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Deutschland - Wahlanalysen 2009

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seabream
Mitglied
#11 ° Gesendet: 31.08.2009 19:01 ° Bearbeitet von: seabream
Das die Linke ist Ostdeutschland, in diesem Fall in Thüringen, die Grössenordung einer Volkspartei erlangt hat historische Gründe. Es war ja nicht so, dass niemand vom Unrechtssystem der alten DDR profitierte. Ein wesentlicher Teil der ostdeutschen Wähler dieser Partei waren Profiteure dieses System oder sind zumindest heute die Kinder von der roten Seilschaft. Desshalb hat bis vor kurzem die SPD eine Regierung auf westdeutscher Landesebene ja ausgeschlossen. Die letzte Wahl in Hessen hat allerdings den Wortbruch durch Ypsilanti, danach als Lüglianti bezeichnet, vorzelebriert. Schlussendlich ist sie aber trotzdem gescheitert, da es noch ein paar aufrechte Sozialdemokraten gab, welche diesen Wortbruch nicht mitmachten. Und dies trotz Repression der Genossen schon fast im Stile eines kommunistischen Regimes. Genau dieses verlogene Manöver hat der SPD den jetzigen Einbruch gebracht, von dem sie sich bis anhin nicht mehr erholte. Die Glaubwürdigekeit ist dahin. Diesen paar ehrlichen Sozialdemokraten gilt es Achtung zu schenken, dass sie sich nicht haben einschüchtern lassen. Da nun aber dieser Wortbruch trotzdem stattgefunden hatte gilt es nun ein Augenmerk auf das Saarland zu werfen, wo Oskar Lafontaine, der neuzeitliche Joseph Goebbels sein Unwesen treibt. Allerdings sind die Grünen da zurückhaltender und halten demokratische Gepflogenheiten und geschichtlichen Respekt um einiges höher als diese rote Brut. Auf Bundesebene hat die SPD nochmals explizit dieses Wochenende -und zwar der rot-braune Müntefering- das Wort gegeben, dass so eine Zusammenarbeit ausgeschlossen wäre. Ob man diesem Neonazi trauen kann ist natürlich fraglich. Auf jeden Fall ist die Union klar stärkste Partei und die FDP hat in ungewöhnlichen Landen einen Riesenerfolg erzielt. Und wenn in Sachsen eine schwarz-gelbe Regierung souverän zu Stande gekommen ist, dann gibt es grundsätzlich keinen Grund, dies nicht auch auf Bundesebene zu erwarten. Dies nur schon desshalb, weil die Union den Kanzlerbonus hat und Angela Merkel überdurchschnittlich akzeptiert wird. Krisenwahlen sind Kanzlerwahlen!
Loser
Mitglied
#12 ° Gesendet: 31.08.2009 23:28
Kritisiert wurde auch der CDU-Wahlkampf, kanzlerin Merkel sei zu ruhig, lasse die Angriffe einfach an sich abprallen. Ich könnte aber wetten, dass der Wahlkampf noch in gang kommt und zwar mit den Sachthemen. Sie wird spät loslegen, dann aber richtig.
mela
Mitglied
#13 ° Gesendet: 01.09.2009 11:22
Das deutlichste ist vorallem, dass die Liberalen in Deutschland klar die Wahlgewinner sind. Ich hoffe, dass dies auch in die Schweiz überschwappt in wir in den kommenden Wahlen ganz klar auch ein Trend in Richtung liberaler Parteien haben.
AdiB
Mitglied
#14 ° Gesendet: 01.09.2009 12:16
mela:
Das deutlichste ist vorallem, dass die Liberalen in Deutschland klar die Wahlgewinner sind. Ich hoffe, dass dies auch in die Schweiz überschwappt in wir in den kommenden Wahlen ganz klar auch ein Trend in Richtung liberaler Parteien haben.

Wenn die Schweizer Liberalen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft im Visier hätten, ja, dann würde ich auch auf deren Stärkung hoffen...Leider ist die FDP Schweiz aber gesellschaftlich konservativ.
seabream
Mitglied
#15 ° Gesendet: 01.09.2009 12:19 ° Bearbeitet von: seabream
AdiB:
Wenn die Schweizer Liberalen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft im Visier hätten, ja, dann würde ich auch auf deren Stärkung hoffen...Leider ist die FDP Schweiz aber gesellschaftlich konservativ.

Wenn du eine wirtschaftliche und gesellschaftliche liberale Partei wählen willst, dann musst du diese aber zuerst noch gründen. Die gibt es merkwürdigerweise gar nicht. Der Landesring der Unabhängigen hatte einmal solche Tendenzen. Vielleicht noch die welschen Liberalen.
AdiB
Mitglied
#16 ° Gesendet: 01.09.2009 12:34 ° Bearbeitet von: AdiB
seabream:
Vielleicht noch die welschen Liberalen.

Ja, darum bin ich auch für Burkhalter im BR...Aber Broulis wäre noch besser gewesen.

(oder du meinst die ex-LPS? die sind aber alles andere als gesellschaftsliberal...)
seabream
Mitglied
#17 ° Gesendet: 01.09.2009 12:44 ° Bearbeitet von: seabream
AdiB:
Ja, darum bin ich auch für Burkhalter im BR

Genau an den hatte ich gedacht. Ist auch für mich eine gute Variante für den Bundesrat. Dürfte ungefähr der der deutschen FDP entprechen mit Guido Westerwelle.
Sybilla_D84
Mitglied
#18 ° Gesendet: 11.09.2009 17:05
Im TV - Dreikampf bei Aktuell: Maybrit Illner ZDF am 10.09.2009 überzeugte ein stets aufmerksamer und aufgeweckter Gregor Gysi mit fundierter Argumentation, Frau Renate Künast überzeugte mit Fach - und Detailwissen im Bereich der Umwelt und Atompolitik sowie mit alternativen Konzepten. Nur Guido Westerwelle blieb auffällig blass und inhaltslos ich konnte weder ein Konzept noch einen Plan für die angestrebte Gelb - Schwarze Koalition erkennen.

Im Fazit möchte ich jenen widersprechen die glauben Frau Merkel (ohne erkennbaren Plan und Konzept) werde auf jedenfall eine weitere Legislaturperiode als Kanzlerin eine Bundesregierung (Gelb - Schwarz oder Schwarz - Rot zur Not der Jamika - Schwampel - Schwarz - Gelb - Grün) führen. Die Wählerinnen und Wähler können die Koalition von Union - SPD und somit Frau Merkel als Kanzlerin abwählen.
(Zum Beispiel bei folgenden Wahlergebnis Union 29 % SPD 19 % Linke 16 % Grüne 15 % FDP 13 % Piraten,Sons: 8 %) Es ist also nicht so das die Wählerinnen und Wähler nur zum "Zettelfalten" gehen und Frau Merkel bei jeden Wahlergebnis die neue/alte Kanzlerin bleibt. Obwohl das "strikte Ausschließen von Alternativen" der SPD und der FDP eine andere Mehrheit im Bund zur Zeit noch zu verhindern scheint.
seabream
Mitglied
#19 ° Gesendet: 24.09.2009 16:28
Warum die Schweiz auf Westerwelle setzen sollte

Sollten die Bundestagswahlen ihr den Sieg bringen, werde sich im deutschen Umgang mit der Schweiz einiges ändern. Das verspricht die FDP.

Die deutsche FDP will im Fall eines Wahlsiegs von Schwarz-Gelb (der Koalition aus CDU/CSU und FDP) gegenüber der Schweiz und dem Schweizer Finanzplatz einen freundschaftlicheren Ton anschlagen. Das sagte heute der aussenpolitische Sprecher der FDP, Werner Hoyer

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/dossier/deutschland-im-wahlkampf/W arum-die-Schweiz-auf-Westerwelle-setzen-sollte/story/31958553

Übrigens: Gemäß Umfrage -wenn die Schweizer wählen könnten in Deutschland- erreichte die FDP 59 %!
krokodil
Mitglied
#20 ° Gesendet: 24.09.2009 16:36
seabream:
Warum die Schweiz auf Westerwelle setzen sollte

Ist das der neue Treppenwitz?

Herr Westerwelle, sind Sie ein Sensibelchen?

Westerwelle: In der Frage, dass die Besserverdiener und Konzerne entlastet werden und dass sie nicht weiter belastet werden, da bin ich in der Tat sehr sensibel.

In den letzten zehn Jahren sind in Deutschland die Reichen reicher und die Armen ärmer geworden. Sehen Sie dieses Problem überhaupt?

Westerwelle: Armut macht mich schon irgendwie betroffen und es ist natürlich auch ein Problem für die abrutschende, bisherige Mittelschicht der Bevölkerung, die sich mit unserer Politik auf weitere Belastungen einstellen muss, zum Beispiel im Gesundheitsbereich. Wir sind traurig darüber, dass die Mittelschicht und das dort vorhandene Besteuerungspotential schrumpft. Vor elf Jahren machte sie noch zwei Drittel der Bevölkerung aus, jetzt nur noch gut die Hälfte. Wie kann das sein? Ich will lieber in einer Gesellschaft leben, die vorwiegend aus Reichen besteht! Das ist meine Vision. Ich will eine Wirtschaftspolitik, die auf den Mittelstand schaut. Mein Thema sind auch die DAX-Konzerne, Unternehmensberater, Steuerkanzleien, Rechtsanwälte und Ärzte. Wenn es dort zu Einkommensrückgängen kommt, dann gehen in Deutschland die Lichter aus. Der Vorwurf, die FDP sei mit ihrer Steuerpolitik nur an den Reichen interessiert, ist darum an Dummheit nicht zu überbieten. Wir sind durchaus auch an denen interessiert, die lediglich als wohlhabend oder gar nur als potentiell gutsituiert zu bezeichnen sind. Weil jeder gerne wohlhabend wäre, sind wir zugleich eine Partei für das ganze Volk.

http://dermorgen.blogspot.com/2009_09_01_archive.html
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