Arbeitet Marcel Ospel 269 mal besser als ein Durchschnittsbüezer?
Gemäss dem Facts Lohnrechner verdient der Schweizer Durschnittsbüezer ohne Kaderfunktion Fr. 77’796.- pro Jahr. UBS Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel kann über solche Summen nur müde lachen. Seine Arbeit ist so effizient und gut, dass ihm sein “Vorgesetzter” rund 269 mal soviel, also 21’000’000.- auszahlt. Sich über solcherlei Casino-Kapitalisten, welche sich diese Summen notabene selber zuschanzen, aufzuregen und öffentlich über den (Un-)Sinn solcher Entschädigungen zu diskutieren ist für Bundesrat Christoph Blocher bloss Sozialneid.
Zur Rechtfertigung dieser absurden Lohnzahlungen bemühen die Top-Manager meistens die Worthülse “Wettbewerb”. Wie in der Arena vom letzten Freitag klar wurde, findet ein Solcher Wettbewerb höchstens in den Köpfen der Abzocker statt. Kein einziger Amerikaner leitet eine europäische Top-Bank, dies obwohl die Amerikanischen Gehälter laufend als Beispiele für die Abzocker-Gehälter hinhalten müssen und die Gefahr der Abwanderung der Spitzenkräfte entstehe, wenn man bloss 2 anstatt 20 Millionen zahle. Wer soll denn sowas glauben? (Seien wir ehrlich, wer würde sowas nicht behaupten, wenn er selber zwischen 2 und 20 Millionen wählen könnte?)
Wer Unternehmer ist und täglich sein Lebenswerk und seine Existenz aufs Spiel setzt um in der Schweiz Arbeitsplätze zu schaffen/erhalten wird sich niemals eine solch horrende Summe auszahlen. Diese Unternehmer setzen sich auch offen und gegen den Willen der Abzock-Manager für transparentere Gesetze ein. Wer jedoch mit einem Platingesäumten-Gold-Fallschirm in der Top Etage am Paradeplatz sitzt, findet seinen Diebstahl sogar noch gerecht und will die Gehaltsfrage als Privatsache und die Kritiker als Umverteiler abtun.
Für den Konsumenten gibt es jedoch zum Glück ein kleines Mittel, seinen Missmut über die Super-Abzocker Kund zu tun: Er wählt für seine 77’796.- Fränkli eine Bank, welche sich von den Abzock-Gehälter öffentlich distanziert.

äh ja, und sonst gibts nix zu berichten an diesem montag? vielleicht die regierungsratswahl in solothurn? oder ist korruption nur dann so richtig pöhse, wenn sie rechts der mitte passiert?
[1] öhm korruption? Falls du auf die sogenannte "Pro-Facile Medien-Affäre" anspielst, solltest du etwas weiter lesen als die Blick-Schlagzeilen: Pro Facile von Vorwürfen entlastet.
[...] Topverdiener wie zB. Marcel Ospel (UBS), Franz B. Humer (Roche), Oswald Grübel (CS) sehen es als persönliche Angelegenheit beziehungsweise als Privatsache. Peter Brabeck (doppelter Chef des Weltkonzerns Nestle) begründet sein Schweigen mit: …. verzichtet auf eine Teilnahme an der Umfrage und zwar aus Rücksicht auf die immer noch stark ausgeprägte calvinistische Haltung, die Wohltätigkeit, ebenso wie Vermögen, mit grosser Diskretion umgibt. [...]
Bei Mc Donalds kostet der “Chefsalat”
neu 50000.- Fr
[...] und schreibt: Der Produzent dieses Films arbeitete früher selber bei der UBS. Nein, nicht Marcel Ospel, sondern bloss Thomas Scheurer. Verlinken Category: Politik, UBS, WirtschaftTags: Bankgeheimnis > [...]