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Alfred Heer fordert Taliban-Methoden

“Wie du mir, so ich dir” ist das Motto von SVP-Hardliner und Zürcher Kantonsrat Alfred Heer. Weil in einigen (demokratischen?) muslimischen Ländern der Bau von Kirchen verboten ist, will er im Gegenzug den Bau von Minaretten in der Schweiz generell verbieten. Nach dieser Logik, müssten alle Chinesische Restaurants in der Schweiz eigentlich auch mit einem Strafzoll versehen werden, analog dem, welcher die Chinesische Regierung letztens gegen Luxusartikel (z.B. Schweizer Uhren etc.) erhoben hat. Na, merken Sie den Schwachfug in der Argumentation von Heer? Letztlich geht es dem SVP-Rechtsaussen einmal mehr ausschliesslich drum, mit der aktuellen Weltlage Stimmung gegen religiöse Minderheiten zu machen. Irgendwie erinnert mich die billige SVP Muslimhetze an eine dunkle Zeit in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts… Ersetzen Sie das Wort Muslim einfach mal durch “Jude” und “Minarett” durch “Synagoge”. Ach ja, und irgendwie ist die SVP plötzlich für jedes neue Gesetz zu haben, hörte ich nicht mal “Weniger Staat mehr SVP”? (Via LKM)

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 14. April 2006 in der Rubrik Politik und zu den Stichwörtern , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

12 Kommentare zum Artikel “Alfred Heer fordert Taliban-Methoden”

  1. Beat am 14. April 2006 um 16:15

    Es ist schon interessant wie stark die Grünen für den Islam kämpfen.

    Dabei vertritt er gar nicht so eure Werte.

    Wir Rechten sind wenigstens noch fähig zu sehen, was die Schweiz bedroht. Und wenn es darum geht, das uns DIREKT bedroht ist es sicher nicht der Texaner Cowboy in Washington.

    Kämpft weiter für mehr Islam in der Schweiz. Wir werden sehen wohin das führt.

  2. AlphaPapaGolf am 14. April 2006 um 16:53

    Ich kann das Verbot von Minaretten in der Schweiz unterstüttzen. Wenn die Muslime Minarette sehen wollen, können sie in den Orient reisen. Dort steht an jeder Ecke eins.
    (soweit die sunnitischen Minarette nicht von den Schiiten und schiitischen Minarette nicht von den Sunniten in die Luft gesprengt wurden.)
    Hier in der Schweiz sieht man Kirchen.
    Die Stossrichtung der Muslime ist klar die Kolonisierung des Westens. Zuerst Friedhöfe in Zürich, dann Moscheen, dann Minarette, dann Muezzine, dann die Anerkennung des Islam als Staatsreligion, dann den Rückbau der Kirchen, dann Kopftuchpflicht für ALLE Frauen…..
    Klar, wer sich hier ohne Minarette nicht wohlfühlt kann Richtung Heimat abdampfen!

  3. fehldruck am 14. April 2006 um 17:21

    Mhm, genau, und hier ist sie wieder, die jüdische Weltverschwörung, diesmal getarnt als die muslimische… Wie lange geht es noch, bis ihr die Deportation aller Muslime fordert?
    Muss man es wirklich explizit aussprechen, dass es nicht darum geht, dem Islam (oder sonst einer Religion) den Weg für die Eroberung der Welt zu ebnen, sondern lediglich dass Menschen ihr legitimes Recht auf Religionsfreiheit wahrnehmen können?

  4. Beat am 14. April 2006 um 17:38

    APG:

    Ich dachte immer der Westen sei so dekadent.

    Man verweise auch auf den Ehrenmord in Berlin

  5. RonaldCH am 14. April 2006 um 18:09

    Ich weiss nicht, wie im Detail sich Alfred Heer diese Massnahmen vorstellt. Aber ich sehe nicht ein, wieso wir Schweizer die Menschenrechte, die so viel ich weiss, von allen, oder den meisten Islam-Staaten unterschrieben wurden, nicht auch einzufordern das Recht haben. Zu diesem Menschenrecht gehört freie Ausübung der Religion und dazu gehört bestimmt auch das bauen von Kirchen, welches kaum, oder nur unter schwierigsten Bedingungen möglich ist in Muslim-Staaten.

    Warum sollen die Muslims das Recht beanspruchen können, hier Moscheen bauen können, während in ihren Ländern Menschen nicht einmal Christen werden dürfen, ohne um ihr Leben bangen zu müssen? In manchen muslimischen, oder hinduistischen Staaten wären die Christen froh, wenigsten die Zusage zu bekommen, dass in Zukunft keine Kirchen mehr niedergebrannt werden, verschwiegen die Bewilligung für einen Kirchenbau zu bekommen.

    Zwar sind die Türken daran, ihre Gesetze betr. Kirchenbau zu ändern, weil sie wissen dass mit der gängigen Praxis kein EU Beitritt möglich wäre. Allerdings sind diese Gesetze erst auf Papier, nicht aber in der Praxis zu finden: http://www.wams.de/data/2004/09/26/337976.html?prx=1

    Die Muslims reizen unsere demokratischen Rechte schonungslos aus und ich kann die blauäugigkeit von Bürgern, die diese Zusammenhänge partout nicht erkennen wollen, einfach nicht verstehen. Sandro, tut mir leid, aber deine Vergleiche mit den chinesischen Restaurants und Luxusuhren sind Schwachsinn und haben nichts zu tun mit dem Clash of Civilisation, zu dem der Moscheenbau durchaus ein Thema ist.
    R.

  6. AlphaPapaGolf am 14. April 2006 um 18:30

    zu fehldruck : Warum die Muslime nicht zurückschaffen? Sie gehören ja nicht hierhin in unsere Zivilisation. Und es passt den Muslimen ja hinten und vorne nichts am Westen.
    Besser sie gehen wieder zurück nach Nordafrika Anatolien oder Kosovo.

  7. quadour am 14. April 2006 um 20:03

    Kürzlich war ich auf den Malediven, die haben ja diesen Super Islam als Staatsreligion. Im Reiseprospekt hiess u.a.: “Staatsreligion ist der Islam. Das Praktizieren von anderen Religionen ist verboten und wird bestraft. ”
    Das ist Klartext. Und so ist es in den meisten islamischen Ländern.
    Es ist festzuhalten, dass in der Schweiz und im Rest dieser ach so dekadenten “westlichen Welt” (dazu gehört Nord- und Südamerika, die Mehrheit Afrikas, die Mehrheit Asiens und Australien) die Ausübung aller Religionen gestattet ist. Das ist auch gut so. Aber Minarette in der Schweiz (es gibt ja schon welche)? Solange sich diese islamischen Oberpfaffen nicht mal geschlossen gegen islamische Intoleranz öffentlich zur Wehr setzen, ganz sicher nicht. Die sind doch mehrheitlich für Terror.

  8. fehldruck am 14. April 2006 um 22:13

    @rolandCH
    Du hast das sehr schön formuliert:
    “ich sehe nicht ein, wieso wir Schweizer die Menschenrechte, die so viel ich weiss, von allen, oder den meisten Islam-Staaten unterschrieben wurden, nicht auch einzufordern das Recht haben. Zu diesem Menschenrecht gehört freie Ausübung der Religion und dazu gehört bestimmt auch das bauen von Kirchen”
    wie können wir die einhaltung der menschenrechte fordern, wenn wir sie gleichzeitig mit den füssen treten, in dem wir anderen ihre religiösen bauten nicht gönnen?
    das in einigen ländern diese rechte nicht vorhanden sind ist tatsächlich höchst bedenklich. doch vergesst nicht, dass wir einen langen weg durchgemacht haben, bis wir in unserer heutigen (pseudo-)aufgeklärten gesellschaft angekommen sind. die oben erwähnten staaten leben noch in mittelalterlichen zuständen. und das beste was wir nun tun sollen, soll der rückfall in ebendiese zeiten sein? nur wer vorbildfunktion übernimmt, hat auch das recht, ethische forderungen an andere zu stellen.

  9. buchi am 15. April 2006 um 00:59

    Ich denke, dass es falsch ist den Bau von Minaretten mit dem politschen Islam zu verwechseln. Es ist auch falsch zu fordern, dass alle Muslime ausgeschafft werden sollen.
    In Regionen, wo sich die Konfessionen über Jahrhunderte teilweise bekriegt haben oder friedlich zusammengelebt haben gibt es in der Regel auch in jeder Ortschaft eine Kirche, eine Moschee mit Minaretten und eine Synagoge. Es ist ja auch in Reformierten Kantonen nicht verboten, dass die Katholische Kirche einen Kirchturm bauen darf. Da sehe ich auch nicht ein warum eine Moschee kein Minarett bauen soll!
    Bei Extremismus im Islam, in Christentum, in der Orthodoxie, im Judentum und in allen anderen Religionen ist natürlich nicht mit Toleranz zu begegnen. Aber mit einer grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber einer einzelnen Religion erzeugt man gewöhnlich eher eine Solidarisierung der Gemässigten Gläubigen mit den radikalen. Daher muss anderen Religionen grundsätzlich tolerant begegnet werden, aber eine Distanzierung zu den radikalen Kräften in der eigenen, wie in der fremden Religion ist immer angebracht.

  10. RonaldCH am 15. April 2006 um 11:02

    @fehldruck

    [i]doch vergesst nicht, dass wir einen langen weg durchgemacht haben, bis wir in unserer heutigen (pseudo-)aufgeklärten gesellschaft angekommen sind. die oben erwähnten staaten leben noch in mittelalterlichen zuständen. und das beste was wir nun tun sollen, soll der rückfall in ebendiese zeiten sein? nur wer vorbildfunktion übernimmt, hat auch das recht, ethische forderungen an andere zu stellen.[/i]

    Was für ein Gutmensch hat dir solche Ideen in den Kopf gesetzt? Für uns hat eine Zeitspanne von 715 Jahren genügt, eine Demokratie zu werden. Warum sind Muslimstaaten und Völker in der gleichen Spanne, die ja auch sie zur Verfügung hatten, mit ihrer Rechtsordnung, ihrer Gesellschaftsordnung (mit ihrer Art mit Frauen umzugehen), erst im Mittelalter angelangt? Denkst du, wenn man ihnen noch einmal so an die 200 Jahre gibt, würden sie’s schaffen? Merkst du, dass hier zuerst Grundsätzliches zu klären ist?

    Nach dir sollte also die EU ihre Beitrittsforderungen an die Türken, die Gesetzte den Menschenrechten anzupassen und sie auch anzuwenden, sofort fallen lassen und die Türkei umgehend in die EU aufnehmen und den Türken dann Zeit geben, den Europäern Demokratie abzuschauen. Die Muslim wird’s freuen, – einfacher kommt das Trojanische Pferd nicht in die Stadt.
    R.

  11. Sandro am 15. April 2006 um 14:15

    @Beat

    Dein ewiges Schwarz/Weiss- Denken und deine Unfähigkeit (Unwille), zwischen dem Islam und Islamisten zu unterscheiden zeigt eigentlich schön, wie wenig es dir an der Debatte liegt und wie sehr am Ängste schüren. Ganz nach dem Motto “Wer unsere (absurden) Forderungen nicht unterstützt, hilft den Islamisten…”. Das habt ihr gut vom Cowboy in Texas abgeschaut, leider ist das nicht Demokratie-kompatibel.

    @APG
    Mach doch eine Initiative um die Religionsfreiheit aus der Verfassung zu streichen.

    @Ronald

    [..] wieso wir Schweizer die Menschenrechte [..] nicht auch einzufordern das Recht haben

    Sehe ich auch so, wir sollten die Einhaltung von Ihnen einfordern. Nicht hier bei uns dasselbe tun. Und das will Heer ja. Damit stellt er sich genau auf die gleiche Stufe wie die Länder, die keine Religionsfreiheit kennen. Leuchtet allen ein.

    Warum sollen die Muslims das Recht beanspruchen können, hier Moscheen bauen können

    - Weil hier Juden Synagogen bauen dürfen
    - Weil hier Buddhisten Tempel bauen dürfen
    - Weil hier Freikirchen Freikirchen bauen dürfen
    - Weil bei uns Religionsfreiheit in der Verfassung steht und auch umgesetzt wird
    - Weil wir in einem freien Land leben

    Darum!

  12. fehldruck am 16. April 2006 um 01:45

    RolandCH, wir haben nicht 715 Jahre gebraucht, um hierhin zu kommen. Wir hatten das Glück, dass durch die Aufklärung, durch die französische Revolution, durch sehr komplexe Mechanismen, hier eine tragbare Demokratie entstanden ist. Zur Erinnerung: Vor 200 Jahren noch herrschten hier die Patrizier, und von Volksherrschaft war noch wenig zu spüren.
    Ansonsten gillt das bereits gesagte: Wir dürfen uns nicht auf ein Niveau vor der Aufklärung “hinablassen”, nur weil andere Länder nach anderen Regeln funktionieren. Das ist 100% kontraproduktiv und kindisch obendrein.

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