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Klimawandel event. doch ein Märchen?

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RonaldCH
Mitglied
#1 ° Gesendet: 09.08.2006 23:05
http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=3028&ref=0

Nervöse Klimaforscher
Alle Computerläufe der großen Klimarechenzentren sagen für die Zukunft mehr oder weniger steigende Temperaturen voraus. Es gibt eigentlich kein Klimamodell, dass - eine zumindest zwischenzeitliche - Abkühlung des Planten für möglich hält. Und genau das fängt an, einigen Klimaforschern Sorgen um ihre Glaubwürdigkeit zu machen. Und zwar deshalb, weil die Ozeane im Moment Sachen machen, die sie nicht machen sollten: Der Wärmegehalt der oberen Schichten nimmt ab. Das hat eine ziemliche Bedeutung, weil eine knapp Zehn Zentimeter dicke Ozeanoberfläche bereits soviel Energie speichert wie der gesamte natürliche Treibhauseffekt hergibt. Auf der Seite "Climate Science" klingeln bereits die Alarmglocken:

"Big Time Gambling With Multi-Decadal Global Climate Model Predictions"
"The recent dramatic cooling of the average heat content of the upper oceans, and thus a significant negative radiative imbalance of the climate system for at least a two year period, that was mentioned in the Climate Science weblog posting of July 27, 2006, should be a wake-up call to the climate community that the focus on predictive modeling as the framework to communicate to policymakers on climate policy has serious issues as to its ability to accurately predict the behavior of the climate system. No climate model that we are aware of has anticipated such a significant cooling, nor is able to reproduce such a significant negative radiative imbalance. Meaningless distinctions between “projections” and “predictions” will be unlikely to convince consumers of climate models to overlook experience that does not jibe with modeled output.

Der ganze Artikel hier:
http://climatesci.atmos.colostate.edu/2006/08/08/big-time-gambling-wit h-multi-decadal-global-climate-model-predictions-by-roger-apielke-sr-a nd-roger-a-pielke-jr/
Sindbad
Mitglied
#2 ° Gesendet: 10.08.2006 09:35 ° Bearbeitet von: Sindbad
ein märchen nein... das klima wandelt sich, das ist ein fakt... hat es auch schon immer getan...

die einzige konstante ist die veränderung

wieso hast do so ein interesse daran, dass alles beim alten bleibt?

nachdenklichkeit heisst, dass nicht alles so selbstverständlich bleibt wie es war.

Sindbad
RonaldCH
Mitglied
#3 ° Gesendet: 10.08.2006 09:50
@Sindbad
Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Offensichtlich nicht! - Es ist dir nicht untersagt, wenn du meine Namen liest, trotzdem zuerst nachzudenken und etwas Vernünftiges zum Thema zu sagen, anstatt gleich in Polemik zu verfallen.

Ich habe doch mit keinem Wort gesagt, ich hätte ein Interesse daran, dass alles bein Alten bleibt. Die Frage, die auch viele Klimaspezialisten umtreibt, ist, ob ein Klimawandel überhaupt im Gange ist und wenn, ob er durch Menschen verursacht wurde.
R.
Sindbad
Mitglied
#4 ° Gesendet: 10.08.2006 09:53 ° Bearbeitet von: Sindbad
polemik? hehe ja, sehr politische polemik meinerseits... ;)

ja, habe ihn gelesen, lese auch vieles andere zum thema, bleibe objektiv interessiert am thema... und was ich sagte ist nun mal so....

"ist, ob ein Klimawandel überhaupt im Gange ist"

meine antwort dazu.... ja, das klima ist immer im wandel


"und wenn, ob er durch Menschen verursacht wurde. "

und auch hier ja, der mensch ist ein faktor, er ist teil des systems, und seine handlungen haben wirkungen, der mensch, kann das ursache wirkung prinzip nicht umgehen...

die frage bleibt; in welchem ausmass.... und durch welches verhalten...

Sindbad
Pirelli
Blog Autor
#5 ° Gesendet: 10.08.2006 10:58 ° Bearbeitet von: Pirelli
Ronald, ich bin enttäuscht. Ausser dem irreführenden und tendenziösen Titel ist ja kein einziges Wort in diesem Beitrag von dir! Umso schlimmer finde ich, dass du den Originalartikel offenbar selbst nicht gelesen hat.
Da wird der Klimawandel nämlich nicht in Frage gestellt, im Gegenteil: "Humans are significantly altering the global climate, but in a variety of diverse ways beyond the radiative effect of carbon dioxide."
Pielke postuliert lediglich eine noch grössere Komplexität, als man bisher angenommen hat. (Und da gehe ich einig mit ihm: Zum Beispiel tauchen die Auswirkungen der Mikrowellenstrahlung in den Modellen nicht auf.)

Wie kommt es also zu der Lüge, Verzeihung, wissentlichen Irreführung im Titel? Ich meine, nicht einmal Maxeiner hat gewagt, so zu titeln. Und was ich von ihm halte, hab ich andernorts schon gut fundiert belegt.

Pielke spricht von "Gambling". Seine Aussage lautet verkürzt etwa so: Hört her, ihr Klimaforscher. Die Politiker müssen Entscheidungen auf der Basis eurer Modelle fällen. Wenn diese Modelle und Vorhersagen aber zu simpel sind und Überraschungen/Unregelmässigkeiten stattfinden (eine Abkühlungsperiode zum Beispiel), dann setzt ihr eure und die Glaubwürdigkeit der Politiker aufs Spiel und die dringend nötigen Massnahmen können evtl. nicht durchgeführt werden.
Er sagt also genau DAS GEGENTEIL dessen, was dein Titel insinuiert und auch was Maxeiner - der den Text und die Kommentare offenbar auch nicht gelesen hat, weils ihm so gut auf seine simpel gestrickte Rundumschlagmühle passt - gern hätte.

Interessant sind die Kommentare. So schreibt William Connolley (sehr namhafter Klimaforscher, tätig für die British Antarctic Survey):
"Roger - thats a pretty unimpressive source to build a post around. I think you’d rip other people to shreds for doing that."

Darauf antwortet Pielke: "William - there is substance behind the post which will be webloged in the coming several weeks."

Grins. Wie ein bestimmter Blogger hier: "Der Klimawandel findet nicht statt, und wenn ich mal Zeit habe, poste ich Links zu all den Studien, die das belegen." (Was er natürlich bis heute nicht getan hat.)

Ronald: Wenn nicht mal der Autor eines Beitrags hier seine Hausaufgaben gemacht hat, sondern einfach mal tendenziös und irreführend daherplappert resp. den Maxeiner für sich plappern lässt, ohne auch nur einen Hauch von Faktencheck durchgeführt resp immerhin den Originaltext gelesen zu haben, ist es sehr schwierig, eine wirkliche Diskussion zu führen.

Noch einmal: Das ist bewusste Irreführung. Wer nicht Englisch kann oder die Zeit nicht hat, sich durch den Originaltext zu kämpfen, muss - von deinem Titel und des unsäglichen Maxeiners falscher Interpretation ausgehend - tatsächlich denken, die Mehrheit der Klimaforscher habe sich geirrt, alles könne beim Alten bleiben.

Dem ist nicht so, dein Beitrag ist ein klassisches Eigentor. Ich kann mich Connolley nur anschliessen:
Ronald - das ist eine ziemlich unbeeindruckende Quelle, um die du dein Posting baust. Jeden anderen, der Gleiches tut, würdest du wohl in der Luft zerreissen.
Pirelli
Blog Autor
#6 ° Gesendet: 10.08.2006 11:32 ° Bearbeitet von: Pirelli
Übrigens: Hier wehrt sich der Autor der 2002er Antarktik-Studie (Peter Doran) gegen den Missbrauch seiner Arbeit durch Klimawandelskeptiker. Zu denen gehört auch Maxeiner, wenngleich er nicht namentlich erwähnt wird. Aber auch er stellte, basierend auf Dorans Arbeit, die Behauptung auf, der Südpol kühle sich ab.

Dieser Artikel wirft ein gutes Licht darauf, wie mit wissenschaftlichen Arbeiten umgegangen wird. Damit ihr ihn öffnen könnt, müsst ihr einen Gratisaccount bei der New York Times einrichten - aber das lohnt sich allemal.
http://www.nytimes.com/2006/07/27/opinion/27doran.html?_r=1&oref=slogi n
RonaldCH
Mitglied
#7 ° Gesendet: 10.08.2006 19:07
@Pirelli
Ich weiss, bezüglich Umwelt und Klimawandel kommt niemand an Pirelli vorbei. Du hast auch Recht, ich habe nicht den ganzen englischen Artikel durchgelesen. In Wirklichkeit hat mich Maxeiners Text und der Ausschnitt aus dem Original angesprochen und jetzt, wo ich den Artikel studiert habe, muss ich zugeben, ist mein Titel nicht passend. Somit stimmt deine Aussage, dass ich ein Eigentor geschossen habe. Ich werde es überstehen!

Trotzdem hat Maxeiner nicht Unrecht, auch wenn er es ein wenig polemisch sagt. Der Artikel zeigt vortrefflich, dass es unter Wissenschaftlern grosse Differenzen gibt in den Untersuchungen zum Klimawandel. Aus den Kommentaren sieht man, dass dies anfängt bei der Glaubhaftigkeit der Programme für die verschiedenen Modelle. Immer wieder liest man das Argument, dass Langzeit-Modelle von Wetter- und Klimaentwicklungen keine in Stein gegossene Tatsachen sein können, wenn die Wirklichkeit zeigt, dass Wettersimulationen für einige Tage so unglaublich falsch sein können, wie wir es selbst immer wieder erleben müssen. Bezüglich Abkühlung der Ozeane scheint immerhin einiges im Tun zu sein. Pielke empfiehlt Zweiflern das Thema weiter zu verfolgen, da in naher Zukunft mehr darüber zu erfahren sei.

Ich stelle immer wieder fest, dass Wissenschaftler, die von jedermann akzeptierte Lehrmeinungen mit neuen Erkenntnissen umstossen, grösste Anfeindungen von Main Stream Wissenschaftlern über sich ergehen lassen müssen. Ein gutes Beispiel ist, wie Seager und Battisti, die mit meiner Meinung nach überzeugenden Messungen feststellten, dass nicht der Golfstrom schuld ist am milden Klima Nordeuropas, von andern Wissenschaftlern nicht ernst genommen werden. Ich habe dir den Link im Adieu Gletscher"-Thread schon gezeigt, aber du bist nicht darauf eingegangen. http://www.americanscientist.org/template/AssetDetail/assetid/51963?fu lltext=true&print=yes

Immerhin, solche Kritiken halten die Diskussionen im Gang und dienen letztlich doch der Wahrheitsfindung. Diese Wahrheit wird auch bezüglich des Klimawandels vermutlich erst an den Tag kommen, wenn die heutigen Klimatologen schon längst das Zeitliche gesegnet haben.
R.
_driv3r_
Mitglied
#8 ° Gesendet: 11.08.2006 00:02
Klimawandel: Kein Märchen, sondern Realität, das täglich und seit Jahrtausenden. Ein Märchen ist allenfalls der Glaube, der Mensch sei für das Klima verantwortlich bzw. könne daran etwas ändern.
Pirelli
Blog Autor
#9 ° Gesendet: 11.08.2006 01:45
Driv3r - lies dich bitte erst ein, bevor du deinen Stuss verbreitest. Du findest in diesem Forum genügend Links, dass du dich in nützlicher Frist über den aktuellen Stand der Forschung schlau machen kannst. Bis dahin: Schweige - oder belege.

Ronald - sobald ich Zeit habe, gehe ich dem Golfstrom nach. Du weisst, dass ein einzelner Link mir nicht genügt. Immerhin so viel: Wenn der Golfstrom nun doch eine wichtige Rolle spielte, könnte seine Abschwächung bei uns die Folgen der Erwärmung mildern. Wenn aber unser Klima doch eher durch die transatlantischen Winde geprägt ist, entfällt auch diese Hoffnung. Ausser für die Skandinavier - dass deren Heimat hauptsächlich wegen des Golfstroms bewohnbar ist, schreibt auch Seager. Insgesamt ist auch dieser Umstand also eher alarmierend. Übrigens entspricht Seagers Einschätzung auch der des Fraunhofer-Instituts für Klimatologie, wie mir dessen Direktor vor längerem mitteilte.

Und auch Pielke bestreitet weder den Klimawandel an sich noch die anthropogene Mitwirkung - dass über die Methodik diskutiert wird, entspricht dem wissenschaftlichen Courant normale.

Ferner sind Wetterprognosen und Klimatrendbestimmungen natürlich zwei Paar Schuhe, dieses Argument lasse ich nicht zu. Im stark vereinfachten Beispiel: Wenn du dreimal würfelst, kannst du nicht vorhersagen, wie oft die Sechs fällt. Würfelst du aber tausendmal, liegst du mit der Prognose "ca. 160-mal" sicher nicht weit daneben. (Dabei gehts mir um statistische Methodik, nicht um die Zufälligkeit, gell.)

Nicht einig gehe ich mit dem von dir gesetzten Zeitrahmen. Nun weiss ich nicht, wie alt du bist, ich bin Ende 30. Ich bin (in aller Laienhaftigkeit) nicht nur davon überzeugt, dass wir dramatische Auswirkungen bereits in den nächsten Jahrzehnten erleben werden (hier gehe ich zur Abwechslung mit dem Pentagon einig), sondern auch davon, dass wir bereits jetzt damit konfrontiert sind.
felixkohl
Mitglied
#10 ° Gesendet: 11.08.2006 03:31
...

Nicht schon wieder dieses Thema.
OK. Ich bin still und passe.
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