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Basler Chemiemultis sollen ihren Giftmüll subito abräumen!

Mit millionenteuren Kampagnen kämpft man in der Schweiz gegen Littering “Was im Büro stört, stört auch Zu hause”. Doch Chemiemultis in Basel können tonnenweise ihres hochgiftigen Mülls ungestört jahrzehntelang rumliegen lassen. So lange, dass die Deponien undicht werden und ihr Gift ins Grundwasser absondern. Dass dieser Skandal bereits Tatsache ist, hat die Umweltorganisation Greenpeace gestern veröffentlicht:

Das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard für über 100′000 Menschen im Grossraum Basel ist mit Deponie-Chemikalien belastet. Dies zeigen Analysen, die Greenpeace heute an einer Pressekonferenz veröffentlicht hat. Im Trinkwasser hat Greenpeace Gift-Stoffe gefunden, die auch im stark verschmutzten Grundwasser der Chemiemülldeponien Feldreben und Rothaus in Muttenz vorkommen. Daraus lässt sich schliessen: Die auslaufenden Chemiemülldeponien kontaminieren das Trinkwasser. Greenpeace fordert sofortige Trinkwasserschutz-Massnahmen und die Totalsanierung der Gift-Deponien auf Kosten der Verursacher. [..] Deshalb fordert Greenpeace:

  • Sofortige Offenlegung aller Trinkwasseranalysen der Basler Chemischen Industrie, der Hardwasser AG, der IWB, des AUE BL, des kantonalen Laboratoriums BL sowie der Gemeinde Muttenz. Sofortige Massnahmen zum Schutz des Basler Trinkwassers vor Chemiegift.
  • Sofortige, systematische Untersuchungen der einzelnen Trinkwasserbrunnen in der Muttenzer Hard mittels Screening-Analysen von Sammelproben.
  • Ultimative Totalsanierungen der auslaufenden Chemiemülldeponien rund um das Trinkwassergebiet der Muttenzer Hard auf Kosten der Verursacher Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant.

(Quelle: Medienmitteilung Greenpeace)

Um gegen diesen Skandal zu protestieren hat Greenpeace eigens eine Webseite erschaffen: www.totalsanieren.ch. Wer diese üble Sache der Basler Weltkonzerne ebenfalls skandalös findet, kann dort sogar mit seinem Gesicht dazu stehen. Foto hochladen -> sichtbar protestieren.

Via: MetroBasel, Infamy

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 16. Juni 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

5 Kommentare zum Artikel “Basler Chemiemultis sollen ihren Giftmüll subito abräumen!”

  1. fragenspeck am 16. Juni 2006 um 12:01

    Hat man Giftstoffe bloss gefunden, oder hat man Giftstoffe gefunden, die über den Grenzwerten lagen? Bessere Infos bitte.

  2. Chevy am 16. Juni 2006 um 12:56

    Soweit ich den Artikel durchgegangen bin habe ich keine Messwerte gesehen die die Grenzwerte überschreiten.
    Dafür hat Greenpeace irgendwelche Chemikalien gemessen für die es gar keine Grenzwerte gibt.
    (jedenfalls nicht in der CH)
    Alle messresultate sind in ng (Nano Gramm!)und ich gehe mal davon aus das es ng/m3 sind.

  3. Georg Meier am 16. Juni 2006 um 13:39

    Nach dem Motto “Grundwasserverschmutzung? Was Dich nicht umbringt macht Dich stärker” .

  4. Chevy am 16. Juni 2006 um 15:11

    @Georg Meier
    Wenn Du es sagst muss es wohl so sein. Angesichts dessen das die Menschen immer älter werden wirst Du mit Deiner Theorie recht haben.

  5. felixkohl am 23. Juni 2006 um 01:28

    Stimmt. Etwas wenig konkret.

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