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Agnostiker/innen und Atheisten, Atheistinnen in der Schweiz

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Pia
Mitglied
#1 ° Gesendet: 15.11.2009 18:03
Ich persönlich bin wohl selbst so was, was im Titel steht. Nun würde es mich interessieren, wie es anderen, bei dem Thema Gleichgesinnten, geht, wenn sie hören, dass z.B. christliche Kreise in der Schweiz so etwas in die Bundesverfassung schreiben wollen:

«Wir werden einen Vorstoss für einen Religionsartikel in der Bundesverfassung aufstarten», sagt Joel Blunier, Generalsekretär der EVP. «Der neue Artikel soll das Zusammenleben der Religionsgemeinschaften regeln und die christliche Tradition als Leitkultur in der Bundesverfassung verankern», so Blunier zur Zeitung «Sonntag».

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Folgt-schon-bald-die-naec hste-eidgenoessische-Abstimmung-zum-Islam/story/17868559

Mich nervt das allmählich, dass die Verfassung quasi dazu dienen soll, der einen oder anderen Religion einen Vorteil oder Nachteil zu verschaffen. Mich stört es auch, wenn christliche Kreise so tun, als ob es nicht auch Agnostiker/innen gäbe in der Schweiz und wenn sie so besitzergreifend tun und die ganze Schweiz als christlich darstellen wollen. Mitunter fühle ich mich wirklich etwas bedrängt von diesen Kreisen. Wenn in der Präambel (http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/ani1.html) etwas von Gott steht, dann halt, aber wenn diese Leute so weiterfahren, dann bin ich dafür, dass man das streicht. Punkt. Die sollen sich ausserhalb von der Verfassung über religiöse Einschätzungen streiten. Die Verfassung aber ist für alle da, auch für mich. Mit einer Verfassung aber, die sich einseitig auf eine Religion bezieht, kann ich mich nicht wirklich identifizieren. Ich bin für Religionsfreiheit, dazu gehört auch, keiner Religion anzugehören oder keine Religion als Leitplanke zu sehen.
Thomas
Mitglied
#2 ° Gesendet: 15.11.2009 20:15
Pia:
die christliche Tradition als Leitkultur in der Bundesverfassung verankern

Wehret den Anfängen! Wir brauchen keine vom Staat verordneten Leitkulturen. Das Christentum ist Teil unserer Tradition, aber eben nur ein Teil neben anderen wie griechisch-römische Kultur, Aufklärung, Menschenrechte, Säkularismus etc. Dass jetzt die Evangelikalen dem Durchschnittsbürger und der Politik eine bestimmte Religion verordnen wollen, ist höchst bedenklich. In einem säkularen Staat sind die Künste zu fördern und nicht die Religionen mit ihrem Wahrheitsanspruch und dem Gut-Böse-Dualismus.
Bünzli
Mitglied
#3 ° Gesendet: 15.11.2009 20:43
Die christlichen Taliban möchten ihre Scharia einführen.
abc def
Mitglied
#4 ° Gesendet: 15.11.2009 20:52
Thomas:
In einem säkularen Staat sind die Künste zu fördern und nicht die Religionen mit ihrem Wahrheitsanspruch und dem Gut-Böse-Dualismus

Stattdessen stellt der Staat heute selbst quasi-religiöse Dogmen und "Wahrheiten" auf. Ich sage nur: Armenien.
In einem modernen Staat ist vor allem die freie Meinung zu fördern!
Zocker
Mitglied
#5 ° Gesendet: 15.11.2009 21:03
Die christlichen Taliban drängen wieder zu mehr Macht. Und wenn die christlichen Taliban an der Macht sind, dann gilt die christliche Scharia. Inquisition, Hexenverbrennungen und ein Religionskrieg nach dem anderen inclusive einem 30 jährigen Krieg der 70% der Bevölkerung das Leben kostete, ist dann Realität.

Wer sich auf die christliche Geschichte und Tradition beruft, der beruft sich auf die agressivste Kultur dieser Welt mit einer Blutspur, die 2000 Jahre zurückreicht.

All den christlichen Taliban, an denen die Aufklärung spurlos vorüber gegangen ist, möchte ich sagen, sie sind es, die auszurottet werden müssen. Wenn wir das geschafft haben, können wir uns immer noch um die islamischen Taliban kümmern.
abc def
Mitglied
#6 ° Gesendet: 15.11.2009 21:23
Zocker:
All den christlichen Taliban, an denen die Aufklärung spurlos vorüber gegangen ist, möchte ich sagen, sie sind es, die auszurottet werden müssen.

Ein weiteres Beispiel für das unglaublich hohe Niveau dieses Forums seit der Ära seabream. Inhaltlich wie grammatikalisch ;-)
Pia
Mitglied
#7 ° Gesendet: 15.11.2009 22:29
abc def:
Ein weiteres Beispiel für das unglaublich hohe Niveau dieses Forums seit der Ära seabream. Inhaltlich wie grammatikalisch ;-)

Könntest du genau erklären, was für ein Witz das sein solle und was das mit den Versuchen von irgendwelchen Christengruppen in der Schweiz zu tun haben solle, die offenbar die Verfassung als Ausgangspunkt ihrer religiösen Schlachten wiederentdeckt haben? Ich frage dich das wohl als Agnostikerin, die das machtgeile Getute rund um die Verfassung punkto Religion etwas satt hat. Und das penetrante Geschreibsel von "seabream" als Ära zu bezeichnen, wirft doch eher ein mieses Licht auf abc def. Du hast es tatsächlich nötig, so Schwätzer wie seabream zu deinen Vorbildern zu erhöhen?
Pia
Mitglied
#8 ° Gesendet: 15.11.2009 22:33
abc def:
Stattdessen stellt der Staat heute selbst quasi-religiöse Dogmen und "Wahrheiten" auf. Ich sage nur: Armenien.
In einem modernen Staat ist vor allem die freie Meinung zu fördern!

Ach ja, dein Gesülze zielt gegen das ARG. Wenn aber Islamisten in der Schweiz auftauchen -- dann kennen Leute wie du keine Grenzen mehr, jedes noch so doofe Minarettverbötchen wird zur Meinungsfreiheit hochstilisiert.-
Battou
Mitglied
#9 ° Gesendet: 15.11.2009 22:34
Er hat sich auf Zocker's Post bezogen, der wirklich weder besonders geistreich noch besonders treffend war...

@Topic: Bin wohl Agnostiker und halte von unseren drei grossen Religionen nicht besonders viel und werde wohl auch die Leute, die den Stuss wirklich glauben, nie verstehn. Jemand der sich für Kirchgemeinden etc. engagiert soll das gerne tun, aber wer wirklich von die Hilfe von Oben hofft, hat mMn schon irgendwie einen Flick ab.

In diesem Sinne: Da gib'ts nix zu verankern.
Pia
Mitglied
#10 ° Gesendet: 15.11.2009 22:40
Roger-Köppelianer/innen ticken so: Solange ihre Kreise jeden diskriminierenden Scheiss öffentlich zum Besten geben können, kuscheln sie untereinander wie verrückt und sehen das ARG als Einschränkung zur Meinungsfreiheit, ja sogar Neonazis werden verteidigt, denn der Staat solle auch keine falschen Meinungen verbieten (wie Holocaust-Leugnung), sobald aber Islamisten diskriminierenden Scheiss zum Besten geben, fordern sie strenge Verbote wie Minarettverbote. Was für doofe und unglaubwürdige Köppel-Moralisten das doch sind!
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