McSpeechless:
Euch ist klar, dass dr bürgerliche Block in etwa gleich viele Stimmen erhielt, wie die zukünftige Opposition? Zudem sind Steinmeier, Steinbrück fähige Leute, nicht zu vergleichen mit den Populisten Nahles, Gysi und Lafontaine
Das mag schon sein. Jedoch spaltest du mit deiner Aussage die Linken ja gleich selber. Die SPD'ler von dir genannt, düften nun aber heftig unter Druck geraten und werden kaum mehr eine gewichtige Rolle spielen. Steinbrück kann schon einmal in die Wüste gehen und Sandkörner zählen, den will niemand mehr.
McSpeechless:
Angenommen man einigt sich auf einen Kompromiss und wird trotz der Wirtschaftslage auf 50 MRD Steuereinnahmen verzichten - Wie um Gottes Willen will Deutschland einen jährliche Wachstumsrate von über 9% bewerkstelligen
Diese Milchbüchleinrechung ist die Rechnung von Steinbrück und Steinmeier und zeugt ja gerade von deren Imkompetenz. Es fehlt ihnen völlig ein vernetztes Denken und es begründet ihre Rezepte aus der Mottenkiste.
Eine Steuersenkung, die eben Wirtschaftswachstum auslöst enthält eben mehr Dynamik. Das Wirtschaftswachstum kann nicht auf den heutigen Steuereinnahmen hochgerechnet werden. Bei einer florierenden Wirtschaft steigen eben auch die Unternehmensgewinne, es steigen die Löhne und Boni und es steigt die Beschäftigung. Also nur ein Wirtschaftswachstum von 2-3 % lässt die Einnahmen im heutigen Vergleich überproportional sprudeln. Ebenfalls besteht die Möglichkeit in Wachstumsphasen auch auf der Ausgabenseite, zum Beispiel Subventionen, den Hebel anzusetzen. Also die Rechnung mit den 9 % ist der Blickwinkel von Kleinhänschen und desshalb wurden die Finanzexperten der SPD auch in die Wüste geschickt, weil sie einfach keine Ahnung von moderner Finanz- und Wirtschaftspolitik haben.
agathon:
Die SPD hat die Quittung für ihre Wischi-Waschi-Politik bekommen
agathon:
Es war aber sicher ein Fehler der SPD sich von den Linken abzuwenden
Die SPD sitzt in der Stasi Falle und der grosse Fehler war natürlich, dass man sich nur halbpatzig von den Linken abgrenzte. Zuerst hat man als grosse Ausnahme das Zusammengehen im östlichen Ländern kompliziert begründet und vehement diese Strategie in westlichen Ländern abgelehnt. Dann hat man aber im Westen, genau in Hessen, die Wähler belogen und versuchte ein Linksbündnis zu schmieden. Dies ist nur misslungen, weil ein paar gewählte Abgeordnete der SPD diesen Verrat am Bürger nicht mitgemacht haben. Sohin ist die Glaubwürdigkeit auch auf Bundesebene verloren gegangen. Kein Mensch glaubt mehr dran, dass die SPD nicht mit den Linken zusammengehen könnte, wenn sie eine Mehrheit hätten.
Also ist der Ruf ruiniert, dann lebt es sich ungeniert. Wenigstens jetzt müssten die Genossen den Mut haben mit den Linken zu fusionieren. Man könnte nur noch gewinnen. Nicht eine Zusammenarbeit wäre der Weg, sondern glasklar und transpartent eine Fusion. Dies beeinhaltet zwar Risiken, die Chancen sind aber auf dem jetzigen Niveau grösser. Bleibt die SPD in Konkurrenz in der Opposition mit den Linken, dann werde sie nie mehr an die Macht kommen. Jetzt muss ein Bereinigungsprozess stattfinden. Im übrigen auch wichtig für die Bürgerlichen. Eine Regierung, die keine Konkurrenz mehr hat, schlafen die Füsse ein.
agathon:
Die Themen der SP wären: Günstigen Wohnraum und Arbeit für alle! Gute Arbeitsbedingungen und -verträge! Hochstehende Bildung! (d.h.: PERSPEKTIVEN!)
Dies ist zwar richtig, widerpricht sich jedoch frappant mit den politischen Inhalten dieser Partei. Man kann nicht für Europa sein, eine CO2 Steuer fordern, die bedingungslose Personenfreizügigkeit propagieren und gleichzeitig für günstigen Wohnraum und bessere Arbeitsbedingungen werben. Da beisst sich die Katze einfach in den Schwanz.