Loser:
Auch eine besssere Schulausbildung wird nichts nützen, weil die "null-Bock-Kids" meistens aus sozial benachteiligten Familien stammen....
und das heisst was genau ? Wahrscheinlich kennen diese Kids nicht die gleichen Probleme, wie ihre Kumpels ohne familiäre Probleme. Eltern brauchen kein Geld, um ihre Kinder zu unterstützen, doch beruhigend ist es allemal.........
Der Bildungserfolg ist über soziale Indikatoren messbar, das heisst es. Dass neben finanziellen Ressourcen auch soziale und kulturelle von Vorteil sind, ist klar.
Es ist immer die Frage, ob bereits Chancengleichheit besteht, und sie nur nicht genutzt wird. So etwa auch die entscheidende, in der Geschlechterfrage.
Dein Argument verpufft, wenn man mit einbezieht, dass es Deutschland im internationalen Vergleich deutlich schlechter gelingt, Kindern und Jugendlichen sozial benachteiligter Herkunft gute schulische Kompetenzen zu vermitteln.
Heisst also schlicht, dass es an diesem Umstand durchaus zu rütteln gibt, und er nicht einfach gegeben ist, weil arme Kinder einfach keinen Bock haben.
Bock hat auch immer was damit zu tun, ob man den Kindern gerecht wird. Jemand, der gefördert, motiviert und angesprochen wird, hat tendenziell weit mehr Bock. Es ist beispielsweise unbestritten, dass grosse Klassen der schulischen Leistung nicht förderlich sind.
Und das, das hat was mit Geld zu tun.
Man muss sich beispielsweise auch fragen, warum man Lehrer mit einem derartigen Hungerlohn abspeist. Würde man von der Wichtigkeit ausgehen, müssten Lehrer bestbezahlt sein. Und wie man weiss, ruft ein gut bezahltes Aufgabenfeld auch tendenziell fähigere Leute hervor.
Ich finde es absolut grauenvoll, dieses Verhältnis. Dass ein Staat 27% des BIP für Sozialwerke, und 3% für Bildung ausgibt, das ist für mich ein Zeichen für verschwendetes Humankapital - und ein Zeichen dafür, dass am mündigen Bürger im Grunde nicht interessiert ist.