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Strafsteuern auf Strom ist asozial

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cristiano-safado
Mitglied
#11 ° Gesendet: 02.11.2011 10:42
@gumbyman
Strafsteuern machen keinen Sinn, eine Lenkungsabgabe hingegen sehr wohl.
Natürlich kann man Lenkungsabgaben und Oekosteuern nicht als das nennen, was sie tatächlich sind, nämlich Strafsteuern.

Bei den heutigen Strompreisen kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Lenkungsabgabe von wenigen Rp. pro kWh ernsthafte Probleme macht.
Wer spricht denn hier von wenigen Rappen?

Uebrigens kostet der Strom schon lange nicht mehr 23 Rp. die kWh. Gewisse Regionen bezahlen über --.80 Fr. (dies nicht zuletzt dank der Energiepoliti von ex-BR Leuenberger.
cristiano-safado
Mitglied
#12 ° Gesendet: 02.11.2011 10:54
@Leonforte

ich bin mir nicht so sicher, ob wir uns den atomausstieg so vorstellen.
Gewisse Parteien, so z.B. die GLP, beharren auf eine Ablösung des heutigen Steuersystems durch eine Energiesteuer. Betroffen sind dann die privaten Haushalte. In erster Linie diejenigen der finanzschwächeren Kreise (z.B. Rentner), da sich diese vermehrt zu Hause aufhalten.

offensichtlich empfiehlt die wak grossverbraucher von solchen abgaben auszunehmen .....
Das ist richtig. Damit zahlen die Grossverbraucher zuletzt nur noch wenig Steuern, wenn das heutige Steuersystem durch die Energiesteuer ersetzt wird.

das stimmt so nicht ganz. bei einer lenkungsabgabe kann nie der ganze betrag an die bezahler zurückfliessen.................
Zudem kommt, dass Bezüger von heute steuerbefreiten Einkommen (z.B. Ergänzungsleistungen) auf einmal Steuern bezahlen müssen.
Natascha
Mitglied
#13 ° Gesendet: 02.11.2011 13:44 ° Bearbeitet von: Natascha
gumbyman:
Überdies wird der Betrag ja wieder an die Bürger zurückgegeben

Dies ist ein Treppenwitz.
Wenn man nichts wegnimmt, dann muss man auch nichts zurückgeben. Wieso dann die Umschweiferei? Klar, ein weiteres Abzockermodell um Steuern einzutreiben. Es geht eben ganz einfach: Alles was ökologisch ist soll wirtschaftliche Anreize enthalten. Man muss also nicht mehr zahlen für das Nichtökologische, sondern weniger zahlen für das Ökologische. So hat man den Strafsteuerbeschiss draussen und wer sich umweltfreundlich verhält, profitiert.

So einfach würde es gehen, wenn man es ehrlich meint.

N.
AdiB
Mitglied
#14 ° Gesendet: 02.11.2011 15:54 ° Bearbeitet von: AdiB
Natascha:
Wenn man nichts wegnimmt, dann muss man auch nichts zurückgeben.

Es geht darum, das Verhalten der Leute zu lenken. Das Benzin bzw. der Strom wird künstlich verteuert, damit es weniger verbraucht wird. Doch die Einnahmen fliessen zumindest theoretisch nicht dem Staat zu, sondern werden wieder zurückgezahlt. Wäre es eine echte Steuer, gingen die Einnahmen vollumfänglich an den Staat, doch das ist eben nicht der Zweck der Lenkungsabgabe.
Das gilt zumindest in der Theorie. In der Praxis bekommt natürlich nicht jede Person einen Gutschein mit dem Betrag, den er für den Strom zusätzlich bezahlt hat, zurückerstattet. Insofern ist die "Lenkungsabgabe" z.T. Augenwischerei. Ich wäre auch eher dafür, das Kind beim Namen zu nennen, also "Ökosteuer", und dafür als Kompensation andere Steuern zu senken.
Zocker
Mitglied
#15 ° Gesendet: 02.11.2011 15:54
cristiano-safado:
Uebrigens kostet der Strom schon lange nicht mehr 23 Rp. die kWh. Gewisse Regionen bezahlen über --.80 Fr.

Vor kurzem habe ich meine Stromrechnung studiert und ich zahle nicht ganz 21 Rappen/KWh.

Für die 80 Rappen in bestimmten Regionen fehlen die Beweise.

Müsste ich 40 oder 50 Rappen bezahlen, dann wäre manche Investition lohnenswert.
Natascha
Mitglied
#16 ° Gesendet: 02.11.2011 16:08
Zocker:
Müsste ich 40 oder 50 Rappen bezahlen, dann wäre manche Investition lohnenswert.

Zocker:
Vor kurzem habe ich meine Stromrechnung studiert und ich zahle nicht ganz 21 Rappen/KWh.

Merkwürdiger Ansatz. Ich bezahle auch 21 Rappen. Lohnenswert wäre eine Investition, wenn diese günstiger gemacht würde, in welcher Form auch immer ohne dass ich dann 40 oder 50 Rappen bezahlen müsste, sondern weiterhin 21 Rappen.

Also für eine Lenkung muss man nicht etwas verteuern, sondern etwas anderes verbilligen.

N.
Loser
Mitglied
#17 ° Gesendet: 02.11.2011 17:20
cristiano-safado:
nämlich Strafsteuern.

Zurecht, wenn einer weitersauen tut.

Natascha:
Also für eine Lenkung muss man nicht etwas verteuern, sondern etwas anderes verbilligen.

Am besten beides :)
Natascha
Mitglied
#18 ° Gesendet: 02.11.2011 17:37
Loser:
Am besten beides :)

Eine Ausnahme gibt es tatsächlich, wo man beides gleichzeitig machen kann. Die Unternehmenssteuern halbieren, dafür die Hundesteuern verdoppeln. ;))

N.
Loser
Mitglied
#19 ° Gesendet: 02.11.2011 17:44
Natascha:
Die Unternehmenssteuern halbieren, dafür die Hundesteuern verdoppeln. ;))

Die sind zweckgebunden, mehr Robidogs, mehr Hundesteuern. Also unterstützen unsere Hunde die Wirtschaft, mit ihrem Gaggi :)))
cristiano-safado
Mitglied
#20 ° Gesendet: 02.11.2011 17:54
@Loser
Bei den 21, respektive 23 Rappen sind vermutlich Swissgrid, Netznutzung, Gebühren und Mehrwertsteuer nicht inbegriffen. Bei uns beläuft sich die kWh auf 57,5 Rappen. Alleine für die Netznutzung wird bei uns einfach 120% auf den verbrauchten Strom aufgeschlagen. In einigen Ortschaften beträgt der Strompreis 83 Rp/kWh. War vor nicht allzu langer Zeit im Tagi zu lesen.

Zurecht, wenn einer weitersauen tut.
Der normal durchschnittliche Bürger versaut den Strom über die vom Hauseigentümer in die Wohnung/Haus gestellten Stromfressern und nicht durch unachtsamen Stromverbrauch. Ich bin auch nicht für das Versauen von Strom, doch sollte sich der Bürger aus dem Wasserschloss Schweiz doch noch z.B. ein Aquarium ohne Gewissensbisse leisten dürfen.
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