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Valeria K. aus Küsnacht schert sich nicht um Parkverbote

Jetzt kann man ja im Autoindex des Kantons Zürich die Halter von Motorfahrzeugen ausfindig machen. Dies fördert die Transparenz enorm. Musste man bisher bei Autos im Parkverbot oder Innenstadtrasern die Faust im Sack machen, kann man heute Namen und Adresse des Halters ermitteln und den Sünder oder die Sünderin zum Beispiel anrufen oder eine Postkarte schreiben. So ist es ein Leichtes, herauszufinden, dass Frau Valeria K. (Name der Red. bekannt), wohnhaft in Küssnacht ZH, sich mit ihrem Monsterschlitten erstens einen Dreck um die Luftqualität in der Stadt, zweitens überhaupt nicht um die Menschenleben ihrer Verkehrsgenossen und drittens schon garnicht um die Gesetze bezüglich der Parkplätze in der Stadt Zürich schert. Schön dass man jetzt wenigstens ermitteln kann, über wen man sich nerven muss…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 24. November 2005 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

37 Kommentare zum Artikel “Valeria K. aus Küsnacht schert sich nicht um Parkverbote”

  1. pax am 24. November 2005 um 09:38

    allerdings wird das auch dazu führen, dass irgendwelche fundamentalisten (diesmal aus dem eher links-grünen sektor) wieder zur selbstjustiz finden werden.
    ich begrüsse auch, dass gegen falschparkierer und umweltsünder vorgegangen wird. dass man aber mit der publikation den pranger wieder einführt, kann niemand in einem rechtsstaat wirklich gut finden, oder?

  2. sense2 am 24. November 2005 um 10:09

    ich finde es eine noch vioel grössere schweinerei was ihr hier abzieht. sind wir wieder im mittelalter gelandet?

    fuck off kann ich da nur sagen.

    für alle die gerne ihre privatssphäre schützen, hier der link zum formular um den öffentlichen eintrag des nummernschilds zu sperren:

    klick

    einfach ausfüllen und ans stva faxen
    Seite:
    klick

    übrigens, den halter ausfindig machen konnte man schon früher, da hats einfach noch 7.- pro nummer und anruf gekostet, was auch richtig ist.

  3. sense2 am 24. November 2005 um 10:10

    ach übrigens, dein link zum jeep artikel passt nicht wikrlich, das ist ein Ranger Rover aus dem Hause Land Rover ;) Aber hauptsache gross, gelle?

  4. Chevy am 24. November 2005 um 10:36

    Wiso wird hier nur einer von 3 an den Pranger gestellt? Was ist mit den anderen 2 Autos die dort Parkieren?
    Behandelt wenigstens alle gleich, und stellt alle an den Pranger oder niemanden.

    In der Stadt hat es einfach zu wenige Parkplätze, so wie es im ÖV zuwenig Sitzplätze giebt.
    Abgesehen davon hat es am Rennweg weder Bus noch Tram, die nächste Haltestelle findet sich erst an der Bahnhofstrasse.
    Sogesehen hätte es auch mein Auto gewesen sein können.

  5. pax am 24. November 2005 um 10:43

    es hat in der stadt nicht zu wenig parkplätze, sondern eindeutig zu viele. aber als fussgänger ist man sich ja bereits gewöhnt, dass man noch 30 cm platz hat um auf dem TROTTOIR an einem auto vorbei zu kommen.

  6. Sandro am 24. November 2005 um 10:49

    @Chevy, der Rennweg ist trotz durchgehendem Parkverbot dauernd überfüllt und ich arbeite nicht bei der Polizei, es ist mir Fern hier für “Fairness” zu sorgen. Übrigens, der Entscheid, die Parkplätze am Rennweg aufzuheben war gekoppelt an das neue Parkhaus Gessneralee. Wenn du die Parkplätze am Rennweg wieder willst, dann schliessen wir das Parkhaus Gessneralee?

  7. sense2 am 24. November 2005 um 10:57

    von mir aus kannst du die parkhäuser gerne schliessen, da komme ich mit meinem auto eh nicht rein ;-)
    meine autonummer und dazugehörige daten sind nicht mehr im öffentlichen verzeichnis

  8. Chevy am 24. November 2005 um 10:59

    @pax
    Hier waren einmal Parkplätze, und mann hat wehement mehr als nur 30cm platz. Wenn man da nicht vorbeikommt dann will mann nicht vorbei.
    Und ob es zuviel oder zuwenig Parkplätze hat hängt von Deiner einstellung ab.

    Übrigens, wenn man mehr als 1.5m platz lässt ist das Parkieren auf dem Bürgersteig legal. Ich mache das oft in Zürich, da die Bürgersteige teilweise 7m (in der Breite) überschreiten ist das sowiso kein Problem.

  9. sense2 am 24. November 2005 um 11:12

    @chevy: dann darfst du aber nicht länger als 15 (oder warens 30?) minuten parkieren.

  10. pax am 24. November 2005 um 11:14

    schön für dich, wenn du den fussgängern platz lässt. viele tun es nicht. und wie sandro schon angefügt hat, die pp am rennweg sind neu in der gessnerallee. und ich bin nach wie vor der meinung, dass individualverkehr in der stadt nichts zu suchen hat, oder wenn, dann sollen sie bezahlen (road pricing). zürich ist nicht konzipiert, um mit dem auto darin herumzufahren. und für mehr pp votieren meistens auswärtige, weil sie zu faul oder zu bequem sind mit dem öV in die stadt zu kommen. ich habe selten einen zürcher über zuwenig pp klagen hören…

  11. Chevy am 24. November 2005 um 11:20

    @Sandro

    das Parkhaus finde ich auch nicht toll,von mir aus gernge, nichtmal am öv ist es angeschlossen. Wie und wo wurde hier die Schnittstelle zwischen öv und Privatverkehr gemacht? Die Stadt baut wieder einmal mehr ohne Planung und ohne Ziel. Es ist absolut unrealistisch dieses Parkhaus zum einkaufen zu nutzen. Wer nicht alles Tragen kann ist verloren oder “leiht” sich den Einkaufswagen von der Migros und lässt ihn dann stehen.
    An den Parkhauskassen tummeln sich oft Asoziale, die jeden der sein Parkticket bezahlt anbetteln und wenn man nichts gibt dann wird man noch blöde angeschnautzt. Ich würde nie mein einkauf von der Migros City oder vom Rennweg zu diesem Parkhaus tragen.
    Ich war bisher etwa 5 mal in diesem Parkhaus, ausser schön zum ansehen im vergleich zu anderen Parkhäsern hat es nichts. Die parkplätz sind zudem so schmal das man kaum aussteigen kann ohne das Auto nebenan zu beschädigen.

    Dazu kommt das dieses Parkhaus wiedereinmal mehr ein eldorado für Diebe ist.

  12. pax am 24. November 2005 um 11:29

    das scheint mir jetzt eine reichlich undifferenzierte meinung. wenn du so angst hast vor all diesen gestalten, wieso kommst du überhaupt in die stadt? und was ändert sich wenn du auf der strasse parkieren kannst? dann musst du das gesindel nicht ertragen? zudem liegt das ph gessnerallee eina halbe minute vom löwenplatz und vielleicht 3 minuten von der sihlporte entfernt. beides anschlüsse an den öV. wo soll mann denn parkhäuser bauen? unter der bahnhofstrasse? und wer seine einkäufe nicht tragen kann, der soll halt in der agglo einkaufen, wo er direkt vor dem denner parkieren kann. alles kann man nicht haben…

  13. Pete am 24. November 2005 um 11:35

    Also ich sehe auf diesem Low-Pixel-Handy-Foto
    nur ein Auto, das falsch parkiert hat.

    Zu behaupten, dass sich Frau K. ” überhaupt nicht um die Menschenleben ihrer Verkehrsgenossen” schert, ist ja wohl ein bisschen aus der Luft gegriffen.

    Hardcore-Raser sind wohl immer noch gefährlicher als Parksünder.
    Aber die werden in der Zeitung auch nicht mit Namen genannt und oft wird nicht einmal die Nationalität angegeben.

  14. pax am 24. November 2005 um 12:15

    die nationalität spielt bei der bestrafung auch keine rolle. denn vor dem gesetz sind in der schweiz alle bürger gleich. darum hat die justitia, die so oft auf brunnen steht oder an wände gemalt ist, auch ein tuch um die augen…

  15. Sandro am 24. November 2005 um 13:01


    Also ich sehe auf diesem Low-Pixel-Handy-Foto
    nur ein Auto, das falsch parkiert hat.

    Am Rennweg ist parkieren generell verboten, von daher sind alle sichtbaren Autos falsch parkiert.

    Hardcore-Raser sind wohl immer noch gefährlicher als Parksünder.

    Jaja, und Kinderschänder erst, die sind noch viel schlimmer…
    (Derartige Argumente eignen sich otpimal wenn einem die Richtigen ausgehen.)

  16. sense2 am 24. November 2005 um 13:15

    ja sandor, dann erzähl mal von deinen “argumenten”

    hab noch keins gelesen…

  17. wBr am 24. November 2005 um 14:04

    1. falsch parkierende autos behindern andere verkehrsteilnehmer wie fussgänger, velos, etc.
    2. falsch parkierende autos schränken die sicht der anderen autofahrer ein – und schwupps liegt ein kind, das aus dem franz carl weber stürmt unter der vorderachse.
    3. falsch parkierende autos behindern im ernstfall rettungskräfte, wie die feuerwehr oder einen krankenwagen.
    4. und nicht zuletzt sind falsch parkierende autos ein hohn gegenüber allen gesetzeskonformen verkehrsteilnehmern – insbesondere, da es sich in der innenstadt ausnehmend oft um etwas grössere autos von etwas besser begüterten individuen handelt.

    mittelalter? ja bitte! ein abgedrückter seitenspiegel oder ein geknickter scheibenwischer beheben zwar nicht das problem, sorgen aber für genugtuung im bauch und ein grinsen im gesicht ;-)

  18. driv3r am 24. November 2005 um 14:22

    Was hier abgezogen wird, ist ja wirklich bezeichnend. Da versuchen dieselben leute, die sonst immer gerne phrasen wie “soziales verhalten”, “mitmenschen”, “toleranz”, “rechtsstaatlichkeit” in den mund nehmen, hier selbstjustiz zu üben und leute von bagatellvergehen an den pranger zu stellen.

    Was die falschparker angeht, kann ich nur lachen. Eine derart dämliche parkplatz- und verkehrspolitik wie in zürich gibts wohl weltweit in keiner anderern stadt. Zürich täte gut daran, sich auf wesentlichere probleme als die parksünder zu konzentrieren. Aber junkies, drogenhändler und gewalttäter auf der strasse zu verfolgen ist wohl nicht ganz so lukrativ, wie in feiger und hinterhältiger art und weise verkehrsbussen an parkierte fahrzeuge zu hängen, deren besitzer sich mit grosser wahrscheinlichkeit gerade in einem zürcher geschäft einkaufen, und somit zum einkommen der angestellten dieses ladens beitragen.

    Die Frau, der besagtes Fahrzeug gehört, hat niemandem etwas zuleide getan, im gegensatz zum autor dieses berichtes, der diese frau zu unrecht öffentlich beleidigt und verunglimpft. Ich kann Ihr nur raten, rechtliche Schritte gegen den Verfasser dieses “Beitrags” zu erwägen.

    Ich kann also jeden gut verstehen, der sein fahrzeug einfach dort hinstellt, wo es genügend platz hat und niemand behindert wird. Ich werde das wohl auch so machen wenn ich die finanziellen mittel dazu habe bzw. rechtlichen schlupflöcher ausnützen kann, da ich mich als autofahrer nicht von irgendwelchen fundamentalisten wegen bagatellvergehen diskriminieren lasse.

    Auf mittlere frist fasse ich auch eine auswanderung in eine grössere stadt im ausland ins auge, da mich die mentalität gewisser gesellschaftlicher und politischer kreise, deren einziges vergnügen es ist, ihren mitmenschen permanent das leben zu vermiesen und ihnen alles bis ins letzte detail vorschreiben zu wollen, zutiefst anwidert.

    Ich (und viele andere rechtsgläubige, vernünftige bürger, welche mit ihrem einsatz, ihrer bildung und intelligenz) die wirtschaftliche und soziale wohlfahrt dieses landes ermöglichen, haben es doch nicht nötig, sich von behörden und fundamentalisten kriminalisieren zu lassen, während die wahren verbrecher und sozialschmarotzer/betrüger laufengelassen bzw. vom staat mittels gigantischem umverteilungs-betrug noch aufgepäppelt und zu etwas gutem hochstilisiert werden.

  19. pax am 24. November 2005 um 14:29


    Auf mittlere frist fasse ich auch eine auswanderung in eine grössere stadt im ausland ins auge, da mich die mentalität gewisser gesellschaftlicher und politischer kreise, deren einziges vergnügen es ist, ihren mitmenschen permanent das leben zu vermiesen und ihnen alles bis ins letzte detail vorschreiben zu wollen, zutiefst anwidert.

    vielleicht keine schlechte idee. komischerweise wird immer das leben der auswärtigen vermiest, an die in der stadt zürich wohnhaften menschen denkt bei diesen diskussionen kaum je irgendwer. aber genau um die geht es hier. und was man sich als stadtzürcher von irgendwelchen ‘besuchern’ in der stadt gefallen lassen muss ist unschön.
    zudem gilt das gesetz für alle, auch die die genügend geld haben, um sich widerrechtliches verhalten leisten zu können. denn genau das finde ich ein hohn.
    und bezüglich der wahren verbrecher… das ist einfach nur platt. du weisst genau, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. beides sind delikte, gegen beides wird vorgegangen, so einfach ist das.

  20. Chevy am 24. November 2005 um 14:53

    @pax
    Wiso baut Zürich das Parkhaus nicht wie in Luzern unter den Bahnhof? Unter dem Bahnhof ZürichHB stehen 2 Autobahnröhren die sowiso nie mehr mit der Sihltalautobahn zusammenkommt. Wiso wurde da keine Tunnelgarage gebaut (zB. wie in Baden)
    Es wäre sicher auch wesentlich billiger gewesen dieses bestehnde obijekt zu nutzen als etwas völlig neuses aus dem Boden zu stampfen und auf die kosten des Parkhauses gleich noch das Sihlufer mitzusanieren.
    Aber auf diesem weg währen die Autofahrer zu wenig schikaniert worden und man muss ja auch schauen das der verkehr seine unkosten erzeugt.

    Dir ist sicher auch schon aufgefallen das in Zürich Strassen und verkehrsinseln die von 1-5 jahren verschmälert (beruhigt) wurden heute wieder ausgebaut werden. (Hab mal ein gerücht gehört dass das für 24m-Busse von der VBZ sein soll).
    Zürich und auch andere Orte bauen absichtlich alles hin und her um so:
    1. Die hohen einnahmen im Strassenverkehr zu rechtfertigen (wir haben ja sooo viele ausgaben)
    2. Damit die Herren vom Tiefbauamt und Strassenbau ja auch genug verdienen.
    oder nene Du mir einen besseren Grund für das hin und her bauen.
    (PS: eine VBZ.Bushaltestelle der einfachen art (stahlrahmen, paar scheiben glas, bänkli und Fahrplan dazu) kostet im schnitt 1.5Mio, in extremfällen bis zu 5Mio.
    Ich weiss nicht aus was das Fundament einer Bushaltestelle ist, aber für dieses Geld baue ich mir ein schönes Einfamilienhaus mit Doppelgarage.)

  21. Chevy am 24. November 2005 um 15:04

    @wBr
    deine Argumente 1-3 kannst Du im Fall von Frau K. streichen, da hier ja früher Parkplätze waren kann das nicht zutreffen was Du sagst, weil sonst am Rennweg gar nie Parkplätze erstellt worden wären.
    Abgesehen davon Demonstriere ich mit meinem Wilden Parken meine unzufriedenheit mit der jetztigen Politischen Situation, sowie andere Aufkleber auf mein Auto machen um zu demonstrieren.

  22. driv3r am 24. November 2005 um 15:34

    [zitat]komischerweise wird immer das leben der auswärtigen vermiest, an die in der stadt zürich wohnhaften menschen denkt bei diesen diskussionen kaum je irgendwer. aber genau um die geht es hier. und was man sich als stadtzürcher von irgendwelchen ?besuchern? in der stadt gefallen lassen muss ist unschön.

    zudem gilt das gesetz für alle, auch die die genügend geld haben, um sich widerrechtliches verhalten leisten zu können. denn genau das finde ich ein hohn.und bezüglich der wahren verbrecher? das ist einfach nur platt. du weisst genau, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. beides sind delikte, gegen beides wird vorgegangen, so einfach ist das.[/zitat]

    ad armer stadtbewohner:
    Schonmal daran gedacht, dass vermutlich auch die grösste wertschöpfung in zürich von leuten geschaffen wird, die nicht selber in der stadt wohnen (pendler auto/zug, Einkäufer, Geschäftsreisende, Touristen)? Schon mal daran gedacht, dass die stadt ohne diese vermutlich nicht exisitieren würde und man vielleicht auch mal denen entgegenkommen sollte, die den ganzen mist schlussendlich am laufen halten?

    ad wahre verbrecher:
    Nein so einfach ist das leider nicht. Ich war neulich selbst zeuge einer situation, die die momentane politik diesbezüglich absolut treffend widerspiegelte:

    Direkt vor dem Polizei-Hauptgebäude führte die Stadtpolizei Zürich eine grosse Verkehrskontrolle durch, welche ich als Passant nach dem Ausgang eine Zeit lang mitverfolgte.

    Zum Aufgebot der Polizei:

    Polizeitfahrzeuge:
    - 2 Streifenwagen Marke BMW (es muss ja immer das beste sein für Staatsdiener), hintereinander schräg auf die Strasse gestellt, um eine Verkehrssperre zu bilden;
    - 1 Streifenwagen typ Geländefahrzeug Marke Mercedes M-Klasse (Wozu braucht die Polizei einen solchen Geländewagen für Stadteinsatz? Warum wird das von euch nicht kritisiert?), am Strassenrand stehend;
    - 1 Kastenwagen typ Mercedes (..), am Strassenrand stehend;
    - 1 Ambulanz (für Alkoholtests), am Strassenrand stehend;

    Personenaufgebot:
    Mindestens 8 Polizisten, darunter 2, welche einen höheren Rang zu haben schienen, alle mit funkgerät ausgestattet.

    Soweit so gut. Eine grössere Sache also, welche von der üblichen verschwendung in staatsbetrieben zeugte.

    Jetzt aber kommt das wesentliche: Nach einigen minuten schikanöser kontrollen (taxis, lastwagen und die meisten luxusfahrzeuge mit älteren fahrern werden übrigens nicht kontrolliert bei solchen aktionen) humpelte ein angeschlagener jugendlicher in begleitung von kollegen in richtung dieses kontrollpostens; bei näherer betrachtung stellte sich heraus, dass er ein vor blut triefendes, verschlagenes gesicht hatte; das tropfende blut vermischte sich am boden mit regenwasser zu einer richtigen blutspur. Einer der polizisten (meines erachtens höheren ranges) bemerkte dies und fragte den jugendlichen, was er hier wolle.

    Dieser sagte, er komme vom lokal “el presidente” (oder so ähnlich, max. 2 fussminuten vom kontrollposten entfernt) und sei dort zusammengeschlagen worden und ob die polizei ihm helfen könne. Ich glaube ich hörte noch etwas von “kollegen noch im lokal” murmeln. Jeder normale bürger würde jetzt vermutlich denken, dass dies die schon vorhandenen polizisten dazu veranlassen würde, dem (einschlägig bekannten) lokal einen besuch abzustatten und nach dem rechten zu sehen, oder zumindest hilfe anzufordern (die ja nicht weit weg wäre). Doch dann erfolgte die überraschung:

    “Das ist nicht unsere aufgabe”, meinte der (vekehrs?)polizist, der jedoch eine dienstwaffe trug, wenn ich mich recht entsinne. Man müsse halt nicht in derartig für gewalt bekannte clubs gehen, lautete der einzige rat, den der jugendliche erhielt. Unterstützung anzufordern war für den polizisten offensichtlich ebenfalls keine option, da er sich sogleich wieder dem inspizieren von fahrzeugen widmete.

    Es ist also offensichtlich kein problem, locker fast 10 verkehrspolizisten einige stunden zur verkehrskontrolle abzustellen, während es nicht für nötig erachtet wird, bei offentlichtlich tätlichen übergriffen einzuschreiten.

    Da muss mir noch einer erzählen, das habe noch etwas mit gerechtigkeit zu tun oder sei in irgendeiner form verhältnismässig.

  23. wBr am 24. November 2005 um 15:55

    @chevi
    und was glaubst du, aus welchem grund sie verschwunden sind? weil es die stadt attraktiver macht. und zwar für alle, nicht nur für jene die zu wichtig und beschäftigt sind, um einen erstandenen pullover vom rennweg in’s nächste parkhaus zu tragen.

    dieselben leute, die sich über randständige ärgern, auf ruhe und ordnung pochen und lauthals “erlaubt ist, was nicht stört!” frodern, stellen sich quer, wenn sie selber in die pflicht genommen werden.

    vielen dank auch, aber ich teile meine stadt lieber mit ein paar hundert alkis und drögeler als mit x-tausend stinkenden strassenverstopfer.

  24. Georg Meier am 24. November 2005 um 15:56

    Auch die guten, bürgerlichen Steuerzahler, die in der Stadt Zürich leben, haben die Verkehrsschwemme satt. Und die Intressen der guten Steuerzahlen gilt es zu schützen.
    SUV’s haben in urbanem Raum nichts zu suchen;
    die könnt ihr in Klosters und Davos lassen.
    Es ist alles eine Frage der Verträglichkeit.

  25. pax am 24. November 2005 um 16:09

    @driv3r: aus einzelfällen auf eine dahinterliegende problematik oder sogar systematik zu schliessen finde hingegen ich problematisch. ich bin kein verteidiger der polizei, da gibts schwarze schafe wie überall. aber ich wohne im kreis 4 und sehe täglich was von der polizei gemacht wird in diesem kreis. also hör mir auf mit den drogendealern und sonstigen schwerverbrechern. wer sich mehrheitlich am rennweg aufhält bekommt von der arbeit der polizei im kreis 4 logischerweise nichts mit.
    wenn wertschöpfung an individualverkehr gekoppelt ist kann die stadt glaube ich gut auf diese wertschöpfung verzichten. denn was in der stadt zürich an steuergeldern (der stadtbewohner) für den individualverkehr ausgegeben werden muss steht dazu wahrscheinlich in keinem verhältnis. aber es ist natürlich klar, dass jeder der einen pullover kaufen will, das recht haben muss, mit dem auto in zürich bis genau vor das geschäft zu fahren, dabei die von stadtzürchern finanzierten strassen benutzt um eine wertschöpfung zu generieren. wo liegt die wertschöpfung? in der dreckigen luft? in den zugeparkten strassen?

    @wBr:

    vielen dank auch, aber ich teile meine stadt lieber mit ein paar hundert alkis und drögeler als mit x-tausend stinkenden strassenverstopfer.

    sign! die wahren asozialen sind nicht die randständigen, sondern die, denen die persönliche freiheit wichtiger ist als das allgemeinwohl.

  26. driv3r am 24. November 2005 um 16:11

    @georg meier:

    Was halten Sie von der Tatsache, dass Behörden, welche meinen, den Bürger erziehen zu müssen, selbst lieber die teuersten und verschwenderischten Fahrzeuge einsetzen?

    So gesehen bei:

    - Stadtpolizei Zürich (Mercedes SUV als Streifenwagen für Stadteinsatz)
    - Strassenbauamt Zürich (Luxus-Landrover wie im Bild zu diesem Beitrag abgebildet, einfach Orange angemalt)

    Müsste man als konsequenter Offroad- und SUV-Gegner nicht erstmal dort gegen diese Fahrzeuge vorgehen, wo diese sogar noch mit öffentlichem Steuergeld betrieben werden?

  27. pax am 24. November 2005 um 16:18

    da die meisten dieser fahrzeuge nach einer gewissen zeit an private menschen weiterverkauft wird, macht es doch durchaus sinn, ein auto zu kaufen, das
    a) einen hohen wiederverkaufswert hat
    b) sich durch eine gewisse qualität auszeichnet.

  28. sense2 am 24. November 2005 um 17:47

    a) das Strassenbausamt hat discoverys, nicht Ranger Rovers, sind aber in “grünen” augen dasselbe ;-)
    b) wusste gar nicht das soviele Polizeifahrzeug an private verkauft werden…
    c) die strassenbauamt autos werden selten verkauft, die sind meistens so runtergefahren das man noch froh sein muss wenn man was für das auto erhält ;)

    ach übrigens, der eintrag ist im verzeichnis schnell weg, hab gestern das fax abgeschickt, heute ist meine autonummer nicht mehr ersichtlich

  29. Grimsdottîr am 24. November 2005 um 17:50

    Und wieso sollte es Privaten dann nicht erlaubt sein aus gleichen Argumenten ein solches Auto zu fahren? :-)

  30. Georg Meier am 24. November 2005 um 18:09

    Je höher die Bevölkerungsdichte, desto eher sind Massnahmen nötig, um die Emissionen zu reduzieren.
    Es ist an der Zeit, dass die Autofahrer ihren Anteil dazu beitragen.

  31. Chevy am 24. November 2005 um 19:13

    @Georg Meier
    die Autofahrer haben längst ihren teil beigetragen, schau mal vieviel Dreck ein Auto in seinem “leben” vor 20 Jahren gemacht hat, und wieviel Dreck ein heutiges Auto macht. Und es wird weiterentwickelt.
    Heutige Autos sind zum grossen teil Recyclebar.

    Die Bevölkerungsdichte als verhaltensindikator? Was machst Du in 50 jahren wenn sich die Bevölkerung verdreifacht hat? Dann darfst Du nichteinmal einen Fahren lassen weil das dann nichtmehr vertretbar ist aus umweltschutzgründen.
    Es wäre viel wichtiger das sich die Weltbevölkerung mindestens halbiert, es wären viele Hunger und Umweltprobleme gelöst. Aber auch die Grünen in der Schweiz haben keinen mum zur 1 Kind poliotik. Nein, die Grünen wollen bewusst eine Bevölkerungsexplosion provozieren mit der Familienpolitik für Grossfamilien. Wann begreift Ihr entlich dass wenn man sich anpasst, sich morgen wieder anpassen muss und wieder und wieder. wo führt das hin?
    Ich habe nichts dagegen mich anzupassen, aber wenn ich mich heute anpassen muss damit ich mich morgen nochmals anpassen darf fange ich schon gar nicht damit an.
    Und solange es mehr Menschen giebt, wird es immer mehr benachteiligte, hungernde und sterbende geben, die meissten “sonnenplätze” sind schon besetzt.

  32. Pete am 24. November 2005 um 19:15

    @ Prof. Dr. Georg Meier;

    Sie schweifen wiedereinmal ab. Hier geht es um Parksünder, bzw. den neuen Online-Fahrzeugindex und nicht um Emissionen, CO2-Abgaben etc.

  33. Georg Meier am 24. November 2005 um 20:36

    Pete, die von dir bezeichneten Problemfelder haben eben mit Bevölkerungsdichte und Autofahren zu tun.
    Tipp: Erkenne Zusammenhängendes!

    Chevy: gibt schreibt man nicht mit e.
    Zum Rest: Überwinde deine Trägheit und vermische nicht wirre Gedanken zu einem Denkverweigerungcocktail!
    Sei beruhigt: Ich würde selbst Dich nicht aus Umweltschutzgründen zum Suizid auffordern… :-)

  34. AlphaPapaGolf am 25. November 2005 um 11:04

    Frau V.K aus K, fährt keinen “Monsterschlitten” sonern einen Range Rover, wie aus dem Foto leicht ersichtlich ist. Für mich sind allerdings Frauen, die Vaters Geländewagen benutzen um in die Stadt zu fahren, ebenfalls ein Gräuel. Ab Küsnacht gibts 4x pro Stunde eine S-Bahn (S6 + S16) sowie den Küsnachterbus bis zum Bellevue. Diese Dame (wie viele andere) ist einfach zu faul um den fetten Arsch in den Zug zu bewegen. Lieber benutzt sie das Auto, um nacher aber die Fettmassen in einem Fitnesszentrum wieder abzustrampeln.
    MERKE : GELAENDEWAGEN WIE LANDCRUISER, LANDROVER, PATROL, HUMMER, DEFENDER, DODGE, SANTANA, TOUAREG, nur für echte Männer.
    Frauen in den VW Polo!!!!!!!!!!!!!!

  35. abraham am 27. November 2005 um 15:24

    es darf nicht vergessen werden, das es hin und wieder leute gibt, für die ein geländefahrzeug wirklich sinn macht.

    beispielsweise weil sie einen pferdeanhänger haben, ein boot-anhänger etc.

  36. sense2 am 27. November 2005 um 17:30

    also APG, Touareg und Hummer (Ausser H1), sind doch keine Geländewagen :)

  37. NebisInIdem am 4. Dezember 2005 um 15:59

    Ah, der Pranger aus dem Mittelalter ist zurück… selbst Journalisten haben Anstand genug und machen Autonummern unkenntlich (abgesehen davon, dass sie Anzeigen wegen Verletzung von ZGB 28 etc. nicht mögen). Aber klar, für den linken Sandro ist jedes Mittel legitim…

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