01.02.2007: Weltweite Aktion zum Klimawandel
Folgende E-Mail macht derzeit die Runde:
Weltweite Aktion zum Klimawandel
Am 1. Feb 2007: nehmen Sie an der weltweit größten Bewegung gegen den Klimawechsel teil!!!
Alles Ausschalten – am 1.Februar 07 von 19:55h bis 20:00hVerschiedenste Naturschutz-Organisationen, Klimaschutzorganisationen usw. senden derzeit eine Aufforderung an alle Bewohner unseres Planeten, 5 “Schweigeminuten” zu unterstützen:
Jeder soll am 1. Februar Licht, Strom und sonstiges ausschalten, zwischen 19:55h und 20:00h. Fünf Minuten, nicht nur um Energie zu sparen, sondern vor allem, um die Bevölkerung, die Medien und Politiker auf die tägliche Energieverschwendung aufmerksam zu machen.
Eine Aktion, die nur 5 Minuten dauert, die nichts kostet, die aber der jeweiligen Regierung zeigt, dass die Klimakatastrophe ein schwerwiegendes Thema der Weltpolitik sein sollte.
Warum gerade dieses Datum werden Sie fragen?
Am ersten Februar veröffentlicht die UNO die aktuellen Ergebnisse zum Thema Klimawandel!ALSO……DREHEN SIE AB!!!!!
Los, Licht aus! 
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Andere Blogs zum Thema:

Soweit kommts noch
Ach komm schon Driv3r, sei kein spielverderber. Wenn ignoranz.ch mal kurz nicht online ist wirst du das sicher verkraften. Ich weiss nicht genau wie lange es dauert das netzwerk und die server danach wieder hochzufahren (muss ja einer vor ort machen weil alles abgestellt ist) aber mehr als ein paar minuten dürfte das nicht dauern.
Wer das Licht ausknipsen will darf das gerne tun, es ist ein freies Land. Aber gewiss werde ich mich nicht an solchem Unsinn beteiligen.
können wir nicht um 5 vor 8 den strom abschalten? dann verpassen wir nicht die ersten 5minuten von den filmen die um 8uhr anfangen
Vermutlich würde es dem Klima mehr bringen, wenn der Motor abgestellt wird. Zumindest hier in der Schweiz ist ja die Stromerzeugung nicht soooo klimakritisch (ohne jetzt genaue Zahlen zur Hand zu haben).
lest im aktuellen “spiegel” den artikel “gaia hat fieber”. hier wird erläutert, warum der ehemalige vordenker der umweltbewegung und öko-guru james lovelock überzeugt ist, dass uns nur ein massiver ausbau der kernenergie sozusagen vor dem untergang retten kann. neue kernkraftwerke seien die einzige möglichkeit, wirksam die katastrophale entwicklung, verursacht durch die klimaerwärmung, etwas zu bremsen.
In den diversen AKW-Threads hier in der letzten Zeit habe ich vielerlei Quellen zitiert, die die erhebliche Umweltzerstörung und -vergiftung, die mit der Urangewinnung einhergehen, beschreiben und mit der Mär aufräumen, Nuklearenergie sei CO2-neutral.
Hinzu kommt, dass Uran ein sehr endlicher Rohstoff ist: Wenn alle jetzt projektierten AKW tatsächlich gebaut werden, geht das Uran schon in der 2030er-Jahren aus.
Wie ich a.a.O. schon schrieb, sind Gas- und Kohlekombikraftwerke mit Carbon Capture and Storage ein wesentlich mehr versprechender Wegh. Ohne einen “Spiegel” zur Hand zu haben, muss ich monieren, dass Lovelock offenbar schlecht informiert ist.
Der harte Kern der globalen Energiedebatte, dem so gerne und so oft ausgewichen wird, ist tatsächlich die Frage, was anstelle der fossilen Energien kommen soll und muss. Sind es die Erneuerbaren Energien oder die atomaren Energien mit ihrem Fixstern der Atomfusion. Oder können und müssen es beide sein? Das ist der Grundkonflikt des 21. Jahrhunderts. Wer immer auf die Karte der Atomenergie setzt, muss das damit legitimieren, dass er die Erneuerbaren Energien als keine realistische Alternative hinstellt. Genauso geht Lovelock vor, bis zur Negierung längst vorhandener Technologien und zur Verleugnung längst praktizierter Anwendungen Erneuerbarer Energien. Damit wird sein Buch zu einem Manifest für die Atomenergie und zu einem Konstrukt voller Vorurteile und Uninformiertheiten über Erneuerbare Energien, deren Potential, den Stand der darauf bezogenen Technik und deren Kosten. Lovelock zufolge sind alle verblendet, die darauf setzen und die Atomenergie ablehnen. Kurzum: Er redet die Atomenergie gut und die Erneuerbaren Energien schlecht. Seine beiden Hauptargumente sind: Die Gefahren des fossilen Energieeinsatzes seien unendlich größer als die der Atomenergie. Da diese aber im Gegensatz zu Erneuerbaren Energien verfügbar sei, müsse – neben radikaler Minderung des Energieverbrauchs – unbedingt auf diese gesetzt werden. Für ein Setzen auf Erneuerbare Energien reiche die uns noch verfügbare Zeit nicht mehr aus.
Es gibt nun gute Gründe, die Gefahren aus fossilem Energieverbrauch höher einzuschätzen als die der Atomenergie. Aber wissenschaftlich unhaltbar sind die Argumente, mit denen Lovelock die aktuelle Verfügbarkeit Erneuerbarer Energien abstreitet. Wissenschaftliche Szenarien, die die Möglichkeit einer Vollversorgung der Gesellschaft mit Erneuerbaren Energien beschreiben – darunter solche vom International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), von der Union of Concerned Scientists in den USA sowie solche für die EU-Kommission und den Deutschen Bundestag – werden seit Jahren von der überkommenen Energiewirtschaft ignoriert, um die These der Unverzichtbarkeit der Atomenergie aufrechterhalten zu können. Auch bei Lovelock findet sich kein Wort darüber. Umso rosiger sind die Farben, die er für die Atomenergie malt. In Tschernobyl habe es nach dem Reaktorunfall 1986 nicht etwa viele zehntausende Tote gegeben, sondern nur zwischen 45 und 75. Er beruft sich dabei auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die in Wahrheit von der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) erarbeitet wurde. Sie ist längst als peinliches Machwerk identifiziert worden und der WHO inzwischen sehr unangenehm. Lovelock bestreitet auch, dass die Uranreserven zu Ende gehen, unter Verweis auf “Low-Grande-Uranium” in Form winziger Spurenelemente etwa in Meeresgewässern. Dass eine derartige Gewinnung von spaltbarem Material allenfalls zu unermesslichen Kosten möglich wäre, bleibt unerwähnt. Die Endlagerung atomaren Mülls über zehntausende von Jahren scheint für ihn kein sonderliches Problem zu sein, und auch nicht die Gefahr der Weiterverbreitung von Atomwaffen über den Umweg weltweit installierter Atomkraftwerke. Und die Technologie der Atomfusionsreaktoren könnte nach Lovelock schnell verfügbar sein, wenn man sich mehr bemüht hätte. Damit verspricht er etwas, was selbst die glühendsten Atomfusionsforscher für unmöglich erachten, die frühestens nach 2050 einen betriebstauglichen Reaktor erwarten. Dass dieser wiederum unermesslich hohe Kosten erfordern und neue Großrisiken aufwerfen würde, scheint bei Lovelock erneut keine Rolle zu spielen.
http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=670&Itemid=60
Wie entsteht CO2 bei der Atomenergienutzung? Entscheidend ist hierbei, was beim Bau und Betrieb der Anlagen einschließlich sogenannter Vorleistungen insgesamt an klimawirksamen Gasen ausgestoßen wird. Der atomare Brennstoffpfad ist extrem aufwändig. Vom Uranbergwerk über die Uranerzaufbereitung und zahlreiche Transporte, führt er mit den weiteren Stufen Uranverarbeitung, -anreicherung, dem Bau und Betrieb von Brennstoff- und Atommüllanlagen und von Atomkraftwerken zu einem beachtlichen CO2-Ausstoß. In 9 verschiedenen Studien wurden Ergebnisse zwischen 28 bis 159 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Atomstrom ermittelt. Der Durchschnitt liegt bei 60 Gramm CO2 pro Kilowattstunde Atomstrom (GEMIS in Bezug auf Deutschland , 1995; Mortimer, 1989; Okken, 1989; de Vries, 1989; IEA in Bezug auf die EU, 1994; CREPIE, 1995; GEMIS in Bezug auf Kanada, 1995; IEA in Bezug auf die USA, 1994; GEMIS in Bezug auf die GUS, 1995. Nur die Autoren des ‘Arbeitskreises Kernenergie’ der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke errechneten bei ihrer (unterschätzenden) Teilbetrachtung für die Brennstoffgewinnung weniger als 5 Gramm pro Kilowattstunde – ein Ergebnis, das als widerlegt gilt.
http://www.jpberlin.de/wiga/uran/rundgang/klima.html
Beispiel f¨r Umweltschäden durch Uranbergbau:
Zwischen 1946 und 1990 starben in der damaligen DDR 7.163 Bergleute an Lungenkrebs hervorgerufen durch entwichenes Radongas. Sie arbeiteten in den Uranminen der Wismut AG. Die Wismut AG war ein bedeutender Uranproduzent, die Minen sind aber aus wirtschaftlichen wie aus ökologischen Gründen nach der Wiedervereinigung geschlossen worden. In 5.237 Fällen wurde Radioaktivität als Ursache offiziell anerkannt. Für die Produktion von 220.000 Tonnen Uran wurden von 1945 bis 1990 ganze 500 Millionen Tonnen radioaktiver Müll mitproduziert, gelagert auf Abraumhalden, die eine Fläche von 32 km2 bedecken. Ingesamt gelten 168 km2 als verseucht, weitere 1000 km2 müssen erst genauer untersucht werden.
Lovelock scheint aufs Alter tatsächlich eine etwas unbedachte Kehrtwende gemacht zu haben.
Und auch was die Folgen von Tschernobyl angeht, scheint er mit einer fast schon driv3rschen Blauäugigkeit geschlagen:
Die Säuglingssterblichkeit (Perinatalsterblichkeit) hat in mehreren europäischen Ländern nach Tschernobyl zugenommen. Die vorliegenden Studien ergeben für Europa Tschernobylbedingte Todesfälle unter Säuglingen in der Größenordnung von 5.000.
Auch genetische und teratogene Schäden (Fehlbildungen) haben in mehreren Ländern Europas signifikant zugenommen. Allein in Bayern kam es nach Tschernobyl zu 1.000 bis 3.000 zusätzlichen Fehlbildungen. Es ist zu befürchten, dass es in Europa strahlenbedingt zu mehr als 10.000 schwerwiegenden Fehlbildungen kam. Die Dunkelziffer ist hoch, wenn man berücksichtigt, dass sogar die IAEA zu der Einschätzung kam, dass es in Westeuropa 100.000 bis 200.000 Abtreibungen wegen der Tschernobylkatastrophe gab.
Das ganze Ausmaß der genetischen Schäden infolge der Tschernobylkatastrophe läßt sich nur vage abschätzen. Unter Bezug auf UNSCEAR kommt man auf 12.000 bis 83.000 mit genetischen
Schäden geborene Kinder in der Tschernobylregion und etwa 30.000 bis 207.500 genetisch geschädigte Kinder weltweit. In der ersten Generation findet man nur 10 Prozent der insgesamt zu erwartenden genetischen Schäden.
In Belorussland erkrankten seit der Katastrophe über 10.000 Menschen an Schilddrüsenkrebs. Einer WHO-Prognose zufolge werden allein im belorussischen Gebiet Gomel mehr als 50.000 Kinder im Laufe ihres Lebens Schilddrüsenkrebs bekommen. In allen Altersgruppen
zusammengenommen wird man dann mit etwa 100.000 Schilddrüsenkrebsfällen in dem Gebiet Gomel rechnen müssen.
In einer vom Tschernobylministerium der Ukraine publizierten Arbeit wurde in der Ukraine eine Vervielfachung der Erkrankungen des Endokrinen Systems (25fach von 1987 bis 1992), des Nervensystems (6fach), des Kreislaufsystems (44fach), der Verdauungsorgane (60fach),
des Haut- und Unterhautgewebes (50fach), des Knochen-Muskel-Systems und der Psychischen Störungen (53fach) registriert. Unter den Evakuierten sank der Anteil der gesunden Menschen von 1987 bis 1996 von 59 Prozent auf 18 Prozent, unter den Einwohnern in den belasteten Gebieten von 52 Prozent auf 21 Prozent und unter den Kindern betroffener Eltern sank er von 81 Prozent auf 30 Prozent.
http://www.ippnw.de/stepone/data/downloads/4e/00/00/Gesundheitliche%20 Folgen%20von%20Tschernobyl%20-%20Stand%2018April%202006.pdf
Lest was Maxeiner zum Thema Strom abstellen meint. Durchaus bemerkenswert:
“Ich schalte morgen am 1. Februar zwischen 19.55 und 20. Uhr sämtliche Lichter an, den Toaster, die Waschmaschine, außerdem Fernsehen, Stereoanlage und die elektrische Zahnbürste. Der Grund ist dieser Aufruf zum massenhaften Strom abschalten im Rahmen einer weltweiten Klima-Schweigeminute (!). Ein winziges Detail haben die Aktivisten nicht bedacht: Bei starken Verbrauchschankungen innerhalb kurzer Zeit müssen Kraftwerke abgeschaltet und wieder hochgefahren werden, was den Stromverbrauch erst so richtig ankurbelt. Ich bitte deshalb meinen heldenhaften Einsatz zur Rettung des geistigen und stromtechnischen Niveaus in dieser Republik nachzuahmen. Hoffnung machen mir die studentischen Kommentare unter dem Aufruf: „Liebe Patientinnen und Patienten an den einzelnen Lungenmaschinen, möchten Sie bitte tief durchatmen, wir müssen für 5 min den Strom abstellen.“ Oder auch: „Wie schaltet man Strom ab?”
Danke RonaldCH
Werde mich wohl morgen dem anschliessen und versuchen in diesen fünf Minuten soviel Energie wie irgend möglich zu verschwenden.
Hmm..angesichts des grassierenden Oeko-Schwachsinns bin ich langsam wirklich versucht mit meinen 38 Lenzen auf meinen bisherigen totalen Autoverzicht zu verzichten. Einen schönen, benzinsaufenden Offroader mit mindestens 15 Litern/100 km wäre doch als Erstauto mal was. Leisten könnte ichs mir ja.
Und vergesst nicht, den Stecker des Kühlschranks auch auszuziehen. Und die Waschmaschine auch für 5 Minuten abschalten.
Und stolpert danach nicht im Dunkeln übers Kabel. Taschenlampe gilt nicht! Und Millionen von brennenden Kerzen schaden dem Klima (!). …
Wieso schaden Kerzen dem Klima? Sind deine aus fossilem Brennmaterial? Meine sind aus Stearin, das wird aus Palmöl gefertigt. (!)
Pirelli, nicht die Trolle füttern…
Kerzenqualm verdüstert den Himmel. Dann kommt die Sonne nicht mehr durch, es wird kalt auf der Erde, die Klimaerwärmung kommt nicht und Deine Palmen wachsen nicht mehr …
PS: @Sandro: Du hast angefangen …
Rico, wir können uns gern über Global Dimming unterhalten. Kennst du dich aus?
Wollen wir einen Thread zum Thema eröffnen?
Nein, Pirelli. (Fast) nur Du rennst jedem (neuen) Schlagwort nach.
Die Andern wissen, dass sich die Welt immer verändert hat in den letzten paar Millionen Jahren. Und so wird sie’s weiterhin tun. Mal schneller, mal langsamer. Mal gedeiht die Spezies, mal geht jene unter. Der Weltenlauf halt.
@Pirelli
Du solltest diese Phenomen unterstützen, es ist zwar noch nicht bestätigt aber es gibt hinweise das dieses Phenomen den Treibhauseffekt abbremst. Würde man Global Dimming als Ziel haben könnte man so ganz Billig der Klimaerwärmung entgegenwirken. (kat Raus)
Interessant, da die Sonne heute wesentlich mehr Energie abgiebt als noch 1950.
Schlagwort? Fast nur ich?
Auch eine Art sich von der Pflicht der steten Weiterbildung loszukaufen.
Billig, Rico, billig.
Und das Weltenlaufgewäsch kannst du abstellen. Lies dich gründlich ein, sonst ist jede weitere Diskussion von vornherein sinnlos.
Chevy: Allein in der “sauberen” Schweiz sterben jedes Jahr über 4000 Menschen vorzeitig an der Luftverschmutzung, 60′000 werden chronisch krank. Und da soll ich die Luftschadstoffe “unterstützen”? Sag mal, auf welchem Planeten kochst du deine Suppe?
Zur Sonnenintensität:
http://www.mpimet.mpg.de/presse/faqs/wurde-das-klima-der-juengsten-vergangenheit-von-der-veraenderten-sonneneinstrahlung-mitgepraegt.html
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