schweiz ist nicht auf Versagen der freien Marktwirtschaft, sondern auf die unglaublich grossen und häufigen Staatseingriffe und Regulierungen zurückzuführen (und allenfalls auf schlafende bzw. gekaufte Behörden in den Anti-Kartellämtern).
@Moni: Danke der Nachfrage: ja, mir geht es prächtig.
Dir möchte ich aber zu bedenken geben, dass Deine gedankliche Verbindung von den Problemen der schweizerischen Landwirtschaft zur Regenwaldabholzung doch etwas sehr kreativ ist!
Man kann an unserem Bauernstand sehr viel kritisieren und ihm auch viele Fehler vorwerfen: Das Abholzen der Regenwälder gehört aber genau so wenig dazu, wie das Abschmelzen der Polkappen.
@alle
Allgemeingültige Argumentations-, bzw. Diskussionsgrundlagen zum Thema sollten folgende Fakten sein:
- Entgegen den Abbildungen auf Postkarten, gibt es in der Landwirtschaft nicht nur „Grossvieheinheiten“ (mehrheitlich Kühe), mit der anhängenden Milchverwertungsindustrie, sondern es können sehr vielfältige Produkte angebaut oder aufgezogen werden. Es gibt z.B. neben den verschiedensten Gemüse-,Obst- und Beerenarten auch Schnittblumen, Zuckerrüben und -rohr, Raps, Bambus, Sisal Hanf usw.
- Der morbide Begriff „Bauernsterben“ stimmt einfach nicht. Die Bauern sterben weder häufiger, noch früher als alle anderen, sondern die Landwirtschaft befindet sich im künstlich verlängerten Strukturwandel.
- Es gibt zu viele Landwirtschaftsbetriebe.
- Es gibt keine landwirtschaftliche Überproduktion; sonst müssten wir nicht so viele Waren importieren. Es gibt nur „am Markt vorbei produziertes“, bzw. zuwenig nachgefragtes.
- Die Bauern erhalten viel zu viel Subventionen.
- Es gibt keinen anderen Berufszweig, der mit so vielen Vorschriften und Regelungen belegt ist, wie der Bauernstand. Keinem anderen Gewerbe wird vorgeschrieben, was, in welcher Menge, wie und wann produziert werden muss.
Der Teufelskreis muss an zwei Punkten gleichzeitig durchbrochen werden: Den Bauern das staatliche Einkommen wegnehmen, dafür die staatlich verordneten Fesseln lösen.
Natürlich müssen sie sich an Spielregeln halten. An oberster Stelle steht die Deklarationspflicht.
Der Bauer darf seine Schweine mit Hormonen voll pumpen, oder seine Tomaten ohne Erde aufwachsen lassen. Er wird eventuell, selber schmerzlich merken, dass er seine Produkte nicht absetzen kann, und seinen Betrieb eingehen lassen oder wieder umstellen.
Die Folgen dieser Vorgehensweise sind abschätzbar:
- Da der Landwirt vom Verkauf seiner Produkte leben muss(!) produziert er nur noch, was sich auch verkaufen lässt.
- Verkaufen lässt sich nur was der Konsument qualitativ und preislich auch akzeptiert. Gentechnisch veränderte, oder chemisch zu stark „gedopte“ Produkte gehören zur Zeit definitiv nicht dazu.
- Schlecht geführte Betriebe gehen ein, innovative Bauern können die „Tellerwäscher-Millionär“-Karriere machen.
Was sich definitv NIE, durch kein noch so strenges Gesetz ausrotten lässt, sind die billig, in riesigen Massen ausgestossenen „Schnäppchen“. Das ist aber nicht die Schuld der Produzenten, sondern der Käufer. Mit den heute zur Verfügung stehenden Informationen, ist in unseren Breitengraden jede(r) selber in der Lage, den (für sie/ihn) richtigen Einkaufsentscheid zu treffen und damit die Produkte der einheimischen Bauern zu bestätigen oder halt abzulehnen.
@Köbi:
Die Gesellschaft erwartet von den CH-Bauern, dass sie uns nicht 4 mal (Direktzahzlungen UND Produktpreisinterventionen) mehr kosten als die schon teuren EU-Bauern. Aber das ist heute leider der Fall. Ich rede hier von den Mittellandbauern mit ihren Top Ertragsböden. Ich kenne die Kalkulationen sehr genau. Die CH-Bauern sind doch heute nur noch Staatsangestellte. Ich würde mich persönlich schämen, derart viele Steuergelder zu vereinnahmen.
Ich bin zufälligerweise Eigentümer eines Ackerbaubetriebes (1’500 ha) im Weizengürtel in Westaustralien. Wie erwirtschaften bei durchschnittlich 450mm Niederschlag auf mittleren Böden 3,5 t Weizen die Ha. Unsere Rendite liegt bei 8,5% des investierten Kapitals und das OHNE JEGLICHE SUBVENTIONEN.
Also, denk noch mal nach, Bauer. Und beginne zu rechnen, ohne Subventionen!
Lieber quadour da du ja Eigentümer eines Ackerbaubetriebes (1’500 ha) im Weizengürtel in Westaustralien bist habe ich noch einige Fragen an dich. Unterliegt Dein Boden auch an der unentgeltlichen Sozialpflicht? Macht Dir die Regierung auch den Vorwurf, Du seiest nicht in der Lage deine Familie sozial absichern zu können? Muss Dein Boden auch für die Internationalen Finanzmärkte Investionsschutz bieten, dass diese Konflikte und internationale Spannungen (z.B Irak Libanon, Terrorismus,etc.) finanzieren könne? Bin gespannt auf Deine Antwort gruss Köbi
Das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Wo soll es bei uns 1500 Hektar zusammenhängende Fläche für einen einzelnen Bauernhof geben?
Was erwartet die Gesellschaft von der Landwirtschaft ?
Das ist tatsächlich die Schlüsselfrage. Ich habe mir erlaubt die Frage zu unterteilen:
a) Was erwartet die Gesellschaft von landwirtschaftlichen Produkten ?
b) Was erwartet die Gesellschaft von der landwirtschaftlichen Produktion ?
a) Die landwirtschaftlichen Produkte müssen:
- dreckbillig sein
- gut schmecken
- makellos, appetitlich aussehen
- frisch sein
- perfekt sauber und hygienisch sein
- elend lang haltbar sein
- das ganze Jahr verfügbar sein
b) Die landwirtschaftliche Produktion:
- muss „natürlich“ sein (was immer das heisst)
- Darf kein Gift verwenden
- Soll keinen Kunstdünger verwenden
- Darf aber auch nicht stinken
- Soll mit den langsamen Traktoren nicht die öffentlichen Strassen benützen
- Soll die Produkte überhaupt nicht über grössere Distanzen transportieren
- Darf keine Hormone, Antibiotika oder andere Medikamente einsetzen
- Darf Tiere nicht schlecht behandeln
- Darf, soll, darf nicht….. usw.
(Die Listen sind natürlich nicht abschliessend)
Das unsere Landwirtschaft diesem Anspruchsdenken nicht gerecht werden kann, liegt auf der Hand. Der Konsument stimmt darüber täglich ab: Mit dem Inhalt seiner Einkaufstasche.
Und der darf halt einfach nichts kosten !
@Land(m)ei(er)
Aha, und was meinst Du, woher die Tonnen Soja zur Viehmästung kommen? Aus dem Tessin? Die Schweiz allein beansprucht in Brasilien eine Grösse des Kantons Fribourg für den Soja-Anbau. Logisch ist diese Fläche gemessen an der gesamten Fläche relativ klein. Der Soja-Anbau ist extrem intensiv, zudem eignet sich der Regenwaldboden dazu nur wenig, nach durchschnittlich 4 Jahren ist der Boden ausgelaugt und unfruchtbar und es muss erneut Regenwald abgeholzt werden. Sorry, nur weil der Bauer die Säge nicht selbst in der Hand hielt ist er noch lange nicht dafür verantwortlich. Schlussendlich sind es wir Konsumenten, die nach immer mehr und billigeren Produkten rufen – oder etwa doch nicht? Was war zuerst, das Angebot oder die Nachfrage?
Wenn jetzt mehr produziert werden soll (im Bereich Viehwirtschaft) muss auch mehr Futter her. Und da die Bauern schon heute zu wenig Futter selbst generieren können, muss das anderswo herkommen, und zwar möglichst billig.
@Köbi:
Jetzt nochmal:
Die Gesellschaft in der Schweiz erwartet von den Mittellandbauern mit ihren top Ertragsböden, dass sie fähig sind, zu den selben Preisen zu produzieren wie die hochsubventionierten EU Agrarier. Das würde nämlich für die Gesellschaft Schweiz bedeuten, dass wir nicht mehr über 8 Miliiarden (Direktzahlungen/Renten und Preissubventionenen) zu berappen hätten. Ist das so schwierig zu verstehen?
Betreffend Ökolandbau: In Deutschland gibt es um die 5% streng geprüfte Ökobauern. In der Schweiz ist dieser Anteil nicht mal 1%. Warum auch? Die Subventionen sind hier auch für Normalbauern dermassen hoch, dass es sich nicht lohnt, etwas neues, ökologisches zu machen.
@Moni
Es bestreitet niemand, dass Viehfutter bestimmt nicht aus einem anderen Kontinent eingeführt werden darf. Es ist genau so störend, wie die Tatsache, dass trotz landzerstörendem Intensivanbau von Bananen, diese in unseren Läden günstiger sind als einheimische Äpfel oder Pfirsiche !
Aus den allgemein anerkannten Markt-Fehlfunktionen müssen nun die richtigen Schlüsse für zukünftige Korrekturmassnahmen gezogen werden. Diese müssen in die Richtung gehen:
- Keine Subventionen
- Keine Schutzzölle
- Keine künstlichen Transportverbilligungen
Falls überall (auch in Afrika und Südamerika) diese Spielregeln eingehalten würden, hätten wir die funktionierende Marktwirtschaft: das Viehfutter käme aus der Nachbarschaft, das argentinische Rindfleisch und der australische Wein würden für Otto-Normalverbraucher bei uns unbezahlbar.
Wenn andere träumen, dass auf der Welt Frieden einkehrt, wenn wir unsere Armee abschaffen, darf ich doch auch träumen dass sich der Weltmarkt besser entwickeln kann, wenn wir unsere Subventionen und Importzölle abschaffen.
@Land(m)ei(er)
Es geht übrigens beim Bananenanbau auch anders und diese Bananen kosten bei uns auch etwas mehr. Beobachte aber mal die Konsumenten… Da kommt mir manchmal fast das Grauen.
Mich stört schon lange, dass südafrikanische Aepfel und Birnen oder noch schlimmer, neuseeländische Aepfel billiger sind als die Schweizer. Deshalb gibt es bei mir klar nur CH-Produkte, wenn diese in CH produziert werden können. Zudem ist bei südafrikanischen Produkten die Produktionsart eher fragwürdig zumal sie dort der Gentechnik ziemlich zugetan sind. Die Aepfel, Trauben und Birnen sehen dafür perfekt aus, eins wie das andere. Ein Arbeitskollege von mir lebt jeweils das halbe Jahr in Südafrika und sagte mal: Was glaubst Du, warum alles gleich aussieht?
Ich gehe mit den drei von Dir aufgeschriebenen Punkte einig. Ich hoffe nur, dass diese wirklich bald umgesetzt werden.
Nur, dass nicht in erster Linie die anderen diese Spielregeln nicht einhalten sondern wir (Europa, Nordamerika). Wir haben den anderen ja unsere Spielregeln mehrheitlich aufgezwungen. Ich bin sicher, dass wenn wir bei uns aufräumen würden, würde sich einiges verbessern, d.h. gerechter werden.
Träum ruhig weiter, Träume sind wichtig, auch wenn sie nicht alle in Erfüllung gehen werden. So leben wir vielleicht nicht einfach in den Tag hinein, voller Hoffnungslosigkeit.
Lieber quadour gerne hätte ich von Dir Antworten auf meine Fragen erhalten aber lieber schwafelst Du von Zeug von dem Du die Zusammenhänge und Hintergründe nicht kennst. Bei uns Bauern gibt es zu diesem Thema ein Sprichwort: Kälber die keinen Kopf haben werden nie geboren. Apropos Weizenpreis nach meinen Berechnungen müsstest Du ja das sechs bis siebenfache über dem Weltmarktpreis erzielen, da kann ich Dir nur dazu gratulieren. Gerne bin ich bereit von Dir zu noch zu lernen da ich ja angeblich schwer von Begriff bin!
@ Köbi:
Sorry, aber ich bin mir nicht so sicher,wer hier herumschwafelt.
1. Der Weltmarktpreis für Weizen beträgt heute, den 22.08.2006 so ziemlich genau 156 Fr. die Tonne. Dieser Preis wird auch den EU-Landwirten bezalt. Dass du das nicht weisst, erstaunt mich weiter nicht, denn ihr abgeschotteten und von zig. Beihilfen überschütteten Subventionsweltmeister erzielt aktuell den 4-fachen Preis, so um die 600 Fr. Einzigartig auf der ganzen Welt. Dafür dürfen dann die restlichen 96% der Bevölkerung (Nichtbauern) mehr als das doppelte für ihre Lebensmittel bezahlen als es in der EU üblich ist. Der etwas höhere Lohn des Durchschnittsbürgers im Vergleich zu den Nachbarländern wird mehr als weggefressen wegen euch Superbauern.
2. Ich weiss nicht, welche Fragen deinerseits von mir nicht beantwortet wurden. Meines Wissens hast du nur eine Frage gestellt: Was erwarten die Schweizer Bürger von der Landwirtschaft in der Schweiz. Diese Frage hatte ich schon mehrfach beantwortet.
Aber du hast meine Fragen noch nicht beantwortet.
- Warum erhält ihr Bauern in der CH 4 mal mehr Direktzahlungen als Eure Kollegen in Deutschland (z.B. Schwarzwald)
- Warum erhält Ihr Bauern in der CH zusätzlich noch 4 bis 6 mal mehr für Eure Feldfrüchte (Weizen, Raps etc.)?
Ich glaube, das weisst du selbst nicht so recht. Ich erwarte eine Antwort.
siehe Kommentar vom 20. August 2006 um 09:21
Wirklich berauschend, was unser Köbi, der Bauer, mitzuteilen hatte.
Keine einzige meiner Fragen wurden beantwortet.
Der verlässt sich doch lieber auf die im Parlament völlig übervertretenen Agrarie resp. auf Doris Leuthard.
Dieser Blog ist mehr oder weniger gestorben.
Ein einziger sog. Bauernvertreter fühlte sich bemüssigt, sich einzuschalten. Feedback von dem auf meine klaren figures war zero, nil. Nur ein paar Sprüche, wie sie ja bis anhin genügten blieben übgrig.
Resultat: Der Umverteilungsstaat Schweiz zerfällt vereinfacht gesagt in 2 Blöcke:
1. Die Linken: Die Beschützer der sozialen Sicherheit
2. Die Rechten (SVP): Die Beschützer der Bauern und der vor-und nachgelagerten Bereiche inkl. Importmafia (Autos, Dünger…).
Diese beiden Pole werden über kurz oder lang die Schweiz aushungern. Zu lasten derer, die kreativ sind und sich tagtäglich im nationalen und internationalen Konkurrenzkampf behaupten müssen. Die ZAHLEN nämlich, die ANDEREN nehmen nur und bringen wenig.
Typisches Beispiel für die rechte Seite: BR Blocher. Er will nicht mal die Öffnung der Agrarmärkte mit der EU. Er will seine Klientele schützen, die ihn zum BR machte. Es ist ihm egal, dass der CH-Arbeitnehmer die doppelte Summe für Lebensmittel ausgeben muss wie in der EU. Kaufkraftmässig ist der CH Durchschnittsverdiener bekanntlich nicht besser gestellt als der deutsche Kollege.
Um quadours Sichtweise etwas besser zu Verstehen spielen die WTO- Verhandlungsrunden eine zentrale Rolle. In diesen Verhandlungsrunden werden nicht nur Agrargüter Verhandelt sondern Spielregeln für die gesamte Weltwirtschaft. Bei den Agrargütern sind wie von quadours schon angesprochen die hohen Subventionen und Staatlichen Unterstützungen in den Industriestaaten Stein des Anstosses. Eigentlich ist es ein Kulturkampf um den Begriff Landwirtschaft oder wie wird die Ernährungswirtschaft der Menschheit organisiert.
Die Auffassung quadours und den Agrarexporteuren geht davon das die Landwirtschaft ein Industriegut ist wie Stahl, Kohle etc. Diese Auffassung wird im Kolonialismus begründet und beruht auf der Ausbeutung und Sklaverei. Bekanntlich war Australien das grösste Gefängnis des Britischen Königreichs.
Meine Auffassung von Landwirtschaft und vor allem des Produzierenden Bauern sehe ich allumfassender. Ich möchte damit nicht nur die Intakte Landschaft ansprechen sondern echte Leistungen z. B. die Inanspruchnahme von Rechten die vor allem die produzierenden Eigentümer von Grund und Boden betreffen. Bekanntlich sind diese Leistungen immer noch an die Preis- und Absatzgarantie für Agrargüter gebunden.
Sicher bist Du lieber quadour mit mir immer noch unzufrieden aber ich versichere Dir wenn die Swisscom ihre Eigentumsansprüche im Boden der Bauern geregelt hat und der Gesetzgeber dafür bereit ist so können wir weiter über den richtigen Weizenpreis diskutieren
ich finde 3000 bauern würden für unser land absolut ausreichen. abgesehen davon gedeiht die landschaft ohne den bauern am naturnahesten und gleichzeitig eben auch am gesündesten. der bauer ist längstens nur noch ein störfaktor. er stört die natur, er stört den wirtschaftsablauf (subventionitis, administrierte preise) und er stört meine nase mit der gülle die den see verpestet. kurz und gut, wir liberalisieren die landwirtschaft und haben mit einem schlag 6 mia franken mehr in der kasse. das beispiel mit der swisscomleistung habe ich lächelnd zur kenntnis genommen. abgesehen davon, dass die zeit dieser leitungen sowieso abgelaufen ist, versorgen sie in der regel andere bauern. der schnitt ins eigene fleisch im strukturschwachen gebiet wurde schon immer sehr gekonnt gepflegt!
@leonforte
Isst Du Fleisch, Milchprodukte und Eier. Ja? Dann verpestest Du den See selber. Oder was glaubst Du woher diese Produkte kommen?
Deine Sch… verpestet unsere Gewässer auch, auch wenn es vorher einigermassen gereinigt wurde. Wenn sich die Bauern an das Gesetz des Mindestabstandes zu (fliessenden) Gewässern halten würden, würde auch nicht so viel Gülle im See lande.
@moni
der zustand von sempacher, baldegger und hallwilersee ist landwirtschaftsgemacht. mit bis zu drei grossvieheinheiten pro hektar produziert die schweizerische landwirtschaft viel zu intensiv und alles andere als kostengünstig. selbst schweizerische biowiesen kennzeichnen sich durch mangelnde artenvielfalt. die landwirtschaftspolitik dieses staates ist von a-z gescheitert. was wir brauchen ist eine radikale liberalisierung dieses bereiches! damit werden nicht nur die ökonomischen problem der versteckten arbeitslosigkeit gelöst, sondern vor allem auch ökologische fehlentwicklungen korrigiert. man muss den bauern nicht dafür bezahlen dass er nichts produziert, man muss nur die preise vom markt festlegen lassen und dann werden jene bauern die wirtschaftlich sowieso nicht überlebenstauglich sind vom markt verschwinden und die anderen werden endlich extensiv und naturnah produzieren, weil alles andere gar nicht mehr wirtschaftlich machbar ist.
Gute Idee von leonforte alles zu liberalisieren so können wir die Landschaft endlich von lästigen und unzähligen Strom- und Telefonleitungen befreien die Bauern werden es dir verdanken.
@leonforte
Ich gebe Dir ja recht dass heute schon zu intensiv Landwirtschaft mit Vieh betrieben wird – habe ich übrigens schon in einem früheren Post in diesem Thread geschrieben. Die Bauern wissen ja heute schon nicht mehr wohin mit der Gülle und ersticken z.T. ihren Boden schon. In einem Gebiet deutschlands wurde es so schlimm dass sie in Erwägung zogen, die überflüssige Gülle mit Tankern nach Afrika zu exportieren! Glücklicherweise war die ganze Sache zu teuer und der Plan wurde verworfen. Nur haben sie immer noch zu viel Gülle da zuviel Vieh.
Viele Bauern sind viel zu schlecht ausgebildet was das Bestehen in der freien Marktwirtschaft angeht und wurden richtiggehend gedrillt, zu viel von etwas zu produzieren, d.h. sie produzieren schon seit Jahrzehnten am Markt vorbei. Viele glauben auch, dass wenn sie noch mehr produzieren, sie die fallenden Preise wieder wettmachen können. Wo lernt man denn sowas!
Hallo alle Zusammen!!!
Weshalb gründen die Westeuropäischen Bauern keine “Agrargenossenschaft”???
Hier mal die Vorteile auf einen Blick:
Sämtliche kosten werden durch die Anzahl ihrer Mitglieder geteilt; also ist die wahrscheinlichkeit eines Bankrotts
sehr gering.
Agrargenossenschaften sind gewerblich organisiert; also feste Arbeitszeiten, feste Gehälter.
Das Generationsproblem wie beim Familienbetrieb (Betriebsübernahme) ist faktisch nicht vorhanden.
Die Betriebe sind meist 1000 – 5000 Hektar gross, also bekommen auf Betriebsmittel oftmals Mengenrabatte.
Das Argument Tierquälerbetrieb ist hier wohl auch nicht angebracht, weil ein gewerblicher Betrieb aufgrund seiner Mitarbeiter nicht so klamm heimlich Tiere Quälen kann wie ein Einzelbauer!