Anzahl Unfalltote massiv angestiegen
Trotz Promillesenkung und vielen anderen Massnahmen sind im Jahr 2007 über 400 Menschen auf der Strasse ums Leben gekommen, wie der TCS meldet.
Bezüglich Massnahmen gegen die steigende Zahl Verkehrstoter gehen die Meinungen weit auseinander. RoadCross, die Vereinigung von Angehörigen von Strassenverkehrsopfern fordert:
Es müssen unbedingt mehr Kontrollen stattfinden, bevor etwas passiert und Unschuldige zu leiden haben (siehe ‘Verkehrskontrollen’). Und wir müssen endlich dazu kommen, Alk am Steuer und Fahren ohne Ausweis mit Sühnemassnahmen zu ahnden statt nur mit kleinen Geldstrafen. Zum Beispiel Betreuung von Patienten in Spitälern und Rehakliniken – ein ganzes Jahr lang an jedem 2. Wochenende. Damit mann sieht, was er angerichtet hat oder was er hätte anrichten können…
Während der Touring Club bauliche Massnahmen fordert:
Allein mit Repressionen lassen sich die gesteckten Ziele nicht erreichen. Beunruhigend für den TCS ist in diesem Zusammenhang die Zahl von Verkehrsopfern, die von Motorfahrzeuglenkern ohne Führerausweis verschuldet wurden. Nach Auffassung des TCS liegt noch einiges Verbesserungspotential in der Strassengestaltung ausserorts und bei den Fussgängerstreifen innerorts.
Beide Forderungen zusammen könnten wohl tatsächlich etwas bewirken. Herzliches Beileid an dieser Stelle den Angehörigen der über vierhundert Getöteten.

Thema ist schon hier:
http://www.ignoranz.ch/forum/4_2731_0.html
So lange, man Autofahrern, wie kürzlich bei einem Fall in Olten, als unschuldig anschaut, weil es Nebel gehabt hat und das Kind auf dem Fussgängerstreifen nicht sehen konnte (der mann hat sein auto erst nach 25m stoppen können). Wird es noch mehr Verkehrstote geben. Wenn es Nebel hat und einen Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen nicht sehen, dann ist der zu schnell gefahren! Weil er seine Geschwindigkeit nicht der Situation hat. Sehen ist oft eine Funktion der Geschwindigkeit. Und auch wenn der TCS-bauliche Massnahmen fordert, dann wird sich genau dieser Verein gegen bauliche Massnahmen wehren, die Geschwindigkeitswirksam sind.
Das liegt auch an der enormen Agilität der neuen Modelle – sekundenschnelle Beschleunigung – aber vor allem an der sträflichen Missachtung des Gebotes der Anpassung der Geschwindigkeit an die Sichtverhältnisse. Und wie buchi bereits sagte, eine Justiz, die das Gebot sträflich missachtet.
Ich weiss nicht, was eine “sekundenschnelle Beschleunigung” sein soll, ich nehme an, dass du damit die stärkere motorisierung meinst. Auf der anderen seite muss man auch sehen, wie viel sicherheitswirksame massnahmen in neue fahrzeuge verbaut wird. Im bezug auf die sichtverhältnisse zum beispiel aktives geschwindigkeits-/abstandsregelsysteme, und adaptives kurvenlicht, adaptive bremsleuchten etc. Sogar nachtsichtgeräte sind erhältlich. Mit anderen worten: noch nie waren die fahrzeuge so sicher wie heute.
Das problem liegt fast immer beim verkehrsteilnehmer. Radfahrer, die reihenweise das gefühl haben, sie müssten sich an keine verkehrsregeln halten, und beleuchten müssten sie ihre SUV (mountain bikes) auch nicht. Übermüdete lastwagenfahrer, bevölkerungsgruppen die zwischen den discos rennen fahren, auch betrunken und ohne ausweis, barbies am SMS-len, verkehrs-zombies am mobile phone, und subjektiv immer mehr leute, die am steuer alles mögliche machen, nur nicht autofahren. Ich wage hier die aussage, dass zu tiefe geschwindigkeiten manchmal kontraproduktiv sind, und mehr unfälle aus unaufmerksamkeit provozieren.
Im übrigen wird jeder verkehrsteilnehmer immer wegen nichtbeherrschen des fahrzeugs und nichtanpassen der geschwindigkeit gebüsst wenn er einen unfall baut.
Was den anstieg der unfälle bewirkt hat muss zuerst untersucht werden, ist immer wieder lustig, wie unabhängig der realität immer die gleichen forderungen aufgestellt werden. Sinken die zahlen, frohlockt man über deren wirksamkeit, steigen die zahlen zweifelt man nicht daran, sondern fordert sie jetzt erst recht.
Das es massiv mehr Todesopfer gibt ist eine bewusste Falschinformation der Medien!
Wer mehr darüber wissen will kann es unter dem folgenden Link nachlesen:
http://www.morgarten.info/?p=47
DEr TCS ist der “offiziellen” Berichterstattung zuvor gekommen. Weil das bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) immer nur zwei Begründungen kennt: Wenn es weniger Tote gibt als im Vorjahr, dann, weil die Repressionsmassnahmen, Schikanen und Gängelungen gewirkt hätten.
Gibt es aber mehr Tote, dann müsse man eben die Schikanen und die Repression weiter verstärken.
Übrigens: Auch von 2002 auf 2003 ist die Anzahl Todesopfer mal angestiegen, damals noch auf einem Niveau von weit über 500.
Je tiefer die Anzahl Todesopfer wird, desto schwieriger wird es, noch weitere Fortschritte zu erzielen.
Jedes Opfer ist eines zuviel. Aber das gilt eigentlich für alle Bereiche. Der motorisierte Strassenverkehr hat in den letzten 50 Jahren weit mehr Fortschritte gemacht als zum Beispiel der Haushalt, die Arbeit, der Sport, …
Dass der Strassenverkehr in der langjährigen Tendenz immer sicherer wurde, ist wohl unbestritten. Ob das gerade jetzt immer noch gilt und sich der Trend noch Jahre fortsetzt, ist wieder eine andere Frage.
Es gibt also zwei Möglichkeiten: der Anstieg von 2006 auf 2007 war eine statistische Schwankung, oder nicht.
Auf jeden Fall gibt es aber noch Potenzial, die Verkehrssicherheit weiter zu steigern. Ob und mit welchen Massnahmen man das will, muss politisch ausgehandelt werden.
g.
Einverstanden, gumbyman.
Ersteres ist zu hoffen und Letzteres ist wohl unser aller Ziel.
Die Unfallhäufungen liegen an der Dummheit und Beschränktheit der Fussgänger. Im 2007 wurden fast 40% mehr Fussgänger vont Trams erfasst als ein Jahr zuvor. Da an den Tram’s nichts geändert wurde kann die Ursache nur an den Fussgängern liegen. Niemand läuft vor ein Tram wenn er es sieht, da das heisst die Leute schauen weder links noch rechts wenn sie eine Strasse überqueren, und das ist Beschränkt. Somit ist auch klar wer Schuld ist an der Unfallzunahme. Um Vision Zero zu erreichen müsste man das betreten der Strasse und Trammtrasses für Fussgänger ohne Verkehrsausbildung verbieten.
Damit nominiere ich Chevy für den “Ignory 2008″. Oder ich führe einen Preis für das dümmste Posting des Jahres ein. Infos folgen.
ok, Sandro, es ist provokativ geschrieben, mit absicht. Dann nenn mir deiner Meinung nach die Ursache die dafür Verantwortlich sind das 40%mehr Fussgänger ins Tram laufen als noch vor einem Jahr. Interessiert mich wo Du die Ursache siehst. Ich kann mir das nicht erklären wie man ein Tram übersehen kann.
“Radfahrer, die reihenweise das gefühl haben, sie müssten sich an keine verkehrsregeln halten”
Es ist auch schwer nachvollziehbar wieso sich ein Radfahrer um Verkehrsregeln kümmern muss, die von und für Autofahrer gemacht sind besonders innerorts. Das sind aber meist Radfahrer, die normalerweise im Auto sitzen und sich als Veloer dann als Gesetzlose fühlen.
@chevy:
Jahrhundertealte Städte sind nun mal für Langsamverkehr konzipiert. Die Grenze zwischen sicherem Gebiet (Trottoir) und unsicherem (Strasse) ist viel zu klein.
In Städten sollte darum in jedem Fall der Vortritt des Langsamverkehrs gelten, unabhängig davon wer nach SVO im Recht ist.
Der Verkehr wird immer sicherer, weil sich immer weniger Leute ausserhalb von Autos aufhalten (Kinder mit dem Auto in die Schule fahren ist sicherer als zu Fuss) und das Auto immer mehr Sicherheitsfeatures hat (Airbags, Knautschzone etc.)
Am besten den Fussgängern noch mehr Freiheiten auf den Strassen einräumen, damit sie ganz mit Scheuklappen auf dem Handy tippend die Strassen überqueren können ohne nach links und rechts zu schauen. Wurden Strassen eigentlich für den mobilen Verkehr oder für Fussgänger gebaut? Weiss das heute noch jemand?
Die Idee auf einer für das Auto konzipierten Bahn (Strasse) dem schwachen Fussgänger den Vortritt zu gewähren ist genau so idiotisch, wie wenn man auf den Schienen der Eisenbahn dem Auto den Vortritt gewähren würde.
Mag ja nett sein und sozial, aber völlig unlogisch und vorallem gefährlich. Da nützt es dem toten Fussgänger dann wenig, wenn der Autofahrer für schuldig befunden wird und massiv bestraft wird. Man hat dann 2 Opfer.
@schamp
Du hast recht. Es braucht viel mehr Fussgängerzonen. Zudem muss man endlich die krebserregenden Abgase eliminieren, speziell die Dieselabgase schädigen auch das Nervensystem.