brumm33:
@Babylon: Schade, dass du statt auf meine Argumente einzugehen Allgemeinplätze bemühst.
Welche Argumente? Du meinst wohl das hier:
brumm33:
Wieso glauben hier so viele, dass "maximale Transpararenz" demokratiefördernd ist?
1. Wieso muss unsere halbdirekte, föderalistische Demokratie gefördert werden? Wir haben das weltweit am Besten funktionierende System.
2. Transparanz ist an diversen Orten unerwünscht bis schädlich: Das Kollegialitätsprinzip ist nur möglich, wenn Bundesratssitzungen und Positionen einzelner Bundesräte nicht transparent sind. Privatssphäre und Datenschutz gegenüber dem Bürger ist eine Grundvoraussetzung für die Demokratie.
1. Die Demokratie und die Gesellschaft allgemein sind nichts Statisches. Das müsstest du wissen. Wir werden immer wieder mit neues Herausforderungen konfrontiert, die teilweise einen grossen Einfluss auf die Schweiz haben. Ich will hier nicht alles aufzählen, nur was zum Thema passt: Wir haben immer mehr riesige Konzerne (seien es Banken oder Firmen wie Néstle), die einerseits ein Interesse dran haben, die Politik zu beeinflussen, andererseits auch das Geld dazu, schwer Lobbying zu betreiben. Dies war früher in dem Ausmass noch nicht vorhanden. Ich finde es wichtig zu erfahren, ob und in welchem Ausmass solche Firmen die Politik finanziell beeinflussen.
2. Dein Vergleich zu (zu recht geheimen) Ratssitzungen ist an den Haaren herbeigezogen und üebrhaupt nicht nachvollziehbar. Auch der Verweis auf Datenschutz und PRivatsphäre ist ein billiger rhetorischer Kniff, weil die Sachen überhaupt nicht tangiert würden. Es geht um die grossen Summen, die nur von Firmen (oder Personen im Auftrag von Firmen oder Lobbys) erbracht werden können. Die Peanuts von Hernn Meier fallen nicht ins Gewicht.
brumm33:
2. Die Erhaltung unseres Systems ist ein politisches Anliegen der SVP.
Ja, genau. Reaktionärer Konservativismus, der nicht mal konsequent ist. Die positiven Traditionen der Schweiz (wie etwa das humanitäre Engagement) werden nämlich getrost über Bord geworfen. Heuchelei einmal mehr. Steht doch zu eurem neoliberalen Pseudokonservativismus, aber nennt das Kind beim Namen und versteckt euch nicht hinter "althergebrachten Traditionen".