Ich persönlich bin wohl selbst so was, was im Titel steht. Nun würde es mich interessieren, wie es anderen, bei dem Thema Gleichgesinnten, geht, wenn sie hören, dass z.B. christliche Kreise in der Schweiz so etwas in die Bundesverfassung schreiben wollen:
«Wir werden einen Vorstoss für einen Religionsartikel in der Bundesverfassung aufstarten», sagt Joel Blunier, Generalsekretär der EVP. «Der neue Artikel soll das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften regeln und die christliche Tradition als Leitkultur in der Bundesverfassung verankern», so Blunier zur Zeitung «Sonntag».
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Folgt-schon-bald-die-naec hste-eidgenoessische-Abstimmung-zum-Islam/story/17868559Mich nervt das allmählich, dass die Verfassung quasi dazu dienen soll, der einen oder anderen Religion einen Vorteil oder Nachteil zu verschaffen. Mich stört es auch, wenn christliche Kreise so tun, als ob es nicht auch Agnostiker/innen gäbe in der Schweiz und wenn sie so besitzergreifend tun und die ganze Schweiz als christlich darstellen wollen. Mitunter fühle ich mich wirklich etwas bedrängt von diesen Kreisen. Wenn in der Präambel (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/ani1.html) etwas von Gott steht, dann halt, aber wenn diese Leute so weiterfahren, dann bin ich dafür, dass man das streicht. Punkt. Die sollen sich ausserhalb von der Verfassung über religiöse Einschätzungen streiten. Die Verfassung aber ist für alle da, auch für mich. Mit einer Verfassung aber, die sich einseitig auf eine Religion bezieht, kann ich mich nicht wirklich identifizieren. Ich bin für Religionsfreiheit, dazu gehört auch, keiner Religion anzugehören oder keine Religion als Leitplanke zu sehen.