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Spinnen die in Brüssel? EU-Absolutismus total!

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rlarsson
Mitglied
#1 ° Gesendet: 14.04.2010 10:44 ° Bearbeitet von: rlarsson
Die Staatskassen sind leer, Staaten stehen vor dem Bankrott und in Brüssel drehen die Technokraten nun vollends durch. Die Brüsseler Administration will sich in Zukunft in die Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten einmischen.

"Ich spreche dich los von Deinen Sünden, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Die EU-Priester legen den Bankrotten Staaten die Hand auf und strecken die Hand zum Segen aus.

Zitat EU-Finanzkommissar: "Wenn wir unser gemeinsames Schicksal in der Wirtschafts- und Währungsunion ernst nehmen, dann müssen alle Mitglieder die Regeln beachten, die sie sich selbst gegeben haben." Aber Hallo! Scheinbar meinen die es in Brüssel oben voll ernst mit der totalen Bevormundung und Entmündigung der EU-Bürger und mit der Untergrabung souveräner Mitgliedstaaten. Die Utopie des Papieraktes, die schlechteren Staaten auf das Niveau der Besseren zu heben ist kläglich gescheitert, weil diese Staaten BESCHEISSEN und vorab in die eigene Tasche wirtschaften, egal ob da irgendwelche Spielregeln aus Brüssel gelten. Bessere Staaten auf das Niveau der Schlechteren senken, so lautet die Devise.

Sind die in Brüssel oben konsequent, dann würden sie Griechenland aus der Währungsunion schmeissen. Das wäre weitaus vernünftiger, als die jahrelangen Betrüger zu schützen und deren Taten zu verwässern. Rauswurf der Griechen würde faktisch natürlich heissen, dass die Solidargemeinschaft der EU gar nicht existiert. Ein Graus für die Technokraten in Brüssel. Das System fährt sich langsam aber sicher an die Wand, weil es Parasiten ausnützen und Länder wie Deutschland die Zeche bezahlen. Und Deutschland bezahlt, weil es wegen schlechten Gewissens augenützt wird und die Vergangenheit immer noch nicht verarbeitet hat. Von Deutschland kommt auch diese weitere Abstruse Idee der Haushaltsbeschnüffelung. Nur zu gerne würden die in Brüssel auch an unsere Kohle ran und den Wohlstand in unserem Land runter schrauben. Schweiz und EU? Nein Danke!!

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/news/euro/euro-staaten-eu-will-sich-in-ha ushaltspolitik-einmischen_aid_498415.html
rlarsson
Mitglied
#2 ° Gesendet: 14.04.2010 10:51
Nachtrag: Zugleich wollen sich die Technokraten in Brüssel Kritik an der EU nicht mehr bieten lassen. Wie Demokratie in verstaubten Köpfen eben funktioniert.
Chevy
Mitglied
#3 ° Gesendet: 14.04.2010 11:10
Die Deutschen werden sich dem Problem EU annehmen müssen, Merkel hat es Richtig gesagt, Deutschland will nichtmehr zahlmeister in der EU sein.
Interesssant finde ich das es der EU anfangs am besten gieng, seit der Gründung geht es mit der EU bergab. Interessant finde ich das die SP immernoch der EU Beitritt als Idealfall/Glücksfall für die Schweiz sieht.
Philister
Mitglied
#4 ° Gesendet: 14.04.2010 11:15
Selbst Deutschland hatte bereits früh ein Verfahren am Hals, weil sie sich nicht an die Maatstrichkriterien gehalten haben. Seit der Finanzkrise sind diese Kriterien ohnehin nur noch Makulatur.

Rauswurf der Griechen würde faktisch natürlich heissen, dass die Solidargemeinschaft der EU gar nicht existiert.

Sie sollte in der Form auch nicht existieren. Eines der wichtigsten Argumente für die Einführung des Euros war die Bail-out Klausel: "Ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaats"

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was da noch kommen mag. Wenn es hart auf hart kommt, wird es auf zwei Optionen hinauslaufen, denn untergehen lassen kann man die Griechen nicht; das würde das Finanzsystem einmal mehr übelst shaken.

Entweder, man schafft den Euro wieder ab - oder es wird eine Wirtschaftsregierung eingeführt. Tippe auf letzteres.

Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner merkts: Die Euro Lüge http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69407359.html

Interessant finde ich das die SP immernoch der EU Beitritt als Idealfall/Glücksfall für die Schweiz sieht.

Das Beispiel Schengen+Lybien hat auch einmal mehr auf deutlichste Weise gezeigt, dass man eben gerade nicht mitbestimmen kann, ist man Teil der EU. Nur als Aussenstehender bewahrt man die Staatssouveränität.
rlarsson
Mitglied
#5 ° Gesendet: 14.04.2010 12:57
Chevy:
Interessant finde ich das die SP immernoch der EU Beitritt als Idealfall/Glücksfall für die Schweiz sieht.

Ja, so scheint es! Verderben, Armut, Wohlstandsabbau, Sozialstaataufblähung, Hartz-IV, Krawalle, mit Ausländern überfüllte Gefängnisse, wirtschaftlicher Abstieg, sozialer Unfrieden, Parallelgesellschaften, überbordende Einwanderung, Herumballerei am Hindukusch etc. müssen gewaltige Glücksgefühle bei unseren Rotsocken auslösen. Und gerade deshalb, weil sie das Schicksal der Kleinen und des Volkes auf's Spiel setzen werden sie nächstes Jahr in den verdienten Hammer laufen.

Philister:
...oder es wird eine Wirtschaftsregierung eingeführt. Tippe auf letzteres.

Den EWR! Back to the roots! Ich würde es sehr begrüssen! Bei einem EWR II können wir getrost ohne etwas zu verlieren mitmachen.

Philister:
Das Beispiel Schengen+Lybien hat auch einmal mehr auf deutlichste Weise gezeigt, dass man eben gerade nicht mitbestimmen kann, ist man Teil der EU.

Völlig korrekt! Klarer konnte dies nun wirklich nicht dargestellt werden.
rlarsson
Mitglied
#6 ° Gesendet: 14.04.2010 13:07
Philister:
Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner merkts: Die Euro Lüge http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69407359.html

Das war von vornherein klar. Die Griechen haben diese Lüge schamlos und brutal ausgenützt. Und Nachahmer hat es mit Spanien, Portugal und Italien auch gegeben. Da kommt noch was auf die EU zu. Natürlich auch auf die Schweiz.
razzar
Mitglied
#7 ° Gesendet: 14.04.2010 15:49
Chevy:
Interesssant finde ich das es der EU anfangs am besten gieng, seit der Gründung geht es mit der EU bergab.

Ursprünglich war ja mal die Idee von Zusammenhalt oder Einigkeit da, aber unter diesen Begriffen verstehen die brüsselner Abzocker nur: Von einem grossen zusammengehaltenen Haufen kann man mehr für Einzelne abzocken. Die Masse macht Superreiche. Oder die Superreichen beuten die Masse aus. = EU
Zocker
Mitglied
#8 ° Gesendet: 14.04.2010 17:38
rlarsson:
Zitat EU-Finanzkommissar: "Wenn wir unser gemeinsames Schicksal in der Wirtschafts- und Währungsunion ernst nehmen, dann müssen alle Mitglieder die Regeln beachten, die sie sich selbst gegeben haben." Aber Hallo! Scheinbar meinen die es in Brüssel oben voll ernst mit der totalen Bevormundung und Entmündigung der EU-Bürger und mit der Untergrabung souveräner Mitgliedstaaten. Die Utopie des Papieraktes, die schlechteren Staaten auf das Niveau der Besseren zu heben ist kläglich gescheitert, weil diese Staaten BESCHEISSEN und vorab in die eigene Tasche wirtschaften, egal ob da irgendwelche Spielregeln aus Brüssel gelten. Bessere Staaten auf das Niveau der Schlechteren senken, so lautet die Devise.

Ja eine primitive rechte Denke reicht nicht aus, um die Haushaltssituation in der EU zu begreifen.

Die EU-Staaten sind stark verschuldet. Das hat nicht die EU zu verantworten, sondern die nationalen Politiker, die das Geld ihrer Bürger ausgegeben haben. Der Bürger wird und wurde nicht entmündigt, sondern er wurde und wird zur Kasse gebeten, wie dies auch in der Schweiz der Fall ist. Wieviel er zur Kasse gebeten wird, kann er selbst bei den Wahlen mitbestimmen.

Die €-Staaten haben sich zu einer gemeinsamen Währung zusammengetan mit entsprechenden Spielregeln und Verpflichtungen zur Haushaltsdisziplin. Dies ist ein Schutz für die Steuerzahler, kann doch die eigene Regierung legal nicht beliebig Schulden machen. Nun haben die Griechen eben illegal Schulden angehäuft und müssen nun eine Sanierungskur über sich ergehne lassen. Weil nun verschiedene Staaten die Regeln verletzt haben von einem Scheitern der Währungsunion zu sprechen ist sehr doof. Wenn Bürger illegal geschäften oder kriminell werden, so spricht niemand davon, dass der Rechststaat nicht funktioniert, dass er gescheitert ist. Im Gegenteil, man hält diesen erst recht für nötig.

Genau das Gleiche passiert in der Währungsunion. Die Erkenntniss, dass die Regeln gut wären und dass man sich daran halten sollte, ist bei allen gewachsen. Auch die Erkenntnis, dass es Regeln für einen Fall wie Griechenland geben muss, ist dazugekommen. Politiker brauchen die Krise, um einsichtig zu werden und das wird die Währungsunion stärken.

Leider hat Brüssel in Sachen Haushaltsplanung und Verschuldung in den einzelnen Staaten zu wenig Mitspracherecht. Damit ist der Bürger immer noch unzureichend geschützt vor den Begehrlichkeiten der eigenen Politiker.

Dass die rechten Dumpfbacken immer noch nicht geschnallt haben, wer ihnen das Geld aus der Tasche zieht, ist nicht verwunderlich. Sie wehren sich gegen angebliche Bevormundung, um ihren eigenen Politikern völlig ungeschützt ausgeliefert zu sein. Zu glauben, dass nur die Politiker in der EU Gauner wären, ist auch ein Vorrecht der rechten Dummbrüller.
rlarsson
Mitglied
#9 ° Gesendet: 14.04.2010 18:05
Zocker:
Dass die rechten Dumpfbacken immer noch nicht geschnallt haben,...

Aber klar doch, du Oberbrüller! Die SVP ist schuld, dass die Zocker in Griechenland die EU-Zentrale in Brüssel abzocken. Man muss halt schon irgendwie beschränkt wie unser @Zocker sein nun zu glauben, südeuropäische Zocker kümmern sich um irgendwelche EU-Stabilitätspakte und andere Richtlinien, wenn es ums grenzenlose Abgarnieren geht. Sehrwahrscheinlich ist auch die SVP daran schuld, dass in Griechenland die Steuermoral so dermassen gut ist.
salibaybay
Mitglied
#10 ° Gesendet: 14.04.2010 18:19
Zocker:
Leider hat Brüssel in Sachen Haushaltsplanung und Verschuldung in den einzelnen Staaten zu wenig Mitspracherecht. Damit ist der Bürger immer noch unzureichend geschützt vor den Begehrlichkeiten der eigenen Politiker.

darum soll auch die ganze macht ans zentralkomitee übertragen werden, dann können die die ganzen begehrlichkeiten regeln.
schöne neue welt-ordnung
ups jetzt hab ich doch ein wort zuviel geschrieben
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