400 Millionen für Sämi und Christophes unnütze Leopard Panzer

Verteidigungsminister Samuel Schmid und sein Oberstspielkamerad Christophe Keckeis wollen vierhundert Millionen Franken für die modernisierung uralter und nichtsnutziger Leopard Panzer verlochen! Als hätte die Schweiz keine wichtigeren Probleme. In Zeiten von gekürzten Budgets und dauersparenden Bürgerlichen Politikern ist derartige Geldvernichtung nichts als purer Hohn. Man denke nur mal an arbeitslose Jugendliche oder ausgesteuerte Arbeitslose, welche sich verwundert die Augen reiben über die Ausgabenfreude von SVP Bundesrat Samuel Schmid. Ohne nur die Zähne auseinanderzunehmen meldet dieser die unglaubliche Forderung von 1,5 Milliarden Schweizerfranken für das Militär! Was für Gründe gibt es Heute noch für Panzer? Waren sie vielleicht während der Bedrohung im kalten Krieg noch einigermassen “sinnvoll” (zumindest zur Beruhigung der Bevölkerung mit einigermassen plausiblem Placeboeffekt). Wollen die Militärs mit diesen Umweltkatastrophen auf Ketten (300-500 Liter Treibstoff pro 100 Km! Dies natürlich ohne Feinstaubfilter… Quelle) etwa gegen heute drohende, modernen Bedrohungen vorgehen? Ein Batallion Panzer für die Euro 08? Meine uniformierten Herren, wäre es nicht so viel Geld, müsste man lachen über diese Naivität und Rückständigkeit. Zu hoffen, dass die Politiker in Bern wissen, wo man den Rotstift ohne materiellen Verlust ansetzen kann!
- Bericht der Tagesschau (Real Video)
- Diskussion dazu im Forum

zum Moschtverbrauch bei Panzer:
dieser wird meines Wissens nicht pro km sondern pro Stunde angegeben und ist auch nicht ohne…
Das Böse kommt von aussen. Auch ein Zwergstaat muss sich verteidigen.
@quadour:
Falls Du eben mal was verpasst haben solltest:
Der kalte Krieg ging am 9. November 1989 offiziell zu Ende.
Was will man mit Kampfpanzern in der hügeligen Schweiz? Völlig sinnlos.
Entweder man hat eine Armee oder man hat keine. Wenn man sich entschliesst eine zu haben muss man wohl auch entspechende Kriegsgeräte beschaffen und unterhalten. Wer keine Armee will, soll sich der Gsoa anschliessen und versuchen, die Armee abzuschaffen. Mir ist auch klar dass vieles in der Armee in Friedenszeiten relativ sinnlos erscheint. Aber es macht doch keinen Sinn, dauernd daran herumzunörgeln, wie gesagt, entweder man hat eine Armee und nimmt dann die Aufgabe ernst oder man lässt es ganz bleiben.
Und in Zeiten randalierender Meuten von Fussball-”Fans” sind Panzer vielleicht gar nicht mal die dümmste Idee.
600 Millionen sind zwar nicht viel Geld, aber einverstanden (geschenkt). Aber die Rechnung geht so:
Samuel möchte sagen wir 700 Millionen durchbringen. Folglich steigt er mit 1500 Millionen ein. Ich selber hätte 2400 Millonen voranschlagt. Ich hätte meine 700 viel leichter durchgebracht.
Der Posten mit den Leos verschenkt Samuel wie nichts, das ist doch klar nur ein Lockvolgel .
Quote:
“In Zeiten von gekürzten Budgets und dauersparenden Bürgerlichen Politikern ist derartige Geldvernichtung nichts als purer Hohn. Man denke nur mal an arbeitslose Jugendliche oder ausgesteuerte Arbeitslose, welche sich verwundert die Augen reiben über die Ausgabenfreude von SVP Bundesrat Samuel Schmid.”
Da hat jemand völlig vergessen, dass mit dem investierten Geld grösstenteils Arbeitsplätze in der Schweiz finanziert werden, unter anderem auch Ausbildungsplätze für hochqualifiziertes Personal im 2. Sektor. Es wird also sehr wohl junge Leute geben, welche sich vor Freude die Augen werden reiben können! Aber eben, Objektivität ist bei diesen Einleitungsartikeln wie immer Mangelware
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In allen Armeen werden Panzer eingesetzt da sie dank ihrer grossen beweglichkeit und hohen Feuerkraft unverzichtbar sind.
Fragt mal einen Offizier einer Kriegsführenden Armee ob er auf Panzer verzichten möchte.
Entweder eine richtige Armee oder keine Armee.
Das Volk hat entschieden die Armee nicht abzuschaffen also bleibt uns nichts anderes übrig als die notwendigen mittel dafür aufzubringen.
“Das Geld könnte besser verwendet werden” diesen Satz könnte man übrigens bei fast allen Budgetposten unseres Staates anwenden.
bin von den panzern auch nicht begeistert. erst muss geklärt werden, was die armee für einen auftrag hat, und dann die mittel entsprechend beschaffen. solange nichts anderes gilt, ist die schweizer armee halt immer noch eine ganz normale armee mit allem was dazu gehört, auch panzern. politik ist hier gefordert einen neuen auftrag zu definieren.
was die ausgaben betrifft, muss man schon auch die relationen im auge behalten. der grösste posten sind immer noch die sozialausgaben. und auch wenn von linker seite immer wieder fäschlicherweise vom “sozialabbau” gejammert wird, ist es der ausgabenteilteil der auch noch am stärksten wächst:
“Mit 4,2 Prozent soll auch die Soziale Wohlfahrt überdurchschnittlich zulegen, und zwar auf 14,5 Mrd. Franken. Der Sozialbereich ist mit 27,7 Prozent der Gesamtausgaben der mit Abstand grösste Brocken im Bundeshaushalt. Einschenken werden gestiegene Ausgaben bei der AHV und IV sowie für die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung.” (Quelle:economiesuisse, budget 05)
aber wie gesagt, wegen mir müssen keine panzer aufgerüstet werden. das rüstungsbudget wird aber eh noch gekürzt, das übliche spiel.
@ Dreckfilter
Es gibt keine teureren Arbeitsplätze als die beim Militär. Mit diesem Geld werden sinnlose Strukturen aufrechterhalten, die der wirklich freien Wirtschaft einen Dreck nützen. Viel sinnvoller (auch im neoliberalen Sinne) wäre es diese Gelder in Forschung und Bildung zu investieren – aber Herr Schmid muss ja diese Ausgaben irgendwie verkaufen können.
Mensch lese die Armee Zeitschrift von Christophe. Da stehen die Panzer vor Raffinerien oder sollen zur Verteidigung von Pendlerströmen(!) oder dem WEF eingesetzt werden (zur Verteidigung des WEF’s werden momentan keine “Main Battle Tanks” eingesetzt, nur Radpanzer). Dass driv3r mit Panzer auf im militärischen Sinne “weiche” Ziele losgehen will, zeigt wieviel er verstanden hat. Willkommen auf dem Tienamen Platz oder im Gaza Streifen. In der Schweiz liese sich das gar nicht durchführen, weil es in der Schweiz zuwenig durchgeknallte Soldaten gibt, die sich tatsächlich an einem derartigen Einsatz beteiligen würden. Dies wurde im übrigen auch schon versucht: Man wollte mal die Armee gegen Demonstranten einsetzen, die ein Gelände besetzt hatten, wo ein hübsches AKW gebaut werden sollte. Die Armeeführung kam aber schnell zum Schluss, dass sie eine Massendesertation heraufbeschwören würde – das AKW steht heute noch nicht. Der letzte Einsatz der Armee gegen “weiche” Ziele in grösserem Ausmass fand 1918 statt.
Da hat jemand völlig vergessen, dass mit dem investierten Geld grösstenteils Arbeitsplätze in der Schweiz finanziert werden, unter anderem auch Ausbildungsplätze für hochqualifiziertes Personal im 2. Sektor.
*mirdieaugenreib*
Huch, nun wollen die Ultraneoliberalen auf einmal Arbeitslose mit staatlichen Beschäftigungsprogrammen durchfüttern?
Nun, ich bin ja durchaus dafür, dass der Staat sich für Ausbildungsplätze engagiert und dabei auch die Privatindustrie in die Pflicht nimmt. Aber dies bitte in überlebensfähigen und zukunftsgerichteten Branchen.
Rüstungsarbeitsplätze (inkl. aller durch Kompensationsaufträge geschaffener) kosten ein Vielfaches der Bruttogehälter der paar 100 Lohnempfänger.
Ups, habe vergessen dass alle Arbeitslosenprojekte gratis sind, die Sozialhilfe vom Goldesel kommt und die vielen Kurse der Arbeitsämter von den jeweiligen Kursleitern freiwillig und ohne Lohn erbracht werden….
Tatsache ist und bleibt, dass produzierende Betriebe immer noch produktiver sind als die oben erwähnten Bereiche. Ferner ermöglichten und ermöglichen Zulieferbetriebe der Armee (und primär solche verdienen an der Modernisierung) vielen Personen in Randregionen der Schweiz ein existenzsicherndes Leben. Gibt es hier etwa nur Bewohner von Grosstädten?
Der Leo soll mittels werterhaltender Arbeiten kampfwertgesteigert werden. Ein Leo kann im Kampf gegen Feinde (Fremde Armeen, Terroristen, Islamisten, Invasoren, Hooligans und Krawallbrüder sehr nützlich sein.
Frage : Wer wird in die Schweiz einfallen wenn er in die feuerspeiende Mündung einer Glattrohrkanone eines Leo schauen muss?
Wer wird krawallen, wenn vor dem Stadion ein Leo bedächtig seine Runden zieht?
Lieber APG, liess mal Kommentar 10 und im übrigen habe ich mich geirrt: Der letzte Grosseinsatz fand 1932 statt.
Du kannst davon ausgehen, dass wenn Sämi und Christophe es tatsächlich schaffen würden, irgendwo die eben zuständigen zivilen Behörden zu überzeugen, dass Leos ein Stadion sicherer machen würden, es zu massiven Aufständen kommen würde. Zeughäuser würden brennen und es gäbe viele Soldaten die ihren Leo lieber im Wald in die Luft jaggen würden statt mit ihm Jagd auf böse Hooligans zu machen.
Selbst Israel setzt seine Merkawas nicht zur Demonstrationsbekämpfung in besetzten Gebieten ein. Letztesmal als sie dies taten, gab es massivste Proteste gegen die Militärs. Die dafür zuständigen wurden verklagt und ihre Armeekarieren sind mittlerweile beendet. Warum wohl ? Schon mal was von Verhältnismässigkeit gehört ?
Der Zusammenhang Israel und Schweiz ist mir noch fremd. Klärt mich wer auf?
Wenn ein Land sich entschlossen hat eine Armee zu haben, wirds auch ein paar Panzer brauchen (APC´s UND MBT´s!). Zwar ist die Schweiz kein traditionelles Panzeraufmarschgebiet, ein paar Panzerlinien wirds aber sicher haben.
Einer Armee, noch dazu einer Miliz-Armee, Polizeiaufgaben (Stadions,-, Botschafts,-Demonstrationsüberwachungen) zuzuschanzen, halte ich für sehr bedenklich. Eine 12cm Glattrohrkanone und ein paar MG´s der Leos gegen Demonstranten? Oder doch besser Tränengas oder Wasserwerfer der Polizei?
Zugegeben, gegen Falschparker wären der Leo ein sehr probates Mittel.
Es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen der Schweiz und Israel, nur sind die Verhältnisse in den besetzten Gebieten tatsächlich um einiges extremer, das heisst es würde erheblich mehr Sinn machen dort mit dem Panzer herumzufahren und “Riotcontrol” zu betreiben, als in der Schweiz. Immerhin gibt es dort bewaffnete Kämpfer, die auf Soldaten schiessen. Eine bewaffnete Hooligan-Gruppe, die sich fies hinter einem Tram versteckt und nur darauf wartet, dass ein armer Verkehrspolizist vorbeifährt, existiert allenfalls in den Träumen der Armeeführung.
Und wie APG mit dem Leopard gegen Islamisten vorgehen will, ist mir immer noch ein Rätsel. Diejenigen unter ihnen, welchen Anschläge verüben, sind meist nicht angeschrieben – oder etwa doch ? “Achtung, ich bin ein Islamist und werde jetzt diesen Zug in die Luft jagen – Danke für ihr Verständnis”. Wohl kaum – es sei denn man hält Chuck Norris, van Damme und Rambo Filme für Dokumentationen..
Islamisten erkennen, Lektion 1:
Britisches Glacé-Cornet hinhalten. Kriegt er einen Tobsuchtsanfall, ist er potentiell gefährlich.
siehe hier
Scheinbar ist nicht allen klar was die Armee zur Zeit für einen Auftrag hat. Wer es gerne wissen möchte findet hier alles was er wissen muss.
http://www.vbs-ddps.ch/internet/groupgst/de/home/generalstab/mission/auftr.html