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der gefaelschte Reichtum

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Don Omar
Mitglied
#1 ° Gesendet: 26.11.2009 19:38
Staatsverschuldung

Ich verstehe erhlich gesagt nicht wie das funktionieren kann. Z.B. Deutschland hat eine Staatsverschuldung von 1523 Mrd. Euro. Fuer mich ist Deutschland ein ganz armes Land.
Ich habe das Gefuehl unser Reichtum basiert auf einer Luege. Und so langsam faellt das ganze zusammen.
Pia
Mitglied
#2 ° Gesendet: 26.11.2009 21:14
Don Omar:
Staatsverschuldung

Ich verstehe erhlich gesagt nicht wie das funktionieren kann. Z.B. Deutschland hat eine Staatsverschuldung von 1523 Mrd. Euro. Fuer mich ist Deutschland ein ganz armes Land.
Ich habe das Gefuehl unser Reichtum basiert auf einer Luege.

Total fiktiv und theoretisch und wirklichkeitsfremd gefragt:

Wie viel Geld würdest du für Deutschland oder für die Schweiz hinblättern, wenn du diese Länder kaufen möchtest? Ich meine, für die ganze Infrastruktur? Nicht nur Bahnen und Autobahnen, auch für den ganzen Zustand des Landes? Für den allg. Zustand der Justiz (trotz etlicher Tolggen)? Zum Beispiel im Gegensatz zu Ländern, die durch Katastrophen wie Tsunamis, Dürrefolgen, Erdbeben oder Bürgerkriege massive "beeinträchtigt" (gelinde gesagt) sind? Und würdest du z.B. für die chinesische Justizstrukturen mehr bezahlen als für deutsche oder schweizerische (auch wenn beide nicht absolut und perfekt sind)?

Don Omar:
Und so langsam faellt das ganze zusammen.

USA-Häuser aus dem Immobilien-Jeder-Ein-Häuslebesitzer-Bereich fallen mitunter WIRKLICH zusammen. Aber von Ländern wie Deutschland würde ich das nicht so leicht behaupten, bzw. so ein Bild suggerieren. Deutschland hat eine Vergangenheit, die es verletzlich und sehr leicht kritisierbar macht(e). Spanien mit Franco und Italien mit Mussolini und Portugal mit Salazar etc. kamen m.E. vergleichsmässig "gut" weg.- Der Zusammenschluss West-Ost verlief in Deutschland logischerweise nicht immer optimal, aber es als total unstabil zu sehen, im 2009, wie du es m.E. durch dein Bild schnell darzustellen versuchtest, überzeugt zumindest mich nicht.
Zocker
Mitglied
#3 ° Gesendet: 26.11.2009 21:23
Don Omar:
Ich habe das Gefuehl unser Reichtum basiert auf einer Luege. Und so langsam faellt das ganze zusammen.

Reichtum kann auf Lüge basieren aber ebenso können die Schulden auf Unwahrheiten basieren.
Ein börsenkotiertes Unternehmen lebt auch von Schulden sprich Fremdkapital. Viele der guten AGs haben ein Eigenkapital von unter 10% und haben dabei ein gutes Rating.

Die Schulden sind auch beim Staat kaum Konsumschulden sondern Schulden die entstehen durch Investitionen. Der Staat könnte diese Investitionen aktivieren und damit die Verschuldung drücken. Wem wäre damit gedient?
Den Ausgaben des Staates auf Kredit stehen auch die Opportunitätskosten gegenüber. Angenommen der Staat zahlt nichts mehr in die Sozialhilfe. Die Sozialhilfeempfänger erhalten kein Geld mehr. Damit wären ca. 500000 Leute ohne Einkommen. Der soziale Sprengstoff wären dann Hunderttausende und diese wären auf der Strasse und die dabei entstehenden Schäden würden die Sozialausgaben bei weitem übersteigen.

Bedenklich ist es, wenn der Staat keine Schulden hätte. Denn dann wären entweder keine Investitionen getätigt worden oder er lebt ganz einseitig von Rohstoffen wie z.B. Saudiarabien. Das Modell Saudiarabien ist auf lange Sicht nicht überlebensfähig.
Pia
Mitglied
#4 ° Gesendet: 26.11.2009 22:11
Zocker:
Bedenklich ist es, wenn der Staat keine Schulden hätte. Denn dann wären entweder keine Investitionen getätigt worden oder er lebt ganz einseitig von Rohstoffen wie z.B. Saudiarabien. Das Modell Saudiarabien ist auf lange Sicht nicht überlebensfähig.

Das ging mir auch schon durch den Kopf.
erdnanu
Mitglied
#5 ° Gesendet: 26.11.2009 22:46
Die Schulden des Staates sind die Steuern von morgen,

deshalb kommen ja auch die zehntausenden von Deutschen zu uns, deshalb ist ja auch der Dollar so wenig wert,

am anderen Pol kommen deshalb so viele internationale Konzerne mit ihren Europa- und Weltsitzen in die Schweiz.
Pia
Mitglied
#6 ° Gesendet: 27.11.2009 01:27
erdnanu:
am anderen Pol kommen deshalb so viele internationale Konzerne mit ihren Europa- und Weltsitzen in die Schweiz.

Und die verursachen nirgends Schulden oder wie?


erdnanu:
Die Schulden des Staates sind die Steuern von morgen,

Wieso so absolut? Was doch so "Marktwirtschaftler" schon alles z.B. in Dubai reindichteten, aber trotzdem war es offenbar nicht die absolute Wahrheit. Und DAS Land, das den vermeintlichen Superkapitalismus in Reinform verkörperte, waren jahrelang (!) die USA. Leute, ja gleich massenweise, nicht nur der Bush-Staat, lebten massive über ihren finanziellen Verhältnissen, nahmen Kredite für alles Mögliche auf und bekamen auch Kredite für alles Mögliche, INDIVIDUELLE FREIHEIT nennt sich das wohl. Also zumindest ich habe dieses Gezänke, was jetzt in jedem Falle "besser" sei, ob der Staat oder das Individuum, so ziemlich satt.
Zocker
Mitglied
#7 ° Gesendet: 27.11.2009 08:51
erdnanu:
Die Schulden des Staates sind die Steuern von morgen,

Eine sehr einfältige Behauptung.
Beispiel:
Wir bauen die NEAT und machen dabei 20 oder 25 Mia. Schulden. Wir und die kommenden Generationen werden diese mit ihren Benzin- oder anderen Steuern bezahlen.

Angenommen wir bauten die NEAT nicht. Endlose Staus auf der Strasse, die Beeinträchtigung des Nord-Südverkehrs wäre gravierend und das für Jahrzehnte.
Wir und unsere Nachfolger trügen die Staukosten, Gesundheitskosten durch Abgase, geringere Produktivität im Logistikbereich und vieles mehr. Nach 20 oder 40 Jahren würde dann doch eine neue Verkehrsachse gebaut.
Du kannst nun selber rechnen, was wir mit den Schulden und Steuern, die wir unseren Nachfolgern aufgebürdet haben, ihnen auch ersparen.

So einfach dein Spruch sein mag, so falsch kann er sein!
Bünzli
Mitglied
#8 ° Gesendet: 27.11.2009 09:28
erdnanu:
Die Schulden des Staates sind die Steuern von morgen,

Die Schulden des Staates sind die Investition in die Zukunft.

Zuerst musst der Staat die Schule bauen, die Lehrer bezahlen um dann nach 20 Jahren über die Steuern das Geld von den gut ausgebildeten und arbeitenden Menschen zurück zu bekommen um wieder neue Lehrer anzustellen für deren Kinder.
In unserem System ist das ein Kreislauf, der nie zu Ende geht. Deshalb sind Staatsschulden nötig und auch sinnvoll.
erdnanu
Mitglied
#9 ° Gesendet: 27.11.2009 11:22
@Bünzli:
Investitionen sind wichtig, da sind wir uns einig. Der Staat muss für gute Verkehrswege, Schulen etc. sorgen. Genau dies kann er aber nur machen, wenn er sich nicht dauernd mit Schuldenproblemen und schwindenden Steuereinnahmen herumschlagen muss. Die Rezepte der Sozis führen da in einen Armutsstaat mit besser verteiltem Vermögen und Einkommen. Vergleiche mal die Situation in Deutschland und in der Schweiz. Dann siehst du, von was ich spreche.
Zocker
Mitglied
#10 ° Gesendet: 27.11.2009 15:29
erdnanu:
Vergleiche mal die Situation in Deutschland und in der Schweiz. Dann siehst du, von was ich spreche.

Im Vergleichen scheinst du auch nicht der Hirsch zu sein.
Stell dir vor die Schweiz hätte ein kleines Ostblockland integriert und über Jahre Miliarden in das desolate Land gepumpt. Dann wäre die Staatverschuldung auch in der Schweiz gestiegen selbst bei hoher Staatsquote und dann könntest du diie Schweiz mit Deutschland vergleichen.

Und dann einfach von Sozis zu reden, weil man in ein desolates Land investiert hat, ist sehr einfältig.
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