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Europas Weg

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leonforte
Mitglied
#1061 ° Gesendet: 23.01.2012 07:34
cristiano-safado:
Scheidung,

ein lieblingsthema der geschiedenen ..... vielleicht wäre es besser gewesen vor der heirat darüber nachzudenken, was die wirtschaftlichen folgen einer allfälligen scheidung sein könnten. bei diesem geleiere - das ich in fast 50% der fälle zu hören bekomme - reagiere ich folgendermassen. ich unterbreche den sermon immer mit der frage: "moment, würden sie wenn sie es noch einmal anders machen könnten, anders machen - sprich wenn sie noch einmal zurück könnten, würden sie dann vermeiden in diese situation zu kommen und wie würden sie das tun", danach erzählten die dann in 99% der fälle wie sie das machen würden. und dann sage ich einfach: "sehen sie und genau deshalb müssen sie mir nicht erzählen, sie wären unverschuldet hier. sie haben entscheide getroffen und nun müssen sie die konsequenzen halt tragen ....." anschliessend sind sehr grosse augen auf mich gerichtet und wir gehen zur tagesordnung über und lassen die geldflüsse so sein, wie sie sind oder drücken sie noch ein wenig!
Zocker
Mitglied
#1062 ° Gesendet: 23.01.2012 09:54
gumbyman:
Wer stuft endlich die Glaub-Würdigkeit dieser unsäglichen Ratingagenturen herunter? Man könnte fast meinen, die hätten bald nur noch die Funktion irgendwelche Kurse rauf- oder runterzutreiben, damit die Finanzhaie weiter spekulieren und absahnen können.

Das Dumme an der Geschichte ist, dass viele Pensionskassen per Statuten gezwungen sind, das Rating dieser Gesellschaften bei ihren Anlageentscheiden zu berücksichtigen. Also hängen unsere Renten wieder einmal mehr von wenig durchsichtigen Bewertungsgesellschaften ab, die mehrfach bewiesen haben, dass ihr Urteil sehr sehr falsch sein kann.
Zocker
Mitglied
#1063 ° Gesendet: 08.02.2012 13:05
Europas Weg führt auch zum Initiativrecht.

Europa kann auch bei der Schweiz abkupfern, auch wenn es erst ein bescheidener Anfang ist.

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Natascha
Mitglied
#1064 ° Gesendet: 09.02.2012 17:00
Zocker:
Europas Weg führt auch zum Initiativrecht.Europa kann auch bei der Schweiz abkupfern, auch wenn es erst ein bescheidener Anfang ist.

Die Bürgerinitiative wird es ermöglichen, dass mindestens eine Million Staatsangehörige aus mindestens einem Viertel der EU-Mitgliedstaaten die Europäische Kommission zur Vorlage eines Vorschlags in einem in ihre Zuständigkeit fallenden Bereich auffordern kann. Die Organisatoren einer solchen Initiative, bei denen es sich um einen Bürgerausschuss bestehend aus mindestens sieben EU-Staatsangehörigen handelt, die in mindestens sieben unterschiedlichen Mitgliedstaaten niedergelassen sind, haben ein Jahr Zeit, die erforderlichen Unterstützungsbekundungen zu sammeln. Die Anzahl dieser Unterstützungsbekundungen muss von den zuständigen Behörden in den Mitgliedstaaten bescheinigt werden. Die Kommission hat dann drei Monate Zeit, um die Initiative zu prüfen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Gemäß den Vorschriften der Verordnung wird es erst ab dem 1. April 2012 möglich sein, eine Europäische Bürgerinitiative einzuleiten.

Bei einer eidgenössischen Volksinitiative verlangen Schweizer Stimmberechtigte eine Revision der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Damit eine Volksinitiative auf Bundesebene zustande kommt, müssen innerhalb von 18 Monaten 100'000 Unterschriften von Stimmberechtigten gesammelt werden. Ist dies erreicht, so kann schliesslich – zumeist zwei bis drei Jahre später – das gesamte Schweizer Stimmvolk an der Urne zur entsprechenden Vorlage Stellung nehmen. Wie jede Verfassungsänderung erfordert auch die Annahme einer eidgenössischen Volksinitiative nebst der Zustimmung der Mehrheit der Abstimmenden ebenfalls das Ständemehr (Mehrheit der Kantone). Volksinitiativen gehen von Bürgern, Interessenverbänden und Parteien aus, nicht von der Regierung oder vom Parlament.


Ich gehe einmal davon aus, dass du den gravierenden Unterschied zwischen einer Bürgerinitiative und einer eidg. Volksinitative kennst. Wenn du ihn kennst, dann kannst du wohl kaum noch von "abkupfern" reden, sondern von einer Scheinform der eidg. Initiative, welche im Kern ganz etwas anderes darstellt. Nach der Euro Lüge kommt nun die Bürgerrechtsinitiativen-Lüge.

Wie sieht es eigentlich nun in Griechenland aus? Durchfinanziert, Wirtschaft am boomen, Steuergelder gut investiert ODER eine Veruntreung von Steuergeldern unter dem Deckmantel der Immunität?

N.
cristiano-safado
Mitglied
#1065 ° Gesendet: 09.02.2012 17:26 ° Bearbeitet von: cristiano-safado
Wie sieht es eigentlich nun in Griechenland aus? Durchfinanziert, Wirtschaft am boomen, Steuergelder gut investiert ODER eine Veruntreung von Steuergeldern unter dem Deckmantel der Immunität?
Das alles dürfte kaum noch von Interesse sein. Täglich 1500 Entlassene, Griechen die im Wald Holz stehlen müssen (die Wälder abholzen), Spitalversorgung nur noch für Notfälle, etc. Die sozialen Unruhen sind durch das, was jetzt (in den letzten Tagen) unter dem Titel "Rettungsschirm" läuft, vorprogrammiert. Wenn die Politiker so weitermachen wird es nicht mehr lange dauern, bis das griechische Volk aufsteht. Und das wird möglicherweise, wenn die jetzigen Technokraten nicht zurückkrebsen, blutig enden. Warten wir mal ab, bis Griechenland seine Versprechen gegenüber der EU in die Tat umsetzen muss, denn bis jetzt wurden von der Regierung erst einige kleine Schritte umgesetzt.
New York
Mitglied
#1066 ° Gesendet: 09.02.2012 22:08 ° Bearbeitet von: New York
In der Sache Griechenland rücken die Politiker jeden Tag ein bisschen näher zur Realität. Es ist ja völlig klar und war voraussehbar, dass Griechenland aus dem Euro hinaus muss. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kapieren es auch die letzten blauäugigen Euroturbos, welche alles falsch eingeschätzt haben was man überhaupt falsch einschätzen konnte. Langsam wird es peinlich, kriminell war es schon immer.
gumbyman
Mitglied
#1067 ° Gesendet: 09.02.2012 22:17
cristiano-safado:
wird es nicht mehr lange dauern, bis das griechische Volk aufsteht.

Das ist vielleicht das Beste. Erst mal müssen sie wahrscheinlich rigoros ihre unfähige und korrupte Politikerkaste ausmisten und den aufgeblasenen Staatsapparat auf ein Minimum zurückfahren, bevor das wieder was wird. Ich denke aber Europa ist ein wichtiger Stützpfeiler der verhindern kann, dass das Land im Chaos versinkt und sich dann aus einem Trümmerhaufen neu erschaffen muss.

Voraussetzung ist natürlich, dass die richtigen Massnahmen getroffen und auch mit aller Härte durchgesetzt werden, sonst bessert nix.

g.
Zocker
Mitglied
#1068 ° Gesendet: 10.02.2012 10:55
cristiano-safado:
Die sozialen Unruhen sind durch das, was jetzt (in den letzten Tagen) unter dem Titel "Rettungsschirm" läuft, vorprogrammiert. Wenn die Politiker so weitermachen wird es nicht mehr lange dauern, bis das griechische Volk aufsteht. Und das wird möglicherweise, wenn die jetzigen Technokraten nicht zurückkrebsen, blutig enden. Warten wir mal ab, bis Griechenland seine Versprechen gegenüber der EU in die Tat umsetzen muss, denn bis jetzt wurden von der Regierung erst einige kleine Schritte umgesetzt.

Du siehst nur die Oberfläche.

Die Griechen haben bereits die sozialen Unruhen und es wird noch mehr bwerden und es werden noch mehr Tote werden.
Gegen wen soll sich nun die Volkswut richten, wenn die Strassen verwüstet werden? die Politiker und Profiteure des Systems sind sicher nicht anwesend und haben ihr Geld im Ausland. Die jetzigen Geldgeber (EU) hat sich (glaube ich) inzwischen gerettet, d.h. die Banken sind soweit über dem Berg, dass auch eine ungeordnete Insolvenz keine Katarophe mehr ist.

Griechenland ist pleite und es ist nur noch die Frage, kann es geordnet abgewickelt werden oder kommt es zur ungeordneten Abwicklung. Der Nichtstaat Griechenland hat nicht funktioniert, da auch die Bürger sich nicht staatsbürgermässig verhalten haben. Bezahlt wird dieser Flop von den Kleinen, den Dummen, denen, die es zugelassen haben.

Bleibt Griechenland im € kann die Insolvenz geordnet abgewickelt werden, der Austritt würde ungeordnete Insolvenz bedeuten.

Nach meiner Beurteilung brauchen die Griechen den Schock, damit sie sich endlich bewegen, ihr Verhalten ändern und die Schuld die sie trifft, als Chache sehen, es künftig besser zu machen. Es hat sich nicht gelohnt, fast erpresserisch von den Kreditgebern einfach neues Geld zu fordern, um dieses mit der alten Strucktur einfach zu konsumieren. Jerder € der momentan in die grichische Strucktur investiert wird verlängert die Krankeit. Der Schock muss bei den Griechen so tief sein, dass mit dem System aufgeräumt wird. Somit steht sowieso eine Veränderung bevor die wahrscheinlich ohne Revolution nicht erfolgen kann.

Der Traum vieler Griechen, das Leben stressfrei abzusichern und Beamter zu werden hat sich zerschlagen. Wenn die Leute auf alle und alles wütend sind, so nützt das nichts, es bringt ihnen keinen € mehr in die Tasche. Sie werden sich hoffentlich durchringen ud etwas anpacken und den €, den sie verbrauchen wollen, wieder mit einer Leistung verdienen.
cristiano-safado
Mitglied
#1069 ° Gesendet: 10.02.2012 17:43 ° Bearbeitet von: cristiano-safado
@gumbyman

Ich denke aber Europa ist ein wichtiger Stützpfeiler der verhindern kann, dass das Land im Chaos versinkt und sich dann aus einem Trümmerhaufen neu erschaffen muss.
Das glaube ich weniger.

@Zocker

Nach meiner Beurteilung brauchen die Griechen den Schock, damit sie sich endlich bewegen, ihr Verhalten ändern und die Schuld die sie trifft, als Chache sehen, es künftig besser zu machen.
Der Schock trifft aber die falschen, nämlich den kleinen Bürger von der Strasse, der nicht viel dafür kann.

Somit steht sowieso eine Veränderung bevor die wahrscheinlich ohne Revolution nicht erfolgen kann.
Genau das fürchten die grossen EU-Länder. Stelle Dir vor, wie das in dieser Region politisch (und militärisch) aussieht, nachdem ja auch die Türkei immer mehr vom Westen abfällt.

Der Traum vieler Griechen, das Leben stressfrei abzusichern und Beamter zu werden hat sich zerschlagen.
Kein Wunder wollten alle Beamte werden. Viele Griechen haben nämlich nie genügend verdient, um sich und ihre Familie durchzubringen. Der Tourismus - einzige Chance Griechenlands - ist nie auf Vordermann gekommen, weil schlicht den Privaten die Mittel hierzu fehlten. Der Staat selber hat nie etwas gemacht.

Wenn die Leute auf alle und alles wütend sind, so nützt das nichts, es bringt ihnen keinen € mehr in die Tasche.
Richtig, doch Wut lässt sich beim einfachen Mann auf der Strasse nicht lenken. Zudem hat es relativ viel Anachisten in Griechenland (zumindest als ich noch öfters in Griechenland war), die die Stimmung aufheizen werden.

Sie werden sich hoffentlich durchringen ud etwas anpacken und den €, den sie verbrauchen wollen, wieder mit einer Leistung verdienen.
Mit was denn auch? Auch in Griechenland kannst man mit nichts nichts machen!
Natascha
Mitglied
#1070 ° Gesendet: 11.02.2012 12:26
cristiano-safado:
Der Tourismus - einzige Chance Griechenlands - ist nie auf Vordermann gekommen, weil schlicht den Privaten die Mittel hierzu fehlten. Der Staat selber hat nie etwas gemacht.

Der Tourismus würde wieder boomen, wenn man in Drachme die Angebote machen kann. Solange Griechenland den Euro hat kann sich dieses Land nicht erholen. Und zwar nicht wegen den Schulden, welche ohnehin drastisch erlassen werden müssen, sondern wegen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit. Genau deshalb ist der Euro für viele südliche Länder ein riesiger Nachteil, den sie degradiert zu Sozialhilfeempfänger zu werden zu Lasten der Nordländer. Eine komplette Fehlkonstruktion......

N.
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