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Deutschland - Wahlanalysen 2009

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McSpeechless
Mitglied
#31 ° Gesendet: 28.09.2009 08:28
Euch ist klar, dass dr bürgerliche Block in etwa gleich viele Stimmen erhielt, wie die zukünftige Opposition? Zudem sind Steinmeier, Steinbrück fähige Leute, nicht zu vergleichen mit den Populisten Nahles, Gysi und Lafontaine.

Die SPD darf nicht zu weit nach links rücken und muss sich mit eneuen Köpfen erneuern. Müntefering hat als Cheffe ausgedient.

Ich bin gespannt, wann die Schwarzgeleb Koalition ihre erste Krise erlebtn, wenns um die Steuersenkungen geht. Wetten, da wird nichts geschehen, trotr der Wahlversprechen der FDP? Angenommen man einigt sich auf einen Kompromiss und wird trotz der Wirtschaftslage auf 50 MRD Steuereinnahmen verzichten - Wie um Gottes Willen will Deutschland einen jährliche Wachstumsrate von über 9% bewerkstelligen?

Jeder VWL Laie ist sich im klaren, dass Impulse des Staates notwendig sind, um die Wirtschaft anzukurbeln. Aber in welchem Verhältnis? Deutschland kennt solche Wachstumsraten seit den 60er nicht mehr.
rlarsson
Mitglied
#32 ° Gesendet: 28.09.2009 09:40 ° Bearbeitet von: rlarsson
seabream:
Dieses Gedankengut ist einfach veraltert und wird von der Jugend nur noch verspottet.

Man muss einfach zur Einsicht kommen und sehen, dass die Rotsocken kein Zukunftsmodell sind und in der Gesellschaft mit ihren verstaubten Ansichten und unpatenten Rezepten/Konzepten nur maximalen Schaden anrichten. Die Deutschen sind zu dieser Einsicht gekommen. Bei uns kommt das auch noch.

seabream:
Auch da sacken die Roten völlig ab und die Konvervativen und Freiiheitlichen legen permanent zu.

Die SPD verlor vor allem bei den jungen Menschen massiv. Nur noch Rentner und Beamte, die auf die leeren Versprechungen der Rotsocken hereinfallen halten der SPD die Stange.

seabream:
Kein normaler Mensch wählt noch rot.

Wie wahr dies ist!
safado
Mitglied
#33 ° Gesendet: 28.09.2009 09:57
McSpechless

Jeder VWL Laie ist sich im klaren, dass Impulse des Staates notwendig sind, um die Wirtschaft anzukurbeln. Aber in welchem Verhältnis? Deutschland kennt solche Wachstumsraten seit den 60er nicht mehr.
Eines der grossen Impulse war ja die Abwrackprämie. Ich kritisierte diese als ineffizient, da die deutschen kaum noch in teure deutsche Autos investieren werden und somit das Geld vorwiegend ins Ausland fliesst. Und dem war auch so. Die japanischen Autohersteller waren die Hauptnutzniesser der deutschen Abwrackprämie. Das Geld hätte effizienter eingesetzt werden können.
Bünzli
Mitglied
#34 ° Gesendet: 28.09.2009 10:34
safado:
Ich kritisierte diese als ineffizient, da die deutschen kaum noch in teure deutsche Autos investieren werden und somit das Geld vorwiegend ins Ausland fliesst.

safado:
Das Geld hätte effizienter eingesetzt werden können.

Und welche Bundeskanzlerin aus welcher Partei hat die zu verantworten?
agathon
Mitglied
#35 ° Gesendet: 28.09.2009 11:19 ° Bearbeitet von: agathon
Die SPD hat die Quittung für ihre Wischi-Waschi-Politik bekommen. Hart, aber wahr. Die Linke und die FDP gehen als Sieger aus den Wahlen hervor. Selbst wenn die Linke (berechtigterweise) für regierungstauglich angesehen worden wäre, hätten SPD, Grüne und Linke allerdings keine Mehrheit.

Es war aber sicher ein Fehler der SPD sich von den Linken abzuwenden: So erübrigte es sich für viele linke Wähler, die gegen eine grosse Koalition waren, wählen zu gehen: Weil es zu den beiden Koalitionsmöglichkeiten (SPD/CdU und CdU/FDP) keine Alternative gab. Da kann ich für die SPD nur sagen: Selber schuld.

Die Schweizer SP soll bitte daraus ihre Lehren ziehen: "New Labor" (à la Blaire und Schröder) ist vorbei! Entweder man holt die linken Wähler mit klaren linken Positionen ab oder man mischelt so ein bisschen im bürgerlichen Machtgefüge mit. Letzteres wissen die Wähler nicht besonders zu schätzen. Levrat hat auf der UBS-Aktionärsversammlung nichts verloren. Die Themen der SP wären: Günstigen Wohnraum und Arbeit für alle! Gute Arbeitsbedingungen und -verträge! Hochstehende Bildung! (d.h.: PERSPEKTIVEN!)
seabream
Mitglied
#36 ° Gesendet: 28.09.2009 12:54 ° Bearbeitet von: seabream
McSpeechless:
Euch ist klar, dass dr bürgerliche Block in etwa gleich viele Stimmen erhielt, wie die zukünftige Opposition? Zudem sind Steinmeier, Steinbrück fähige Leute, nicht zu vergleichen mit den Populisten Nahles, Gysi und Lafontaine

Das mag schon sein. Jedoch spaltest du mit deiner Aussage die Linken ja gleich selber. Die SPD'ler von dir genannt, düften nun aber heftig unter Druck geraten und werden kaum mehr eine gewichtige Rolle spielen. Steinbrück kann schon einmal in die Wüste gehen und Sandkörner zählen, den will niemand mehr.

McSpeechless:
Angenommen man einigt sich auf einen Kompromiss und wird trotz der Wirtschaftslage auf 50 MRD Steuereinnahmen verzichten - Wie um Gottes Willen will Deutschland einen jährliche Wachstumsrate von über 9% bewerkstelligen

Diese Milchbüchleinrechung ist die Rechnung von Steinbrück und Steinmeier und zeugt ja gerade von deren Imkompetenz. Es fehlt ihnen völlig ein vernetztes Denken und es begründet ihre Rezepte aus der Mottenkiste.

Eine Steuersenkung, die eben Wirtschaftswachstum auslöst enthält eben mehr Dynamik. Das Wirtschaftswachstum kann nicht auf den heutigen Steuereinnahmen hochgerechnet werden. Bei einer florierenden Wirtschaft steigen eben auch die Unternehmensgewinne, es steigen die Löhne und Boni und es steigt die Beschäftigung. Also nur ein Wirtschaftswachstum von 2-3 % lässt die Einnahmen im heutigen Vergleich überproportional sprudeln. Ebenfalls besteht die Möglichkeit in Wachstumsphasen auch auf der Ausgabenseite, zum Beispiel Subventionen, den Hebel anzusetzen. Also die Rechnung mit den 9 % ist der Blickwinkel von Kleinhänschen und desshalb wurden die Finanzexperten der SPD auch in die Wüste geschickt, weil sie einfach keine Ahnung von moderner Finanz- und Wirtschaftspolitik haben.

agathon:
Die SPD hat die Quittung für ihre Wischi-Waschi-Politik bekommen

agathon:
Es war aber sicher ein Fehler der SPD sich von den Linken abzuwenden

Die SPD sitzt in der Stasi Falle und der grosse Fehler war natürlich, dass man sich nur halbpatzig von den Linken abgrenzte. Zuerst hat man als grosse Ausnahme das Zusammengehen im östlichen Ländern kompliziert begründet und vehement diese Strategie in westlichen Ländern abgelehnt. Dann hat man aber im Westen, genau in Hessen, die Wähler belogen und versuchte ein Linksbündnis zu schmieden. Dies ist nur misslungen, weil ein paar gewählte Abgeordnete der SPD diesen Verrat am Bürger nicht mitgemacht haben. Sohin ist die Glaubwürdigkeit auch auf Bundesebene verloren gegangen. Kein Mensch glaubt mehr dran, dass die SPD nicht mit den Linken zusammengehen könnte, wenn sie eine Mehrheit hätten.
Also ist der Ruf ruiniert, dann lebt es sich ungeniert. Wenigstens jetzt müssten die Genossen den Mut haben mit den Linken zu fusionieren. Man könnte nur noch gewinnen. Nicht eine Zusammenarbeit wäre der Weg, sondern glasklar und transpartent eine Fusion. Dies beeinhaltet zwar Risiken, die Chancen sind aber auf dem jetzigen Niveau grösser. Bleibt die SPD in Konkurrenz in der Opposition mit den Linken, dann werde sie nie mehr an die Macht kommen. Jetzt muss ein Bereinigungsprozess stattfinden. Im übrigen auch wichtig für die Bürgerlichen. Eine Regierung, die keine Konkurrenz mehr hat, schlafen die Füsse ein.

agathon:
Die Themen der SP wären: Günstigen Wohnraum und Arbeit für alle! Gute Arbeitsbedingungen und -verträge! Hochstehende Bildung! (d.h.: PERSPEKTIVEN!)

Dies ist zwar richtig, widerpricht sich jedoch frappant mit den politischen Inhalten dieser Partei. Man kann nicht für Europa sein, eine CO2 Steuer fordern, die bedingungslose Personenfreizügigkeit propagieren und gleichzeitig für günstigen Wohnraum und bessere Arbeitsbedingungen werben. Da beisst sich die Katze einfach in den Schwanz.
Sybilla_D84
Mitglied
#37 ° Gesendet: 28.09.2009 13:09
Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail - Wahlberechtigte

Bei den Bundestagswahlen am 27.09.09 waren 62.132.442 Bürger wahlberechtigt.

11.824.794 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die CDU 19,03 % aller Wahlberechtigten
2.830.210 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die CSU 4,55 % aller Wahlberechtigten
6.313.023 Bürger wählten mit ihrer Zweitstimme die FDP 10,16 % aller Wahlberechtigten

Schwarz – Gelb konnte somit die Zweitstimme von 20.968.027 Bürger oder 33,74 % aller Wahlberechtigten für sich gewinnen.


41.164.415 Wahlberechtigte (66,26 % der Wahlberechtigten) haben Schwarz – Gelb nicht gewählt.

Im Vergleich zu 2005 61.870.711 Wahlberechtigte

Die CDU verliert im Vergleich zu 2005 13.136.740 Zweistimmen 21,23 % aller Wahlberechtigten - 1.311.946 Wählerzweitstimmen auf 11.824.794; 19,03 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009.

Die CSU verliert im Vergleich zu 2005 3.494.309 Zweistimmen 5,65 % aller Wahlberechtigten – 664.099 Wählerzweitstimmen auf 2.830.210; 4,55 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009.

Die FDP gewinnt im Vergleich zu 2005 4.648.144 Zweistimmen 7,51 % aller Wahlberechtigten + 1.664. 879 Wählerzweitstimmen auf 6.313.023; 10,16 % aller Wahlberechtigten Zweitstimmen 2009

Schwarz Gelb konnte 2005 die die Zweitstimme von 21.279.193 Bürger oder 34,39 % aller Wahlberechtigten für sich gewinnen.

Schwarz gelb hat im Vergleich zu 2005 ; 311.166 Zweistimmen verloren.

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Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail – Wähler 2009; 43.997.633 Wähler

Schwarz Gelb konnte mit 20.968.027 Zweitstimmen einen Anteil von 47,66 % der Wähler erreichen 23.029.606 Wähler; 52,34 % der Wähler haben Schwarz – Gelb mit ihrer Zweitstimme nicht gewählt.

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Schwarz – Gelber Wahlsieg im Detail – Die Mehrheit

Von den im Bundestag vertretenen Parteien konnte Schwarz – Gelb 20.968.027 Zweitstimmen erreichen.

Die drei Oppositionsparteien SPD 9.988.843 Zweitstimmen /Linke 5.153.884 Zeitstimmen /Grüne 4.641.197 Zweistimmen konnten in der Summe nur 19.783.924 Zweitstimmen erreichen.

Somit verfügt Schwarz – Gelb mit 20.968.027 Zweitstimmen über eine Mehrheit von 1.184.103 Zweitstimmen ( Opposition 19.783.924 Zweitstimmen) der im Bundestag vertretenen Parteien. Somit hat Schwarz – Gelb aufgrund des Wahlrecht eine demokratische Regierungsmehrheit der abgegebenen Zweitstimmen gewonnen. Dazu möchte ich die CDU/CSU und die FDP beglückwünschen und wünsche der neuen Bundesregierung viel Erfolg für die kommenden 4 Jahre.

Quelle der Zahlen: http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/ergebni sse/bundesergebnisse/index.html
seabream
Mitglied
#38 ° Gesendet: 28.09.2009 16:04
Die Endergebnisse sind noch deutlicher als erwartet und klar gestärkt geht die FDP wie aber auch die süddeutschen Unionsvertreter in die Koalitionsvereinbarungen. Die zum Teil durch die grosse Koaltion geprägte sozialdemokratisierte Union geht wieder in den Hintergrund und das konservative Profil mit dem libaralen Profil der FDP wird nun wieder geschärft. Eine klare Richtungswahl, in der wieder eine ANDERE Sozial-Wirtschafts-und Finanzpolitik zum Tragen kommt. So werden auch Köpfe wie Roland Koch wieder hoch gehandelt. Vermutlich ist er nach neusten Erkenntnissen der neue Finanzminister und eine wichtige Person in der konservativ-liberalen Regierung. Auch Wolfgang Schäuble als Innenminister muss nun weniger Rücksicht auf die Sozis nehmen und kann die Schraube in der Asyl- und Ausländerpolitik wieder anziehen. Ebenfalls dürfte der neue Wirtschaftsminister entweder von der Union, also von Guttenberg oder von der FDP, also Brüderle gestellt werden. Eine gute Ausgangslage für einen Aufschwung und Abschied von der Vollkaskomentalität in der Sozialpolitik.
rlarsson
Mitglied
#39 ° Gesendet: 28.09.2009 17:42
agathon:
Die Themen der SP wären: Günstigen Wohnraum und Arbeit für alle! Gute Arbeitsbedingungen und -verträge! Hochstehende Bildung! (d.h.: PERSPEKTIVEN!)

Wie wollt ihr das denn bewerkstelligen, wenn euer Programm primär daraus besteht, notorisch gegen das böse Kapital, gegen die böse SVP, die Wirtschaft, Konzerne, Banken, Manager, Reiche, Idividualbesteuerte Ausländer, KMUler etc. zu wettern, deren Kohle ihr mit Vorliebe in eure Taschen schanzt?

@seabream hat schon Recht! Man kann nicht für Europa sein, eine CO2 Steuer fordern, die bedingungslose Personenfreizügigkeit propagieren und gleichzeitig für günstigen Wohnraum und bessere Arbeitsbedingungen werben. Da beisst sich die Katze einfach in den Schwanz. Nein, das ist wirklich kein Programm, das ist eine Katastrophe. Zum Glück haben dies die Deutschen gemerkt. Aber hier kommt es auch noch. Ich freue mich in diesem Sinne auf die NR-Wahlen im Jahr 2011 und den Taucher der SP.
Loser
Mitglied
#40 ° Gesendet: 28.09.2009 20:30
safado:
Ich kritisierte diese als ineffizient, da die deutschen kaum noch in teure deutsche Autos investieren werden und somit das Geld vorwiegend ins Ausland fliesst.

Falsch, die Gewinner waren VW, Skoda,, Opel und Fiat. Nach Modellen :
1.Golf
2.Skoda fabia
3.Polo
4.Opel Corsa
5.Fiat Panda

Opel spricht sogar von der besten Auftragslage seit 10 jahren.

Prius 207 x verkauft
Honda Insight 44 x
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