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Armeedrohnen für die Verkehrsüberwachung am Gotthard

Die Kriegsspielzeuge von Sämi Schmid sind offenbar viel zu wenig gut ausgelastet. Mangels Feindbildern und akuten Bedrohungen werden die superteuren und steuergeldfinanzierten Spielsachen nun immer öfter für zivile Zwecke eingesetzt. Aktuellstes Beispiel sind militärische Überwachungsdrohnen (unbemannte Flugobjekte), welche an diesem Wochenende den Stau am Gotthard “überwachen” werden:

Wie bereits beim letztjährigen Osterstau wird die Armee auch diesmal wieder die Verkehrspolizei Uri mit den Bildern aus einer Aufklärungsdrohne beliefern. Die Drohne (Bild) operiert heute und morgen ab Emmen LU.

(Quelle: Blick vom 12.04.2006, Artikel n. online)

Die Superdrohne übernimmt also Polizeiaufgaben. Militär und Polizei vermischen sich immer stärker, wie wir auch schon in diesem Artikel berichtet haben. Und falls dann grad noch zwei Kiffer ins Bild rutschen, gibt das für die Innerschweizer Polizei noch einen “Drogenfang” gratis dazu. Und dafür zahlen wir Steuern!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 13. April 2006 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

8 Kommentare zum Artikel “Armeedrohnen für die Verkehrsüberwachung am Gotthard”

  1. Chevy am 13. April 2006 um 11:54

    Wenn die Polizei sich eigene Drohnen anschaffen würden währe das auch wieder nicht recht. (Anschaffungspreis!)

    Die Alternative währe ein Hubschrauber kreisen zu lassen. –> Umweltbelastung und Unterhaltskosten!!!

    Da hier bei einem solchen Einsatz Umwelt und Finazielle Recourcen geschont resp. gespart werden kann ich nur sagen weiter so. Das Militär gereift ja nicht Aktiv ins geschehen ein, sondern beobachtet nur.
    (die AdA’s die die Drohnen fliegen werden sich auch freuen wenn sie mal etwas sinnvolles tun können und sich nicht die Beine in den Bauch stehen)

    Ich sehe NUR vorteile.

  2. vollmi am 13. April 2006 um 13:00

    @Sandro
    Was schlägst du vor? Das die Polizei auch noch eine Drone kauft? Also zwei Drohne die dann nicht ausgelastet sind. Tolle Idee.

    Oder das nur die Polizei eine Drone kauft und die Armee nicht? Das spart genau wieviel Geld?

    mfG René

  3. Sandro am 13. April 2006 um 13:21

    Ich schlage vor, dass das Militär, solange es nicht vollständig abgeschafft ist, für die Landesverteidigung aufkommt und keinerlei Polizeiliche Aufgaben übernimmt.

  4. Süchu am 13. April 2006 um 15:05

    also ich seh jetzt in dem konkreten Fall eigentlich nicht so nen Problem… Schlimmer wirds, wenn das Militär anfängt Privatpersonen zu überwachen. aber ich hoff, soweit sind wir noch nicht (sonst laden wir schon mal das “Luftgwerli” ;) )

  5. Chevy am 13. April 2006 um 15:20

    @ Sandro

    Das ist das erste mal das Du dich gegen die ökologisch vernünftige Alternative stellst (Hubschrauber vs. Drohne)
    Bist Du so gegen unsere Armee?
    hast Du Militärdienst geleistet?

    Jetzt sagst Du auch noch das sich die Armee um die Landesverteidigung kümmern soll, aber jedes mal wenn neues Material für die landesverteidigung besorgt werden soll bist Du gegen die Ausgaben. das geht nicht auf.

  6. sebi1742 am 13. April 2006 um 15:58

    landesverteidigung…guter witz *hust*

  7. Sandro am 13. April 2006 um 16:01


    Das ist das erste mal das Du dich gegen die ökologisch vernünftige Alternative stellst (Hubschrauber vs. Drohne)

    Eine ökologisch vernünftige Alternative wäre, den Gotthard über Ostern für den Privatverkehr zu schliessen. Dieser Stau ist die hinrverbrannteste mutwillige Ökokatastrophe, die wir an unserem Alpenübergang jedes Jahr erleben müssen. Hm, wenn ich so drüber nachdenke, könnte man da auch die Staatsfinanzen aufbessern. Z.B. mit einer Oster-Maut im Bereich von 100.-. (Ich fahre praktisch jedes Jahr staufrei ins Wallis… Mit der SBB!)

    Wenns nach mir ginge, würde ich die Ökoterroristen auf der Gotthardautobahn in ihrem eigenen Scheiss sitzen lassen. Sollen die doch im Stau schmoren. Dass ich dafür als Steuerzahler aufkommen muss finde ich eine Schweinerei. Weder Polizei noch Armee haben bei diesen Irren Stau-Fanatikern zu helfen. Die sind zu 100% selber schuld an ihrer Stau-Misere.

    Jetzt sagst Du auch noch das sich die Armee um die Landesverteidigung kümmern soll, aber jedes mal wenn neues Material für die landesverteidigung besorgt werden soll bist Du gegen die Ausgaben. das geht nicht auf.

    Ich bin ein absoluter Armeegegner. Wir sollten, genau wie Costa Rica, auf die unnötigen Ausgaben für die Pseudolandesverteidigung verzichten. Da dies leider nicht von einem Tag auf den Anderen möglich ist, soll sich die Armee, bis dann auf “die Verteidigung” konzentrieren, was auch ihr “klarer Auftrag” ist. Verkehrsüberwachung und Drogenfahndung haben damit nichts zu tun. Diese “Verteidigung” können die Militärs tiptopp mit dem bestehenden Material “spielen” Für die nötige Umrüstung aller Militärfahrzeuge/Militärflugzeuge und sonstigem grünem Schrott mit Partikelfiltern ist das (viel zu hohe) Milliardenbudget der Armee mehr als genügend. Neue Finanzen brauchts dafür nicht.

  8. feusl am 14. April 2006 um 09:15

    Wieso braucht die Polizei Bilder vom Stau? Die stehen ja! Und wenn sie wissen wollen, wie weit der Stau geht, dann sollen sie gefälligst den Zgraggen Schagg anrufen!

    @Sandro:
    Du exerzierst in deinem Kommentar Nr. 7 genau die vier ordnungspolitischen Lösungsprinzipien bei Knappheit wie sie hier zu finden sind. Zumindest zwei davon (Preismechanismus und Zuteilung durch Behörde, was auch eine Schliessung beinhaltet). Die anderen beiden prinzipien wären demokratische Entscheide oder Verhandlungen zwischen Interessengruppen – was beides wohl nicht funktionieren würde…

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