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Schifft die SVP ab ?

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;-)
Mitglied
#991 ° Gesendet: 27.01.2012 00:27
http://www.tageswoche.ch/de/2012_03/basel/356110/«Entscheidend-ist-das -Sicherheitsempfinden-–--und-das-nimmt-ab».htm
Zur Sicherheit und Gewalt in Anbetracht der anstehenden Abstimmung der Sicherheitsinitiative der SVP Basel Stadt meint der Basler SVP-Präsident Sebastian Frehner auf die Frage:
"Welche Lösungsansätze sehen Sie gegen diese Problematik?
Viele."

Und schimpft noch hinterher: " Das Schengener-Abkommen ist eine Katastrophe, unser Integrationskonzept ist eine Katastrophe und unser Schulsystem ist eine Katastrophe."
erstens hat der Journalist nicht nach der Anzahl gefragt und zweitens merkt man ganz deutlich, dass Herr Frehner ausweicht, weil er ganz eifach keine Antwort hat.
Das ist so etwas von typisch SVP es ist schon fast zum schmunzeln.

... leider hat er Journalist nicht nach den "vielen" konkreten Lösungsansätzen nachgefragt.
cristiano-safado
Mitglied
#992 ° Gesendet: 27.01.2012 08:29
Im Interview erklärt der Basler SVP-Präsident Sebastian Frehner, wie man eine Kriminalitätsstatistik lesen muss. Gleichzeitig relativiert er die Zahlen: [b]Das subjektive Sicherheitsempfinden sei objektiver als die objektive Sicherheit.[b]
Dem widerspreche ich als einst Betroffener. Konkret: Meine Freundin wurde vor Jahren auf der Strasse erschossen (Fall Ilgenoglu, Zürich). Was hat das mit subjektiver Sicherheit zu tun? Ich bin ja danach trotzdem wieder auf die Strasse gegangen. Hingegen war das Ereignis als es passierte sehr objektiv. Die Fälle die laufend geschehen sind sehr konkret (objektiv), ob ich nun ein subjektives Sicherheitsgefühl (Angstgefühl) habe oder nicht wenn ich auf die Strasse gehe. Typisches Politikergewäsch!!!
AdiB
Mitglied
#993 ° Gesendet: 27.01.2012 09:12
Oldie-48:
wir haben einen Ausländeranteil von 22% davon sind 37% kriminell, oder anders ausgedrückt :

22% sind 1´650´000 Millionen davon sind 37% = 610´500 kriminell, eine stattliche Zahl.

Vorsicht! Genau das ist falsch, das ist ja auch das Problem dieser Zahlen, dass man diesen Fehlschluss macht! Nicht 37% der Ausländer sind kriminell, um Gottes Willen! Nein, 37% der Kriminellen sind Ausländer, also verkehrherum...
Die verlinkte Statistik verzeichnet 23505 Beschuldigte, die Ausländer sind und in der Schweiz wohnen. Jetzt rechne: Wieviel sind 23505 von 1,65 Mio.? Genau 1,42%. Heisst: 98,58% der hier ansässigen Ausländer sind sicher NICHT kriminell! und von diesen 23505 Personen wird zusätzlich noch ein Teil freigesprochen, da es sich ja nicht um Verurteilte, sondern um Beschuldigte handelt.

Zudem, wenn wir schon dabei sind: Dass es ein klares Übergewicht an Ausländern in der Statistik gibt, lässt sich nicht bestreiten. Dennoch: Die 37% ständige Wohnbevölkerung sind doch um einiges tiefer als die rund 50% inkl. Asylsuchenden und Kriminaltouristen. Zudem konzentriert sich die Kriminalität stark in den Städten, wo der Ausländeranteil um die 30% beträgt und nicht nur 22%. Dann gibt es noch Mutmassungen, dass Ausländer häufiger angezeigt werden als Schweizer. Auch sind Ausländer durchschnittlich jünger und ärmer als Schweizer (Inländer), sind also naturegmäss für Kriminalität anfälliger, aber eben nicht wegen der "Kultur", sondern wegen sozialen Faktoren. Das alles sollte man nicht vergessen...
Oldie-48
Mitglied
#994 ° Gesendet: 27.01.2012 09:15
AdiB:
Nein, 37% der Kriminellen sind Ausländer, also verkehrherum...

okay, offensichsichtlich habe ich da was falsch verstanden bei den Zahlen.
AdiB
Mitglied
#995 ° Gesendet: 27.01.2012 09:17 ° Bearbeitet von: AdiB
cristiano-safado:
Gleichzeitig relativiert er die Zahlen: [b]Das subjektive Sicherheitsempfinden sei objektiver als die objektive Sicherheit.[b]

Das klingt für mich wie eine Ausrede. Was er nicht sagt: Das subjektive Sicherheitsempfinden lässt sich besser mit politischer Propaganda manipulieren als die objektiven Zahlen. Die können höchstens gefälscht werden, aber das merkt man schneller, als wenn Angst geschürt wird...

Ich bin auch der Meinung, dass es in den Städten mehr Poliezeipräsenz braucht. Aber bloss keine Selbtsjustiz!


Aber zurück zum Thema:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Eklat-wegen-Rickli-in-der -SVPFraktion/story/15808181

Die SVP im Sturzflug. Wann kommt es zur zweiten Spaltung?
Oldie-48
Mitglied
#996 ° Gesendet: 27.01.2012 10:02
AdiB:
Die SVP im Sturzflug. Wann kommt es zur zweiten Spaltung?

wird jetzt auch eine PUK eingesetzt ? oder muss Rickli sich hinknien und ihren Gönnern den Marsch blasen ?

passt doch zur meiner Aussage : in der SVP wird demokratisch gewählt, Blocher schlägt vor und alle nicken ab..-))
Ockham
Mitglied
#997 ° Gesendet: 27.01.2012 10:25 ° Bearbeitet von: Ockham
AdiB:
Die SVP im Sturzflug. Wann kommt es zur zweiten Spaltung?

Es geht in der Tat viel schneller, als gedacht. Wobei es offenbar intern schlimmer steht als gedacht. Der interne Kampf zwischen Wirschafts-Liberalen und National-Konservativen ist schon länger keine Geheimnis mehr. Aber nun kristallisiert sich daneben noch eine andere Front, wo mindestens so verbittert und erbarmungslos gekämpft wird: Blocherianer gegen Nicht-Blocherianer.

Ich schau frohen Mutes in die Zukunft. Bis auf Weiteres wird man wenig Gezieltes von der SVP zu hören bekommen - und dabei könnte sie sich dieser Tage, wo ein rieser Asyl-Aufschrei durch die Medienlandschaft geht, endlich wieder in ihrer Paradedisziplin profiliern. Doch man hört nichts von der Lügen- und Heuchelpartei. Besser so.

AdiB:
Aber zurück zum Thema:http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Eklat-wegen-Rickli- in-der -SVPFraktion/story/15808181

Wunderbar zu sehen, wie das Demokratieverständnis von Blocher funktioniert: Wenn die Abstimmung nicht nach den eigenen Wunschvorstellungen herauskommt, soll die Abstimmung - nach einem führerischen Kappe-Putzen in Form einer Tracht Schimpfis vom Chef - einfach wiederholt werden. Aha! Soweit immer noch nicht erfolgreich, soll einfach in einem ultra-kurzfristigen Schnellschuss das Regelement geändert werden (in casu 5 statt 4 Vize-Präsi-Sitze), so dass die Wunschvorstellungen doch umgesetzt werden können. Aha!
Oldie-48
Mitglied
#998 ° Gesendet: 27.01.2012 10:31 ° Bearbeitet von: Oldie-48
Ockham:
Ich schau frohen Mutes in die Zukunft. Bis auf Weiteres wird man wenig Gezieltes von der SVP zu hören bekommen - und dabei könnte sie sich dieser Tage, wo ein rieser Asyl-Aufschrei durch die Medienlandschaft geht, endlich wieder in ihrer Paradedisziplin profiliern. Doch man hört nichts von der Lügen- und Heuchelpartei. Besser so.

oh täusch Dich nicht, die Rickli läuft aber zur Höchstform auf :

Eine Partei, welche den Mut hat, auch unangenehme Themen anzusprechen, steht bald im Kreuzfeuer der Öffentlichkeit.
Doch unser Land braucht eine Partei, welche die Kraft hat, Nein zu sagen,
Missstände aufzudecken und dem «Mainstream» entgegenzuhalten. Eine Partei, welche Widerstand leistet – Widerstand für diejenigen Werte, welche unser Vaterland stark gemacht haben
.


klick - Widerstand leisten heisst: Missstände aufdecken, Werte verteidigen, Freiheit bewahren

und wo bleiben die Lösungen welche praktikabel sind ?
cristiano-safado
Mitglied
#999 ° Gesendet: 27.01.2012 10:44 ° Bearbeitet von: cristiano-safado
@AdiB

Die SVP im Sturzflug. Wann kommt es zur zweiten Spaltung?
Ich glaube nicht, dass es zu einer zweiten Spaltung kommt. Die schlechten Resultate haben die SVP eher wieder zusammengeschweisst. Zudem kommt, dass auch die heutige Regierung eher über kurz als lang das Missfallen der Bevölkerung erregen wird. Das kommt der SVP zugute. Der Anfang ist mit der erneuten Debatte um die Asylanten gemacht. Da wird die SVP jetzt nach den Wahlen wieder einhacken. Und die nächsten Gründe kommen sicher auch bald, da wir vor vielen Abstimmungen stehen. Zu denken ist da zum Beispiel an das Präventionsgesetz, das viele Raucher ablehnen, weil sie weitere Einschränkungen und Tabaksteuererhöhungen befürchten. Ein weiterer grosser Streitpunkt wird demnächst auch die Revision der Sozialversicherungen, insbesondere der AHV sein.
cristiano-safado
Mitglied
#1000 ° Gesendet: 27.01.2012 11:06
@Ockham

Aber nun kristallisiert sich daneben noch eine andere Front, wo mindestens so verbittert und erbarmunslos gekämpft wird: Blocherianer gegen Nicht-Blocherianer.
Das ist in anderen Parteien auch nicht besser. Auch Ueli Leuenberger glaubt, nur er könne den zukünftigen Ton bei den Grünen angeben. Und auch Ueli Leuenberger will nur "seine" Leute in der Parteispitze haben http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/8271/ein-alter-mann-k ann-nicht-loslassen/?lang=de
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