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Was sind unsere Medien noch Wert?

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Allstar
Mitglied
#21 ° Gesendet: 13.03.2009 19:02
Wenn wir gerade dabei sind ein Klassiker mit dem sich die Bild-Zeitung zum Deppen gemacht hat.

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Ich denke vielen Zeitungen geht es heute ersten darum, möglichst schnell News bringen zu können, ob diese nun belegt sind oder nicht. Was mich noch viel mehr stört, ist dass viele so richtig sensationsgeil alles fressen was gebracht wird. Es wird dann so richtig auf die Emotionskarte gsetzt und die Fakten zählen kaum mehr. Leider haben sie damit auch noch Erfolg, siehe 20min oder Blick. Wenn ich deren Storys lese habe ich danach am Stammtisch auch etwas zu erzählen, auch wenn es halt nicht ganz der Wahrheit entspricht.
safado
Mitglied
#22 ° Gesendet: 13.03.2009 19:13 ° Bearbeitet von: safado
@Allstar

Grins. Welche Vornamen wollen wir bei unseren Bundesräte einschleusen?
safado
Mitglied
#23 ° Gesendet: 14.03.2009 13:47 ° Bearbeitet von: safado
Was mir mehr Sorge macht, ist die Konzentrierung der Medien. Hier verliert die Schweiz eine grosse Vielfalt. Wer beispielsweise die Baslerzeitung, die Bernerzeitung, die Solothurner-Zeitung und scheinbar jetzt auch den Tagesanzeiger, usw, liest wird feststellen, dass ausserhalb des regionalen Teiles die Artikel Wort für Wort übernommen werden (zumindest bei den elektronischen Medien). Das gleiche gilt für die Leserbriefe, die scheinbar/vermutlich von einer Zentrale aus gesteuert werden. Von dem nicht betroffen ist nach wie vor die NZZ. Bei diesem "Uebernahmejournalismus" wird es aber auch schwierig, Zeitungsenten auszufiltern und je nachdem, an Zusatzinformationen zu gelangen.
tibles
Mitglied
#24 ° Gesendet: 20.03.2009 06:41
Was sind unsere Medien noch Wert?

sie sind nicht nur nichts mehr Wert, sie belasten mit ihrer hochkarätigen Papierverschwendung die Umwelt.
Wer beispielsweise die Baslerzeitung, die Bernerzeitung, die Solothurner-Zeitung und scheinbar jetzt auch den Tagesanzeiger, usw, liest wird feststellen, dass ausserhalb des regionalen Teiles die Artikel Wort für Wort übernommen werden

das gilt auf diesem ganzen Planeten nicht nur in der Schweiz.
bestimmte Themen werden nie aufgegriffen oder dementiert oder lächerlich gemacht.

CFR
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mitglied_im_Council_on_Foreign_ Relations
agathon
Mitglied
#25 ° Gesendet: 20.03.2009 11:08 ° Bearbeitet von: agathon
Was sind unsere Medien noch wert?

20Minuten ist mittlerweile die meist gelesene Zeitung. Und sie brüstet sich damit, dass sie besonders auch von "Leaders" in Wirtschaft und Politik gelesen werde. Hier ein paar Müsterchen:

Fulvio Pelli, Parteipräsident, FDP. Die Liberalen:
Am Morgen brauche ich kurze und prägnante Information. Gut deshalb, dass ich 20 Minuten als erste Zeitung finde. Gerade in der Krise erwarte ich von der meistgelesenen Zeitung sachliche Informationen. Information statt Populismus führt zu richtigen Entscheiden und macht aus unserer kleinen Schweiz eine Gewinnernation.

Stefan Linder, CEO Swiss Economic Forum:
Ich lese 20 Minuten, weil ich damit schnell den Überblick über die Aktualitäten habe. Besonders schätze ich daran, dass das Wesentliche auf eine leserfreundliche Art und Weise kompakt zusammengefasst ist. Das Verhältnis von Bild und Text gefällt mir.

Karin Keller-Sutter, Justiz- und Polizeidirektorin, SG:
Da ich keine Zugpendlerin bin, lese ich 20 Minuten oft im Büro. Der Name ist Programm. In 20 Minuten bin ich über das Wichtigste in allen Sparten informiert.

Jacques Herzog, Architekt, Herzog & de Meuron:
20 Minuten ist ein cleveres Format, sonst hätte es auch diesen Erfolg nicht. Wenn ich eines in die Hände bekomme, lese ich es immer.

Quelle: 20Minuten

Ein Kommentar erübrigt sich...
safado
Mitglied
#26 ° Gesendet: 20.03.2009 11:26 ° Bearbeitet von: safado
@tibles

sie sind nicht nur nichts mehr Wert, sie belasten mit ihrer hochkarätigen Papierverschwendung die Umwelt.
Da bin ich mit Dir einverstanden. Willst Du aber gedruckte Medien verbieten? Vorher sollte man die Papierflut an Prospekten eindämmen, die da täglich in die Briefkästen (und drum herum) eingeworfen werden. Zudem macht mir die Machtkonzentration, wie ich dies in #23 aufgezeichnet habe, viel mehr Sorgen. Und diese wird mit den elektronischen Medien eher noch zunehmen.
safado
Mitglied
#27 ° Gesendet: 20.03.2009 11:33
@agathon

Der Stil von 20 Minuten ist vorallem bei Jungen beliebt. Die wollen kurz darüber informiert werden, "was läuft". Die meisten haben wenig Interesse an Hintergrundinformationen - LEIDER. Der Stil "20 Minuten" ist im Trend mit guter Zukunft.
Behemoth
Mitglied
#28 ° Gesendet: 20.03.2009 13:36
Welche Zeitung ist denn noch seriös und gibt Hintergrundinformationen? Meines Erachtens nur die NZZ. Den immer noch als serios geltenden Tagi kann man getrost in der Schublade Boulevardgeschreibsel ablegen. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn er eben nicht immer noch den Ruf einer seriösen Tageszeitung hätte.
agathon
Mitglied
#29 ° Gesendet: 20.03.2009 15:30
Behemoth:
Meines Erachtens nur die NZZ.

Da stimme ich völlig zu - manchmal nervt mich jedoch die biedere Haltung im Inlandteil. Saxer gibt sich zwar immer sehr FDP-nah, kann aber seine Bewunderung gegenüber C.B. nicht verhehlen. Und wenn man den Zürich-Teil liest, möchte man glauben, die Stadt werde allein durch die FDP regiert: Martelli und Vollenwyder als Hätschelkinder eines Blatts mit absoluter Weltklasse. Mich nähme ja wunder, ob es die Zürcher FDP ohne die NZZ überhaupt noch gäbe.
Lehm
Mitglied
#30 ° Gesendet: 20.03.2009 15:39
Die WoZ ist auch auf NZZ-Niveau.
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