Hier Werben?

Atomstrombefürworter trotz offener Atommüll – Frage im Aufwind

Atommüll

Zwar verteilt der Staat in regelmässigen Abständen Jodpillen, damit die Bevölkerung bei einem allfälligen atomaren Zwischenfall “etwas in der Hand” hat. Auch melden die bestehenden Atomkraftwerke beispielsweise für das Jahr 2004 sieben klassierte Zwischenfälle. Auch der Generator des Atomkraftwerks Leibstadt ist bis im Herbst ausser Betrieb, weil ein Konstruktions- oder Produktionsfehler vorliegt. (Ja natürlich, das macht überhauptnix, ist ja bloss der Generator, der hat gaaar nix mit dem Reaktor zu tun…) Auch die Ensorgung des strahlenden Atommülls ist seit bestehen der Atomkraftwerke in der Schweiz eine zentrale aber ungelöste Frage. Jeder potentielle Standort stösst bei der lokalen Bevölkerung logischerweise auf extremen Widerstand. Nichts desto Trotz plant die Energiefirma Axpo bereits das nächste AKW. Zwar hat Energieminister Moritz Leuenberger letzten Dezember klargemacht, dass vor der Planung der nächsten Atomkraftwerke eine Lösung für den Aufgestauten Atommüll gefunden werden müsse. Diese Tatsachen hat jedoch auch die Spitzen der Bürgerlichen Politiker in der Schweiz nicht daran gehindert, sich für den Bau neuer AKW’s auszusprechen.
Wenn die Sache so einfach wie nötig ist, wieso offerieren Die Herren Politiker nicht Ihr Heimatdorf als Atommüllager? Oder wie wärs wenn man sich mal die Vorschläge der Jungen Grünen zu Herzen nehmen würde? Anstatt beim (Häuser-) Bauen sparen die AKW sparen!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 25. Mai 2005 in der Rubrik Energie und zu den Stichwörtern , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

3 Kommentare zum Artikel “Atomstrombefürworter trotz offener Atommüll – Frage im Aufwind”

  1. phono am 25. Mai 2005 um 10:53

    die überproduktion des schweizer stroms betrug letztes jahr etwa 7 mrd. kwh. das entspricht etwa der produktion des akw's gösgen. in der überproduktion nicht berücksichtigt sind die 14 mrd. kwh atomstromimport aus frankreich, die wir dann mit verlust wieder ins ausland verkaufen müssen…
    soviel zum thema "uns geht der strom aus".

    1978 beauftragte der bundesrat die akw-betreiber, einen nachweis für die dauernde und sichere entsorgung radioaktiver abfälle zu erbringen. bis 1985 hatten sie dazu zeit, ansonsten die werke stillgelegt werden sollten. bis heute ist der nachweis immer noch nicht erbracht, die frist (1985) wurde immer wieder "angemessen verlängert". wenn leuneberger also eine lösung für die endlagerung sehen will, bevor ein neues akw diskutiert wird, verlangt er damit eigentlich nur die umsetzung seit fast 30 jahren geltenden rechtes.

    anstatt immer mehr subventionierten strom zu erzeugen, müsste die energieeffizienz gesteigert werden. dies wäre technisch problemlos möglich. mehr dazu: faktor 4.
    mittelfristiges ziel der schweiz muss die 2000watt-gesellschaft sein. momentan sind wir bei 6000 watt…

  2. AlphaPapaGolf am 26. Mai 2005 um 15:52

    …ich hoffe Sandro und phono stellen ihre Computer, Printer, TV etcetc immer auf "off" und nicht auf "standby". So sparen diese Herren den Strom (den ich gerne in meine Geräte umleiten möchte).
    Auch Ogi hat uns ja gut erklärt, das man mit richtig Eier kochen mächtig Strom sparen kann.
    Trotzdem brauchen wir ein oder zwei neue 1200 MWatt Kernkraftwerke. Aber sicher nicht Gaskombikraftwerke, grässliche CO Schleudern….wääähhhhhh….

  3. Forum Politik » Vierzehn Zwischenfälle in den Schweizer Atomkraftwerken am 9. Januar 2006 um 18:07

    [...] Da haben wir ja grad noch Glück gehabt, dass nichts schlimmeres passiert ist. Was die HSK natürlich nicht mitteilt, ist das immernoch ungelöste Problem der Atommüllentsorgung. Wie hier bereits mehrfach erwähnt ist dieses Zeitbombenproblem noch immer Lichtjahre von einer Lösung entfernt. Gut, einen Minister & Bundespräsidenten zu haben, der deutlich ausspricht was auf Nachhaltigkeit orientierte Schweizer schon längst fordern: Die Planung eines neuen AKW kommt solange nicht in Frage, bis die Entsorgung des Mülls restlos geklärt ist. Ich finde es amüsant, dass immer sofort mit dem Schicksal unserer Kindern und Kindeskindern argumentiert wird, wenns um die Finanzen geht, bei der Energie jedoch haben die Atomstrombefürworter plötzlich überhaupt kein Problem mehr, unseren Nachfahren Berge von Müll zu hinterlassen, welche noch mindestens die nächsten 20′000 Jahre radioaktiv Strahlen. Abgelegt unter: Umweltschmutz Tags: AKW, Sicherheit, Leibstadt, Mühleberg, Gösgen, Beznau, Atommüll, Moritz Leuenberger — Sandro @ 17:51 [...]

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um Artikel zu kommentieren.

Werbung

Twitter Beiträge

Ähnliche Artikel

Facebook

Rubriken

Stichwörter

Das Politik Forum ist CO2 neutral

Neuste Kommentare

Archiv