Insomniac Mitglied
#15 ° Gesendet: 17.03.2008 16:46 |
@begrenzungsfaktor
hast du meinen ersten post durchgelesen? das mit dem kinderkriegen hab ich dort erwähnt -> stichwort freiwillig!
das mit dem wk während der prüfungsphase tut mir natürlich leid für dich und ich bin mir auch dessen bewusst, dass die zwei tage zivilschutz ein klacks sind. mir geht es schlicht und einfach ums prinzip, dass man als mann zu zwangsdiensten verdonnert wird, und das die meisten dies als selbstverständlich erachten.
ich hab sogar schon männer erlebt, die unfreiwillig im militär waren und trotzdem gern eins auf gleichberechtiger, unterstützen-wir-die-armen-frauen machen. in diesen fällen frage ich mich jeweils, ob soviel ignoranz wirklich möglich ist oder ob es eher eine unbewusste verdrehung der tatsachen ist, da man sich meiner meinung nach als mann nur sehr ungern schwächer und benachteiligt fühlt? oder machen das die meisten männer einfach, weil es (in ihren augen) bei den frauen gut ankommt?
@razzar: ja frauen verdienen im schnitt klar weniger als männer, aber das ist doch nirgends gesetzlich festgeschrieben! frauen wählen berufe öfter nach neigung als nach karriereaussichten, somit ist es klar, dass gewisse lohnunterschiede bestehen. auch babypausen sind nicht karriereförderlich. aber eben, das ist alles freiwillig. eine frau kann dieselben gut bezahlten stellen annehmen wie jeder mann.
es gibt stimmen, die behaupten, dass frauen dann auch in den haargenau gleichen stellen weniger verdienen, nur glaube ich das aus dem einfachen grund nicht, da ja jeder personalchef dumm wäre, der nicht eine frau einstellen würde, wenn diese wie offiziell behauptet 20-25% weniger lohn kostet! man kann argumentieren, dass die personalchefs halt denken die frau kann das weniger gut, aber nach 40 jahren gleichberechtigung sind die leute, die heute im kader sitzen, alle mit den aktuellen rollenbildern gross geworden.
ein grund dürfte tatsächlich auch sein, dass frauen weniger forsch sind bei lohnforderungen, worauf man aber nur selber schuld sagen kann, also dafür kann man höchstens die frauen selbst verantwortlich machen, nicht die gesellschaft.
ich hab mal von einem fall gehört, da wurden weibliche angestellte für den gleichen job tatsächlich schlechter bezahlt als die männlichen kollegen, da musste der arbeitgeber die differenz dann aber auf gerichtsbeschluss nachzahlen. solche fälle mag es vereinzelt geben bei personalchefs die nach alten mustern denken, doch eben, solche fälle sind einklagbar, was die militärpflicht nicht ist, die ist im gesetz festgeschrieben.
etwa das was du razzar in deinem post oben schreibst mein ich auch mit "schön reden". feministinnen sind keineswegs verstummt, sie sind genauso präsent wie eh und je. klar, junge frauen heute sind kaum auf feminismus kurs, da sie schlicht keine veranlassung dazu haben. für mich als junger erwachsener war das thema gleichberechtigung auch immer eine selbstverständlichkeit, bis ich den marschbefehl zur rekrutierung erhalten habe.
was ich sagen möchte, frauen haben längst die selben rechte, das ist auch gut so. nur haben männer irgendwo durch geschlafen, oder merken erst langsam, dass sie mittlerweile übervorteilt sind, während feministinnen weiter fordern und die meisten nicht merken oder lieber gutreden. deshalb hätte ich gern etwas stress gemacht. klar sind zwei tage in den semesterferien egal, vier tage unter dem semester wären bei dem tempo an der uni aber doch schon ein gewisser nachteil (wenn auch nicht mit militär-wk zu vergleichen). sollte das in den nächsten jahren der fall sein werde ich versuchen, mir ein arztzeugnis zu besorgen dass ich auch für den zivilschutz untauglich bin, da ich echt ein problem damit hab diese ungleichberechtigung einfach so zu akzeptieren |