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Autosalon: Sie haben es noch nicht kapiert

Die Eröffnung des Automobilsalon in Genf ist in aller Munde. Wie jedes Jahr werden dort massenhaft “grüne” Automobile präsentiert. Doch, wie der Klima-Lügendetektor schön auflistet, bleibt es leider auch dieses Jahr wieder bei wirkungslosen Lippenbekenntnissen:

Beispiel Porsche Cayenne und VW Touareg: Hier wird der alte Motor in der Leistung gesteigert und mit einem Elektromotor kombiniert. Das Ergebnis sind fast 400 PS insgesamt, die über 2,5 Tonnen Ballast noch schneller fortbewegen können. Ein Downsizing in allen Bereichen – also die gezielte Reduktion von Gewicht, Fahrzeuggröße und Motorleistung – findet nicht statt.

Sinnloser gehts kaum. Gefragt wären doch grad in der Krise, kleine erschwingliche und wirklich umweltfreundliche Fahrzeuge. Doch offenbar hat hier der längst fällige Sinneswandel noch nicht stattgefunden. Stattdessen klammert man sich krampfhaft an Konzepte aus vergangenen Zeiten und versucht diese grün anzumalen. Sorry, Automobilindustrie, so wird das nichts mit dem Überleben…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 6. März 2009 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

23 Kommentare zum Artikel “Autosalon: Sie haben es noch nicht kapiert”

  1. Chevy am 6. März 2009 um 16:05

    Ich war am Autosalon, und habe wie letztes mal die Halle mit den Alternativen Fahrzeugen angeschaut. Die entwickler dieser Fahrzeuge kommen nicht aus dem Bastelkeller heraus, haben keinen sinn für Komfort und Design, Geheizt wird wenn dann nur elektrisch anstelle von Abwärme der E-Motoren, Klimaanlagen sucht man vergebens in den schwach belüfteten Treibhäusern. Eine ausnahme war der Tesla und der E von Renault (Beide ohne klima und ESP, und das 2009), leider war nichts mit reinsitzen, nur angaffen. (Wird seine Gründe haben).

    Zitat:
    Sorry, Automobilindustrie, so wird das nichts mit dem Überleben…

    Ich denke nicht das in Zukunft alle zu fuss gehen weren, ich sehe es bei mir, man kauft was zur Auswahl steht.

  2. Loser am 9. März 2009 um 22:59

    Naja Sandro, das ist Deine Meinung. Offensichtlich aber nicht die der Kundschaft. Das Fahrzeuge wie der Chevy Volt (Opel Ampere) kommen werden, die noch genug Komfort und Sicherheit bieten ist wohl eher zu verstehen. Wer verzichtet schon freiwillig auf die Gimmicks und Sicherheit für so ein Kistchen ? Allerdings sind sie für den Stadtgebrauch schon recht praktisch oder für solche, die mal wieder zur Tanke müssen, Pizza holen weil nicht eigekauft.
    Die Preise für solche Fahrzeuge wie der Cayenne lassen ihn von alleine zu einem Exoten werden (ausser in Zürich).

  3. useyourbrain am 12. März 2009 um 15:18

    Dass die Autoindustrie überlegen wird, steht ausser Frage, die Marktverhältnisse werden sich nur ändern und die Karten neu gemischt werden. (Solange der Bedarf an individueller Mobilität besteht, gibt es auch Anbieter, die dieses Bedürfnis stillen)
    Ein Fahrzeug zu entwickeln, es herzustellen und zu verkaufen stellt eine enorme Investition in die Zukunft dar. Die Margen sind im Verhältnis zum Risiko klein, so gesehen wird wohl kaum ein Hersteller Fahrzeuge anbieten, die sich nicht verkaufen lassen (Ausnahmen bestätigen die Regel)
    Erstens wütet die Finanzkrise noch nicht lange genug, als dass die Hersteller Zeit gehabt hätten, darauf zu reagieren (von der Planung über die Entwicklung bis zur Herstellung eines neuen Fahrzeuges vergehen mehrere Jahre)
    Zweitens stellen gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten die kleinen Leute ihre Investitionen ein, was dazu führt, dass Kleinwagen sich nicht mehr verkaufen lassen und nur gut betuchte weiterhin Autos kaufen.
    Deshalb ist es von Porsche kein Missmanagement, die Luxusklasse auszubauen, sondern eiskalte Strategie.
    Im Übrigen muss ich Chevy recht geben: das aktuelle Angebot an umweltfreundlichen und alltagstauglichen Autos im Mainstream ist absolut erbärmlich. Vielleicht würden weniger strenge Vorschriften auch den Alternativfahrzeuganbieter helfen, ihre Produkte auf den Markt zu bringen.

  4. eusollsichderschweizanpassen am 15. März 2009 um 10:44

    Salü zusammen

    Für eine Messe ist doch immer wichtig das man das Schnellste Größte das Teuererste Auto und die Top Neuheiten wo seit 60 Jahren in der Verstaubten Schublade liegen.
    Porsche mit Elektromotor Alter Hut.

    Keine Neuheiten keine Messe Kunden.

    Ja es werden Große Schnelle Auto mit einem Hohen Ausstoß gekauft.

    Ich habe mir einen Dacia gekauft für 130 Spitze in eine Radarfalle zu fahren reicht er.

  5. Blauauge am 16. März 2009 um 18:29

    Warum muss es die Autoindustrie kapieren?

    Ich denke eher, die Kunden und Käufer von Autos müssen es kapieren. Die Industrie stellt nur jenes her, welches von den Kunden verlangt wird.
    Der Autoindustrie Vorwürfe zu machen ist meiner Meinung nach nicht korrekt.

    Solange es potente Käufer für die teuren Schlitten gibt… solange diesen Käufer die Zukunft der Menschheit, ihrer eigenen Kinder egal ist…

    Ob wir Menschen dieses Jahrtausend auf der Erde überleben werden. Ich werde es kaum noch erfahren.

  6. Thomas am 17. März 2009 um 02:23

    Das ist wieder mal das typische bürgerliche Argument, wonach alleine der Konsument an allem schuld ist. Die Waffenindustrie, die Schönheitschirurgie, der Drogenhandel, die Kinderpornographie, Produkte aus Kinderarbeit, Aldi & Lidl – das alles kann man mit dem Hinweis verteidigen, dass alleine die Seite der Nachfrage verantwortlich ist & den Zweck bestimmt und daher der Seite des Angebots jedes Mittel recht sein kann: Der Konsument will es ja so. Intelligente Leute hinterfragen den ominösen Begriff «Eigenverantwortung», weil sie wissen, dass Bürgerliche damit manchmal so tun wollen, als ob es nicht auch so etwas wie eine ethische Verantwortung der Unternehmer und anderer Geschäftlimacher gebe…

  7. Blauauge am 17. März 2009 um 09:33

    Es ist aber so, Thomas.
    Oder wollen Sie sich vorschreiben lassen, welche Brotsorte Sie kaufen müssen? Wohin Sie in die Ferien dürfen? Oder von welchem Bauern Sie die Kartoffeln zu beziehen haben?

    Es liegt in der Eigenverantwortung jedes Menschen zu entscheiden, wie er konsumiert.

  8. Thomas am 17. März 2009 um 21:02

    Die Verantwortung liegt nicht nur beim Konsumenten: Hinter dem Wort «Eigenverantwortung» kann man sich gerne verstecken, wenn man von Mängeln und Fehlern seitens der Unternehmer ablenken will. Wer ein Produkt herstellt, hat keinen Freipass, nur weil es bspw. Konsumenten gibt, die einen superlauten, emissionsstarken Wagen verlangen. Beide Seiten tragen eine Verantwortung: Konsument und Produzent – das ist meine Aussage.

  9. Blauauge am 18. März 2009 um 16:54

    Sie haben recht, Thomas. Ein Produzent hat keinen Freipass.
    Er muss Umweltschutzauflagen einhalten, er muss gesetzliche Vorgaben einhalten.

    Und solange er gegen keine Gesetze verstösst. Wo liegt das Problem?

    Ich verstehe schon, Sie meinen natürlich die moralischen Gesichtspunkte. Ein Produzent könnte natürlich aus eigenem Antrieb sagen: Wir verkaufen nur noch Autos, welche 3 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbrauchen.
    Doch warum machen die Automobilhersteller dies nicht? Möglich ist es. Die Technik ist vorhanden. Vielleicht weil es nicht nur dunkelgrüne Kunden gibt?

  10. Walti am 20. März 2009 um 19:54

    So 2,5 Tönner Cayennes und Touaregs mit 400 PS, das sind noch Karren die Spass machen und für Leute die etwas erreicht haben. Die haben es sich redlich verdient, ein anständiges Auto zu fahren. Die andern, die nichts erreicht haben und deren Grinder sich vor lauter Neid immer grüner verfärben, sollen die Scheiss- und Mistbennen fortbewegen, so richtige Scheiss- und Kotzbüchsen für Mistgesindel und Mistpack. Jedem das seine, wie es sich gehört.

  11. Thomas am 21. März 2009 um 00:55

    Ein anständiges Auto stinkt nicht und macht keinen Lärm. Sind Leute, die etwas erreicht haben, jene, welche mit nicht-existierendem Geld an der Börse handeln oder jene, welche von Apéro zu Apéro zum Geschäftsessen eilen, dann mal eine Firma in den Sand setzen, Arbeitsplätze vernichten und dann eine schöne Abgangsentschädigung erhalten, oder jene, welche mit ausländischen Discountern die heimische Wirtschaft kaputt machen und ebenfalls Arbeitsplätze vernichten? Oh, ja, soll ich es diesem Gesindel gönnen, wenn sie die Nachtruhe stören, sich Geschwindigkeitsübertretungen und Parkbussen dank ihrem unverdienten Geld leisten können und sich dank Kinderlosigkeit (eine Frau ist schwer zu finden, wenn mann solche Komplexe hat, sie öffentlich demonstriert und erst noch ungebildet ist) einen Dreck um zukünftige Generationen kümmern? Ich glaube, wir werden im Volk genug “Neider” finden, die eine Volksinititiave gegen solche Perversionen in unserer Gesellschaft unterschreiben und dann an der Urne ein “Ja” für ein Verbot dieser dekadenten Auswüchse unserer Spassgesellschaft einlegen werden.

  12. gumbyman am 22. März 2009 um 00:54

    Hmmm….bin nur bedingt einverstanden. Ich war am Autosalon (als Aussteller von energieeffizienten Autos, übrigens) und habe nebst sinnlosen SUV-o-Sauriern (es wär mir übrigens wirklich peinlich so einen Hausfrauen-Pflug zu fahren, ehrlich!) auch sehr viele sehr effiziente Fahrzeuge gesichtet, welche auch sehr deutlich mit ihrer Effizienz beworben wurden. Und zwar nicht nur bei den üblichen Verdächtigen (Toyota und Honda bei den Hybriden, Fiat, Peugeot und Co. die seit jeher kleine und sparsame Fahrzeuge herstellen), nein auch bei Firmen die bis vor kurzem wenig damit am Hut hatten, wie z.B. BMW, Volvo, Magna, Opel…
    Und dann gab’s noch eine ganze Flut von elektrischen Fahrzeugen, eRuf,Tesla, Lampo, Bolloré, Toyota, Mitsubishi,….
    Es ist nicht wahr dass die Autoindustrie nichts kapiert hat – bloss sind einige schon sehr weit, und andere hecheln hinten nach. Aber kapiert haben sie’s im wesentlichen, spätestens seit dem Finanzcrash.

    g.

  13. raser18 am 1. April 2009 um 22:38

    also mir gefallen dicke autos xD hab grad von meinem vater den neuen porsche GT2 bekommen, sowas macht spass

  14. Thomas am 2. April 2009 um 03:08

    Schön – vielleicht gefällt es dir, bald auch mal vor Gericht zu stehen, weil du bei überhöhter Geschwindigkeit einen jungen Menschen in deinem Alter totgefahren hast – vielleicht ist dann der Papi sogar noch stolz auf dich…

  15. raser18 am 2. April 2009 um 16:13

    wird net passieren xD und wenn doch, lässt sich das ganze auch finanziell regeln ;>

    rasen 4tw

  16. Thomas am 2. April 2009 um 22:48

    Siehst du, das ist ein Grund, warum man Raser wie potentielle Mörder und Gewalttäter behandeln muss, nämlich mit Disziplinierung, Bestrafung und Therapie.

  17. raser18 am 2. April 2009 um 23:19

    tjo und warum passiert das net? weil die leute die was zu sagen haben geistig bissel weiter entwickelt sind als du :)

  18. gumbyman am 2. April 2009 um 23:40

    Don’t feed the trolls – lasst den Kleinen weiter von nem Papi mit Porsche träumen (und der Kleine soll dafür die Grossen substanziell diskutieren lassen ;-)

    g.

  19. raser18 am 3. April 2009 um 11:08

    troll- kaum ;) träumen- kaum :)

    u fail

  20. gumbyman am 4. April 2009 um 20:06

    Husch husch -Troll dich!

    g.

  21. Kommunista am 4. April 2009 um 23:46

    Hey Leute, die Benzinpreise sind wieder im Keller. Jetzt können wir wieder Offraoder fahren. :-)

  22. gumbyman am 5. April 2009 um 19:57

    “Jetzt können wir wieder Offraoder fahren” aber offenbar nicht Offroader richtig schreiben.

    g.

  23. Loser am 5. April 2009 um 21:00

    @Thomas, gumby
    Das will ja das Lümmelchen, Euch provozieren. Also nicht darauf eingehen.
    @Thomas, gerade Premiumautos bringen viel Kohle für die Entwicklung kleinerer Autos, das ist unbestritten. Schau mal die USA, dort war Verschwendung vor kurzem noch ein Volkssport, jetzt hat jeder Anbieter ziemlich schnell mehrere Produkte im Regal, die als umweltfreundlich gelten. Nur kauft sie keiner, weil er kein Geld mehr hat….

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