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Zivilschutz verweigern aufgrund Gleichberechtigungsparagraphen?

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Begrenzungsfaktor
Mitglied
#11 ° Gesendet: 17.03.2008 10:36
@Boll
Ja das war so Anfangs 90er Jahre. Mein Sektionschef schrieb mir mal: Laut Beschluss der Bundesrates hat der ADA kein Recht auf eine Dienstverschiebung. Diesbezüglich habe ich folglich auch immer auf Granit gebissen. Aber es hat sich alles voll gelohnt. Als ich aus dem Dienst entlassen wurde bekam ich 5 Fr. Ehrensold für meine Frau - eine satte Abgangsentschädigung ;-) die mich über alles hinweg getröstet hat.
Boll
Mitglied
#12 ° Gesendet: 17.03.2008 10:41
Oh, da war die Armee 90 (?, was war vor der Armee 21?) kuscheliger.
Begrenzungsfaktor
Mitglied
#13 ° Gesendet: 17.03.2008 12:56
@Boll
Die RS habe ich noch vor der Armee 90 gemacht während des kalten Krieges, damals war grad die GsOA Abstimmung...
razzar
Mitglied
#14 ° Gesendet: 17.03.2008 15:15
@Insomniac

Im Moment läufts ja so das Frauen immer noch weniger verdienen als Männer. Und diese Tatsache ist meiner Meinung nach unanfechtbar genau weil Frauen sich in unangenehmen Dingen wie Militärpflicht und Rentenalter nicht gleichberechtigen wollen. Also läuft dies also wieder fair/ausgeglichen. Die Rufe der Feministinnen sind wahrscheinlich auch darum verstummt, weil keine dieser Frauen Gleichberechtigung auch bei Finanziellen so wie Körperlichen Ausgaben gefordert hat. Und dies wäre dann unfair.
Insomniac
Mitglied
#15 ° Gesendet: 17.03.2008 16:46
@begrenzungsfaktor
hast du meinen ersten post durchgelesen? das mit dem kinderkriegen hab ich dort erwähnt -> stichwort freiwillig!
das mit dem wk während der prüfungsphase tut mir natürlich leid für dich und ich bin mir auch dessen bewusst, dass die zwei tage zivilschutz ein klacks sind. mir geht es schlicht und einfach ums prinzip, dass man als mann zu zwangsdiensten verdonnert wird, und das die meisten dies als selbstverständlich erachten.
ich hab sogar schon männer erlebt, die unfreiwillig im militär waren und trotzdem gern eins auf gleichberechtiger, unterstützen-wir-die-armen-frauen machen. in diesen fällen frage ich mich jeweils, ob soviel ignoranz wirklich möglich ist oder ob es eher eine unbewusste verdrehung der tatsachen ist, da man sich meiner meinung nach als mann nur sehr ungern schwächer und benachteiligt fühlt? oder machen das die meisten männer einfach, weil es (in ihren augen) bei den frauen gut ankommt?


@razzar: ja frauen verdienen im schnitt klar weniger als männer, aber das ist doch nirgends gesetzlich festgeschrieben! frauen wählen berufe öfter nach neigung als nach karriereaussichten, somit ist es klar, dass gewisse lohnunterschiede bestehen. auch babypausen sind nicht karriereförderlich. aber eben, das ist alles freiwillig. eine frau kann dieselben gut bezahlten stellen annehmen wie jeder mann.
es gibt stimmen, die behaupten, dass frauen dann auch in den haargenau gleichen stellen weniger verdienen, nur glaube ich das aus dem einfachen grund nicht, da ja jeder personalchef dumm wäre, der nicht eine frau einstellen würde, wenn diese wie offiziell behauptet 20-25% weniger lohn kostet! man kann argumentieren, dass die personalchefs halt denken die frau kann das weniger gut, aber nach 40 jahren gleichberechtigung sind die leute, die heute im kader sitzen, alle mit den aktuellen rollenbildern gross geworden.
ein grund dürfte tatsächlich auch sein, dass frauen weniger forsch sind bei lohnforderungen, worauf man aber nur selber schuld sagen kann, also dafür kann man höchstens die frauen selbst verantwortlich machen, nicht die gesellschaft.
ich hab mal von einem fall gehört, da wurden weibliche angestellte für den gleichen job tatsächlich schlechter bezahlt als die männlichen kollegen, da musste der arbeitgeber die differenz dann aber auf gerichtsbeschluss nachzahlen. solche fälle mag es vereinzelt geben bei personalchefs die nach alten mustern denken, doch eben, solche fälle sind einklagbar, was die militärpflicht nicht ist, die ist im gesetz festgeschrieben.

etwa das was du razzar in deinem post oben schreibst mein ich auch mit "schön reden". feministinnen sind keineswegs verstummt, sie sind genauso präsent wie eh und je. klar, junge frauen heute sind kaum auf feminismus kurs, da sie schlicht keine veranlassung dazu haben. für mich als junger erwachsener war das thema gleichberechtigung auch immer eine selbstverständlichkeit, bis ich den marschbefehl zur rekrutierung erhalten habe.
was ich sagen möchte, frauen haben längst die selben rechte, das ist auch gut so. nur haben männer irgendwo durch geschlafen, oder merken erst langsam, dass sie mittlerweile übervorteilt sind, während feministinnen weiter fordern und die meisten nicht merken oder lieber gutreden. deshalb hätte ich gern etwas stress gemacht. klar sind zwei tage in den semesterferien egal, vier tage unter dem semester wären bei dem tempo an der uni aber doch schon ein gewisser nachteil (wenn auch nicht mit militär-wk zu vergleichen). sollte das in den nächsten jahren der fall sein werde ich versuchen, mir ein arztzeugnis zu besorgen dass ich auch für den zivilschutz untauglich bin, da ich echt ein problem damit hab diese ungleichberechtigung einfach so zu akzeptieren
Boll
Mitglied
#16 ° Gesendet: 17.03.2008 16:53
"vier tage unter dem semester wären bei dem tempo an der uni aber doch schon ein gewisser nachteil "

Das kommt auf die Studienrichtung an :-)

Ich mag es eigentlich, dass zumindest die Armee noch die alten, doch romantischeren Rollenbilder pflegt. Ausserdem wäre es rein von der Infrastruktur her sehr schwierig, die Frauen zum Militärdienst zu verpflichten und die Armee ist ja derzeit am Personalabbau.
driver
Mitglied
#17 ° Gesendet: 18.03.2008 08:59 ° Bearbeitet von: driver
Wenn ich denke, dass du 2 lausige Tage deiner 5-6 Monate Semesterferien opfern musst – oh jemine! wie tragisch. Es wird Zeit, dass du akzeptierst, dass du als Bürger nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hast. Steuern zahlen kommt dann auch noch hinzu! Zivilschutz verweigern von wegen Gleichberechtigung, wie lächerlich.

Ja, lächerlich ist es, allerdings bloss weil es nur um 2 Tage geht. Prinzipiell hat insomniac schon recht.
Dass Gleichberechtigung immer nur dann ein Thema ist, wenn Frauen tatsächlich oder vermeintlich benachteiligt sind, aber nie im umgekehrten Fall, ist ein altes Übel.
razzar
Mitglied
#18 ° Gesendet: 18.03.2008 10:55
@driver

"...aber nie im umgekehrten Fall, ist ein altes Übel."

Sorgte schon zu Blütenzeiten des Feminismus für Aufruhr. Die Forderungen der Frauen wurden schon damals als nicht gleichberechtigt gestempelt weil sie alles ausser die unangenehmen Dinge gleichgestellt haben wollten. Es wurden dann auch die paar wenigen Freiwilligen in das Militär eingezogen. Die Militärpflicht wollten sie nie, darum wird es in dieser Hinsicht verständlich immer wieder zu Ungerechtigkeiten kommen.
Begrenzungsfaktor
Mitglied
#19 ° Gesendet: 18.03.2008 11:40
@Insommniac
Aus meiner Sicht hat der Militärdienst gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie eine Horde Frauen bei unseren Gewaltmärschen von 70 und mehr km mit 20 kg am Buckel hätte mithalten wollen. Frauen ertragen zwar wesentlich mehr Schmerzen als Männer, aber physisch hätten sie diese Dinge nie verkraften können. Das Prinzip Zwangsdienst ist durchaus gerechtfertig. Man muss ja auch Steuern zahlen, oder Stimmen zählen gehen. Wir alle Profitieren von Staat oder Bund (Strassen, Schulen, Eisenbahn usw.) dafür darf man schon ein bisschen was zurückgeben. Bestünde kein Zwang würde sich unser Staat nach kurzer Zeit Woche aufgelöst haben.
echnaton
Mitglied
#20 ° Gesendet: 18.03.2008 12:03
@begrenzungsfaktor

Zivilschutz verweigern von wegen Gleichberechtigung, wie lächerlich. Und deine Frau? Wird sie die Geburt deiner Kinder verweigern? Offenbar steuern wir auf eine Weicheigesellschaft hin…


Bist du ein Mann ? Ich befürchte es. Das Weichei bist du, der devote Opportunist, der sich nicht für seine Rechte einsetzt. Du laberst Scheisse, Mann.

Das Kinderkriegen ist keine Pflicht mehr seit Adolfs Zeiten. Ach ja, du vertritts in dieser Sache nämlich Adolfs Position. Die Frau hat die Pflicht, Kinder zu gebären und der Mann hat Wehrdienst zu leisten. Das ist reaktionärer Mist.

Die tatsächliche Gleichberechtigung, die selbstverständlich auch die berechtigten Anliegen der Männer berücksichtigt, wird regelmässig abgeblockt. Schuld sind nicht in erster Linie Frauen, sondern die devoten und kriecherischen Männer. Sie sind das Hauptproblem, das einer längst überfälligen Befreiung des Mannes von altbackenen Konventionen im Wege steht. In dieser Hinsicht könnten Männer eine Menge von den Frauen lernen.
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