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6766 Personen überraschend Besoffen am Silvester

Nez rouge

Über 6’500 Personen wurden diesen Silvester von akutem Alkoholübermass überrascht. Sie alle haben danach die Nummer von Nez-rouge gewählt, um sich von einem freiwilligen Fahrer kostenlos Nachhause chauffieren zu lassen. Sie alle wollten (vernünftigerweise) eigentlich nichts trinken und müssen der alkoholischen Verlockung dann doch erlegen sein. Wie sonst lässt sich erklären, dass man mit dem Auto an eine Silvesterfeier fährt? An Silvester fahren doch praktisch alle ÖV bis in die frühen Morgenstunden resp. die ganze Nacht hindurch. Was für eine Überlegung ist erforderlich um da dennoch mit dem Auto zu fahren? Ein Affront gegenüber allen, welche in weiser Voraussicht per ÖV an die Silvesterparty gefahren sind und eine bodenlose Frechheit gegenüber den Chauffeuren, welche für diese Dummköpfe ihre Feiertage opfern mussten. Da die Zahl der überraschend Besoffenen jährlich zu nimmt, stellt sich ausserdem die Frage, ob Nez-Rouge das Silvesterautofahren nicht eher fördert als reduziert… Und wieso das kostenlos ist verstehe ich überhaupt nicht. Wenn man schon zu tief ins Glas schaut sollte man seinen Nez-Rouge-Engel gefälligst anständig entlöhnen!

Dieser Artikel wurde von Sandro am Mittwoch, 3. Januar 2007 in der Rubrik Verkehr und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

13 Kommentare zum Artikel “6766 Personen überraschend Besoffen am Silvester”

  1. Pirelli am 3. Januar 2007 um 13:11

    “Überraschend besoffen” ist gut!

    Ich schliesse mich deiner Wertung an. Hinzu kommt, dass wohl immer zwei Wagen unterwegs sind, der Fahrer muss ja auch wieder zurückkommen. Bodenloser Stuss, das.

  2. Chevy am 3. Januar 2007 um 13:29

    Ich finde den Service Top, die SBB hat wiedereinmal vergessen das die Neujahrsfeier auch von den Bewohnern kleinen Dörfern gefeiert wird.(Aus meiner sicht also total versagt hat) Aus zuverlässiger quelle weiss ich auch das nicht alle die auf den Nachtbus wollten auch konnten, und das nur wegen Platzmangel.
    Seit wann ist man wegen 2-3 Glas Champagner Besoffen? man ist nur von Gesetzteswegen Fahruntüchtig. Fahren könnten die allermeisten noch Problemlos.
    Sandro dein Neid unverständlich. (Nur weil es mal billiger war mit Nez Rouge nachhausezufahren als mit dem öv oder Taxi.)

  3. RonaldCH am 3. Januar 2007 um 13:44

    Kommt selten vor, aber da muss ich Sandro Recht geben. Ich verstehe auch nicht, warum ein solcher Service gratis sein soll. Wer bewusst zu viel säuft, soll wenigstens seinen Obolus berappen. Woher nimmt denn Nez Rouge das Geld, – es entstehen doch Spesen? Sind die Nez-Rouge Leute Wohltäter für Fest-Latschis, die sich nicht beherrschen können? Oder ist diese Aktion schon Teil der Sozialindustrie geworden? Kann auch nicht sein, dann hätte sich Sandro nicht beschwert. Fragen über Fragen!
    R.

  4. Rico am 3. Januar 2007 um 14:12

    Der Dienst ist zwar gratis, aber nicht kostenlos. Man spendet. Die Einnahmen sind so höher, als wenn man etwas verlangte. Dieses Jahr geht das Geld im Kt. Aargau an die Stiftung Theodora in Hunzenschwil.

    Die Fahrer machen das wirklich gratis (ja, das gibt’s noch). Es gibt Leute, die drehen im Roten vor und an den Feiertagen (lest mal die Beiträge von Few things vor Weihnachten), andere tun etwas, sogar etwas Nützliches.

    Von wegen öV. Den gibt’s noch lange nicht überall. Und wie gesagt, zwischen 0.6 Promille und besoffen gibt’s eine breite Zone, in der man schon lange nicht mehr Autofahren darf.

    Hier mehr über Nez Rouge:

    http://www.nezrouge.ch/deutsch/pressed/pressed.htm

    Ich find’s eine gute Sache. Hab’s vor Jahren auch schon benutzt. Seither entweder daheim geblieben oder ich war in der Nähe und konnte zu Fuss heimkehren.
    Ich habe im Sinn, mich nächsten Dezember auch als Fahrer z.Vf. zu stellen.

  5. thunderbird am 3. Januar 2007 um 14:22

    Ich kann die Leute auch nicht verstehen, die plötzlich merken, dass sie zuviel getrunken haben. Aber die Nez Rouge Aktion ist trotzdem eine gute Sache. Die Fahrer fahren gratis, die Autos werden von einer Garage zur Verfügung gestellt und die Einnahmen (pro Fahrt im Schnitt zwischen 20 und 50 Fr.) werden einer gemeinnützigen Organisation gespendet.

    Übrigens sind nicht alle “Passagiere” besoffen, einige sind auch schlicht und einfach zu müde, um sich am Steuer noch sicher zu fühlen.

  6. TahcaUshte am 3. Januar 2007 um 14:35

    Man sollte jeweils vorher recherchieren, bevor man etwas verurteilt, was man ganz offesichtlich nicht kennt!

    Denn niemand kann wenn er plötzlich besoffen ist, Nez Rouge anrufen. Man muss sich spätestens am Morgen anmelden, damit das eingeplant werden kann.

    So konnte ich diese Jahr zum ersten Mal unbeschwert ein Weihnachtsessen geniessen bis 2 Uhr morgens, mit ca. 5-6 Glas Wein intus. Wahrscheinlich hatte ich sogar weniger als 0,5 aber ich wollte nichts riskieren und zudem war ich um diese späte Zeit doch sehr müde. So habe ich den beiden netten Begleitern gerne 50.– in die Hand gedrückt.

    Und noch was: wenn hier gemeckert wird, dass 2 Autos unterwegs seien, so denkt doch mal bis zu Ende. Wenn ich besoffen bin, das Auto stehen lassen muss und ein Taxi nehme, muss ich am nächsten Tag das Auto ja auch irgendwie holen. Wenn ich mich nun am nächsten Tag vom Kollegen fahren lasse, waren total drei Autos unterwegs. Also sollte sogar für die ewigen Meckerer hier klar sein, dass Nez Rouge effizienter ist…

  7. Pirelli am 3. Januar 2007 um 15:35

    Äh, warum geht man dann nicht von Anfang an mit ÖV oder Taxi hin?

  8. Chevy am 3. Januar 2007 um 17:20

    Zitat:
    Ein Affront gegenüber allen, welche in weiser Voraussicht per ÖV an die Silvesterparty gefahren sind und eine bodenlose Frechheit gegenüber den Chauffeuren, welche für diese Dummköpfe ihre Feiertage opfern mussten.

    Zum glück kommt der ÖV ohne Chauffeuere aus, gell Sandro.
    Würden alle zuhause Feiern müssten immernoch die armen Hunde von Schutz und Rettung Arbeiten gehen, ok EW und Wasser auch noch und was sonst noch notwendig ist.

  9. Rico am 3. Januar 2007 um 17:25

    @Pirelli
    Die Frage ist durchaus berechtigt. Wenn man effektiv direkt an eine Party geht, könnte man auch schon den Hinweg mit öV oder Taxi machen.
    - Bei einem Betriebsfest, an dem tagsüber noch gearbeitet wird (auch mit Auto), hat man diese Möglichkeit nicht.

    Als ich mich (uns) nach einer Sylvesterparty mit Nez Rouge heim chauffieren liess, war es, weil es halt Nez Rouge gibt. (Ja, ich geb’s zu, 2x Taxi wäre etwas teurer gewesen als 1x Nez Rouge)

  10. Ockham am 3. Januar 2007 um 17:32

    YIHA!
    Ich und mein Kollege waren 2 dieser 6766 “Dummköpfe”. Wir haben das Angebot mutwillig benutzt.
    Ja, wir gingen mit dem Auto zur Fete – in 100 % Absicht zum Saufen – zusammen mit der Nummer der kantonalen N.R.-Sektion. Hat prima geklappt um morgen um halb 4. Werde das Angebot auch nächstes Jahr nutzen! Waren super drauf, die Jungs & sehr freundlich.

    Zitat Fahrer: “Das ist immer so eine interessante Nacht, man lernt soviele verschiedene Menschen kennen. Ich mache es schon zum 5. Mal hintereinander.”
    Ich glaube also nicht, dass es so schlimm sein kann; immerhin hat sich die Anzahl der Freiwilligen in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
    Also: Ich habe kein schlechtes Gewissen und gespendet habe ich selbstverständlich auch.

    P.S.: Bin zwar ein ÖV-Fan, aber dort wos hinging fährt kein Bus bis um sieben – wg Feiertagsfahrplan.

    Um in dieser Service-Aktion etwas Schlechtes erkennen zu wollen, muss man schon paranoid veranlagt sein. Ist aber bei Grünen ja die Berufskrankheit Numme 1 – ich habe Verständnis.

  11. TahcaUshte am 5. Januar 2007 um 15:47

    @Pirelli
    Pirelli sagt: am 3. Januar 2007 um 15:35
    Äh, warum geht man dann nicht von Anfang an mit ÖV oder Taxi hin?

    Probier das mal an einem Ort wo man schon unter Tags 2 Std. braucht mit ÖV. Wo ein Taxi schon 10km drauf hat bis es überhaupt hier ist. Geschweige denn morgens um 2 Uhr.
    Und was ist denn der Unterschied zwischen Auto und Taxi, hä? Voll dämlicher Kommentar deinerseits.

  12. RetoB am 7. Januar 2007 um 20:13

    Ich finde dies Aktion von N.R toll, doch eigentlich sollten sie nicht unbedingt ein “gratis” Taxi zur Verfügung stellen sollen, sondern ebenso, Chauffeure, welche zugleich die Besoffenen, bzw. Fahrunwilligen gleich mit dem Auto nach hause gefahren hätten.

    Manche haben vielleicht gar kein Auto, die brauchen dann eines, andere aber hätten eines, und mit diesen hätte man gleich noch einige ohne auf den Strecken einsammeln können.

    dies wäre logistisch whrscheinlich etwas zu anspruchsvoll, aber ökologisch wie auch ökonomische eine noch rentablere Möglichkeit.
    Zumal manches Auto, nicht nochmals zwei Zusatzfahrten verursacht hätte.

    Denn ÖV kann man eigentlich nur sehr bedingt nutzen, ausser jene die in 0815-Arbeitsplätzen tagsüber arbeiten.
    Doch bei vielen diesen Arbeitsstellen, könnten man auch auf viele dieser Personentransport verzichten, den wer den ganzen Tag eh am Computer arbeite, könnte dies auch häufig gleich zuhause tun.

  13. swissalicious am 8. Januar 2007 um 15:25

    Is ja ein Scherz, hier von Dummköpfen zu sprechen.

    Wir hatten 8 Paare bei uns zu Hause zu Gast. Die kamen total mit drei Autos – von der Umgebung Bern, aus dem Oberaargau und Biel – nach Magglingen.

    ÖV? Wäre ein Witz bei den Käffern, die hätten wohl zwei Stunden benötigt – ausser natürlich diejenigen aus Biel. Mal ganz von den Kosten zu schweigen.

    So wurde also Nez Rouge von Beginn an eingeplant. Übrigens ohne gross vorher zu reservieren. Klappte hervorragend – und so kamen wohl an die CHF 200.00 an Spendengeldern zusammen (schätz ich mal, wird wohl eher mehr sein…).

    Wahrlich eine grotesk verwerfliche Aktion. Nächstes Mal lass ich sie wieder besoffen Nachhause fahren…

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