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Irisches NEIN zu EU-Fehlentwicklung?

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Hotspot
Mitglied
#121 ° Gesendet: 23.06.2008 08:44
Ich sehe das ganz anderst, es herrscht Krieg, dieser sieht nur nicht mehr gleich aus.
Der Krieg wird von einigen Teilen des Volkes dagegen geführt, dass nur noch Macht und Geld zählen, und nur regiert wer Geld hat...
Dieser Krieg ist harmloser und fordert wenige (physisch) Tote, das ist mir klar. Aber wie das im Geiste aussieht? naja...
Ein besseres System? kannst du haben; Grenzen abschaffen, Regeln abschaffen, abhängigkeiten beenden, und schon lebt jeder glücklich der nicht machtgeil ist oder nur Befehle befolgen kann...
ghandi
Mitglied
#122 ° Gesendet: 23.06.2008 09:41
@Zocker
Kritik und Konkurenz beleben die Themen und Geschäfte.

Kritik soll zur Verbesserung führen (deine Worte)

Ich Kritisiere nicht das demokratische System selbst,
sondern viel mehr die Handhabung davon.

Es ist klar das es kein System gibt,
das jedem Egoismus Gerecht werden kann.

Zudem sehe ich nur die Wirtschaft profitieren, z.B.
Firmenübernahmen in einer Grössenordnung wie sie noch nie da war.
aus 3 mach 1 und dann aus 5 mach 1, übrig bleibt einer, dem alles gehört.
Das ist eine Art Krieg und die Wirtschaft beherscht ihn.
Die Politiker sind nur noch Marionetten an ihren Fäden.

@Hotspot
klingt gut, nur wie machst du das?

ich betrachte die Aktien, Kredit und Zinswirtschaft
als die Hauptursache des Übels.

Betrachte ich das Bewusstsein der Masse und das Verlangen der Gesellschaft, so sehe ich auch keine Lösung die zu einer Verbesserung der Situation führt , ohne einschränkende Schritte in der Zweifelhaften und Freien Marktwirtschaft einzuleiten.

Die Iren gaben uns die Chance darübger Nachzudenken.
Hotspot
Mitglied
#123 ° Gesendet: 23.06.2008 10:03
@ghandi

Ja, die Ursachen sehe ich in einer änlichen Ecke wie du. Als eventuelle Lösung sehe ich aber keine (gesetzlichen?) Einschränkungen. Meine Hoffnung, und mein Lichtblick ist es, dass kleine Teile dieser taubstummen Masse evt. begreiffen, auch ohne Gesetze, das Geld nicht alles ist.
Ich habe in dieser Hinsicht auch schon mit einigen Leuten geredet, wenn man diesen mit vernünftigem Tonfall und guten Argumenten vorhällt wie die "Freie Marktwirtschaft" im Moment funktioniert, ist 90% schon von selbst aufgefallen das in diesem System etwas falsch läuft, dass dies nicht die Lösung unserer Probleme und der Inhalt unseres Lebens sein kann. Die restlichen waren einfach dermassen negativ mir gegenüber oder meinem Aussehen eingestellt oder dermassen versteift auf Geld das da garnichts ging, aber wie erreicht man sonst schon eine Erfolgsquote von 90%?
D.h. werde ich für mich so oft wie möglich das Gespräch mit Leuten suchen, die mir, zumindest zu begin des Gesprächs, nicht sehr sympatisch sind. Gerade wenn man wegen Dingen wie dem Äusseren, der offensichtlichen politischen Einstellung usw. schiefe Blicke und Kommentare erntet ist das die beste Möglichkeit ein Gespräch zu beginnen.
ghandi
Mitglied
#124 ° Gesendet: 23.06.2008 10:12
Meine Hoffnung, und mein Lichtblick ist es, dass kleine Teile dieser taubstummen Masse evt. begreiffen, auch ohne Gesetze, das Geld nicht alles ist.

Geld als Mittel zum Zweck (Ökodorfgemeinschaft)

aber das wäre ein anderes Thema :-))
vernunft
Mitglied
#125 ° Gesendet: 23.06.2008 15:43
EU-No! - Die Iren liessen sich nicht beirren

Die Iren blieben standhafte Demokraten und liessen sich nicht beirren.

Das Vertragswerk lag nicht vollständig vor und es wäre möglich gewesen bis zum Inkrafttreten Ergänzungen und Umformulierung nachzuschieben. Ein Ja hätte also die Unterzeichnung eines Blankoschecks bedeutet.

Kein Wunder, kann kein demokratisch handelndes Volk jemals einem solchen "Brüsseler-Gebilde" zustimmen!

Der Lissaboner VertragsENTWURF hätte zudem die Einführung der Todesstrafe formal-juristisch erlaubt und diese Entscheidung "je nach Bedrohungslage" aus wenigen Kommissarköpfen! über mehrere hundert Millionen europäische Bürger gebracht.

Derart für den Bürger wichtige Vertragspassagen im Kleingedruckten des Vertragswustes zu verstecken, das sind sicheren Anzeichen des sich abzeichnenden Totalitarismus und des Wahns, die die "EU-Eliten" heimgesucht haben.

Das No! der Iren ist ein Ja für die Menschen und vernünftig handelnden Völker Europas!

Weitere Informationen hier:
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/4914513/
Zocker
Mitglied
#126 ° Gesendet: 23.06.2008 22:08
@vernunft

Der Lissaboner VertragsENTWURF hätte zudem die Einführung der Todesstrafe formal-juristisch erlaubt und diese Entscheidung "je nach Bedrohungslage" aus wenigen Kommissarköpfen! über mehrere hundert Millionen europäische Bürger gebracht.

Du glaubst sicher nicht jede Lüge auch wenn du sie selbst verbreitest. Und wenn du schon mit Unwahrheiten kommst, dann bitte nicht so plump, sodass es jeder gleich merkt.
vernunft
Mitglied
#127 ° Gesendet: 23.06.2008 23:17
Zocker, lese hier:


EU-Vertrag bedeutet das Ende des Rechtsstaates!
http://www.eu-vertrag-stoppen.de/rechtsstaat/recht.html

Der EU-Vertrag bringt die Wiedereinführung der Todesstrafe in den folgenden Ausnahmefällen:

"Eine Tötung wird nicht als Verletzung des Artikels betrachtet, wenn es erforderlich ist, einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen".

Die zweite Ausnahme, wann die Todesstrafe verhängt werden darf:
"Für Taten in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr."


Schwammiger kann man die Bedingungen zur Einführung der Todesstrafe nicht definieren! Würde allein schon die erste Klausel gelten, wäre jede Demo bereits ein gültiger Anlass.

Die EU-Kommission (= EIN PAAR WENIGE MACHTVERSESSENE ELITISTEN UND GLOBALISTEN) können sich über die EU-Parlamentarier und über alle mehrere hundert Millionen Bürger im EU-Gebiet ohne weiteres hinwegsetzen, SOBALD DIES DIE BEDROHUNGSLAGE ERFORDERT.

Zocker, alles klar?

Wenn du mit einem Haufen Regierungswütiger EU-Kommissäre dein Leben aufs Spiel setzen/verzocken möchtest, dann bitte sehr, ich habe definitiv keine Lust dazu und bin froh, solange die Schweiz nicht in diesen undemokratischen und totalitären Wahn hineingestossen wird.
vernunft
Mitglied
#128 ° Gesendet: 23.06.2008 23:33
Zocker und Interessierte,

hier ein Beispiel für die schlichte Unverständlichkeit des Originaltextes - was haben die wohl bloss zu verstecken...?


-----------

Beispiel zur Unlesbarkeit:

56) Als Artikel 34 wird der bisherige Artikel 49 eingefügt, dessen Absatz 1 wie folgt geändert wird:
(a) In Satz 1 werden die Worte "die in Artikel 6 Absatz 1 genannten Grundsätze achtet, kann beantragen," ersetzt durch die Worte "die in Artikel 2 genannten Werte achtet und sich für ihre Förderung einsetzt, kann beantragen,".
(b) In Satz 2 werden die Worte "Er richtet seinen Antrag an den Rat; dieser beschließt einstimmig" ersetzt durch "Das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente werden über diesen Antrag unterrichtet. Der antragstellende Staat richtet seinen Antrag an den Rat; dieser beschließt einstimmig". Das Wort "absoluten" wird gestrichen. Eine weitere Änderung betrifft nicht die deutsche Fassung.
(c) Der folgende neue Satz 3 wird eingefügt: "Die vom Europäischen Rat vereinbarten Kriterien werden berücksichtigt."

-----------

Quelle:http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Europa/Verfassung/vertr ag-von-lissabon.pdf
echnaton
Mitglied
#129 ° Gesendet: 24.06.2008 10:19 ° Bearbeitet von: echnaton
Du erachtest es als selbstverständlich, dass Europa (ohne Balkan) nun ca. 60 Jahre ohne Krieg zurechtgekommen ist. Davor gab es 2 Weltkriege innert ca. 40 Jahren, ganz zu schweigen wie kriegerisch die jahrhunderte davor sich abspielten. Zu diesem Frieden hat die EU einen wesentlichen beitrag geleistet, sodass heute unter den EU-Staaten Krieg kaum vorstellbar ist. Genausso wenig können sich die Schweizer einen Krieg unter den Kantonen vorstellen.


@zocker

Dieses Pro - EU - Argument ist oft zu hören. Die EU als Garant des Friedens in Europa, als friedensstiftende Organisation.

Darf ich dich daran erinnern, dass die EU nicht in der Lage war ;

- die Kriege auf dem Balkan zu verhindern
- die Kriege auf dem Balkan zu beenden

sondern sich im Gegenteil als total unfähig erwiesen, in ihrem Haus Europa für Ordnung zu sorgen. Es waren die Amerikaner, die den Krieg dann - viel zu spät - mit militärischer Gewalt beendeten.

Die EU ist bis heute ein neoliberales Wirtschaftsprojekt, nicht mehr und nicht weniger. Auch noch so viel Pathos ( die EU als "Friedensprojekt" ) kann darüber nicht hinwegtäuschen.

Ich wünsche mir ein Linke, die sich endlich mal ein bisschen kritisch mit der EU befasst.
Al_K
Mitglied
#130 ° Gesendet: 24.06.2008 13:01
Die EU ist bis heute ein neoliberales Wirtschaftsprojekt, nicht mehr und nicht weniger.
Dieser Irrglaube ist wohl genau der Grund dafür, dass sich die Kritik an der EU noch so stark in Grenzen hält. Natürlich ist die EU mehr als nur ein Wirtschaftsprojekt.. Sie ist ein staatsübergreifendes, antidemokratisches Machtgebilde.

Die EU wurde vom Vatikan gegründet, mit dem Ziel die Säkularmacht des Papstes aufrecht zu erhalten und zu Verbreiten. Brüssel besitzt keine wirkliche Macht, sondern handelt nur in Vertretung von Rom.


Hier ein Bild, wie Tony Blair (=papsttreuer Ritter von Malta) die EU Verfassung in Rom, unter einer grossen Statue eines Papstes unterzeichnet hat:


Selbst Jose Manuel Barosso scheint nicht im Besitz von wirklicher Macht zu sein, wurde er doch hauptsächlich seinen JMB-Initialen wegen auf den Posten des Kommissionspräsidenten gesetzt.


Wichtiger als die Entscheidung von Irland, dürfte die anstehende Entwicklung in Italien werden. Italien spielt in dieser Hinsicht eine nämlich eine wichtige Schlüsselrolle. Sollte der altgewordene Berlusconi abtreten und seinen Sitz jemandem überlassen der nicht ganz so Papstfreundlich ist, könnte der Platz im Vatikanstaat doch plötzlich ganz schön eng werden. :)
Mich würds nicht verwundern, wenns schlussendlich sogar ausgerechnet die traditionell orientierten 'Italofaschisten' wären, welche die restlichen europäischen Staaten vom päpstlichen Joch der EU befreien werden.
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