Hier Werben?

42% mehr Landrover – Feinstaubschleudern im Q1 2006

LandRover hat die Verkäufe im ersten Quartal 2006 um 42% erhöht.

Entweder hat die Schweiz im ersten Quartal 2006 eine ausserordentlich hohe Zunahme an Förstern und Pferdezüchtern, oder die Autokäufer der Schweiz haben ein Herz für verarmende Ölscheichs und möchten noch mehr Petrodollars nach Arabien schicken. Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Feinstaubschleudern von LandRover im Q1 eine Zunahme der Verkäufe von 42,2% verzeichnen konnten. 465 unverantwortliche SchweizerInnen haben sich für den Feinstaub aus dem Auspuff eines Landrover entschieden. Stadtbewohner dürfen sich auf die neuen Fahrzeuge freuen, welche in der Stadt zwischen 13 (Discovery) und 23 Liter (LandRover Sport) Diesel in die Stadt ablassen. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass sich auf der Webseite von LandRover das Wort “Partikelfilter” oder “Feinstaubfilter” nirgends findet… Dazu fällt mir nur noch ein Zitat von Albert Einstein ein, welches sehr gut auf diese 465 Autokäufer passt:

Zwei Dinge sind unbegrenzt, das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin.

Dieser Artikel wurde von Sandro am Donnerstag, 27. April 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

52 Kommentare zum Artikel “42% mehr Landrover – Feinstaubschleudern im Q1 2006”

  1. mess-anger am 27. April 2006 um 10:49

    Nach absoluten Zahlen ist VW vorne, wenigstens das….
    Aber sonst bin ich ein Fan von Albert Einstein.

  2. vollmi am 27. April 2006 um 10:58

    Wo steht da, dass das Dieselfahrzeuge sind?

    Und Landrover sind wenigstens zu 75% noch echte Geländewagen.
    Wohningegen der Spitzenreiter Lexus keine Geländewagen baut sondern nur SUVs also den Verbrauch eines Geländewagens ohne den Nutzen desselben.

  3. sense2 am 27. April 2006 um 11:12

    die zunahme ist vorallem auf den Range Rover Sport zurück zuführen welcher vorallem als benziner verkauft wird.
    nur so am rande…

  4. Sandro am 27. April 2006 um 11:54


    die zunahme ist vorallem auf den Range Rover Sport zurück zuführen welcher vorallem als benziner verkauft wird.
    nur so am rande…

    Sense, dieser Schuss ging voll nach hinten los. Hier die Zahlen des RangeRover Sport Benziner:

    Verbrauch 4.4 HSE 4.2 SC
    Städtisch (l/100 km) 21,0 22,8
    CO2-Wert (g/km) 352 374
    Energieeffizienz-Kategorie E F

    Wow, das nenn ich ein super Argument… Ist ja voll das vernünftige Stadtfahrzeug. Oder wolltest Du uns was anderes sagen?

  5. Spiritwalker am 27. April 2006 um 12:14

    Gestern bin ich per Zufall auf diese ungewöhnlich gelungene, informative und vor allem kritische Internetsite verwiesen worden. Dass freut mich umso mehr, da ich von den meisten Medien die uns mit unsagbar viel kommerziellen Nebensächlichkeiten überschütten genug habe.

    Zum Thema Feinstaubschleudern: Statt sich dieser immer gewaltig werdenden Problematik anzunehmen, bevorzugen unsere Politiker lieber die Raucher in Dauerbeschuss zu nehmen. Wie verlogen, scheinheilig und widersprüchlich ihre Kampagnen gegen rauchende Mitmenschen ist zeigt die groteske Haltung im Bezug auf die Feinstaubkrise. Wie viele dieser Prunkautokäufer Nichtraucher sind würde mich sehr interessieren, in unserer Inkonsequenz sind wir wie immer sehr konsequent.

  6. Chevy am 27. April 2006 um 12:15

    @Sandro

    Benziner produzieren wesentlich weniger Feinstaub.
    Soweit ich mich errinern kann fährst Du sogar mit einem Mercedes Diesel in der Stadt umher, der meisstens nicht mal zur hälfte voll ist.

  7. sense2 am 27. April 2006 um 12:47

    @sandro: ich wollte nur den bullshit den du abgelassen hast korrigieren. sagen wollte ich ansonsten gar nix.

  8. Pete am 27. April 2006 um 12:50

    Ich denke das SUV-Schimpf-Thema ist langsam erschöpft.

    Es muss was neues her. – Wie wäre es z.B. mit den vielen Yachten auf den CH-Seen? Die schlucken je nach Grösse gut und gerne 50 Liter Sprit pro Stunde. Das natürlich ohne Kat.

  9. vollmi am 27. April 2006 um 13:06

    Ja und was ist mit den Panzern der Panzerfreunde? Die genemigen sich nochmal rund 100 Liter mehr in der Stunde. Um die 160 Liter.

    Und damit fahren sie nicht etwa zum Einkaufen sondern einfach in der Kiesgrube umher.

    Oder die Hobbypiloten. Die verbrauchen auch Sprit nur so zum Spass.

    mfG René

  10. driv3r am 27. April 2006 um 13:35

    “Soweit ich mich errinern kann fährst Du sogar mit einem Mercedes Diesel in der Stadt umher, der meisstens nicht mal zur hälfte voll ist.”

    Sandro fährt ernsthaft Mercedes, und erst noch Diesel? Jetzt besteht aber definitiv Erklärungsbedarf!

    Im Übrigen finde ich auch dass es eigentlich zum Thema nicht mehr allzuviel zu sagen gibt, das immer gleiche Geländewagenbashing wird von mal zu mal dümmlicher und anspruchsloser.

    Ich bin der Meinung dass es auch noch andere Probleme gibt, gerade in der Stadt Zürich, als der Verkehr. Mich würde beispielsweise mal eine Stellungnahme der Grünen hier zum Verhalten von Frau Stocker interessieren und zu deren offensichtlichen Unfähigkeit, so ein Sozialwerk sauber zu managen, so dass derartige Missbräuche anscheinend problemkos durchführbar sind. Ist so jemand noch wählbar?

  11. thunderbird am 27. April 2006 um 14:15

    Anstatt immer auf den Autos herumzuhacken, sollte man lieber mal was gegen die unsäglichen 2-Takter unternehmen. Ein Töffli verschmutzt die Luft viel mehr als ein Auto. Es kann doch nicht sein, dass heutzutage noch Fahrzeuge rumfahren, die 5% Öl verbrennen!

    Ausser vielleicht die Landrover, die fahren bestens mit Heizöl und sind dann nicht mal mehr so teuer. ;-)

  12. Chevy am 27. April 2006 um 14:23

    Gemeint ist der überbreite und überlange und überschwere Mercedes-Dieselbus der VBZ ;-)
    (OK, ganz wenige haben einen Russpartikelfilter, der aber auch wieder in der Stadt entleert wird))

  13. Hephaistos am 27. April 2006 um 15:14

    “Ja und was ist mit den Panzern der Panzerfreunde? Die genemigen sich nochmal rund 100 Liter mehr in der Stunde. Um die 160 Liter.”

    Wenn du in der Kiesgrube richtig gas gibst, säuft der CV 9030 (Schützenpanzer 2000) der Armee sogar etwa das doppelte

  14. Chevy am 27. April 2006 um 15:38

    Der Leo ist im Handbuch mit 250L/100km angegeben (bei 55t).

  15. vollmi am 27. April 2006 um 16:03

    Na die Panzerfreunde können sich auch nicht so modernes Zeug leisten. Das sind oft schon ältere ausgemusterte Panzer. Die sind kleiner und sparsam. Sozusagen die Smarts unter den Panzern :)

  16. pipo am 27. April 2006 um 18:11

    Hört mal her ihr Autofahrer =)….

    Was haltet ihr davon:

    Die Freiheit das Auto zu fahren, das man will, das fordert der moderne Mensch in der Schweiz. Oke.

    Gut, jetzt entfernen wir uns vom Bonus/Malus-System der Versicherungen und bieten ein neues System an, d.h. die günstigste Versicherunsvariante ist nahezu gratis. Worauf ich hinaus möchte ist: Dass Autos die einfach nur rumstehen nichts oder fast nichts kosten, diejenigen aber, die viel unterwegs sind, Kilometer bolzen und die Umwelt verpesten, die Strassen verstopfen etc. sollen bezahlen.

    Wie das Ganze finanzieren? Über den Sprit!
    Der Sprit, der soll sauteuer werden. so um die 5Fr./Liter. mind. Ich denke das ist der einzige Weg um ein Umdenken herbeizuführen.

    So bezahlt jeder soviel, wie er will. Hat er ein kleines Auto, bezahlt er weniger, will er eine Dreckschleuder, bezahlt er sein Umweltverbrechen auch. Fair oder?

  17. thunderbird am 27. April 2006 um 20:49

    Bei einem Spritpreis von 5 Fr. pro Liter würden fast alle Waren teurer. Die Lastwagen fahren schliesslich auch nicht mit Solarenergie… Davon wären alle betroffen, nicht nur die Autofahrer.

    Zudem wäre das ein extremer Eingriff in die persönliche Freiheit!

  18. Chevy am 28. April 2006 um 08:34

    @pipo

    Wiel lange werden dir die Leute den liter Diesel für 5.– abkaufen wenn man für ein Bruchteil davon Heizöl kaufen kann.
    Viele haben heute noch eine Hemschwelle dies zu tun, aber bei 5.– Liter werden es wieder einige mehr machen, vor allem die Häuslebesitzer (eigener Tank).
    Die alternative heisst dann ab ins Ausland Tanken gehen, und bei 5.– Liter lohnt es sich 100km Anfahrtsweg zur Tankstelle auf sich zu nehmen was wiederum viel mehr Verschmutzung mit sich bringt.

  19. erdnanu am 28. April 2006 um 13:03

    Die Verschmutzung haben wir ja schon, indem die Ausländer zu uns fahren, um günstig zu tanken.

    Ich schaue mich im Moment nach einem neuen Auto um. Eigentlich möchte ich einen Hybrid, aber dieser Autotyp ist mir einfach zu teuer und ich erhalte nicht einmal eine Verüngstigung bei den Steuern. So muss ich mir halt wieder eine Dreckschleuder (aber kein Gelände-SUV-Psychokomplex-Wagen) zulegen.

  20. Pete am 28. April 2006 um 13:11

    @Chevy;

    Normales Heizöl kannst Du u.U. bei alten Saugdieseln verwenden. Die Modernen CDI-, TDI-, DTI-Motoren vertragen das nicht.

    Heizöl ist nicht genau gleich wie Diesel.

    Zudem ist das Tanken von Heizöl ein Vergehen!

  21. Chevy am 28. April 2006 um 13:24

    @Pete
    Es gibt genug leute die dir das “Chiptuning” für Heizöl machen und dir noch einen Filter (meist aus Gesintertem Material) nach dem Tank einbauen. (Deutsche bastlerforen)
    Dass das nicht legal ist weiss ich. Hast Du schon mal gesehen das die Polizei bei PKW’s von Privatpersonen die Spritfarbe prüft?

  22. sense2 am 28. April 2006 um 13:35

    öhm heizöl ist doch bis auf den farbstoff genau das gleiche.
    was bei modernen einspritzer schwieriger ist ist normales salatöl, geht aber auch und ist legal.

  23. Pete am 28. April 2006 um 13:45

    @Chevy;

    Ja in D gibt es Kontrollen, bei denen in den Tank geschaut wird. Fährst Du mit Heizöl, dann blüht Dir was. (Finde ich auch richtig)

    Heizöl ist natürlich (fast) das Selbe wie Diesel (zumindest das Raffinat). Aber Diesel ist noch mit Additiven versetzt, auf welche die hochgezüchteten Motoren angewiesen sind. – Von Umbauten habe ich auch schon gehört, aber eben, alles illegal.

    PÖL ist eine interessante, legale Alternative zum Diesel, aber nur begrenzt einsetzbar.

  24. Chevy am 28. April 2006 um 14:05

    @ Pete

    Wiso meinst Du das PÖL nur begrenzt einsetzbar ist?

  25. Pete am 28. April 2006 um 14:19

    @Chevy

    Persönlich habe ich noch keine PÖL-Erfahrung. Aber ich habe schon einiges von Bekannten gehört u.v.a in einschlägigen Foren gelesen:

    Die Nachteile vom PÖL sind insbesondere:

    -hohe Geruchsbelastung
    -PÖL gefriert schneller als Diesel
    -PÖL muss zwingend gefiltert werden um nicht alle Düsen zu verstopfen
    -PÖL ist zähflüssiger als Diesel, d.h. braucht grössere Leitungen

    Mittlerweile sollen die Umbauten aber so gut sein, dass PÖL bei älteren Motoren problemlos eingesetzt werden kann. Viele Tanken auch ein Diesel-PÖL-Gemisch.

  26. Pirelli am 28. April 2006 um 14:37

    Und wie sieht es beim PÖL mit Feinstaub und Stickoxiden aus?

    @thunderbird

    “Zudem wäre das ein extremer Eingriff in die persönliche Freiheit!”

    Und wie sieht es mit meiner Freiheit aus? Wo kann ich mich noch bewegen ohne von euch belästigt, vergiftet und gefährdet zu werden?

  27. thunderbird am 28. April 2006 um 15:09

    Es gibt Öko-Heizöl, das enthält höchstens 0.05% Schwefel und ist mit Diesel chemisch identisch. (Es kommt sogar im gleichen Tank an, wird am Zoll aber eingefärbt.) Die Farbe soll sich bei längerer Lagerung absetzen, hat mir ein Heizöl-Chauffeur mal erzählt.

    Ein Problem sollen die fehlenden Additive nur im Winter sein. Da müsste man das Öl halt mit Diesel mischen oder die Additive seperat erwerben.

    Pirelli: Die Sache mit dem Feinstaub, der Vergiftung und der Mobilfunkstrahlung ist übertrieben. Man kann in der Schweiz noch sehr gut leben. (Ich würde zwar nicht in der Stadt leben wollen, aber nicht wegen nur wegen den Autos.) Schlussendlich ist alles eine Abwägung der Vorteile gegen die Nachteile. Entweder fast unbegrenzte Mobilität, dafür Lärm und Abgase, oder Mobilität nur nach dem Fahrplan, dafür weniger Abgase; uneingeschränkte Erreichbarkeit vs Strahlung, persönliche Freiheiten vs. Gesundheitskosten etc.

  28. Chevy am 28. April 2006 um 15:16

    @Pirelli
    Deine Freiheit sieht so aus das Du als entschädigung nur einen Symbolischen Betrag für dein Billet/Abonement bezahlst, der Rest berappt der MIV und noch ein bischen der Steuerzahler.

    @pete
    -hohe Geruchsbelastung –> nicht mehr als eine Friteuse, ist Subjektiv.
    -PÖL gefriert schneller als Diesel –> wurde umgangen mit beheitzten Tanks und PÖL-Leitungen.
    -PÖL muss zwingend gefiltert werden um nicht alle Düsen zu verstopfen –> Filter sind kein Problem mehr.
    -PÖL ist zähflüssiger als Diesel, d.h. braucht grössere Leitungen –> sollten sowiso durch beheizbare ausgetauscht werden.
    Mit beheitzten Systemen kann man sogar direkt mit PÖL starten.

  29. Pirelli am 28. April 2006 um 15:25

    @ thunderbird

    Ich bin seit dem Rekordsommer 2003 Ozon allergiker. Ab 140 Mikrogramm, also an fast jedem schönen Tag im Sommer, kann ich mich nur unter erheblichen Beschwerden im Freien aufhalten. Mittlerweile geht es über 15 Prozent der Bevölkerung so, viele meinen aber, sie hätten Heuschnupfen, und steigern so in vergeblichem Bemühen die Umsätze der Nasensprayindustrie. Fast alle Kleinkinder in meiner Verwandt- und Bekanntschaft leiden unter chronischen Atemwegserkrankungen. Die Korrelation zur Luftverschmutzung wird nicht mehr bestritten.
    Und auch der oben erwähnte Heuschnupfen hat es in sich: Weil die Pollen auf ihrer zerklüfteten Oberfläche Luftschadstoffe in den Körper transportieren, haben sich Anzahl und Heftigkeit der Pollenallergiefälle erheblich gesteigert.

    Und ich habe vom Lärm und von der Gefährdung gar noch nicht gesprochen. All das sollte einen schon zum Nchdenken bringen darüber, was für einen Preis wir zu zahlen gewillt sind, nicht wahr?

    Durch Umsetzung der seit langem rechtskräftigen Luftreinhaltevorschriften wäre dem leicht Abhilfe zu schaffen. Ihr könnt so lange fahren, bis die Grenzwerte überschritten werden. Vielleicht hätte das einen Lernprozess zur Folge? Bedenke, über 60 Prozent der gefahrenen Kilometer sind Freizeitfahrten.

    Übrigens habe ich seit langem das GA. Ich fühle mich in meiner Mobilität mitnichten eingeschränkt.

  30. Pirelli am 28. April 2006 um 15:29

    @ Chevy

    Ich habe dich schon einmal gebeten, mir den genauen Anteil vorzulegen, den der MIV an den ÖV bezahlt. Damals gings um die Neat, die Antwort bliebst du mir schuldig.

    Und wenn du grad dabei bist, recherchiere und vergleiche bitte die Zahlen mit dem Faktor, um den die MIV-Kosten steigen würden, hätten wir nicht ein so gut ausgebautes ÖV-Netz, weshalb dann die vielen Menschen, die jetzt aufs Auto verzichten, sich auf die Strasse drängten.

    Ich harre der Zahlen und Fakten.

  31. vollmi am 28. April 2006 um 15:51

    @Pirelli
    Rauchst du?

  32. Sandro am 28. April 2006 um 15:53

    Ist leicht OT hier, könnte man die Dieselöldiskussion evtl. ins Forum verlegen? Dieser Thread behandelt den 42% Anstieg der LandRoververkäufe im Q1…
    Danke.

  33. driv3r am 28. April 2006 um 16:15

    Ich verstehe nicht, warum man diese Diskussion nicht unter ökonomischen Gesichtspunkten führt, sondern nur immer mit Polemik agitiert.

    Wenn das Bevölkerungswachstum und die Verdichtung in der Schweiz weiterhin so zunimmt wie es momentan der Fall ist, wird einem vernünftigen Geist schnell klar, dass man alle verfügbaren Verkehrskapazitäten so gut wie möglich ausbauen muss. Dies betrifft nicht nur den ÖV, sondern insbesondere den Individualverkehr, welcher derzeit sträflichst vernachlässigt wird.

    Beim ÖV müssen wir weg vom gesamtschweizerischen, staatlichen und ineffizienten Eisenbähnlermythos. Man muss dort ausbauen wo auch ausreichend Nachfrage herrscht, sich eine Kostendeckung erreichen und somit ein ÖV-Abschnitt rentabel betreiben lässt. Ich bin überzeugt dass dies in Städten und Agglomerationen der Fall wäre, gäbe es mehr Wettbewerb und Leistungsanreize, dagegen weniger fettgefressene, verfilzte und träge gewordene Verkehrsbetriebe, welche allesamt am Tropf des Steuerzahlers hängen. Staatliche Investitionen allenfalls mit Kreditcharakter für neue Projekte, aber sicher keine Blankochecks für die Finanzierung von unrentablen Objekten und Milliardengräbern (“bahn 2000″) auf immer und ewig.

    Und bitte, man möge doch auf Forderungen wie “5.-/l Öl” verzichten; die Schweiz würde stillstehen, und auch das Geliebte Bio-lädeli um die Ecke würde wohl bald eingehen, da dieses genauso abhängig ist vom Öl wie die restliche Güter- und Transportwirtschaft der Schweiz.

    Das wirtschaftliche Optimum lässt sich nur erreichen, wenn man ganz pragmatisch sowohl die Vorteile von ÖV wie auch von MIV ausnutzt, jedoch selbstverständlich jeweils in ökononomisch sinnvollem Rahmen. Einseitiges MIV-Bashing bringt ganz bestimmt niemanden weiter, genauso wenig wie eine einseitige Abhängigkeit von ÖV-Monopolen.

  34. erdnanu am 28. April 2006 um 17:04

    merci driver, dass du auch den ÖV-Aspekt siehst und nicht nur den MIV. Allerdings gibt es in der ganzen Schweiz kaum mehr Eisenbahnen, wenn du gleich auch sämtliche Subventionen/Zuschüsse etc. streichen willst. Wir kommen nicht darum herum, in den Agglomerationen den ÖV ganz gezielt auszubauen und zu fördern. Dies passiert im Moment auf einem etwas zu tiefen Niveau zum Glück auch.

  35. driv3r am 28. April 2006 um 19:08

    Es bleibt die Frage, warum es nicht möglich sein soll, ÖV kostendeckend und möglichst privatisiert zu betreiben.

  36. Richard am 1. Mai 2006 um 19:56

    es ist wirklich zum Kotzen:
    als umweltbewusster Bürger und Autoverzichter fahre ich Tag für Tag mit meinem Velo durch die Stadt Bern (dem Bollwerkt entlang, einem der dreckisten Orte der Schweiz) und bin gezwungen diesen ganzen Dreck der AutomobilistInnen einzuatmen. Kommt dazu, dass es immer mehr von diesen gepanzerten Fahrzeugen hat (SUVs, Offroaders) und meist hockt auch nur ein einziger Typ drin.

    Ich fordere:
    1. massive Besteuerung auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. ( Steuer nach Einkommen)
    2. Zusätzlich Luxussteuer (Dummheitsteuer) auf SUVs und ähnliche Panzerfahrzeuge
    3. Grenzwerte senken, und zwar massiv
    4. Bei Überschreitung von Grenzwerten — > Verbot (Aussetzen) des Privatverkehrs.
    5. Verbot von Verbrennungsmotoren in Städten und Dörfern
    6. Förderung von Alternativen (Fahrgemeinschaften in Elektroautos)
    7. Belohnung von Bürgerinnen und Bürger, die auf ein Auto verzichten. (Bonussystem)
    8. Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Elektrobusse)
    9. Förderung von Arbeitsplätzen zuhause (Teleworking) Es ist ja nun wirklich nicht einzusehen, warum immer noch Millionen jeden Tag mit dem Auto irgendwo 20 oder mehr KM in ein Büro fahren müssen, wenn sie den Job genausogut von zuhause aus machen können via Internet.

    Wann hat dieser Irrsinn endlich ein Ende ?

  37. driv3r am 1. Mai 2006 um 22:02

    Richard, der einzige Irrsinnige bist wohl du mit deinen grenzdebilen Forderungen.

    Wie schon öfters erwähnt: wer mit der heutigen Mobilität nicht mehr klarkommt soll doch irgendwohin ziehen, wo es all diese Probleme nicht gibt: es exitieren auf der Erde noch viele ruhige Plätzchen.

  38. Pirelli am 1. Mai 2006 um 22:54

    Gell Driv3r: Fresst Scheisse, Milliarden Fliegen können nicht irren.

    Die “heutige Mobilität” ist Ursache mannigfaltiger Probleme. Nun ist mir mittlerweile klar, dass dein selbst auferlegtes Denkverbot es dir verbietet, diese Probleme wahrzunehmen, oder dass du dort, wo die schädlichen Auswirkungen klar quantifizierbar sind, den untersuchenden Wissenschaftlern schlicht die Kompetenz absprichst oder einen grünen Raubzug auf dein Portemonnaie vermutest.

    Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Absurdität dessen, dass manche von uns meinen, es sei korrekt, zweieinhalb Tonnen Blech zu bewegen, um die eigenen 80 Kilo vom Fleck zu bringen. Dass es auch anders geht, beweisen Richard, Sandro, Pipo und ich und Millionen von weiteren SchweizerInnen jeden Tag.

    Richards Forderungen unterstütze ich weitestgehend. Auch wenn ein Auto notwendig zu sein scheint oder es gar ist, gibts keinen rationalen Grund dafür, dass es so gross und schwer zu sein hat und dass es mit fossilen Brennstoffen betrieben werden muss. Und bedenke: Über 60 Prozent der gefahrenen Kilometer sind Freizeitfahrten. Freizeit aber, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, funktioniert sehr wohl auch ohne Auto.

    Wenn nun die Raucher überall gehundet werden, weil ihr Laster andere in ihrer Gesundheit gefährdet – weshalb sollte dasselbe nicht auch im Verkehr möglich sein?

  39. bluefox am 1. Mai 2006 um 23:36

    ich dachte erst, da fehlt der smiley, aber dem scheint tatsächlich nicht so zu sein. da dann, mach ich halt auch ein paar überlegeungen:

    1. Steuer nach Einkommen.
    > jetzt also nicht mehr verursacherprinzip, sondern fahren dürfen arbeitslose und reiche.

    2. Zusätzlich Luxussteuer (Dummheitsteuer) auf SUVs und ähnliche Panzerfahrzeuge
    > echte gelädewagen nur zum spass in der stadt, da geb ich dir recht. Aber es gibt menschen, die solche fahrzeuge wirklich auch brauchen. zum beispiel weil sie echt was transportieren müssen, oder ins gelände gehen. pech für bauern halt, gell.

    3. Grenzwerte senken, und zwar massiv
    > Grenzwerte sind Grenzwerte, und nicht ein politisches machtinstrument um massnahmen zu erzwingen. zu dem werden sie mittlerweile nämlich missbraucht.

    4. Bei Überschreitung von Grenzwerten — Verbot (Aussetzen) des Privatverkehrs.
    > siehe oben. das perverseste ist das mit dem feinstaub. sinkt seit jahren, gibt viele verursacher, aber plötzlich hat man für seine politische karriere förderliche massnahmen gefunden. tempo 80 einführen, sich als retter in der not ausfspielen dann ists geritzt.
    wer sich die messwerte angesehen hat, wird den angeblichen erfolg nicht nachvollziehen können. aber damit lässt sich jetzt alles durchboxen.

    5. Verbot von Verbrennungsmotoren in Städten und Dörfern
    > woher kommen eigentlich die lebensmittel in deim laden? woher das mehl für den bäcker? in welcher traumwelt lebt ihr eigentlich? denkt ihr, die fahren alle nur zum spass da rum, oder was?

    6. Förderung von Alternativen (Fahrgemeinschaften in Elektroautos)
    > nenn mir EIN EINZIGES kaufbares elektroauto für eine fahrgemeinschaft.

    7. Belohnung von Bürgerinnen und Bürger, die auf ein Auto verzichten. (Bonussystem)
    > sozial voll gerecht. wetten, dass du in der stadt wohnst? und nicht auf ein fahrzeug mit laderaum angewiesen bist?

    8. Ausbau des öffentlichen Verkehrs (Elektrobusse)
    > dachte nicht, dass du auf atomgetriebene fahrzeuge stehst. ach ja, elektobusse fahren in jedes dorf und jeden weiler? tja, wenn man in der stadt wohnt hat man halt gut reden.

    9. Förderung von Arbeitsplätzen zuhause (Teleworking)
    > geb ich dir zum teil recht. aber vieles ist halt nicht machbar, manchmal musst du physisch anwesend sein. du bist bestimmt in der IT tätig oder so? ein maurer hätte mit teleworking eher mühe, vermute ich mal…

  40. Richard am 2. Mai 2006 um 00:00

    dass man hier von gewissen Leuten gleich als debil bezeichnet wird, wenn man andere Ansichten als der Mainstream hat, stimmt mich ziemlich nachdenklich. Aber ich steh da drüber.

    Nochmals kurz zu “meinen Forderungen”. Ja, ich lebe in Bern (Stadt) und seit ich hier lebe, habe ich öfters Atembeschwerden (Asthma) als vorher.

    Es geht mir ja nicht darum, den Berufsverkehr zu verbieten, als Übergangslösung zu einer abgasfreien Gesellschaft kann man ja Benziner noch zulassen.

    Es geht mir in erster Linie um die Arroganz von Leuten, die sich das Recht herausnehmen, als private VerkehrsteilnehmerInnen gedankenlos und egoistisch die Umwelt zu vergiften, die Luft zu verpesten und Mitmenschen zu schädigen mit dem was da hinten aus dem Auspuff rauskommt.

    Wenn ich Rauch in einer Beiz nicht mag, kann ich der Beiz fernbleiben. Wenn ich aber durch Umweltgifte, namentlich durch die Abgase von Fahrzeugen, geschädigt werde, kann ich nicht ausweichen !

  41. Richard am 2. Mai 2006 um 00:04

    Nachtrag: ich meine selbstverständlich “Güterverkehr” nicht “Berufsverkehr” (kleiner Verschreiber)

  42. Discovery am 3. Juli 2006 um 21:51

    Unsere Familie hat sich soeben den 3. Land Rover Discovery gekauft (gebraucht Jg. 2003).

    Warum? Zieht mal mit euren “Döschwos” einen 2er-Pferdeanhänger vollbeladen über die Autobahn und tankt 11 Liter auf 100km. Wer spricht da noch von “Spritschleuder”?

    Langsam kann ich es echt nicht mehr hören. All die Arbeitslosen und Sozialschmarotzer die zu faul zum Arbeiten sind um sich was rechtes leisten zu können… Dann fahrt halt Bus und Tram aber lasst die in Ruhe die das nicht wollen. Ihr seid doch alle Neider!

    Stil hat man oder hat man nicht.

  43. derVerstellvertreter am 3. Juli 2006 um 22:27

    Stil hat man oder hat man nicht.

    Wenn einer stil hat, der sagt sowas nicht, er hat es eben, wenn sich jemand selbst so bezeichnet, zweifle ich ob das wahr ist. ich tippe eher auf einen “neureichen”? kann jemand stil haben der einen engländer kauft und nur elf liter auf 100 kilometer braucht? diese familie hat drei solche, drei und kein vernünftiges auto, das gibt schon zu denken. “neureiche” die sind doch schmarotzer- und parasitenhafter als jeder der zu faul ist zum arbeiten.

  44. Discovery am 3. Juli 2006 um 22:35

    Ja weisst du, den 3. heisst nicht unbedingt dass man 3 hat, sondern dass man vielleicht den 1. vor 8 Jahren und den 2. vorgestern verkauft hat…

    *hammer*

  45. derVerstellvertreter am 3. Juli 2006 um 22:53

    hast recht, es klang aber schon verführerisch: “unsere familie hat sich soeben den 3. land …. bla, bla, bla ……. gekauft”.

  46. Georg Meier am 4. Juli 2006 um 00:21

    Discovery – ein Reiter hat seine Ländereien und karrt seine wertvollen Tiere nicht auf der Autobahn herum. In der Stadt sind Land Rovers ein Zeichen von einfältiger Provinzialität. Leute mit gehobenem Stil fahren einen Jaguar oder ein original holländisches Fahrrad.

  47. Discovery am 4. Juli 2006 um 00:33

    ah ja und auf die dressurprüfung geht man dann mit dem zug oder wie?

    ich finde jaguar auch seeeeeeeehr schöne wagen, keine frage!

    Mir gings darum dass hier auf dieser ach so tollen Webseite die Land Rover als spritfressende Ungetüme dargestellt werden, von Leuten die wohl noch nie sowas gefahren haben bzw. sich denn auch damit auseinandergestzt haben. Hier spricht niemand von den alten Bullis mit denen die Ökos rumgurken, nein die mit den Geländefahrzeugen sind die Schlimmen! Die Fahren alle gefährlich und sind die einzigen die ihre Fahrzeuge auf Trottoirs parkieren und und und

  48. landy am 26. Juli 2006 um 15:02

    Man spricht einfach wiedereinmal von Land Rover: Die brauchen viel Sprit blablabla ! Aber informiert euch bevor ihr ein Urtei abgiebt ! Wir besitzen einen Land Rover DEFENDER 90 TD5 mit etwas mehr als 122 PS :) Wir brauchen allerhöchstens 10 Liter Diesel auf 100 Kilometer ! Wir brauchen das Fahrzeug nur für Ferien, sprich Reisefahrzeug für Reisen in abgelegene Gebiete. Wer braucht mehr Sprit wir oder ein gepimter Audi oder Golf etc etc ? Informiert euch bevor ihr einfach sagt: So eine Benzinschleuder oder guck mal das Monster an der braucht sicherlich auch megaviel sprit !

    Leute studiert bevor ihr Urteil abgiebt !
    Macht euch eure eigene Meinung !
    Redet nicht das Zeugs von anderen nach die sich auch nicht informiert haben !

    So und jetzt zu guter letzt, ich verabschiede mich jetzt für unsere 5 Wöchige Islandreise !
    Tschüss !

    landy

  49. erdnanu am 26. Juli 2006 um 17:23

    10 Liter Diesel ist für ein Stadtfahrzeug Unfug, für eine Island-Reise aber durchaus vernünftig. Von meinen Kollegen mit SUV’s macht allerdings keiner eine Island-Reise, die kurven allerhöchstens am Wochenende nach Davos.

  50. trip2north am 2. Januar 2007 um 02:44

    Ich wollte nur mal den etwas “eingefroreren” Blog wieder zum Leben erwecken.

    1.) Mein Traum ist es, wiedermal ans Nordkapp zu reisen. Welches Fahrzeug käme da mehr in Frage, als ein umgebauter Landrover Discovery in welchem man schlafen kann. Natürlich wäre es auch möglich, mit einem Wohmmobil zu fahren, doch diese würden so um die 5 Liter mehr Treibstoff verbrauchen.

    2.) Wenn man nicht nur so als Plausch mit Statistiken zu tun hat und sich auch bewusst ist, dass Land Rover 2 Modelle neu auferlegt hatte (Disco & Range Rover / kommt ca. alle 8 Jahre vor), egalisiert dies die paar hundert Neuzulassungen. Bei den 3164 neu zugelassenen Mercedes werde wahrscheinlich fast die Hälfte davon auf SUV’s fallen (ML, G, GL). Wieso wird hier direkt auf Landrover “geschossen”, welcher sicherlich eine Ausnahmeerscheinung im Stadverkehr ist und im Vergleich zu hochmotorisierten Limousinen (die deutschen Premiumhersteller) im Durchschnitt gleich viel verbraucht?

    Irgendwie zwiespältig das Ganze. Sicher sollte das Thema Feinstaub thematisiert werden, doch ganz gezielt und mit Scheuklappen (genau wie Euer Logo vom Ignorranz-Award) die Marke Land-Rover in den Dreck ziehen ist dann doch seeeehr billig.

    Hält man dann vor Augen, dass sicherlich jede Gemeinde in der Schweiz einen Defender als Schneepflug im Winter einsetzt (Ja, Ihr solltet mal im Winter in ein Dorf rausgehen und die städtische Brille zuhause lassen), ist die Statistik auch noch saisonal zu gewichten. Und da übt er dann doch einen sehr hilfreichen Dienst aus, welcher auf dem Land benötigt wird (ja, es lebt halt noch ein Teil der Bevölkerung in Dörfern). Es käme nie einem Dörfler in den Sinn dies anzuprangern.

    In diesem Sinne ein gutes neues Jahr!

  51. trip2north am 2. Januar 2007 um 03:00

    Anbei noch eine Korrektur zu den falschen Verbrauchsangaben: Verbrauch Land Rover Discovery Tdv 6 (Diesel): Städtisch 11.5 Lt. / Ausserstädtisch 8.2 Lt. / Gesammt 9.4 Lt. (Angaben manuelle Schaltung)

    Das Fahrzeug bekommt sommit die Energie-Effizienz Kategorie A (!) oder B (Automat) und ist serienmässig mit Partikelfilter ausgerüstet.

  52. kaktuss am 12. Februar 2009 um 16:10

    sorry aber der strassenverkehr ist nur für 7% des feinstaubes verantwortlich. die anderen 93% kommen von der industrie, bauern und von der natur selber! lasst entlich die verbrennungsmotoren aus dem spiel. und überhaupt,

Kommentar verfassen

Sie müssen eingeloggt sein um Artikel zu kommentieren.

Werbung

Twitter Beiträge

Ähnliche Artikel

Facebook

Rubriken

Stichwörter

Das Politik Forum ist CO2 neutral

Neuste Kommentare

Archiv