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2,9 dl Erdöl für einen Liter Hildon Mineralwasser!

In Edelrestaurants und Hotels sowie im Gourmetland des Globus steht offenbar immer öfter das englische “Nobelmineralwasser” Hildon auf dem Tisch resp. im Regal. Doch was die gutbetuchten Konsumenten in der Schweiz nicht wissen, ist die Tatsache, dass zur Produktion und Lieferung dieses Wässerchens in die Schweiz fast drei Deziliter Erdöl nötig sind. Dies sind die Ergebnisse von Tests die der Kassensturz für seine aktuelle Sendung machen liess. Andere Mineralwasser sind auch Erdölbelastet, wenn auch nicht im Ausmass des Hildon-Wässerchens:

Die Ökobilanz für ein einheimisches Wasser wie Cristallo Prix: Die Strecke von Lostorf nach Zürich beträgt 60 Kilometer. Der Transport von einem Liter Cristallo verbraucht rund 0,19 dl Erdöl. Einen Liter Henniez mit dem Lastwagen 180 Kilometer weit nach Zürich zu fahren, verbaucht 0,27 dl Erdöl.

Der Importweg von San Pellegrino beträgt 350 Kilometer. Mit dem Lastwagen beträgt der Verbrauch pro Liter Wasser 0.41 dl Erdöl. Mit der Bahn kombiniert 0,33 dl. Was ein Zugtransport ausmacht, sieht man bei Rocchetta von Denner: 780 Kilometer nur mit dem Zug zum Denner-Verteilzentrum verbrauchen 0,3 dl Erdöl.

Am umweltfreundlichsten ist immernoch der Konsum von frischem Schweizer Hanenburger. Dieses schnitt im Test mit tiefen 0.003 dl. Erdöl pro Liter ab.

Ich frage mich ehrlichgesagt, ob es wirklich nötig ist Wasser in den Rhein, äh, in die Schweiz, auch bekannt als “Wasserschloss Europas” zu tragen. Schöner Wettbewerb das…

Dieser Artikel wurde von Sandro am Freitag, 1. September 2006 in der Rubrik Allgemein und zu den Stichwörtern , , , , , veröffentlicht. Sie Können mit diesem Link RSS 2.0 die Kommentare mittels Feed beobachten. Sie können einen Kommentar anfügen, oder einen Trackback von Ihrer Seite senden.

11 Kommentare zum Artikel “2,9 dl Erdöl für einen Liter Hildon Mineralwasser!”

  1. Dreckfilter am 1. September 2006 um 12:09

    Ja, der Markenwahn und das Pauschalprinzip “Je teurer desto besser!”

    Die Studie überrascht mich nicht sonderlich und Aufklärung tut in jeder Hinsicht not. Schlimm wird es dann nur noch, wenn das ausländische Wasser in den Geschäften billiger ist als das ökologischere einheimische Mineralwasser. Nach erfolgter Aufklärung hoffe ich doch, dass man noch auf die Lernfähigkeit der Menschen vertrauen kann. Oder sind wir auch dazu schon zu faul?

  2. Moni am 1. September 2006 um 12:17

    @Dreckfilter

    Einige sind garantiert dafür zu faul. Ich habe schon lange aufgehört teures Mineralwasser zu kaufen, das ich dann noch in den dritten Stock ohne Lift raufschleppen muss und die leeren Flaschen wieder runter. Das Leitungswasser ist so gut und kriege ich erst noch in den 3. Stock geliefert. Ich bin also doch irgendwie zu faul, aber hier kommt meine Faulheit auch noch günstiger… In den Restaurants wo ich verkehre gibts immerhin das Glas Hahnenwasser noch gratis zum anderen Getränk. In einigen Ländern kriegt man fast überall schon eine Flasche Wasser zur Konsumation dazugeliefert oder kann sich an einem Wasserspender selbst bedienen, so viel man will, ohne auch nur danach zu fragen. Nur wenn es nach Chlor riecht, ist es schon ziemlich abartig.

    Das tragische an der ganzen Sache. Das teure Wasser hierzulande ist selten besser. Die wenigsten würden den Unterschied überhaupt merken wenn man ihnen eine neutrale Flasche hinstellt…

  3. chukk am 1. September 2006 um 12:20

    Wie steht es mit Fiji-Wasser, das ja in Europa auch populärer zu werden scheint? Das wäre dann wohl der Gipfel!

  4. feusl am 3. September 2006 um 15:26

    Hier von Erdöl zu reden ist Faslchinformation. Sachlicher wäre der Hinweis, wieviel Diesel da verbraucht wird, denn aus den genannten Menscgen erdöl falls neben dem verbrauchten Diesel noch ganz andere Dinge für andere Zwecke an.

    Billigster Aktionismus, das.

  5. _driv3r_ am 3. September 2006 um 23:49

    Wenn ihr wüsstet, wieviel Öl verbraucht wurde für eure Kleider, die ihr tragt, den Bildschirm, auf welchen ihr starrt oder die Tastatur, auf welcher ihr schreibt..

  6. Pirelli am 4. September 2006 um 19:39

    Stimmt, Driv3r, deshalb sollten wir den zusätzlichen Verbrauch bei Überflüssigem erheblich einschränken.

    Übrigens, du Apologet des ungehemmten Verbrauchs: Woraus gedenkst du Kunststofe herzustellen, wenn ihr das ganze Öl sinnlos verbrannt habt?

  7. _driv3r_ am 5. September 2006 um 00:30

    “Stimmt, Driv3r, deshalb sollten wir den zusätzlichen Verbrauch bei Überflüssigem erheblich einschränken.”

    “Überflüssig” ist eine individuelle Präferenz. Für mich persönlich beispielsweise gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, Öl besser zu verwenden, als damit mein Fahrzeugaggregat auf Hochtouren zu bringen. Dafür würde ich auf diverse Plastik- und Kunststoffprodukte verzichten.

    “Übrigens, du Apologet des ungehemmten Verbrauchs: Woraus gedenkst du Kunststofe herzustellen, wenn ihr das ganze Öl sinnlos verbrannt habt? ”

    Naja, solche Materialien lassen sich teilweise rezyklieren. Und wenns im Migros halt Papier statt Plastiktüten gibt habe ich auch nichts dagegen. Bäume hats ja noch genug im Regenwald ;-)

  8. Vigor am 7. September 2006 um 14:58

    Ich finde, es hat etwas mit Dummheit zu tun, wenn ausländisches Trinkwasser hier in unserem Land gekauft wird.

    Der Energieverbrauch in Öl ist gut und kann leicht in Diesel oder CO2 umgerechnet werden. So müsste eigentlich auch der Dümmste Verbraucher einsehen, dass er nicht mehr über Lastwagen, CO2, und Arbeitsplatzverlust klagen sollte, wenn er gelichzeitig Evian trinkt.

    Unser einheimisches Wasser ist gut. Teuer ist Walser, dass man sowieso besser nicht trinken sollte. Nicht wegen dem Preis, sondern weil es CocaCola gehört und unser Leitungswasser eben so gut ist.

  9. Alain Wolf » Blog Archive » Forum Politik » 2,9 dl Erdöl für einen Liter Hildon Mineralwasser am 15. September 2006 um 23:44

    [...] Forum Politik » 2,9 dl Erdöl für einen Liter Hildon Mineralwasser [...]

  10. Bizz am 17. September 2006 um 09:19

    @Moni
    Das Problem mit dem dritten Stock kennen ich.
    Und weil mir Leitungswasser nicht besonders schmeckt, hab ich mir nen soda-club gekauft.
    Nachteil: Starke CO2-Emmision ;)

    Wieviel Rohöl für die Produktion dieses Gerätes verbraucht wurde, weiss ich jedoch nicht. Ist mir ehrlich gesagt egal.

  11. ghandi am 21. September 2006 um 08:22

    Hanenwasser! Wasserinspektoren haben schweigepflicht, sie sagen uns aber;
    Wenn wir wüssten was uns alles im Wasser beigefügt wurde, würden wir es nicht mehr trinken!
    Impfung über die Wasserleitung!

    Ich empfehle Grandner system (Informationsanreicherung von Wasser)

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