Ich habe hier schon dargelegt, dass männliche Homosexualität zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland die Deportation in ein KZ zur Folge haben konnte. Schwule Männer wurden von den Nationalsozialisten verfolgt - Homosexualität als solche war verboten. Das Verbot bezog sich nur auf männliche Homosexualität. Weibliche Homosexualität existierte in der juristischen Wahrnehmung nicht, wurde somit nicht als Straftatbestand aufgefasst.
Da es keine lesbischen Opfer als solche gab, ist der Entwurf für das Mahnmal entsprechend ausgefallen : Es werden männliche Homosexuelle dargestellt. Eigentlich naheliegend, doch der Protest liess nicht lange auf sich warten. Ein besonders kurioses Beispiel weiblichen Anspruchs auf Opferstatus kann im nachfolgendem link nachgelesen werden.
Da wird - keine Parodie, sondern Wirklichkeit - die "grausame patriarchale Unterdrückung der Lesben" so auf den Punkt gebracht : “Homosexuelle Männer wurden getötet, Frauen totgeschwiegen. (...) Es ist ein Patriarchatsphänomen.“
http://www.taz.de/pt/2006/08/28/a0119.1/text