cristiano-safado:
Greueltaten gab es scheinbar sowohl auf Seiten der Türken, wie der Armenier.
Ja, nur besteht eben ein Unterschied zu dem Genoizid. Die Uebergriffe der Armenier waren nicht selten Racheakte, was diese nicht entschuldigt, doch eben mit dem morden seitens der Türken, einhergeht. Dies nicht erst seit 1918, sondern schon vorher. Was die Jungtürken angezettelt haben, ist ein waschechter Genozid.
Massaker Bei Massakern größeren Ausmaßes oder solchen, die in einem Gesamtzusammenhang stehen und sich gegen die Bevölkerung ganzer Gebiete richten, spricht man auch von Genozidcristiano-safado:
und die Armenier durch die Nichtveröffentlichung der Archive historische Tatsachen verschleiern können und dürfen.
Auch hier dürfte es keine grossen Ueberraschungen geben, ist eigentlich nur ein schlechter Witz. In den Archiven der Deutschen, Russen und der damaligen Alliierten sind die armenischen Uebergriffe auch zu finden. Z.T. sogar noch ausführlicher, weil von Militärs und diplomatischem Personal. Die armenischen Archive können gar nicht so gross sein, wie die Türken behaupten, schliesslich standen sie jahrzehntelang unter der Fuchtel der Sowjets.
Ich geh also aus gutem Grunde davon aus, dass die Armenier sich einfach nichts mehr vorschreiben lassen wollen, seitens der Türkei. Wie Erdogan mit dem Problem umgeht, kannst Du in diesem Artikel lesen
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/denkmal-in-der-tuerkei-mit- der-abrissbirne-gegen-versoehnung-1627050.htmlAls kleine Sensation hatte man die Errichtung, mit der 2008 im Zuge der türkisch-armenischen Annäherung begonnen worden war, gefeiert: In der Türkei ist der Völkermord an den Armeniern bis heute ein Tabu, doch endlich schien Ankara für eine versöhnliche Geste bereit zu sein, auf die Armenier auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten vergeblich gewartet hatten. Ich hab den Film "Aghet" mehrmals gesehen und war betroffen davor, was man wusste und aus irgendwelchen politischen Erwägungen einfach nichts tat. Die USA hatten den Türkei sogar angeboten, die Armenier aufzunehmen, doch diese wollten das nicht.
"Unser einziges Ziel war, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig, ob darüber Armenier zugrunde gingen oder nicht."Zornig droht Ankara dann jedes Mal mit politischen Konsequenzen - die es am Ende doch nicht vollzieht. Es ist ein Ritual geworden, dessen unmittelbaren Nutzen Männer wie Hrant Dink bestritten. Der Herausgeber der türkisch-armenischen Zeitschrift "Agos" hielt sich nicht mit der Definition des Wortes "Völkermord" auf; er wollte, dass die Türkei der grauenhaften Vergangenheit ins Auge blickt. Er bezahlte dafür mit dem Leben. Am 19. Januar 2007 wurde er auf offener Straße ermordet. Die 200 000 Türken, die danach protestierend durch Istanbul zogen und "Wir sind alle Armenier" skandierten, beschämten ihre eigene Regierung.http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69821820.html