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Kreditkrise noch schlimmer als befürchtet

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seabream
Mitglied
#91 ° Gesendet: 15.02.2009 01:25
Man macht ja wieder die gleichen Fehler. Die Hauptursache war ja das künstliche Wachstum der Wirtschaft. Nun macht man Konjunkturprogramme, damit die Wirtschaft wieder künstlich wachsen kann. Wachstum auf Pump von den Banken mündet in Wachstum auf Pump vom Staat. Man pumpt und pumpt und will es nicht wahrhaben, dass man jahrelang nur auf Pump gelebt hat. Was ist eigentlich, wenn es nichts mehr zu pumpen gibt?
Beresina
Mitglied
#92 ° Gesendet: 17.02.2009 09:31
seabream:
Was ist eigentlich, wenn es nichts mehr zu pumpen gibt?

Tja, da gibt es drei Dinge: Geld drucken, Geld drucken und noch mehr Geld drucken.
Die FED ist schon eifrig dabei, hat sie doch 2008 die Bilanzsumme von 900 Mrd auf 2`200 Mrd aufgepumpt!
Nach dem privaten Finanzmarkt blasen jetzt die staatlichen Institute eine weitere Superblase auf, welche dann aber, wenn sie platzt, nicht mehr durch Konjunkturpakete künstlich am Leben gehalten werden kann! Das Resultat wird eine Hyperinflation sein.

-> mehr dazu hier: Ist die FED bankrott?
Beresina
Mitglied
#93 ° Gesendet: 20.02.2009 08:15 ° Bearbeitet von: Beresina
Kaum ist die erste Welle etwas abgeebbt türmt sich schon die nächste auf. Dadurch, dass sich jedes Land in der Hitze des Gefechts nur für sich selbst interessiert und dabei die Hilferufe kleinerer, wirtschaftsschwächerer Länder ignoriert hat, könnte sich nun ein nächstes Finanzfiasko ereignen.

"So wurden nicht nur Hypotheken im Osten in hoher Zahl in CHF aufgenommen, sondern es wurden auch Niedrigzins-Kredite für Autos gewährt. Die Kreditsumme hierfür soll sich auf mehr als 600 Milliarden CHF belaufen, was deutlich mehr wäre als das Bruttosozialprodukt des Alpenstaates."

-> finanzielle Kernschmelze

So langsam überleg ich mir ernsthaft ob mein Erspartes unter der Matratze nicht sicherer wäre.
safado
Mitglied
#94 ° Gesendet: 20.02.2009 08:17
So langsam überleg ich mir ernsthaft ob mein Erspartes unter der Matratze nicht sicherer wäre.
Ist es. Nur, auch Du kannst nicht bestimmen, wo Deine BVG-Gelder verlocht werden.
seabream
Mitglied
#95 ° Gesendet: 20.02.2009 17:46
@Beresina

zu deinem Text:

Ungarn, die Ukraine, die baltischen Staaten und die Balkanländer können ihre Kredite nicht zurückzahlen, weil sie sie in Fremdwährungen aufgenommen haben, in der Annahme, dass die Kurse stabil bleiben - indessen sind die Landeswährung verfallen

Dies ist wieder ein Musterbeispiel von Schmuddel-Journalismus. Gerade, weil die Kredite in CHF oder im ürigen auch in YEN aufgenommen wurden, besteht eine Hoffnung, dass diese eben weiter bedient werden können. Die Zinsen sind in CHF und YEN deutlich tiefer als in anderen Währungen. Das Problem liegt nicht an den Kreditwährungen, sondern an den Tilgungsträger (indirekte Amortsationen zu Gunsten vom Kredit), welche in EURO sind und in Aktien angelegt wurden. Nun fällt die Besicherung in sich zusammen und es entstehen Unterdeckungen.
Zocker
Mitglied
#96 ° Gesendet: 20.02.2009 18:04
Beresina:
So langsam überleg ich mir ernsthaft ob mein Erspartes unter der Matratze nicht sicherer wäre.

Deine Überlegungen werden dir nichts nützen und deine Matratze wird dein geld vielleicht warm aber nicht wertbeständig halten.

Wenn eine Inflation über die Schweiz zieht weil der Staat bankrot ist, dann werden auch deine Scheine immer mehr nur noch den Papierwert haben. Also wenn schon Matratze, dann müssen es Goldbarren sein, die aber momentan wegen gieriger Nachfrage quasi vergriffen sind. Ausserdem kannst du während der Krise die Goldbarren nicht fressen, was heissen will, dass du deinen Lebensunterhalt mit anderen dann handelbaren Reserven bestreiten musst.

Glücklich sind in diesen Tagen die Habenichse. Sie sehen immer mehr wie andere zu ihresgleichen werden, ohne dass sie selbst etwas verlieren. Wer nichts hat, kann nichts verlieren und ist 100% gegen Verluste gesichert.

Reichtum macht eben unglücklich, daran führt kein Weg vorbei.
pooopi
Mitglied
#97 ° Gesendet: 20.02.2009 18:24
Zocker:
Glücklich sind in diesen Tagen die Habenichse. Sie sehen immer mehr wie andere zu ihresgleichen werden, ohne dass sie selbst etwas verlieren. Wer nichts hat, kann nichts verlieren und ist 100% gegen Verluste gesichert.

Perfekter geht es nicht.
seabream
Mitglied
#98 ° Gesendet: 20.02.2009 18:29 ° Bearbeitet von: seabream
@Zocker

Ob die Habenichtse am Ende glücklicher sein werden, dass würde ich ernsthaft bezweifeln. Da beisst sich jetzt wohl mancher Schadenfreudige in den eigenen Schwanz.

Das du plötzlich von Gold schwärmst, wo du ja die Goldeckung der Notenbank als Rezept vom letzten Jahrhundert verspottest hast, deutet langsam auf Altersdemenz hin oder vielleicht doch noch Einsicht. Hatte doch unser Toni der Bauer eine gute Nase.
Zocker
Mitglied
#99 ° Gesendet: 20.02.2009 20:19
seabream:
Das du plötzlich von Gold schwärmst,

Ich schwärme nach deiner Definition von Gold, weil es quasi vergriffen ist. Alle Reichen und Ängslichen horten Gold und werden nach einiger Zeit Kursverluste realisieren. Reich und angstlich sein hat ebne seinen Preis und das ist gut so. (Zitat gb)

Mit meiner Altersdemenz kann ich gut leben, solange sie nur dir auffällt und ich nicht darunter leiden muss.
RetoB
Mitglied
#100 ° Gesendet: 20.02.2009 22:38
Zocker:
Wer nichts hat, kann nichts verlieren und ist 100% gegen Verluste gesichert

Dass sagen sich die Banken ja auch, sie hatten noch nie selber was, und ihre Kunden bald auch nicht mehr, die es ihnen geliehen haben.

Wer aber auf Gold als Anlage spekuliert, dem kann es ebenso ergehen wie bei jeglicher andere Spekulation ohne direkte Ertragsquelle. Wie die ganzen Finanz-Anlagen, Fonds und Aktien sind inzwischen auch fast alle Waren nach ihrer eigenen Ertragswert, sondern nach ihrem Spekulationswert bemessen.
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