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Armee ist pleite, BR Maurer verfügt Einstellungsstop und braucht 500 Millionen Zusatzkredit um Koste

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leonforte
Mitglied
#11 ° Gesendet: 16.07.2010 07:28
felixkohl:
Da kann man nur sagen: Willkommen Ueli in den Niederungen der Exekutivpolitik.

du hast es auf den punkt gebracht. die armee ist ein kompexes system, das keine schlagwortartigen haurucklösungen mehr erträgt. mit einem programm a la programm svp ist nichts zu erreichen ...... guter rat ist in der tat teuer.

felixkohl:
Interessant finde ich die GSoA-Initiative. Sie wäre realpolitisch ein Weg aus dem Schlamassel.
Moderne Armeen konstituieren sich nicht primär aus einer grossen Anzahl Soldaten sondern aus Spezialisten, welche "intelligente Waffensysteme" zu bedienen wissen.

Auf der anderen Seite bin ich ein Verfechter einer allgemeinen Wehrpflicht (und alternativ Sozialpflicht) um die Verankerung der Armee in der Bevölkerung zu sichern und keinen Möchtegern-Rambo-Haufen zu haben.

Ich bin kein Fachmann, aber sähe lieber z.B. ein Stock an z.B. 30 000 Berufssoldaten und vielleicht noch 50 000 Milizionäre.

man mag die allgemeine wehrpflicht eigentlich nicht wollen, aber wenn man keine von der bevölkerung abgetrennte armee mit rambos haben will führt wahrscheinlich nichts an ihr vorbei.

30'000 berufssoldaten können mit 4 mia nicht finanziert werden. alleine die personalkosten würden ca 3 mia betragen. die übrigen betriebskosten wahrscheinlich noch einmal gegen 2 mia und dann müsste man auch noch investieren. die miliz mit 50'000 mann wäre in diesen kosten noch nicht einmal enthalten. berufsarmeen sind ziemlich teuer! man muss sich auch bewusst sein, dass mit diesen 30'000 mann arbeitsinhalt geschaffen werden muss. die armee hat zur zeit durchschnittlich pro tag knapp 20'000 mann im dienst .... mehr nicht.
agathon
Mitglied
#12 ° Gesendet: 16.07.2010 18:55
felixkohl:
Interessant finde ich die GSoA-Initiative. Sie wäre realpolitisch ein Weg aus dem Schlamassel.

Die GSoA liegt seit langem wieder mal völlig richtig.
Jetzt den Bogen herunter laden und unterschreiben!
Loser
Mitglied
#13 ° Gesendet: 16.07.2010 19:05
leonforte:
man mag die allgemeine wehrpflicht eigentlich nicht wollen, aber wenn man keine von der bevölkerung abgetrennte armee mit rambos haben will führt wahrscheinlich nichts an ihr vorbei.

Die "Rambos", wie Du sie nennst, müssen ein wenig so sein, ist ja ihr Job, schliesslich nimmst Du ja auch keinen Buchhalter, wenn Du die Heizung repariert haben willst. Psychologische Gutachten und kein Strafregistereintrag sollten die Spinner von den "Normalos" trennen können.
leonforte
Mitglied
#14 ° Gesendet: 17.07.2010 15:49
Loser:
Die "Rambos", wie Du sie nennst, müssen ein wenig so sein, ist ja ihr Job, schliesslich nimmst Du ja auch keinen Buchhalter, wenn Du die Heizung repariert haben willst. Psychologische Gutachten und kein Strafregistereintrag sollten die Spinner von den "Normalos" trennen können.

mir ist ein denkender bürgersoldat einfach lieber als einer der zuerst schiesst und dann versucht seine wenigen hirnzellen anzuwerfen ......

in den usa und england gehen in der regel die ungebildeten und unterpiviligierten zur armee. das offizierskorps besteht aus hochqualifizierten uniabgängern (west point, sandhurst). die mischung mag ja noch gehen, aber in der schweiz zweifle ich daran, dass wir das mit dem offizierskorps hinkriegen..... darum bin ich für eine milizarmee und die allgemeine wehrpflicht. es muss ja nicht bei dem system, das wir heute haben geblieben werden. aber jedenfalls ist im krisenfall die ch lösung die bessere, davon bin ich felsenfest überzeugt, weil da gibt es kein abu graib und solche sachen!
Loser
Mitglied
#15 ° Gesendet: 17.07.2010 16:15 ° Bearbeitet von: Loser
leonforte:
mir ist ein denkender bürgersoldat einfach lieber als einer der zuerst schiesst und dann versucht seine wenigen hirnzellen anzuwerfen .....

Dafür gibts Eignungstests, gewisse Gemeinden machens ja bei den Lehrlingen vor (und nicht nur dort). Idioten* findest Du übrigens vorwiegend bei den SVP-Anhängern.

leonforte:
in den usa und england gehen in der regel die ungebildeten und unterpiviligierten zur armee. das offizierskorps besteht aus hochqualifizierten uniabgängern (west point, sandhurst). die mischung mag ja noch gehen, aber in der schweiz zweifle ich daran, dass wir das mit dem offizierskorps hinkriegen.....

Eher die unterpriviligierten, doch intelligenteren, welche eben nicht die Möglichkeit zum Studium haben. Das wiederum kann sich während des Dienstes ändern und ein Studium an einer der genannten Schulen drinne liegen. Auch die USA können nicht mehr jeden Depp nehmen, komplexe Systeme stellen auch ihre Anforderungen......
Beim Offkorps fehlen bei uns die Anreize.

leonforte:
weil da gibt es kein abu graib und solche sachen!

Mit der Behauptung wäre ich sehr vorsichtig. Schon während der RS konnte ich Nazitendenzen beobachten, gerade weil es auch unter den "Bürgersoldaten" solche gibt, die nicht so sauber ticken. Wenn die Landeier Dienst schieben halt........

*Rassisten, Schwulenhasser etc.
leonforte
Mitglied
#16 ° Gesendet: 17.07.2010 16:49
Loser:
Mit der Behauptung wäre ich sehr vorsichtig. Schon während der RS konnte ich Nazitendenzen beobachten, gerade weil es auch unter den "Bürgersoldaten" solche gibt, die nicht so sauber ticken. Wenn die Landeier Dienst schieben halt........

*Rassisten, Schwulenhasser etc.

genau aus diesem grunde ist es wichtig, dass alle in die armee gehen. dann hat es wenigstens noch ein paar vernünftige. es erscheint mir einfach nicht logisch, wenn man gerade jenen kreisen, denen man am wenigsten vertrauen kann die armee überlässt. oder andersrum, wer etwas gegen geistig minderbemittelte und die svp anhänger hat, hat alles interesse daran, dass in der armee alle gesellschaftlich relevanten kräfte vertreten sind, nicht nur jene die keine zukunft haben oder nationalistisch sind.
genau in diesem punkt entgleist für mich demnach auch die logik der gsoa initiative. sie überlässt die armee denjenigen, denen man sonst eigentlich nichts zutraut..... für mich irgendwie komisch und vor allem gefährlich!
Loser
Mitglied
#17 ° Gesendet: 17.07.2010 17:10
leonforte:
genau aus diesem grunde ist es wichtig, dass alle in die armee gehen.

Find ich nicht, gerade das Millizsystem, gepart mit den üblichen "Männer-unter-sich"-Auswüchsen sind ein Nährboden für extreme Ansichten. Mal drei Wochen die Sau rauslassen, dann wieder braver Familienpapi. Dafür aber einen Schritt näher an extremen Ansichten
abc def
Mitglied
#18 ° Gesendet: 17.07.2010 17:12
Realistischerweise kämen die "Schweizer" Berufssoldaten wahrscheinlich mehrheitlich vom Balkan, faktisch eine Art Fremdenlegion.
http://www.kriegsreisende.de/wieder/greencard.htm
"Normale Schweizer" zu rekrutieren würde wohl extrem schwierig. Dafür gibt es hierzulande - so zynisch das klingt - viel zu wenig Armut und Perspektivlosigkeit.
Thomas
Mitglied
#19 ° Gesendet: 17.07.2010 17:29
Richtig, schickt aggressive junge Leute in den Krieg! Dort können sie die Sau rauslassen, so viel sie wollen, und die Schweiz wird wieder sicherer. Dass man neuerdings Soldaten, die angeblich einen psychischen Knacks haben aussortiert, ist eine gutmenschliche Folge der rechtsbürgerlichen Vorherrschaft in der Politik und den Medien. Diese haben schon gemeinsame Sache gemacht beim doppelmoralischen Fallen-Lassen von Roland Nef.
felixkohl
Mitglied
#20 ° Gesendet: 17.07.2010 20:39 ° Bearbeitet von: felixkohl
@Loser & Leonforte

Wie ich schon erklärte, bin ich mit den Kosten absolut nicht vertraut.

Der Auf- oder Ausbau einer grösseren professionelleren Truppe (das sind heut ja nur Adjutanten und die ganz oberen Ränge ?) würde ich begrüssen.

Wir sind uns sicherlich einig, dass das Milizsystem trotz einiger Nachteile einen gewichtige Vorteile hat: Die Verankerung in der Bevölkerung (wird also kaum je gegen die Bevölkerung eingesetzt werden), eine "normale" Sozialisation und eine bessere politische und soziale Akzeptanz.

Was das Profil angeht, ist gar nicht so leicht zu umschreiben.
Betrachten wir die Deutsche Geschichte (welche relativ gut dokumentiert ist):
Die ursprünglich Paramilitärischen Organisationen SA (Ernst Röhm), die SS bzw. Waffen-SS und natürlich die Parteioberen der NSDAP konstituierten sich sicherlich aus ignoranten, frustrierten Hitzköpfen. Allerdings finden sich auch gutbürgerliche, intelligente und gebildete Figuren wie z.B. sehr prominent H.Himmler oder H.Göring in den obersten Riegen. Grosse Sympathie für ein menschenverachtendes System fanden sich zudem auch in aristokratischen Häusern (Wiege vieler hoher Offiziere) und in der Wissenschaftswelt. Zahlreiche Wissenschafter und Mediziner warfen ihren Ethos breitwillig über Bord um am System mitzugewinnen.

Kurz: Bildung alleine schützt nicht vor Radikalität.

Wie muss also das Profil eines "guten Soldaten" aussehen? Oder welche Prämissen sind hierfür förderlich?
Ich denke an folgende Punkte:

1. eine gesunde Sozialisation (im Gegensatz zu Kindersoldaten etc.)
2. ein Mindeststandard an Allgemeinbildung
3. eine professionelle, militärische Ausbildung, die auch Kompetenzen mitbringt, die z.B. für Polizisten in Stresssituationen auch unabdingbar sind.

Für Offiziere gelten diese Punkte noch stärker.

@Loser

"Männer-unter-sich"-Auswüchsen

Frauen unter sich sind nicht besser - glaube mir.
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