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Dorfplatz Diskussionsforum Politik / Dorfplatz /

Integration

 
Philister
Mitglied
#1 ° Gesendet: 23.04.2010 11:20
Ich finde es interessant, Gedanken zu Bedingungen für eine erfolgreiche Integration anzustellen.

Schauen wir ein wenig zurück, finden wir die widrigsten Umstände für Ausländer, Gastarbeiter wurden beispielsweise jahrzehntelang ausgebeutet. Und doch finden wir gerade in diesem Zeitraum geglückte Integration.

Woran mag das liegen? An relativ unbedeutenden kulturellen Differenzen? Auch - und ich schätze, es liegt unter anderem auch daran, dass sich Einwanderer einst zwangsläufig mit Schweizern einlassen mussten.

Ich kann mich noch gut an meine ersten Versuche erinnern, zum Schweizer vorzudringen - einfach war das nicht. Hätte ich damals die ausgeprägte Möglichkeit wie heute gehabt, mich in der Fremde an Landsleute zu wenden - ich weiss nicht, ob ich nicht auch diesen einfacheren Weg eingeschlagen hätte.

Ich halte es für ungesund, wenn zuviele Ausländer einer Nation gleichzeitig einwandern können. Natürlich ist das keine abschliessende Begründung oder Bewertung. Was sagt ihr dazu - welche Bedingungen müssen eurer Meinung nach vorherrschen, damit Integration glückt?
razzar
Mitglied
#2 ° Gesendet: 23.04.2010 11:38
Philister:
Ich halte es für ungesund, wenn zuviele Ausländer einer Nation gleichzeitig einwandern können.

Korrekt. So werden sich ganze Gruppen unter sich niemals integrieren können. Das zeigt in diesen Fällen das kollektiv fehlende Interesse zur Integration. Aber als ob wir das nicht schon lange wussten und darum auch in Zukunft verschiedenste gesellschaftlich getrennte Gruppierungen erwarten.

Philister:
Natürlich ist das keine abschliessende Begründung oder Bewertung.

Genau, weil sie nur die Einwanderer anspricht und nicht die Auslöser der Masseneinwanderung für Billigarbeitsplätze und Wachstumssucht wegen Machtgeilheit.

Philister:
Was sagt ihr dazu - welche Bedingungen müssen eurer Meinung nach vorherrschen, damit Integration glückt?

Das Volk noch mehr arm machen, dann halten vielleicht mal alle Bürger zusammen. ;)
Battou
Mitglied
#3 ° Gesendet: 23.04.2010 13:43
Philister:
Natürlich ist das keine abschliessende Begründung oder Bewertung.

Und doch ist es ein wunderbarer Steilpass, gegen die Lieben und Netten und die "unkonrollierte Masseneinwanderung" zu wettern.

Da ich selber Ausländische Freunde habe, die dein angesprochenes Bild zu 100% nicht bestätigen, bin ich mit Verallgemeinerungen vorsichtig. Da wäre z.B. der Türke, welcher den Schweizer Pass erlangt hat und nach der Berufslehre schön brav ins Militär ging und nahezu perfekt Schweizerdeutsch spricht. Und dann wäre da der Deutsche, der sich einen Scheiss um den Schweizer Pass scheert und auch nie Schweizer Deutsch lernen würde (klingt ja doof bei nem Deutschen).
Für meinen Teil denke ich, hängt es extrem vom Einzelnen ab und wie integrationswillig er schlussendlich ist und wie sehr er unsere Sprache erlenen möchte.

Was aber grundsätzlich vermieden werden muss, ist Ghettoisierung. Eine befreundete Kindergärtnerin hatte in Dietikon ein (1) einziges Schweizer Kind in ihrer Klasse. Das ist krass (später dann stecken in der Gegend eh alle Schweizer ihre Kinder in Privatschulen und das Malheur ist perfekt).

Ich möchte Probleme mit der Integration nicht wegdiskutieren, aber mich kotzt es wirklich an, wenn die, die am lautesten und immerzu gegen Ausländer schiessen am Ende die sind, die am meisten auf die Einwanderer angewiesen sind, dies aber nie zugeben würden.
Auch verwechseln diese Integration oft mit Assimilation...
Philister
Mitglied
#4 ° Gesendet: 23.04.2010 14:17
Battou:
Da ich selber Ausländische Freunde habe, die dein angesprochenes Bild zu 100% nicht bestätigen, bin ich mit Verallgemeinerungen vorsichtig.

Kann es sein, dass du Aussagen auf mich projezierst, die ich gar nicht gemacht habe? Oder was meinst du mit meinem Bild? Ich spreche hier von meiner persönlichen Erfahrung als Ausländer - und dass ich es eben nachvollziehen kann, dass man unter sich bleibt, besteht die Möglichkeit. Andere haben vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht - klar.

Battou:
Für meinen Teil denke ich, hängt es extrem vom Einzelnen ab und wie integrationswillig er schlussendlich ist und wie sehr er unsere Sprache erlenen möchte.

Das will ich hier thematisieren - Umstände, die den Einzelnen integrationswilliger oder unwilliger machen können. Natürlich hängt es auch von der Einstellung ab - trotzdem ist es möglich, gesellschaftliche Tendenzen oder Zeitgeist zu orten. Man kann ein weibliches und ein männliches Hirn nicht voneinander unterscheiden, 100 weibliche und 100 männliche jedoch schon.

Es gibt Anreize, die sich auf die Masse auswirken, und damit auch auf den Einzelnen.
rlarsson
Mitglied
#5 ° Gesendet: 23.04.2010 14:22
Battou:
Und doch ist es ein wunderbarer Steilpass, gegen die Lieben und Netten und die "unkonrollierte Masseneinwanderung" zu wettern.

Aber hoffentlich! Probleme ansprechen und das Kind beim Namen nennen ist bei den Linken instinktiv ablehnend verpönt. Lieber verwalten und verpsychologisieren sie die Probleme politisch Korrekt unter dem Deckmantel mit ihren Aktionen Minderheiten zu schützen. Sicher ist einzig, so pflegt man ein riesengrosses Geschäft oder sagen wir eine von Linken gelenkte Sozialindustrie, die nimmer satt wird und die wir uns in Zukunft gar nicht mehr werden leisten können. Die Bruchlandung kommt schon noch. Es wird dann müssig sein zu diskutieren, was falsch gelaufen ist.

Du möchtest die Probleme fehlbarer Integration diskutieren? Die Regel ist doch die, dass die Linken dies vielfach gar nicht wollen und sich auf Nebenschauplätze verabschieden. Da müssen dann ihre stärksten Argumente hinhalten wie z.Bsp. die Menschenrechte und das Antirassismusgesetz. So wird und kann es nie Lösungen geben. Und das Grundproblem fängt halt leider schon mit der unkontrollierten Einwanderung an. Das wollen grosse Teile der Linken wiederum nicht einsehen.
gods president
Mitglied
#6 ° Gesendet: 06.05.2010 09:14
Probleme-Ansprechen und Das-Kind-beim-Namen-nennen eines 'Linken':

http://www.ignoranz.ch/forum/4_4079_0.html
Bünzli
Mitglied
#7 ° Gesendet: 06.05.2010 09:51
Nicht integrationswillige Ausländer treffen auf nicht integrationswillige Schweizer.

"Die SVP mit Ausländerzuwachs? «Der Trend ist klar erkennbar», bekräftigt die stellvertretende Generalsekretärin Silvia Bär gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz, «es gibt viele Ausländerinnen und Ausländer, aber vor allem auch eingebürgerte Ausländer, die der SVP ihre Zustimmung zu den Grundpositionen bekennen.»"
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Farbig-jung-SVP/story/281 14115

Und dass SVPler nicht integrationswillig sind erkennt man was genau in obigem Zitat?
 
 

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