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Wer ist toleranter? Religiöse Menschen oder Atheisten?

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Tulpe
Mitglied
#1 ° Gesendet: 21.03.2006 20:02
in der COOP zeitung wurde ein bericht veröffentlicht, der aussagt das Atheisten toleranter sind als religiöse menschen, unteranderem wird gesagt das " Die Religiösen Menschen sich eher um sich kümmern, und Atheisten sich um andere kümmern.
Ich bin ein Religiöser Mensch und der Glaube an Jesus bedeutet mir sehr viel, aber erlich gesagt hatte ich den eindruck auch schon das sich die Kirchen und Gemeinden vor allem um sich selber drehen, dass das sich um andere kümmern schwach in den Gemeinden und fast gar nicht auserhalb geschieht, leider muss ich dem Artikel in weiten teilen recht geben auch was die toleranz angeht, schade den Jesus hat in meinen Augen etwas anderes geleert.
Basler
Mitglied
#2 ° Gesendet: 21.03.2006 20:23
Ich denke dies kann man so nicht pauschalisieren, da es bei jeder Religion Fundamentalisten und Liberale gibt.

Für Christen, müsste es selbstverständlich sein, dass es Gläubige und Atheisten gibt. Da Gott jedem Menschen die Möglichkeit gibt, sich für oder gegen Ihn zu entscheiden.

Ich habe den Artikel in der Coop-Zeitung nicht gelesen, geht es da nur um Christen, oder werden auch andere Religionen angesprochen?
Tulpe
Mitglied
#3 ° Gesendet: 21.03.2006 20:41
@Basler
hier der link dazu
http://www.coopzeitung.ch/index.cfm?Wer%20ist%20toleranter%3F&pub=1&id =27032
du hast recht das mann nicht Pauschaliesieren darf, doch die tendenzen glaube ich stimmen so, und etwas selbstkritik schadet glaube ich nicht
T
Thomas
Mitglied
#4 ° Gesendet: 21.03.2006 21:16
Traue keiner Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast! Es gibt immer noch einen Unterschied dazwischen, wie jemand bei einer Umfrage vorgibt zu handeln und wie er dann tatsächlich handelt. Vielleicht sind ja Religiöse einfach ehrlicher und selbstkritischer in ihren Antworten (und haben nach psychoanalytischer Deutung ein hartnäckigeres Gewissen - auch ein Klischee?).

Wenn ich allerdings die Kommentare zum Artikel im Forum lese, dann läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Da ist von «Sünde» und «Satan» die Rede. Oder da wird dem «Atheisten» Gleichgültigkeit und Standpunktlosigkeit unterstellt. (Als ob nicht gerade der Atheist sich in seinen Entscheidungen und Handlungen von der absoluten Wahrheit, dass es keine transzendente Macht gibt und der Mensch sich letztlich nur gegenüber anderen Menschen zu verantworten hat, leiten liesse.) Hier wird gerade wieder eine spezifische Intoleranz deutlich, von der der Artikel selbst berichtet...
Basler
Mitglied
#5 ° Gesendet: 21.03.2006 21:17 ° Bearbeitet von: Basler
Der Sozialwissenschafter bezieht sich hier in der Hauptsache auf die Landeskirchen. Damit liegt er mit seinen Erkenntnissen gar nicht so falsch.

Das sind Gemeinschaften wo die wenigsten aus Bekenntnis zu Jesus Christus dabei sind. Man wird einfach hineingeboren. Also keine Kirche/Gemeinschaft von Bekennenden.
Deswegen kann dort nur ein Mindestmass an Sozialethik und Glaubensgrundlagen gelehrt werden. Dazu kommt, dass diese Gemeinschaften Patriarchal geordnet sind, also wiederum ein Widerspruch zur christlichen Lehre.

Die Bibel fordert die Trennung von Kirche und Staat, aber die Kirche hat den Auftrag gutes im Staat zu unterstützen und sich negativen entgegenzustellen.

So ist es einem zum Glauben gekommenen Menschen z.B. nicht mehr möglich Militärdienst zu leisten. Denn töten von Menschen ist ihm nicht erlaubt.
Aber Christen sind aufgerufen, präventiv am Frieden zu Arbeiten!

Was ich sagen will: Kirche kann nur funktionieren, wenn bekennende Frauen und Männer die Botschaft Christi, aus der immer wieder neu aus der Bibel gewonnen Erkenntnissen glaubhaft leben.
vollmi
Mitglied
#6 ° Gesendet: 21.03.2006 21:36
Ich gehöre wohl weniger zu den Atheisten. Eher zu den Agnostikern.

Aber ich glaube nicht das Christen weniger helfen als Atheisten/Agnostiker.
Christen haben halt sozusagen ihre Gruppe die zum Helfen da ist. Kirche etc. Die hilft natürlich in erster linie dort wo sie willkommen ist.
Da Atheisten das nicht haben bringen sie sich halt anderswo ein (anderen Hilfswerken). Aber beide, sowohl Christliche Werke wie auch Hilfswerke die keiner Glaubensgemeinschaft angehören versuchen zu helfen.
Ich glaube nicht das man dies gegeneinander aufwiegen kann.

mfG René
dany4
Mitglied
#7 ° Gesendet: 22.03.2006 09:54
Meine Erfahrungen in der ref. Landeskirche, in der Cevi wie auch in freikirchlichen Gemeinden sind sehr unterschiedlich. Generell erlebte ich in fundamentalen Kreisen eher eine Verschlossenheit gegenüber Andersdenkenden, einen gewissen Separatismus. Von diesem Aspekt her könnte ich die Aussage stützen, nach der sich solche Menschen eher um die eigene Gemeinschaft kümmern als um andere.

Aber glaube ich, dass eine solche Annahme trotzdem nicht repräsentativ ist. Wir erleben aber in den letzten Jahren wieder ein Aufblühen von fundamentalen Kräften bei fast allen Glaubensgemeinschaften. Diese tragen weitgehend wenig zur Befriedung der Welt und der progressiven Entwicklung unserer Gesellschaft bei.

Jesus hat aber gerade mit seinem Wirken gegen Intoleranz, Ignoranz und gegen das Einkerkern des menschlichen Geistes gekämpft. Ich wünschte mir, dass alle Menschen ob Christen oder nicht, sich von Konventionen befreien können, die unser eigenständiges Handeln und Denken einschränken.

Ein lebendes Beispiel für in ihrer religiösen Gemeinschaft verschlossenen Menschen ist sicher Herr Nationalrat Wabern oder Herr Nationalrat Aeschbacher. Kämpfen diese mit fragwürdigem Eifer dafür, ihre persönliche Weltsicht in Stein zu meisseln. Mit einer fundamental christlichen Fahne ziehen diese immer wieder in den Kampf gegen vermeindlich unchristliche Werte. Und anstelle unsere Gesellschaft zu mehr Toleranz zu ermutigen, predigen diese Ausgrenzung und verunglimpfung andersdenkender Menschen.
AlphaPapaGolf
Troll
#8 ° Gesendet: 23.03.2006 09:04
Die Muslime sind die tolerantesten. Die Mordmullahs in Afghanistan wollen einen Christen hinrichten weil dieser seinen Glauben vorn 16 Jahren gewechselt.
Für diese Nazis im Turban Grund genug ein Todesurteil auszusprechen.
In der von Gutmenschen dominierten westlichen Welt rührt sich kein Widerstand. Derweil werden wieder Unsummen an Steuergeldern via Sozialgeld an die Mulsimbrüder ausgeschütttet und Baugesuche für Moscheen genehmigt.
Basler
Mitglied
#9 ° Gesendet: 23.03.2006 10:25
@ AlphaPapaGolf

Hast du dir mal Gedanken über das Wort Toleranz gemacht?

Wenn Du erwartest, dass es selbstverständlich ist, das Kirchen gebaut werden dürfen, muss für Dich ebenso selbstverständlich sein, das Moscheen gebaut werden dürfen.

Oder willst du einen christlichen Gottesstaat aufbauen, dann soll dir gesagt sein, das Urchristentum plädiert mit einem guten Grund für eine klare Trennung von Kirche und Staat.

Deswegen tut man gut daran, den Moslems mit christlichenr Nächstenlieb zu begegnen und mit ihnen eine ehrliche Nachbarschaft aufzubauen, jeder an seinem Ort.
sebi1742
Mitglied
#10 ° Gesendet: 23.03.2006 11:02
genau basler.
apg, schliesslich gibt es in basel auch ne synagoge als bauwerk, nicht nur als einrichtung im dachstock der kaserne, wie die moschee. (in anderen städten ist das sicher ähnlich), wo bleibt denn hier die gerechtigkeit??
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