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Was sind unsere Medien noch Wert?

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Boll
Mitglied
#11 ° Gesendet: 13.03.2009 08:43
Zocker:
Es ist unwahrscheinlich mit welchen Dilettantismus da gearbeitet wird.

Auch bei der NZZ? Der Wirtschaftsteil hat ja einen guten Ruf.

@tibles: Bleiben wir doch bei verifizierbaren Berichten. Nicht irgendwelchen Theorien vom WTC, welche sich weder beweisen noch negieren lassen.
safado
Mitglied
#12 ° Gesendet: 13.03.2009 08:53 ° Bearbeitet von: safado
@Boll

Als schlecht gilt für einige hier all das, was nicht mit ihrer persönlichen Meinung übereinstimmt. Hast Du das noch nicht bemerkt?
Hotspot
Mitglied
#13 ° Gesendet: 13.03.2009 09:07 ° Bearbeitet von: Hotspot
richtig, etwas merkwürdig muten für mich auch teils widersprüchliche meldungen bezüglich des Todes des Amokläufers an. Mal wird geschrieben, er hätte sich umgebracht, dann wurde er von Polizisten erschossen, dann hat er sich in einem Schusswechsel mit der Polizei umgebracht, nach dem er am bein angeschossen wurde.
Gestern war ein Video auf der Blick-page, auf welchem zu sehen sein soll wie der angeschossene Amokläufer sich umbringt ich kann dort weder eine verwundung erkennen, noch wie er sich eine Waffe an den Kopf hält. Im gegenteil, die zu sehende Person verlässt die Deckung der Autos, wieso sollte er das tun wenn er von Polizisten umstellt gewesen sein soll? Vor allem weil er vorher bereits 2 schwer verwundet hat, also ganz offensichtlich sich nicht erschiessen lassen wollte und keine scheu vor bewaffnetem widerstand hatte.

Hab ich da irgendwas übersehen oder ist auch das video nur ein belangloser fake?

Das video:
URL
Boll
Mitglied
#14 ° Gesendet: 13.03.2009 09:48
safado:
Als schlecht gilt für einige hier all das, was nicht mit ihrer persönlichen Meinung übereinstimmt. Hast Du das noch nicht bemerkt?

Ich spreche von tatsachenwidrigen Berichten. Eben was Thunderbird sagte.
safado
Mitglied
#15 ° Gesendet: 13.03.2009 11:39
agathon
Mitglied
#16 ° Gesendet: 13.03.2009 12:06 ° Bearbeitet von: agathon
thunderbird:
Findet ihr auch, dass sich solche peinlichen Fehler in letzter Zeit häufen? Dass jede Zeitung möglichst schnell möglichst viel Infos auf der Website haben will, egal ob richtig oder falsch?

Sehr gutes Thread-Thema!

Geht es wirklich darum, möglichst schnell und viel auf der Website zu haben, oder nicht auch darum, dass gewisse Medien ihre Informations- und Aufklärungsauftrag missverstehen?
Ein Beispiel dafür gibt auch der gestrige Beitrag auf 10vor10 zum schlimmen Fall Lucie: Jedesmal wenn so etwas passiert, reagieren die Medien mit den immer gleichen Fragen: Hätten die Behörden die Tat verhindern können, haben sie Fehler begangen? Es ist ein ursprüngliches Verlangen der Leute für schlimme Taten rationale Erklärungen zu bekommen, die man beim Täter bestimmt nicht finden kann. (Bsp. für dieses Verlangen sind auch die Detektivfilme, in denen der Täter im Gegenteil nach einem selbstgewählten, rationalistischen Muster handelt, das es nun aufzudecken gilt.)
Ich glaube aber nicht, dass die Medien die Rolle der Detektive einnehmen sollten, weil sie schlicht und einfach nicht kompetent dafür sind. Und was bringt es, wenige Stunden nach einer Tat die Behörden aufs Korn zu nehmen, wenn diese gerade hochintensiv daran sind, den Fall zu klären. Ich finde, das ist ganz falsch verstandener Aufklärungsjournalismus, der hier betrieben wird: Wenn die Medien wirklich was Relevantes aufdecken, dann müssen sie natürlich berichten. Es kommt mir so vor, als gingen die Medien grundsätzlich davon aus, dass bei jedem Verbrechen von einem Wiederholungstäter oder einem Amok-Schiesser ein Fehler bei den Behörden zu finden sein muss. So dass sie alles auf Biegen und Brechen abklopfen, und weil das viel Arbeit ist und oft gar nichts bringt, überbietet man sich dann mit irgendwelchen schwachmatischen Thesen und Dokumenten. Dasselbe war beim Fall der Brasilianerin in Stettbach: Welcher ernsthaft Denkende war denn sofort bereit zu glauben, dass Nazi's oder gar die SVP in den Fall involviert waren. Ein Normaldenkender wartet doch, bis die Tatsachen sich in den Ermittlungen erhärtet haben: Das sollten die Medien auch wieder lernen.
safado
Mitglied
#17 ° Gesendet: 13.03.2009 12:24 ° Bearbeitet von: safado
@agathon

Ich glaube aber nicht, dass die Medien die Rolle der Detektive einnehmen sollten, weil sie schlicht und einfach nicht kompetent dafür sind.
Nicht??? Was glaubst Du, wieviel schon dank dass Journalisten Detektiv gespielt haben, herausgekommen ist? Nur schon alleine vom Fall Neff bis zur Watergate-Affaire.

Dasselbe war beim Fall der Brasilianerin in Stettbach: Welcher ernsthaft Denkende war denn sofort bereit zu glauben, dass Nazi's oder gar die SVP in den Fall involviert waren. Ein Normaldenkender wartet doch, bis die Tatsachen sich in den Ermittlungen erhärtet haben:
Das hatte aber noch ganz anders in den beiden Threads "Offensichtliche Denunziation der SVP?" und "Borderline" von Dir getönt, als @seabream und ich an der Geschichte Bedenken angemeldet hatten. Und mehrere Zeitungen waren sehr vorsichtig bei ihrer Berichterstattung.
Al_K
Mitglied
#18 ° Gesendet: 13.03.2009 17:14
20 min online hats sogar geschafft, die gefälschte Aussage von krautchan.net falsch zu zitieren.
http://www.20min.ch/news/dossier/winnenden/story/-Ich-habe-dieses-Lott erleben-satt--25646296
Dort steht «Ich meine es ernst Bernd - ich habe Waffen hier, und ich werde morgen früh an meine frühere Schule gehen und mal so richtig gepflegt grillieren»
Haben sie einfach mal vom deutsche 'grillen' ins schweizerische 'grillieren' umgemünzt.
Offenbar wissen sie nicht, dass 'grillen' ein Meme für Selbstmord begehen ist. Denken die wirklich er wollte sich nach seiner Tat ein Barbecue veranstalten?
safado
Mitglied
#19 ° Gesendet: 13.03.2009 17:29 ° Bearbeitet von: safado
Offenbar wissen sie nicht, dass 'grillen' ein Meme für Selbstmord begehen ist. Denken die wirklich er wollte sich nach seiner Tat ein Barbecue veranstalten?
hahahaha

Uebrigens müssen wir froh sein, dass wir noch nicht an den Journalismaus geraten sind, wie es zum Teil in Deutschland der Fall ist. Jetzt gerade hat +3 (ZAPFF) gerade eine Reportage über das (Erpressungs)System bei der "Bild" gebracht (Grundtenor: Entweder sagst Du uns was wir wollen, oder wir bringen eine Reportage zu Deinen Ungunsten).
agathon
Mitglied
#20 ° Gesendet: 13.03.2009 18:55 ° Bearbeitet von: agathon
safado:
Nicht??? Was glaubst Du, wieviel schon dank dass Journalisten Detektiv gespielt haben, herausgekommen ist?

Und was hat uns der Fall Nef gebracht? Nichts. Ausser, dass wir jetzt wissen, dass auch hohe Militärs mit dem Sexangebot im Internet Unfug treiben. Bravo.

Ich schrieb übrigens nicht, dass die Medien keine relevanten Entdeckungen ans Licht bringen sollen, sondern nur, dass momentan der Detektiven-Journalismus grassiert und in 95% solcher journalistischen Bemühungen nur unnötiger Hafenkäse ans Licht gebracht wird.
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