Süchu Mitglied
#33 ° Gesendet: 17.09.2006 12:17 |
Ich bezweifle aber das die Palestinänser (nicht alle) sich der Feidschaft durch die Nachbarstaaten entziehen können, gehören sie doch auch zu ihnen und weis was was ihnen geschiet wenn sie sich auf dei Seite Israels gestellt hätten oder würden. Sie wären ja verräter, schon weil viele aus diesen Ländern erst später dazu kamen.
Ja, bestimmt. Es könnte sein, das diese Haltung eine Art Schlüsselrolle spielte, wenn wir die heutige Situation betrachten. Israel hat mächtige und vorallem viele Feinde. Und als Palestinenser muss man sich entscheiden. Ein Aspekt der Radikalisierung.
Es ist klar, dass die heutige Situation nicht reines Verschulden der Israeli ist (falls du das hören wolltest ;-) ) aber ich bin überzeugt, dass die Israeli das noch heute ändern könnten, dass der Schlüssel zu einem nachhaltigen Frieden in ihren Händen liegt.
1958 war es ja noch so das Arabische und drusische Bevölkerungsteile an dem Fortschritt teil nahmen, ihre landwirdschaftliche Produktion nahm um 600 Prozent zu, ihre Kinder bekommen kostenlosen Schuluntericht, sie werden an der nationalen Rentenversicherung, sowie am Wohlfahrtssystem und der Gesundheitsfürsorge beteiligt; Strassen, Wasserleitungen, Versorgung mit Elektrizität, sanitäre Einrichtungen und Bewässerungsanlagen wurden für sie errichtet; sie erhalten Sitze in der Kneset.
Nebenbei kam es aber auch zu "komischen" Entwicklungen, gerade was die Siedlungspolitik und den Kampf um Wasserrechte betrifft. Und ich persönlich verstehe zum Teil die Wut gewisser Palestinenser, wenn 200m von ihnen entfernt geradezu mit Wasser nur so umsich gegossen wird, wärend man selbst kaum welches zum Leben hat. Solche Dinge fördert den Frieden in keiner Weise und ist auch auf eine rücksichtslose konfrontationspolitik gewisser israelischen Politgrössen zurückzuführen.
Meist wurden Aktionen auch nach dem Moto "Auge um Auge" geführt, dh, auf einschlägige Provokationen von Seiten der Araber wird Vergeltung geübt anstelle einer wirklichen Versöhnungspolitik. Das sah man auch im letzten Krieg. Natürlich hatten die Israeli keine Wahl, aber die Art und Weise, dh, wie sie zB zuerst den Gazastreifen und die Palestinensergebiet zusammen bombten, rein aufgrung Vermutungen, wo sich die gefangen gehaltenen Soldaten befinden könnten, spricht schon Bände.
Aber es ist auch schwer, eine Versöhnungspolitik zu machen, wenn die eine Seite mit Selbstmordattentate weiter provoziert und das eigene Land vor Empörung schreit. In der CH gänge es wohl kaum anders.
Wenn wir also sagen die Palestinänser werden von anderen Staaten instrumentalisiert, ist es wohl auch für die Palistinänser nich so einfach sich dem zu entziehen.
Ja, denn sie wollen unterstützt werden. Ich denk, sie fürchten, auf einmal alleine dazustehen, wenn sie sich auf Seiten der Israeli schlagen würden. Sie wären genau so Aussenseiter, wie die Israeli selbst. In der Tat eine Zwickmühle für die Palestinensern und darum sollten die Israeli versuchen, ihr Vertrauen zu erlangen und mit einer Marktöffnung, der palestinensischen Wirtschaft eine gewisse Unabhängikeit von den Arabern zu garantieren. Ich bin mir voll bewusst, das sowas Jahrzehnte dauern könnte. Denn dann kommen noch alle Ideologischen und religiösen Differenzen, denen man auch noch Rechnung tragen muss ect ect.
Nicht einfach, aber hoffen darf man immer ;-)
Gruz Süchu |