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Auch Kulturprominenz gegen Asylgesetz

Über siebenhundert Schweizer Kulturschaffende engagieren sich gegen das neue Asylgesetz, wie der Tagi gemeldet hat:

Unterzeichnet haben den Aufruf zum Nein über 700 Kulturschaffende, darunter die Schriftsteller Peter Bichsel und Hugo Lötscher, die Schriftstellerinnen Eveline Hasler und Ruth Schweikert, die Schauspieler Matthias Gnädinger und Bruno Ganz sowie die Musikerinnen Sina und Irène Schweizer. Mit dabei sind auch Viktor Giacobbo, Dimitri und Pipilotti Rist.

Dies ist, nach der CD “Rock down Asylgesetz/Ausländergesetz” bereits die zweite Aktion Schweizer Kulturschaffender gegen das unmenschliche Asylgesetz. Die siebenhundert Kulturschaffenden verlängern die heute schon sehr lange Liste der Gegner von Asyl- und Ausländergsetz weiter.

Weitere Informationen zur Abstimmung:

Dieser Artikel wurde von Sandro am Montag, 14. August 2006 in der Rubrik Schweiz und zu den Stichwörtern , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

74 Kommentare zum Artikel “Auch Kulturprominenz gegen Asylgesetz”

  1. Forum Politik » Dossier “Nein zum Asylgesetz, Nein zum Ausländergesetz” am 14. August 2006 um 11:51

    [...] Auch Kulturprominenz gegen Asylgesetz [...]

  2. Beat am 14. August 2006 um 12:33

    Oh Gott! Ich glaube ich stimme jetzt NEIN.

    Wieder mal Leute die ihr Gewissen reinwaschen wollen.

  3. RonaldCH am 14. August 2006 um 13:27

    Auch wenn sich diese 700 als moralische Instanz aufspielen, ist es fraglich, ob sie’s wirklich sind.

    Auch Grass ist ein Kulturmensch, der sich zur Gewohnheit gemacht hat, Menschen moralisch niederzumachen, Politiker wie Bush in die Nähe von Hitler zu rücken, und hat dabei sechzig Jahre lang seine eigene Vergangenheit mit Lügen übertüncht. Wobei ich nicht einfach diese 700 in die selbe Kategorie Menschen einteilen möchte, aber diese Art von moralischer Besserwisserei und, entschuldigt den ungehörigen Ausdruck, Gutmenschentum, ist mir höchst unsympathisch.
    R.

  4. _driv3r_ am 14. August 2006 um 13:45

    Diese armselige Aktion von sog. “Kulturschaffenden”, die meinen, ihre fehlende Qualität durch schiere Quantität wettmachen zu können, bestätigt mich in meinem Doppel-Ja; dabei sind diese Revisionen ja noch viel zu harmlos und sollten viel weiter gehen.

    Hoffentlich erleiden diese jammernden Kulturtussen, Sozialindustriellen und Gutmenschen eine heftige Niederlage in dieser Abstimmung.

  5. Sandro am 14. August 2006 um 13:47

    Falsch Driver, die Niederlage würden nicht die Kulturschaffenden einstecken, sondern die Flüchtlinge. Aber du als Bösmensch kennst da ja kein Erbarmen, gell.

  6. Esther am 14. August 2006 um 14:47

    @Ronald und Driver: Wusstet ihr, dass der bei der SVP so beliebte Ausdruck des «Gutmenschen» von den Nazis stammt, genauer von Joseph Goebbels 1941. Siehe den Wikipedia-Artikel oder die Diskussion hier.

  7. Pirelli am 14. August 2006 um 16:13

    “Hoffentlich erleiden diese jammernden Kulturtussen, Sozialindustriellen und Gutmenschen eine heftige Niederlage in dieser Abstimmung.”

    Driv3r, gell, du hast dich auch mit diesem Thema nicht auseinander gesetzt. Tust hier mal einfach ein wenig SVP-Parolen nachplappern, wie ein Aufziehpapagei. Ich finde das erbärmlich und lächerlich.

    Ferner frage ich dich konkret, wo du bei den 700 mangelnde Qualität ausmachst. Was sind für dich Schweizer Kulturschaffende mit hoher Qualität? Wessen Bücher liest du? Wessen Filme siehst du?
    Zeig uns doch bitte, dass von Kultur überhaupt eine Ahnung hast, dass du Zeit investierst in einheimisches Kulturschaffen. Sonst bleibts dabei: Du bist ein Papagei (des Reimes willen), ein Dummschwätzer.

    Ronald – der Grass kam dir grad sehr zupass, nicht wahr? Gutes Timing. Wie viel wär von deinem Einwand noch übrig ohne Grass’ (spätes) Geständnis?
    Wenn jemand (ob kulturschaffend oder nicht) von seinem demokratischen Recht Gebrauch macht und Stellung bezieht gegen ein Gesetz, dann ist das für dich automatisch moralische Besserwisserei und Gutmenschentum? Du hast ein schräges Weltbild. Bist du sicher, dass du dich seinerzeit nicht sogar freiwillig zur SS gemeldet hättest?
    Und wie würdest du die unzähligen (gottseidank meist abgelehnten) Referenden der SVP einordnen? DAS ist selbstgerechtes Besserwissertum, Millionen kostende Zwängerei.

    Ich halte noch einmal fest: Die Zahl der Asylgesuche ist stark rückläufig. Es gibt keinen faktischen Bedarf für diese Verschärfung, die Unsummen an Geld kosten würde (durch die unendlich lange Ausschaffungshaft)und die uns von unserer humanitären Tradition loskoppelt, und in Widerspruch zu internationalen Konventionen, die unser Land unterzeichnet hat, stellt.

    Dir, Ronald, traue ich im Gesensatz zum Pubertodriv3r zu, dass du dich mit der Materie auseinander gesetzt hast. Was also sind deine Argumente?

  8. rlarsson am 14. August 2006 um 16:43

    Gutmenschen! Ich brauche diesen Ausdruck jetzt auch, denn er gefällt mir, egal von wo er auch stammen mag! Die Sozialindustrie jammert was das Zeug hält, ihr Berufsstand scheint wohl arg gefährdet zu sein?! Pressemitteilungen, z.Bsp. von heute: “Kanton Zürich streicht Angebot für kranke Asylbewerber. Das Wohnheim für psychisch angeschlagene Asylbewerber wird per Ende 2006 geschlossen.” Schizophren dann dies, dass der öffentlich ausgebreitete Fall der jungen Mongolin Solongo Chinbat die Asyldebatte zusätzlich angeheizt hat. Denn: Solongo ist nicht das Fluchtopfer, das sie zu sein vorgab. Sie ist ein Opfer mannigfaltiger Instrumentalisierung durch Medien und Politik. Mit “Asylpolitik brutal – Dieses Waisenkind wird ausgeschafft” titelte beispielsweise der “Sonntagsblick” einen von zahlreichen Beiträgen über den Fall. Liebe Gutmenschen! Koaliert, geht auf die Strasse und tanzt Ringel-Reihe. Das Volk wird am 24. September hoffentlich nicht so blöd sein, dass es sich von verwischten Fakten, Unwahrheiten, Schönfärberei und blumigen Sprüchen blenden lässt. Woher stammt eigentlich die Behauptung, dass die Gesetzesänderung ein Verstoss gegen die Flüchtlingskonvention darstellt? Bitte Fakten klar darlegen! Echte Flüchtlinge, klar “JA”. Unechte Flüchtlinge, welche sich nur an unserm Sozialstaat bereichern wollen, die haben bei uns nichts verloren und gehören postwendend wieder ausgeschafft. Letzteres gilt übrigens auch für straffällig gewordene. Dies will das geänderte Gesetz ermöglichen, und dies scheint man im benachbarten Ausland erkannt resp. schon länger erkannt zu haben! Nur klar, dass wir als Schweiz da mitziehen müssen! Deshalb, 2 x JA am 24. September 2006. Robert Larsson

  9. Pete am 14. August 2006 um 19:00

    Egal ob die Liste 700 Kulturschaffende oder 70’000 enthält, ich stimme JA, denn das bringt viele Vorteile; zumindest auf dem Papier.

  10. RonaldCH am 14. August 2006 um 19:01

    @Pirelli
    Es fällt mir nicht ein, dir noch einmal Argumente für die Vorlage aufzuzählen. Sie wurden in diesem Forum schon wochenlang diskutiert.

    Dass ich mich nicht zur Waffen-SS gemeldet hätte, kann ich ziemlich sicher mit Nein beantworten, denn ich habe mich auch in unserer Armee zur Sanität gemeldet und zwar waffenlos.

    Dass sich jetzt noch eine Koalition zusammengetan hat, dessen Organisationen grösstenteils kein eigenes Geld haben, sondern von Spenden leben, ist noch einmal eine Sauerei.- Die SVP bringst du selbst in die Diskussion, ich habe sie nicht erwähnt und ich bin auch nicht Mitglied.

    Bleibt dir nichts anderes übrig, als mir mein angeblich schräges Weltbild in Ruhe zu lassen. Schau, deine APO Vergangenheit, von der du dich kürzlich ge-outet hast, war bestimmt auch nicht allzu aufrecht. Oder sehnst du dich immer noch danach zurück? Immerhin, du bekennst dich in jungen Jahren noch dazu im Gegensatz zu Grass, der es erst mit bald 80 gewagt hat und ob seine Beweggründe so edel waren, wie er tut, ist auch noch aktuelle Frage.
    R.

  11. pipo am 14. August 2006 um 19:24

    Ey, wir leben im Jahr 2006 und nicht im Dritten Reich, wär’s möglich den Nazi-Slang etwas tief zu halten.

    Das macht mich grausam sauer, Links und Rechts, beide brauchts um sinnvolle Kompromisslösungen zu erarbeiten. Doch sobald sich die politische Rechte dem Wörterbuch der Braunen bedient sehe ich ein riesiges Gefahrenpotential. Denn diese ganze angebräunte Wortwahl wurde langsam aber stetig eingebürgert (obwohl ihr doch eigentlich gegen Einbürgerungen seid, oder? =)) und schleicht immer unterschwellig mit. Und das ist doch weder schweizerisch, patriotisch, eidgenössisch oder helvetisch, sondern einfach nur doof, unreif, dumm und beschränkt.

    Fazit: Ich finde, auch kritische Kommentare sollten nicht klingen als seien sie aus der “Sturmfront 1943″ rauskopiert. Danke.

  12. Pirelli am 14. August 2006 um 20:42

    Heute gelesen:
    “Die einseitig auf die Missbrauchsbekämpfung fixierte Revision des Asylgesetzes verletze die Menschenwürde, erklärten insbesondere Kirchenvertreter vor den Medien. Es sei verfehlt, das kirchliche Engagement für die Schwachen mit Vorwürfen wie “Heuchelei” und “Gutmenschentum” schlecht zu machen.”

    Aber die Kirchen sind für euch sicher auch nur Teil der “Sozialindustrie”.

  13. Pirelli am 14. August 2006 um 20:43
  14. RonaldCH am 14. August 2006 um 22:16

    @Pirelli
    “Aber die Kirchen sind für euch sicher auch nur Teil der “Sozialindustrie””.

    Ja vielleicht schon. Es sind jene Kirchen, in denen die Pfarrer vor leeren Bänken predigen und mit solchen Aktionen vertreiben sie traurigerweise noch den kläglichen Rest aus ihren Kirchen.
    R.

  15. _driv3r_ am 14. August 2006 um 22:33

    Pirelli, besten Dank für Deine Beleidigungen (man ist sich’s ja gewohnt). Die Frage ist dann nur noch wer der eigentliche Dummschwätzer ist.

    Wie ich schon abermals betont habe interessiere ich mich nicht für die SVP oder deren Parolen. Ich kann mir durchaus erlauben, meine eigene Meinung zu bilden und habe es nicht nötig, mich von Leuten wie Dir krampfhaft in die so verhasste SVP-Schublade legen zu lassen.

    Und Esther, von mir aus kann auch der Teufel persönlich den Begriff “Gutmensch” geprägt haben, das ist mir reichlich egal, er trifft den Nagel nunmal auf den Kopf. Hingegen finde ich es reichlich primitiv, den Leuten vorzuwerfen, sie seien Nazis, SS-Anhänger usw. nur weil man nicht deren Meinung teilt. Die Nazi-Keule ist reichlich abgedroschen und einfach nur noch primitiv. Niemand hier ist ein Nazi oder gar verantwortlich für den zweiten Weltkrieg, also muss man dies auch niemandem vorwerfen.

  16. Dreckfilter am 15. August 2006 um 07:40

    Diese “Kulturprominenz” (selbsternannt?) qualifiziert sich mit dieser Intervention selber hervorragend. Ein Hochjubeln der Aktion könnte somit bald das Gegenteil dessen bewirken, was der Blogautor beabsichtigt. Das Missbrauchspotential in unserem Asylrecht lässt sich nun mal kaum von der Hand weisen, sorry! Das bedeutet aber noch längst nicht, dass die Praxis derart extrem ausfallen wird, wie dies einzelne Politakteure momentan gerne in dramatischer Weise darstellen. Aber die im Asylwesen zuständigen Gremien sollten zumindest über die entsprechenden Möglichkeiten verfügen können. Für die Anfechtung rechtlich unzulässiger Entscheide werden sich im übrigen genug Anwälte finden lassen, welche überdies bereits jetzt faktischer Teil der zugehörigen “Sozialindustrie” sind.

    Dass viele kirchliche Institutionen für andere Zwecke instrumentalisiert werden und worden sind, bedarf auch keiner weiteren Erläuterung wegen Offensichtlichkeit. Aber da fliessen eben die Spendengelder sehr konstant!

    Auf Extremistenslang, wie er hier zuweilen von verschiedensten Seiten praktiziert wird, kann die Welt (zu der ich mich auch zähle) sehr gut verzichten.

  17. Beat am 15. August 2006 um 08:52

    Mich nervt diese “links-politik” der Kirchen schon lange.

    In vielen Abstimmungen stimmen die Kirchen nicht wie ich denke.

    Lustig: Wenn ich aber mal liberal bin (Partnerschaftsgesetz) sind die dagegen ;)

    Aber habe schon ein Problem, dass die mit “neinem Geld” solche Kampagnen finanzieren.

    Das gilt auch für die Hilfswerke. Anstatt zu helfen gibts Propaganda in den Zeitungen

  18. Moni am 15. August 2006 um 09:08

    @Beat

    “Das gilt auch für die Hilfswerke. Anstatt zu helfen gibts Propaganda in den Zeitungen”

    Nana, helfen tun sie auch ziemlich viel, ob in Deinem Sinn oder nicht steht wo anders. Da musst Du Dich eben umsehen nach der Organisation die in Deinem Sinne handelt. Einige Hilfswerke sind bei ihrer Arbeit ziemlich direkt von der möglichen Aenderung der Gesetze im Asylbereich betroffen.

    Niemand ist gezwungen, bei der Kirche zu bleiben, jedermann kann austreten, mit den dazu nötigen Schritten. Um zu Glauben muss man ja nicht in die Kirche. Ganz im Gegenteil, viele Gläubige gehen nicht mehr zur Kirche weil sie nicht mehr dahinter stehen können.

  19. Sandro am 15. August 2006 um 09:14

    @driver, wenn du dich dem Göbbels-Slang bedienst musst du halt mit Nazivorwürfen leben. Deine Entscheidung.

    @beat, die Hilfswerke und Kirchen sehen halt mit dem Asylgesetz hohe Kosten und viel zusätzliche “Arbeit” auf sie zu kommen. Würdest du dich da nicht im Vorhinein wehren? Dann wärst du ein schlechter “Geschäftsmann”…

    @dreckfilter, ich glaube Matthias Gnädinger, Bruno Ganz, Sina, Viktor Giacobbo, Dimitri und Pipilotti Rist haben sich ihren “Prominentenstatus” mit harter Arbeit verdient.

  20. Dreckfilter am 15. August 2006 um 09:35

    @ Sandro
    Sorry, aber das macht immer noch mehr als 690 selbsternannte… Deshalb habe ich es auch in Klammern und mit Fragezeichen geschrieben!

    Ueber die “Härte” der Arbeit müsstest du mal mit einem Bauarbeiter oder jemandem mit ähnlich schweisstreibendem Job reden, dann würdest du darüber anders urteilen. Du betrachtest wohl schon das Anbringen von Aufklebern auf SUVs als “harte” Arbeit, oder wie?

  21. Moni am 15. August 2006 um 10:41

    @Dreckfilter
    “Ueber die “Härte” der Arbeit müsstest du mal mit einem Bauarbeiter oder jemandem mit ähnlich schweisstreibendem Job reden, dann würdest du darüber anders urteilen. Du betrachtest wohl schon das Anbringen von Aufklebern auf SUVs als “harte” Arbeit, oder wie?”

    Heisst das nun, dass wir alle, die keinen schweisstreibenden Job haben, nicht hart arbeiten? Ich finde das tolle an der körperlichen Arbeit ist, dass sie einen i.d.R. nicht den Schlaf raubt, bei der Kopfarbeit liegt man leider nachts oft wach und grübelt weiter. Das Abschalten ist manchmal nicht so einfach.

  22. Pirelli am 15. August 2006 um 10:58

    Komm, Driv3r, bring mir endlich Namen von “hochqualifizierten Kulturschaffenden”. Beweis mir, dass ich mit meiner Vermutung, du habest von Kultur keine Ahnung und dröschest nur leeres Stroh, nicht Recht habe. Sonst bleibts dabei: Für mich bist du ein Dummschwätzer.

    (Und wenn wir schon dabei sind: Wo sind die längst versprochenen Links zum Klimawandel? :-) )

  23. Dreckfilter am 15. August 2006 um 11:01

    @ Moni
    Viele der sogenannt Kunstschaffenden betätigen sich sehr frei, wogegen die meisten, insbesondere angestellten Personen, in relativ engem zeitlichen Raster präsent sein müssen (wie du wohl auch). Der schweisstreibende Job war eben nur als extremes Beispiel angeführt (wird aus dem Wort “ähnlich” übrigens locker ersichtlich), wobei selbst Büroarbeit schweisstreibend sein kann.

    Ich habe den Eindruck, dass du sehr genau erkannt hast, worauf ich hinaus will; und hier ein wenig von dieser Problematik abzulenken versuchst, oder irre ich da ;-) ? Das Künstlerleben ist aus meiner Sicht üblicherweise keine “harte” Arbeit mit Zielsetzungen, Kostendruck etc. (sondern eben freie künstlerische Entfaltung), wie du und die meisten Personen sie kennen, sorry!

  24. Moni am 15. August 2006 um 11:15

    @Dreckfilter

    Ich glaube es gibt solche und solche Künstler, die einen arbeiten durchaus sehr hart, je nach Bereich bedeutend härter als ich, ich kann (oder könnte) meinen Computer nach der regulären Arbeitszeit abschalten und nach Hause gehen. Kommt natürlich drauf an, was Du als harte Arbeit bezeichnest.

  25. Dreckfilter am 15. August 2006 um 12:16

    @ Moni
    Es gibt sicher intensiv arbeitende Künstler, aber die Tätigkeitsgrundsätze sind total anders als bei einem “normalen Büetzer”. Das Künstlerleben mit seinen zahlreichen Freiheiten und Extravaganzen kann nicht “hart” im engeren Sinne sein, da es sonst kaum derart zahlreich aus freien Stücken gewählt würde. Es sei denn, du möchtest den Maurer (welcher ja zwischendurch auch mal eine bescheidene gestalterische Freiheit haben kann) auch schon als Künstler bezeichnet wissen. Aber ich sehe schon, dass dies für eine Person, welche hinter einem PC ihr Arbeitsleben verbringt, nicht so einfach erkennbar ist (ist nicht persönlich gemeint).

  26. Moni am 15. August 2006 um 12:27

    @Dreckfilter

    Ich nehms nicht persönlich, keine Sorge. Nur sind wir Büroheinis nicht so deppert wie man immer wieder hört. So nach dem Motto: Ein paar Stunden auf dem Stuhl sitzen kann ja jeder… Und ohne uns würde niemand Lohn kriegen, weder die, die auf dem Bau arbeiten noch die Kunstschaffenden… Je nach Arbeitgeber und Organisation innerhalb des Teams ist man auch freier von der Arbeitszeitwahl.

  27. Bialystock am 15. August 2006 um 20:11

    @Esther

    “@Ronald und Driver: Wusstet ihr, dass der bei der SVP so beliebte Ausdruck des «Gutmenschen» von den Nazis stammt, genauer von Joseph Goebbels 1941. Siehe den Wikipedia-Artikel oder die Diskussion hier.”

    Danke für den interessanten Link zu Wikipedia.
    Aber wenn ich diesen Aufrufe, dann erscheint unter “Herkunft und Verwendung” etwas völlig anderes als von Dir behauptet. Nämlich das dieser als “Witzelei” der s.g. “89-Generation” enstanden sein soll. Offenbar sind zwar nicht alle dieser Meinung (wie Herr Hoppe), die Relevanz dieser Kritik scheint aber eher klein zu sein, sonst würde es wohl am Anfang stehen.
    Darfst also den Begriff “Gutmensch” in Zukunft ruhig so gebrauchen wie Du gerade lustig bist.
    Abgesehen davon wäre es doch einfach schade das Nazivokabular ganz einem FAM zu überlassen.

  28. quadour am 15. August 2006 um 21:15

    Wenn ich das nur schon höre wird mir schlecht: Kulturschaffende…Intelligenzia…

    Wahrscheinlich doch eher gehätschelte und verwöhnte Subventionsempfänger. Unsere Kultur- und Kunstschmarotzer.

    Oder in diesem Fall: die bessere, intelligentere Schweiz? Die, die wirklich durchblicken, die uns die Augen öffnen. Ach wir doofen Normalos und Füdlibürger.

    Was es doch nicht alles braucht, um den “Zusammenhalt einer Nation” zu sichern.

  29. Thomas am 15. August 2006 um 23:10

    Und das schreibt ausgerechnet ein Landwirt (wie man durch googeln auf ignoranz.ch leicht verifizieren kann)…

    Was die Ressentiment gegen Kulturschaffende betrifft: Als gelernter Musiker weiss ich, was Körperarbeit ist: in manchen Dingen dem Hochleistungssport ähnlich. Auch der Schauspieler oder der Balletttänzer ist nach seiner Arbeit jeweils um ein paar Kalorien leichter. Dass solche Arbeit weniger intensiv sei als die des Maurers, kann ich so pauschal nicht unterschreiben (ist nicht persönlich gemeint).

    Zudem handelt es sich beim Aufruf zum Nein gegen das Asylgesetz um eine Empfehlung. Dass dieser Aufruf bei den Befürwortern hier im Forum auf heftige Kritik stösst, zeigt immerhin, dass es diese nicht ganz kalt lässt, wenn sich Kulturschaffende politisch äussern.

  30. Moni am 16. August 2006 um 07:45

    @quadour

    Na freu Dich auf Australien und Deine Farm. Dort läufts dann sicher viel besser. Aber schalt ja das Radio nicht ein und lies keine Zeitungen ansonsten wirst Du eines Tages aufwachen und merken dass die meisten Bauern dort unten auch Subventionsempfänger sind. Du vielleicht ausgeschlossen, da Du Ausländer bist…

  31. _driv3r_ am 16. August 2006 um 22:22

    “Oder in diesem Fall: die bessere, intelligentere Schweiz? Die, die wirklich durchblicken, die uns die Augen öffnen. Ach wir doofen Normalos und Füdlibürger.”

    Schön formuliert. Das ist genau der Punkt.

    Und bezüglich der Kultur: wenn ich mir diese grosse Liste so ansehe entdecke ich leider nicht viel, was meiner Meinung nach den Begriff “kulturschaffend” verdient hätte. Es ist die übliche Parade von linken, profilierungssüchtigen Gutmenschen, die allesamt keine anderen Sorgen zu haben scheinen.

    Ich weigere mich auch strikt, mir von irgendwelchen linken Sozialprofiteuren u.ä. vorschreiben zu lassen, was denn nun Kultur sei. Echte Kultur wird i.d.R. eben genau nicht von denen gemacht, die in den Medien mit grosser Klappe linke Politik betreiben, wie z.B. Herr Giacobbo. Was die machen ist keine Kultur, das ist nur absolut anspruchsloseste Befriedigung und Hofunterhaltung für ihre Geldgeber.

    Und ja, ich kenne viele Leute die sich mit Fleiss, Verstand und von Herzen kulturell interessieren, und zwar allesamt im kleinen Rahmen. Dort sind dann im Gegensatz zur diktierten Massenkultur auch echte Perlen und Leute mit Weitblick und interessanten Ansichten und Ideen zu finden. Aber reich und berühmt sind diese Leute nicht. Zum Glück.

  32. Pirelli am 17. August 2006 um 09:58

    “ch weigere mich auch strikt, mir von irgendwelchen linken Sozialprofiteuren u.ä. vorschreiben zu lassen, was denn nun Kultur sei. Echte Kultur wird i.d.R. eben genau nicht von denen gemacht, die in den Medien mit grosser Klappe linke Politik betreiben, wie z.B. Herr Giacobbo.”

    Sozialprofiteure! Kulturtussen!
    Driv3r, es ist also so: Du hast von Kultur und vom harten Leben der meisten, die sich ihr verschrieben haben, keine Ahnung. Die meisten professionellen Künstler arbeiten für ein Einkommen, für das du nicht einmal dein Laptop aufklappen würdest.

    Das Casinotheater von Ciacobbo funktioniert und wirft Gewinn ab – das entspricht doch deiner marktwirtschaftlichen Fixierung. Was ist jetzt schon wieder schlecht daran?

    Du bist inkonsistent. Es wäre wirklich ein Gewinn, wenn du immerhin überall mit gleichen Ellen messen würdest.
    (Und nenne doch endlich ein paar Beispiele für “echte” Kultur.)

    Ganz grundsätzlich: Reflektion über und Kritik an gesellschaftlichen Umständen und Trends war seit je die Hauptaufgabe der Kultur. Wenn ihr das in Frage stellt, dann offenbart ihr dasselbe Kulturverständnis wie totalitäre Staaten, sei es nun unter Hitler oder unter Stalin.
    Denkt doch mal, so zur Abwechslung.

  33. Dreckfilter am 17. August 2006 um 10:38

    “Das Casinotheater von Ciacobbo funktioniert und wirft Gewinn ab – das entspricht doch deiner marktwirtschaftlichen Fixierung. Was ist jetzt schon wieder schlecht daran?”

    @ Pirelli
    Nach namhaften Beiträgen (sorry für den fehlenden Link, die entsprechenden Rechnungen scheinen nicht online erhältlich zu sein), insbesondere der Stadt Winterthur (aber auch des Kantons), bleibt bei Giaccobo’s Casino tatsächlich eine schwarze Zahl übrig. Ob man da wirklich von einem Gewinn sprechen kann, wage ich schwer zu bezweifeln…

  34. Pirelli am 17. August 2006 um 11:27

    Die Details interessieren nicht wirklich. Was interessiert, ist die Inkonsistenz: Man wirft den Kulturschaffenden vor, sie seien Schmarotzer – und wenn dann ein Betrieb einfach so mal funktioniert, dann ists auch wieder nicht recht, weil dann ists “anspruchsloseste Befriedigung” etc.

    Am besten auf den Punkt gebracht hats Quadour, der sich tatsächlich nicht entblödet, als Bauer (!) gegen Kultursubventionen zu wettern.

    Und doch interessiert auch das nicht wirklich. Was in diesem Fred zu diskutieren wäre, ist die unbedingte Notwendigkeit von Gesellschaftsreflektion und -kritik durch die Kultur. Und diese zieht sich quer durch so viele Staatsformen: Sogar Könige hielten sich Hoffnarren – genau zu diesem Zweck. “Narrenfreiheit” ist gefordert.

    Ansonsten halte ich es mit Thomas: Dass hier derart giftig (und grösstenteils unreflektiert) geschossen wird, ist ein Beleg für die Wirksamkeit kulturbasierter Gesellschaftskritik.

    Nebenbei: Ich bin froh, funktioniert die Schweiz trotz Blocher im Bundesrat nicht so, wie ihr sie gern hättet. Und es ist absolut notwendig, dass weiterhin Subventionen auch in die Kultur fliessen. Nur schon, damit ein Gegengewicht geschaffen wird zu der Engstirnigkeit, der Selbstgerechtigkeit und der Reflektionsverweigerung, die so viele hier an den Tag legen.

  35. _driv3r_ am 17. August 2006 um 19:14

    “Und doch interessiert auch das nicht wirklich. Was in diesem Fred zu diskutieren wäre, ist die unbedingte Notwendigkeit von Gesellschaftsreflektion und -kritik durch die Kultur. Und diese zieht sich quer durch so viele Staatsformen: Sogar Könige hielten sich Hoffnarren – genau zu diesem Zweck. “Narrenfreiheit” ist gefordert.”

    Es hat bestimmt niemand etwas gegen geistreiche und pointierte Reflexion über die Gesellschaft einzuwenden. Das ist auch meine Auffassung der Aufgabe von Kultur in einer gesellschaft, zumindest teilweise.

    Wogegen sich viele wehren ist das “Kulturdiktat” von einer Klasse von Linken und Netten, welche alle mehr oder weniger intensiv eintönige, profane und absolut anspruchslose (meistens erzlinke) Kulturpropaganda betreiben, und sich dann auch noch absolut unverfroren als geistige Elite und grosse Denker präsentieren.

    Diese von der SP organisierte und finanzierte Aktion dieser 700 “Kulturschaffenden” gegen das Asylgesetz ist ein wunderbares beispiel hierfür, wie unzählige angeblich unabhängige und geistreiche Kulturelle zu reinen Mitläufern einer politischen Propagandaaktion mutieren.

    Das finde ich absolut degoutant.

  36. Pirelli am 18. August 2006 um 09:50

    “intensiv eintönige, profane und absolut anspruchslose (meistens erzlinke) Kulturpropaganda”

    Das finde ich jetzt einigermassen schwierig, zumal es von dir kommt – ich vermisse bei dir jeweils den Nachweis von Kompetenz und echter Reflektion.

    Dass sogenannt linke Positionen in der Kritik überwiegen, liegt in zwei Umständen begründet: “Links” steht für “progressiv”, “rechts” für “konservativ, bewahrend”. Das Bewahrende hat wenig Interesse daran, die Herrschaftsverhältnisse zu ändern, hence die weitgehende Abwesenheit von Kritik. Ausser sie diene dazu, die Interessen der eigenen Geldgeber zu vertreten – auch dafür steht “rechts”: Filz.
    Zweitens: Wer sich eingehend mit den Problemen und Konsequenzen unserer heutigen Lebensform beschäftigt, wird zwangsläufig zu einer eher “linken” Position kommen.

    Wirklich degoutant finde ich, dass gerade du als Wirtschafter bereit bist, den Kantonen so viel mehr Asylkosten aufzubürden – denn das wird der neue Leerlauf: kosten.

    Also bist du entweder subversiv und strebst wie die SVP eine weitere Schwächung des Staatswesens an – oder aber es handelt sich einmal mehr um eine Materie, mit der du dich nicht wirklich beschäftigt hast.

    Und nenne mir doch bitte einige dir genehme Künstler. Darum bat ich dich schon lang.

  37. rlarsson am 22. August 2006 um 15:19

    Der Mörgeli, wie ihn die Öffentlichkeit kennt, haut im Fernsehen mit weit aufgerissenen Augen auf die Linken ein oder unterstellt dem politischen Gegner in süffigen Kolumnen niedrigste Beweggründe. Warum sollte Mörgeli das nicht dürfen? Die Linke ist genau so gut, wenn nicht besser vertreten in den Medien! Meier, Bodenmann und Co. dürfen, was die SVP nicht darf! Wo die SVP sich getraut hinzuschauen und die Öffentlichkeit aufweist auch hinzuschauen und nicht wegzuschauen, dort schreit die andere Seite laut auf! Keine Missstände, alles Normal und eine Erscheinung unserer Zeit, zudem sind es ja Einzelfälle. Grund genug, alles was aus der Küche der SVP kommt zu torpedieren und Schlechtzureden. Eines ist klar, Linke sind mit Bestimmtheit keine besseren Menschen, sie sind Meister im Wegschauen und Sand in die Augen streuen. Fakt ist, dass echte Flüchtlinge seit jeher willkommen sind und in der Schweiz auch würdig aufgenommen werden. Die Gesetzesänderung ändert nichts an dieser humanitären Tradition der Schweiz. Fakt ist aber auch, dass es Missbrauch am Laufmeter gibt. Ist es zuviel verlangt, dass einer sagt woher er kommt, wie er heisst und ein Schriftstück zur Identifikation auf den Tisch legt? Ist es zuviel verlangt, dass wer wiederholt das Gastrecht missbraucht die Quittung dafür erhält und Rückgeschafft wird? Warum darf Missbrauch in der Schweiz nicht so bekämpft werden, wie dies viele andere Länder in konsequenter Art und Weise schon lange tun? Dies nützt schlussendlich allen echten Flüchtlingen und stützt deren Status! Die Linke Kampagne gegen das Asyl- und Ausländergesetz ist unverständlich und einfach weltfremd!

  38. Sandro am 22. August 2006 um 15:38


    Fakt ist aber auch, dass es Missbrauch am Laufmeter gibt.

    Dann bring mal stichhaltige Belege für diesen “Missbrauch am Laufmeter”. Nein, SVP Propaganda zählt nicht dazu. Und bitte teil uns auch noch gleich mit, wieviel Prozent der Staatsausgaben durch diesen “Missbrauch am Laufmeter” missbräuchlich verschleudert wird.

  39. rlarsson am 22. August 2006 um 16:18

    @Sandro
    Wohl auf beiden Augen blind? Lesen Sie die Zeitungen, oder schauen Sie halt weiter weg! Der öffentlich ausgebreitete Fall der jungen Mongolin Solongo Chinbat heizte die Asyldebatte jüngst zusätzlich an. Solongo war nicht das Fluchtopfer, das sie zu sein vorgab. Wohl kein Missbrauch gemäss Ihrem Sinn? Die Debatte um Solongo wurde zudem durch Linke Medien, unter Schützenhilfe linker Politiker und von Hilfsorganisationen zusätzlich aufgebauscht. Der Schuss ging leider nach hinten ab!

  40. Sandro am 22. August 2006 um 16:19

    Ok, ein Fall. Ich hätte gerne die Statistischen Daten die zeigen, dass dieses “Problem” wirklich so dringend ist. Wegen einem Fall kann man ja wohl noch nicht von “Missbrauch am Laufmeter” reden, oder?

  41. rlarsson am 22. August 2006 um 16:45

    @Sandro
    Vielleicht wirklich blind? Ein Fall von vielen! Für Statistiken können Sie ja die Website das Bundesamts für Statistik besuchen. Dort gibt es aktuelle Beiträge zu den Themen “Kriminalstatistik, Sozialhilfestatistik im Flüchtlings- und Asylbereich etc.” (http://www.bfs.admin.ch). Sie können sich dort auch über die Kosten im Asyl- und Vollzugsbereich (Polizei/Behörden) ins Bild setzen. Die Schaffer der Vorlage vom 24. September haben sich mit Bestimmtheit mit Fakten auseinander gesetzt und saubere, fundierte Arbeit zur Anpassung der heutigen Gesetzesgrundlage geleistet. Aber vielleicht ist das ja gemäss Ihrem Sinn alles Wisch!?

  42. Sandro am 22. August 2006 um 16:47

    Ich hätte gern die Quelle, anhand derer rlarsson seinen Behauptung des “Missbrauchs am Laufmeter” her hat.

    Hat er evtl. einfach die SVP Propaganda nachgeplappert, ohne selber in Kenntnis der Fakten zu sein? Hat er evtl. gar noch nie konkrete Zahlen zum “Missbrauch am Laufmeter” gehört? Wenn man untenstehendes Verzweiflungsposting liest liegt das ziemlich nahe… Ich lass mich gern des Besseren belehren. Wenn es so klar ist wie man immer hört und liest, wieso ist es dann so schwer den Link hier zu veröffentlichen?

  43. Land(m)ei(er) am 22. August 2006 um 20:36

    @Sandro & rlarsson

    Das Wort „Asylmissbrauch“ wurde bereits missbraucht. Es wird immer eingesetzt, wenn ein potentieller Einwanderer über politisches Asyl Zugang zu einer Aufenthaltserlaubnis in der Schweiz erhalten will, nur weil es ihm schlecht geht.

    Es geht vermutlich der Hälfte der Weltbevölkerung aus irgendwelchen Gründen „schlecht“. Aber wir können eben nicht die halbe Weltbevölkerung bei uns aufnehmen.

    Es gehört zu unserer Tradition, Verfolgten Schutz zu gewähren. Um diesen Schutz für Flüchtlinge aus politischen Gründen, also für Menschen, welche in ihrer Heimat tatsächlich an Leib und Leben bedroht sind, nicht zu gefährden, ist es zwingend notwändig, sauber zwischen Asylbewerbern und Immigranten zu unterscheiden.
    So gesehen gibt es den „Missbrauch am Laufmeter“ tatsächlich am Laufmeter, und es ist absolut unnötig, diesen Sachverhalt mit noch weiteren Statistiken zu belegen.

    Über die Art, wie die Schweiz mit der Einwanderern umgehen will, ist natürlich ein Thema, worüber es sehr unterschiedliche Meinungen gibt.
    Ich persönlich vertrete den Grundsatz: Jeder, der sich in der Schweiz den Lebensunterhalt SELBER verdienen kann, bekommt die Aufenthaltsbewilligung. Anspruch auf ALV, IV und Sozialhilfe besteht aber erst nach einer bestimmten Anstellungsdauer (nicht Aufenthaltsdauer !)

  44. rlarsson am 22. August 2006 um 20:43

    @Sandro
    Ooops, ich scheine wohl jemanden aus der Reserve gelockt zu haben? Lamentieren Sie mit Ihrem Gesülze ruhig weiter! Verzweifelter SVP Propaganda-Nachschwätzer, Verzweiflungsposting… Tssssss! Was folgt als nächstes? Vielleicht ein paar braune Nachlegungen? Die Tagesnachrichten sind voll von Meldungen, Sie müssen nur hinhören wollen. Internet Recherchen können Sie betimmt selbständig auf dem Computer tätigen? Ich rate Ihnen auch die Tagespresse zu lesen, dies vorallem als Kontrast/Abwechslung zu ignoranz.ch. Sogar der Leutschenbach liefert reichlich Informationen zu den erwähnten Themen! Heute wurden anlässlich eines Prozesses in Zürich ca. zehn aus Schwarzafrika stammende Personen (Bande) verurteilt. Sind Sie nun einmal kreativ und denken nach warum wohl? Zu Ihrer Beruhigung, es waren auch Schweizer mit dabei! Vielleicht linkts ja jetzt bei Ihnen? Können Sie mir einmal erklären, warum der Souverän Missstände in einer direkten Demokratie Gesetze mittels gesetzlicher Anpassungen nicht bekämpfen darf/soll? Nennen Sie mir bitte den Passus im Gesetzestext wo geschrieben steht, dass die Schweiz ihre humanitäre Tradition an den Nagel hängt und echte Flüchtlinge nicht mehr aufnehmen wird, geschweige Flüchtlinge nicht mehr mit dem zum Leben notwendigsten versorgen wird! Bin ja einmal gespannt ob Sie Aktenkundig sind?!

  45. rlarsson am 22. August 2006 um 20:46

    @Land(m)ei(er)
    Ich finde dein Posting super! Unterzeichne ich vorbehaltlos, voll und ganz!

  46. Sandro am 23. August 2006 um 08:24

    Bisher habe ich noch keine Zahl gesehen die mir den Missbrauch im Asylwesen belegt.

  47. rlarsson am 24. August 2006 um 09:35

    Schmunzelnd verfolge ich die emotionalen Diskussionen betreffend das verschärfte Asylgesetz. Die Argumente besorgter Asylantenanwälte und Betreuer kann ich nachvollziehen, es geht schließlich um ihren gutbezahlten Job! Wenn sich aber bürgerliche Promis für die, ach so armen und geschundenen Asylanten einsetzen, habe ich nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Z.Bsp. das mit besorgter Miene vorgetragene humanitäre Palaver von Markus Rau, ehemaliger Präsident des Verwaltungsrates der Swisscom. Was hat dieser sogenannte Manager schon für die Swisscom geleistet? Die Antwort ist: nichts, nada, nur warme Luft! Schaumschläger wie Markus Rau wollen sich schlicht und einfach profilieren, zudem er persönlich mit Bundesrat Blocher ja auch noch eine Rechnung offen hat! Und dazu kommen ihnen papierlose und angeblich verfolgte Flüchtlinge, die jegliche Zusammenarbeit mit unseren Behörden verweigern gerade recht. Nach der Annahme des verschärften Asylgesetzes werden Typen wie Markus Rau & Co wieder in der Versenkung verschwinden. Und das ist gut so.

    @Sandro
    Zum Missbrauch folgendes! Ist es zuviel verlangt, dass man a) den Behörden offenlegt woher man kommt, b) wer man ist, und c) warum man aus einem Land flüchtet? Warum sind das Verstösse gegen das Menschenrecht? Wie kann man das Problem nicht sehen, dass heute etwa 80% der Flüchtlinge sich nicht ausweisen können, oder wollen, und dann vor allem nicht sagen wollen, woher sie kommen? Es ist doch nicht zuviel verlangt, zu sagen, woher man flüchtet, oder? Dies ist doch viel mehr eine Selbstverständlichkeit – auch als Flüchtling, oder nicht? Echte Flüchtlinge weisen zudem meist ihre Papiere vor. Die Quote ist ca. 80%, alle anderen werden im Verfahren positiv beurteilt, d.h. man kann die Herkunft, die Beweggründe etc. ausfindig machen! Es sei abschliessend gesagt, dass diese 20% mit den Behörden kooperieren. Soll mir doch einmal jemand sagen, was konkret gegen das Menschenrecht verstösst!

  48. Sandro am 24. August 2006 um 09:47

    Alles was ich verlange ist ein Link zu konkreten Zahlen über die höhe der Kosten resp. Missbarauch im Asylwesen. Bisher ist viel gekommen, aber keiner kann mir belegen wie viel der “Missbrauch am Laufmeter” wirklich ausmacht. Ich warte.

  49. Moni am 24. August 2006 um 09:57

    Gemäss SVP-Propaganda-Plakat wird ja der Missbrauch gestoppt und alles andere ist paletti…

    Missbrauch wird dann gestoppt, wenn wir eine grosse Mauer um unser Ländle bauen, niemanden mehr raus- oder reinlassen. Es werden keine ID’s und Pässe mehr ausgegeben. Basta. Es gibt keinen Missbrauch mehr. Bevor das kommt, werde ich mich jedoch ins Ausland absetzen, damit ich mich noch frei bewegen kann, in einem grösseren Land.

    Der Missbrauch kann also mit den neuen Gesetzen in keiner Weise unterbunden werden, er wird uns wohl etwas mehr kosten.

    Die, die nicht kooperieren oder ihre Herkunft nicht preisgeben wollen erhalten heute schon kein Asyl. Sie werden, sofern möglich ausgeschafft, wenn keine Papiere vorhanden bis zu einem Jahr ins Gefängnis gesteckt bis Papiere aufgetrieben werden können – je länger die Beschaffung dauert, desto unwahrscheinlicher ist es, Papiere aufzutreiben – und dann nach Ablauf des Jahres auf freien Fuss gesetzt wenn noch keine Papiere vorhanden sind. Neu würde das dann einfach ein Jahr länger dauern und Kosten verursachen mit dem gleichen Ergebnis… Tolle Massnahmen um Missbrauch zu stoppen.

  50. Dreckfilter am 24. August 2006 um 10:53

    @ Moni

    “Die, die nicht kooperieren oder ihre Herkunft nicht preisgeben wollen erhalten heute schon kein Asyl. Sie werden, sofern möglich ausgeschafft, wenn keine Papiere vorhanden bis zu einem Jahr ins Gefängnis gesteckt bis Papiere aufgetrieben werden können – je länger die Beschaffung dauert, desto unwahrscheinlicher ist es, Papiere aufzutreiben – und dann nach Ablauf des Jahres auf freien Fuss gesetzt wenn noch keine Papiere vorhanden sind. Neu würde das dann einfach ein Jahr länger dauern und Kosten verursachen mit dem gleichen Ergebnis… Tolle Massnahmen um Missbrauch zu stoppen.”

    Damit könnte man auch ein besonderes Lager auf einer fernen Insel für renitente Asylantragsteller nach Ablauf der Ausschaffungshaft à la Guantanamo begründen….

    Tatsache ist, dass die neue Gesetzgebung den Druck auf allfällige “Scheinflüchtlinge” erhöhen wird, was für die unmittelbar mit diesen arbeitenden Personen mehr Handlungsspielraum ergibt. Dass die theoretisch möglichen Zwangsmassnahmen in grossem Masse umgesetzt werden müssen, bezweifle ich stark. Vielmehr reicht die Möglichkeit dazu aus, um eine vermehrte Kooperation zu erreichen.

  51. Moni am 24. August 2006 um 11:14

    @Dreckfilter

    Was dabei soll den Druck auf “Scheinflüchtlinge” am besten erhöhen. Die um ein Jahr verlängerte Gefängnisstrafe? Ach komm, glaubst Du das wirklich? Zudem wissen das ja die meisten gar nicht. Denen wird zu einem Teil eh vorgesagt, wie sie sich verhalten müssen, ob sie angelogen werden oder nicht, spielt dabei keine grosse Rolle.

    Mehr Handlungsspielraum. Ja, das kann man anschauen wie man will. Es kann durchaus sehr negative Auswirkungen auf echte Flüchtlinge haben, und das stört mich massiv. Was für Möglichkeiten hat dann der echte abgewiesene Flüchtling noch, sich zu wehren? Viel nicht mehr, er hat dann wohl pech gehabt.

  52. Dreckfilter am 24. August 2006 um 11:33

    @ Moni
    Viele der Asyl beantragenden Personen werden tatsächlich bestens instruiert. Dabei wird selbstverständlich auch darauf hingewiesen, dass die sie betreuenden Personen nur wenige Konsequenzen androhen können. Diese Beratung durch Schlepper ist meist von sehr guter Qualität bezüglich der aktuellen Realität in den Aufnahmezentren. Die Argumente in deinem Absatz gehen somit an der Realität vorbei.

    Welche Motivation sollen denn die Entscheidungsträger haben, echte Flüchtliche derart zu schikanieren? Tatsache ist, dass diese ihre Papiere bewusst meist behalten, weshalb sie kaum je ein Problem darstellen.

  53. Moni am 24. August 2006 um 11:49

    @Dreckfilter

    Auch Entscheidungsträger sind selten neutral, ist menschlich.

    Was genau meinst Du damit: “Tatsache ist, dass diese ihre Papiere bewusst meist behalten, weshalb sie kaum je ein Problem darstellen.”

    Ist ein echter Flüchling nur einer, wenn er auch Papiere hat? Viele echte Flüchtlinge können sich in Zukunft noch weniger ausweisen, denn es werden nur ID und Pass anerkannt. Und die können echte Flüchtlinge noch weniger vorweisen, denn sie werden ja in ihrem Land verfolgt und können keinen Pass vor der Flucht beantragen. Ausser sie haben noch einen, der die Gültigkeit noch nicht verloren hat und die Verfolgung noch nicht allzu lange dauert.

  54. Dreckfilter am 24. August 2006 um 11:56

    @ Moni
    Nein, aber viele der echten Flüchtlinge sind sich bewusst, dass sich der administrative Aufwand vereinfacht, wenn sie ihre Papiere behalten. Ich würde mich als Flüchtling übrigens ebenso verhalten und meine Dokumente nicht fortwerfen, wenn ich nichts zu verbergen habe. Wo steht übrigens in den Abstimmungsvorlagen, dass nur noch ID und Pässe anerkannt würden?

    Von Entscheidungsträgern erwarte ich, dass sie Gesetze neutral vollziehen, oder willst du andeuten, dass die entsprechenden Personen korrupt seien?

  55. Moni am 24. August 2006 um 12:10

    @Dreckfilter

    Sie der Korruption zu bezichtigen mache ich jetzt mal nicht auch wenn es das da sicherlich auch gibt wie fast überall, aber sie handeln nicht immer gemäss Gesetz bzw. die neuen Gesetze geben ihnen u.U. mehr Möglichkeiten, ihre Abneigung gegenüber bestimmten Herkünften “auszutoben”. Meiner Meinung nach gibt es im neuen Gesetz mehr “Spielräume” bzw. es wird noch schwieriger, die richtige Entscheidung zu treffen da nur schon bei fehlenden Reisedokumenten (was anderes als eine ID oder Pass sind denn sonst Reise- oder Identitätspapiere?) eine mögliche Abweisung entstehen kann da die betreffende Person das Fehlen der dokumente nicht glaubhaft begründen kann. Und das mit der glaubhaften Gründen haben wir in anderen Threads schon mehrmals durchgekaut. Auch das BFM wollte mir nicht bestätigen, dass das Abnehmen durch Schlepper als glaubhaft gilt!

    Das BFM hat mir klar mitgeteilt, dass alle anderen Identifikationen (Führerschein, Geburtsurkunden etc.) zu einfach gefälscht werden können.

  56. Dreckfilter am 24. August 2006 um 12:55

    @ Moni
    Du widerlegst dich gleich selber doppelt:
    “… mögliche Abweisung entstehen kann …” bedeutet nicht, dass Dokumente zwingend notwendig sind.

    “Reisedokumente” können auch Passierscheine, evtl. sogar persönlich ausgestellte Tickets sein. Was genau gemeint war, lässt sich einerseits aus den Materialien (Beratungsprotokolle von Parlament und Kommissionen) sowie andererseits wohl aus der zugehörigen Verordnung entnehmen. Sicher werden nicht nur ID und Pässe dazugehören können. Bei entsprechender Auslegung können alle Angaben, welche der Ueberpruefung der geltend gemachten Identität dienen, mitberücksichtigt werden, was meines Wissens in den Asylzentren auch in dieser Weise erfolgt. Deine Mitteilung des BFM würde mich schon interessieren, kannst du sie scannen und per Link zugänglich machen?

  57. Moni am 24. August 2006 um 14:28
  58. gabriel am 24. August 2006 um 14:33

    ….ganz zu schweigen von den knastkosten! denn der missbrauch, wie die rechten so schön gelten lassen wollen, verlagert sich, und zwar von den betroffenen zu den gesetzeshüter! gratulation blocher, deine bauernschlauerei und panikmache mag ev immer noch viele leute in den bann ziehen! sind jetzt diese ”dummköpfe” die alles glauben jetzt auch menschen 3. oder 4. klasse???

  59. Dreckfilter am 24. August 2006 um 14:52

    @ Moni
    Ich wollte sagen, dass selbst bei fehlenden Dokumenten ohne Begründung nicht zwingend eine Abweisung erfolgen muss. Sorry, falls ich unklar formulierte.

  60. Rico am 24. August 2006 um 14:58

    Interessant find ich, dass Vorlagen-Gegner einerseits beklagen, dass nur noch Pass oder ID als Ausweispapiere akzeptiert werden, Missbrauch vehement als Phantasie abtun oder nimmermüde nach Statistiken verlangen, andererseits aber gleich selber schreiben, dass Führer- und andere Ausweise, Tickets etc. nicht berücksichtigt werden können, weil diese gefälscht werden.

    Also ist der Missbrauch (oder der Versuch des Missbrauchs) doch gegeben und durch die Gegner der Vorlagen sozusagen bewiesen.

  61. Moni am 24. August 2006 um 15:42

    @Rico

    Wer streitet denn bestehenden Missbrauch ab? Niemand. Ich habe das wiedergegeben, was mir die Dame des Bundesamtes für Migration auf meine Frage, was denn noch akzeptiert würde, geantwortet hat. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen mit dem fälschen sondern auf Berner Mist. Viele Pässe sind jedoch äusserst einfach zu fälschen – in Bhutan gibts übrigens noch die von Hand geschriebenen, wahrscheinlich als einzigem Land noch. Die wenigsten Länder, woher diese Flüchtlinge kommen haben Pässe wie wir.

    Das Problem ist nur, dass der Missbrauch nicht gestoppt (wie von der SVP auf den Plakaten ja behauptet) und meiner Meinung nach nicht einmal reduziert werden kann mit den neuen Gesetzen. Durch ein Jahr länger Knast wird sich wohl keiner abschrecken lassen, der eh vor hat zu lügen.

  62. TahcaUshte am 24. August 2006 um 19:55

    @Moni

    Stimmt 100%. Durch diese Massnahmen wird lediglich das Asylwesen noch mehr kosten, was dann weiter Anlass gibt um es noch schärfer zu formulieren.

    Und noch was: es gibt vielleicht einige unter euch, die sich noch an die DDR erinnern. Hat die DDR jemals auch nur einem einzigen Flüchtling einen Pass ausgestellt? Wohl kaum.

    Also erreicht dieses Gesetz auch noch, dass echte Flüchtlinge garantiert nicht mehr aufgenommen werden.

    PS: Dass es auch Missbrauch mit dem Pass und der ID gibt, streite ich nicht ab.

  63. rlarsson am 25. August 2006 um 08:02

    Die von den Gegnern aufgeführten Nachteile kann man als Ammenmärchen bezeichnen. Es gibt nur wenige echte Flüchtlinge, die ohne Papiere in die Schweiz kommen. Es ist ein Ammenmärchen, dass die Kriminalität steigen würde, wenn die abgewiesenen Asylbewerber statt Sozialhilfe nur noch Nothilfe bekämen. Es ist ein Märchen, dass die Kosten stiegen, wenn die Abgewiesenen länger in Haft behalten würden. Laut Bundesrat ist im Gegenteil mit 200 Millionen Franken Einsparungen zu rechnen, da erstens die 6000 Abgewiesenen in Zukunft nur noch Nothilfe bekämen. Zudem rechnet Blocher und mit ihm der Bundesrat damit, dass in Zukunft weniger Ausländer einreisen werden. Die Schweiz darf die Fehler anderer europäischen Staaten nicht wiederholen. In Spanien wurden illegale und ohne Papiere eingereiste Schwarzarbeiter zig Mal legalisiert! Der Effekt war das Anschwellen des Flüchtlingsstroms! Die Katastrophen die sich vor den Kanarischen Inseln und vor Lampedusa abspielen sind Zeugnis von dieser verfehlten Politik. Die Flüchtlingsströme nach Europa werden zukünftig stetig ansteigen und das soziale Gleichgewicht arg in Schieflage bringen. Dass da eine Zeitbombe tickt, das sehen mittlerweile sogar linke EU Politiker ein! Europa, die EU wird die Probleme angehen müssen! Regierungen in den Nordländern haben Ihre Asylgesetze zudem schon längst verschärft (z.Bsp. Dänemark). Nicht nachvollziehbar ist, was an den beiden Vorlagen unmenschlich sein soll oder gar unchristlich? Ich habe noch keinen Gegner kennen gelernt, der selber Flüchtlinge bei sich aufnehmen würde oder dies schon getan hätte. 2 X Ja ist die logische Antwort am 24. September!

  64. Moni am 25. August 2006 um 09:46

    @rlarsson

    Dann erklär mir mal, woher Du das mit den Ammenmärchen weisst. Vielleicht kennst Du Dich da ja wirklich aus? Vielleicht auch nicht, dann ist das lediglich eine Behauptung von Dir.

    Sorry, nur weil der Bundesrat behauptet, dass 200 Millionen eingespart werden könnten muss es noch lange nicht stimmen. Hast Du eine Ahnung was ein Gefangener pro Tag kostet? Die Einsparungen werden im nu von den erhöhten Kosten bei den verlängerten Gefängnisaufenthalten verschluckt. Mit dem Ergebnis, dass sie dann trotzdem freigelassen werden müssen ohne Gewähr, dass sie dann doch ausreisen, genau wie heute. Ohne Papiere ist keine Ausschaffung möglich und die Wahrscheinlichkeit der Papierbeschaffung wird nicht grösser, je länger sie im Knast sitzen. Einzig wenn sich im Herkunftsland etwas grundsätzlich ändert sodass dies plötzlich möglich würde. Sollte sich aber die Lage in einem Land so verbessern würde wohl auch einige freiwillig wieder zurückreisen.

    Das tolle an der ganzen Sache in Spanien ist ja z.B. dass sie viele billige Arbeitskräfte brauchen, um die riesigen Gemüseplantagen zu betreiben und die Ueberproduktion möglichst kostengünstig zu betreiben. Dann lohnen sich die EU-Subventionen noch mehr, da noch mehr Kohle gemacht werden kann. Die Ueberproduktion landet dann mit EU-Exportsubventionen auf afrikanischen Märkten und zerstören dort gleich noch die Einkünfte lokaler Bauern. Und dies ist ein Fakt und schon lange nachgewiesen. Man könnte also sagen, dass das mit ein Grund ist für das Anschwellen des Flüchtlingsstroms. Europa muss die Agrarsubventionen sehr dringend überdenken! Das ist zwar nicht das einzige Problem, aber ein grosses, das nicht einfach vom Tisch geputzt werden kann.

  65. Moni am 25. August 2006 um 16:19

    @rlarsson

    Ein Teil von dem was Du gepostet hast stammt aus der gestrigen Rede von Blocher. Entweder warst Du dort oder Du hast es dann heute Morgen in der Zeitung gelesen, hast einfach ein paar andere Worte verwendet. Interessant… Ansonsten hast Du Dich sicherlich mit dem Problem in Spanien noch in keinster Weise auseinandergesetzt. Denn sonst würdest Du Zusammenhänge zwischen dem Bedürfnis an sehr billigen Arbeitskräften, die die spanische Bevölkerung nicht stellen kann und den Legalisierungen sehen. Theoretisch könnte Spanien diese illegal arbeiten lassen, dann sind sie nämlich noch billiger. Sie arbeiten und wohnen unter sklavenähnlichen Bedingungen – ist übrigens ausreichend dokumentiert worden.

  66. Moni am 25. August 2006 um 16:26

    @rlarsson

    Hier noch der Link aus dem Tagi-online, als Quellenangabe für dein Posting… Wenigstens hättest Du Dir die Mühe nehmen können es in Deine eigenen Worte zu fassen;-))

    http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/zuerich/658506.html

  67. Anatoly am 25. August 2006 um 16:32

    Markt und Moral oder das soziales Gewissen des Herrn Markus Rauh

    Bekanntlich stimmen wir am 24.September über die Asylgesetzrevision ab. So hat sich auch im Kanton St.Gallen ein Komitee gegen diese Revision gebildet mit namhaften Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der Swisscom Herrn Markus Rauh oder den beiden St. Galler Regierungsräten Schönenberger und Stöckling. Es könnte den Anschein erwecken das diese Herren Aufeinmahl sich an ihr soziales Gewissen erinnern. Doch hält dieses Gewissen auch einer gründlich Prüfung stand. Was die Person von Markus Rauh betrifft lässt gewisse Zweifel offen.

    Im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Verwaltungsratspräsidenten der Swisscom und der Aussage, das ihm Spekulanten lieber sind als Politiker im Rahmen der vollständigen Privatisierung der Swisscom sollte uns zudenken geben. Denn mit der Teilprivatisierung und dem Börsengang der Swisscom im Jahre 1997 wurde es auch möglich das sich auch ausländische Kapitalgeber wie z.B. Pensionskassen sich an der Unternehmung beteiligen konnten.

    Dieser Umstand in sich alleine ist unproblematisch doch bestehen gewisse Zusammenhänge mit Brisanz. Denn mit dem Rückzug des Staates aus der Altervorsorge wie sie die Amerikanische Regierung unter der Busch-Administration vorsieht werden so Mittel frei um andere strategische ziele verfolgen zukönnen wie die Afganistan- und Irakfeldzüge und die Nah- und Mittelerostkonflikt.

    Unter diesem Hintergrund das mit der Privatisierung von Unternehmungen, die im Öffentlichen Interesse (z.B. PTT ) aufgebaut wurden Kriege finanziert werden und dadurch die Flüchtlingsproblematik verschärft wird, wäre es sicherlich Interessant von Herrn Rauh die Meinung zukennen da er ja auch ein Verantwortungsträger war, doch leider bleibt er diese Antwort uns bis heute schuldig.

  68. rlarsson am 25. August 2006 um 17:25

    @Moni
    Und wenn es Sie auch stören mag, dass ich den Tagi-Artikel und die Rede von Blocher in Wort und Schrift wiedergebe, ich stehe dazu und muss das vor Ihnen in keiner Art und Weise rechtfertigen! Nicht alle lesen den Tagi in der Schweiz, nicht alle Zeitungen wiedergeben Sachthemen sachlich und in unverzerrter Form. Ich stehe zu vielem was Blocher als Sachverständiger in der Öffentlichkeit sagt! Ihn wegen dem jedesmal zur Schnecke machen, das ist das Couleur und die Machenschaft der Linken und Netten in diesem Land. Wagschauen / Schönreden / Desavuieren könnt ihr super gut!

  69. Moni am 25. August 2006 um 17:35

    @rlarsson

    Was mich eigentlich stört ist dass Du es ohne darauf hinzuweisen so abtippst und noch in der “Ich”-Form schreibst.

    Blocher als Sachverständiger? In diesem Bereich wage ich das zu bezweifeln. In anderen Bereichen trifft dass sicherlich zu.

    Was mich angeht, ich musste Blocher oder der SVP auch schon mal recht geben – ist zwar schon länger her. Zumindest manchmal gibt es ansatzweise Sachen, denen ich zustimmen könnte, wenn dann nicht eben doch übertrieben würde und alles kaputt gemacht wird. In der Umsetzung hapert es bei denen gewaltig, weil sie es immer übertreiben. Deswegen sind z.T. auch Blocher-Anhänger schon von ihm und seiner Partei abgerückt.

  70. Süchu am 25. August 2006 um 17:46

    “Ihn wegen dem jedesmal zur Schnecke machen, das ist das Couleur und die Machenschaft der Linken und Netten in diesem Land. Wagschauen / Schönreden / Desavuieren könnt ihr super gut!”

    Da stehen die Rechten den Linken um nichts nach…

    PS: Lieber links und nett als rechts und böse?

  71. rlarsson am 25. August 2006 um 19:47

    @Süchu
    “Da stehen die Rechten den Linken um nichts nach…

    PS: Lieber links und nett als rechts und böse?”

    Da habe ich kein Problem damit, das gehört zur politischen Auseinandersetzung, wir müssen ja nicht alle gleich ticken! Nur müsstet Ihr Linken einmal Lösungen bringen, und euern politischen Gegener nicht immer nur bloss stellen. Gott Glück, darf man in unserem Land politisch und persönlich noch seine Meinung frei äussern, nach den Regeln des Anstandes. Vielleicht geht aber das ja vielen Linken gerade zu weit und sie bringen nichts besseres zu Stande als den Bürgerlichen “billigen Populismus” vorzuwerfen und Teile von denen als “braunen Mob” zu bezeichnen. Ich finde vorallem letzteres unverschämt!

  72. rlarsson am 9. September 2006 um 08:52

    Doppelposting entfernt vom Admin

  73. ghandi am 19. September 2006 um 22:00

    Braun ist was sich so benimmt!
    Die Braunen sind nie weggegangen, sie konnten sogar ihrn Sitz an ihre Nachkommen vererben (Villiger)
    Papa Villiger war massgeblich am Handel mit Hitler beteiligt.
    “Die Schweiz und das Gold der Toten”
    Macht einmal Ordnung, vielleicht kann man dann wieder etwas Vertrauen in die Regierung bekommen.

  74. Nebenkläger_II am 22. September 2006 um 13:10

    Der Fairness zuliebe hätte der Verfasser über die Finanzierung der Aktionen von dieser “kulturschaffender Prominenz” informieren sollen.

    Allein Caritas, Terre des hommes, HEKS, SAH, Fastenopfer und die Schweiz. Flüchtlingshilfe kassierten zusammen im Jahr 2004 über 40 Millionen aus der Bundeskasse. Deshalb ist klar, wer das Budget ihres Abstimmungskampfes (rund 600’000v Franken finanziert, nämlich der Steuerzahler. (Schweizerdemokrat Nr.9 September 2006)

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