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Parteispenden offen legen?

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razzar
Mitglied
#11 ° Gesendet: 10.03.2010 16:56
Battou:
Ich finde es interessant, wie Bürgerliche beim Thema Finanzen immer von Vornherein mit dem Argument "Aber es gibt immer Schlupflöcher!" abblocken, und gar keine alternativen Vorschläge mehr bringen.

Weisst du wie ein Kleinkind trötzelt wenn es etwas nicht erhält was es will? Es benutzt immer peinlichere und dümmere Reaktionen bis hin zum stämpfeln. :D
Das sind dann solche Sprüche wie mit den Schlupflöcher (die kann man übrigens stopfen und sind bestimmt kein Argument um sie weiter benutzen zu dürfen) oder das eine schärfere Kontrolle der Wirtschaft und Politik Kommunismus sein soll usw.

Battou:
Es muss doch möglich sein, die Finanzen einer Partei transparent offen zu legen. Oder was spricht konkret dagegen?

Im Grunde ist es einfach. Wer nicht freiwillig so schnell wie möglich offen legt hat "zu viel" zu verbergen. Und das ist nur eine der vielen Entblössungen welche sie vielleicht nicht mal selber merken. Die ehrlichen Parteien, welche die richtige Richtung einschlagen, sollen, laut heutiger fortgeschrittener "Weisheit" der Menschheit, Stimmen erhalten. Darum auch die paar "Demokratiegegner" welche offensichtlich gerne heute noch mittelalterlich korrupt und tyrannisch über alles Neue und Aufgeklärte herrschen möchten. ;)

Also die Frage der Offenlegung ist nur eine Frage der Zeit. Man könnte es den Parteien leichter machen und sie ab jetzt öffentlich offen legen lassen und die Altlasten im Stillen archivieren um zu signalisieren das wir Interesse am Vorwärtskommen haben und nicht an Bestrafungen für ein schreges System in welchem wir z.T. aufgewachsen sind. Man sollte somit sogar auch den übleren Abzocker in der Politik die Chance geben sich über diese Art Geldverteilung gründlich Gedanken zu machen. So wie die straferlösende "Beichte" der Steuerhinterzieher wenn eine CD auftaucht.
Battou
Mitglied
#12 ° Gesendet: 10.03.2010 18:02 ° Bearbeitet von: Battou
razzar:
Weisst du wie ein Kleinkind trötzelt wenn es etwas nicht erhält was es will? Es benutzt immer peinlichere und dümmere Reaktionen bis hin zum stämpfeln. :D
Das sind dann solche Sprüche wie mit den Schlupflöcher (die kann man übrigens stopfen und sind bestimmt kein Argument um sie weiter benutzen zu dürfen) oder das eine schärfere Kontrolle der Wirtschaft und Politik Kommunismus sein soll usw.

Nun, ich selber benutze das Argument ja auch gerne mal - z.B. in der Diskussion um ein "Killerspiele" Verbot. Nur bringe ich dann gleichzeitig andere Lösungen oder versuche zu erklären, wo ich selber denn die Probleme sehe.

Mir ist das "Schlupflöcher!!!" Argument aber jetzt in jedem Finanzthread unter gekommen, siehe Finanzkrise und Managerlöhne.

razzar:
Im Grunde ist es einfach. Wer nicht freiwillig so schnell wie möglich offen legt hat "zu viel" zu verbergen

Auch das kann ich bis zu einem gewissen nachvollziehen, bin ich doch ein grosser Gegner der "Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten" - aber ich frage mich dennoch, wieso ein privater (oder gar eine Organisation), nicht zu seinen Parteispenden stehen kann oder will.

razzar:
Also die Frage der Offenlegung ist nur eine Frage der Zeit.

Wie kommst du darauf? Die Mehrheit im Parlament profitiert von dieser Geheimnistuerei, und gerade diese Mehrheit ist nach wie vor auf dem Vormarsch.

agathon:
Scheinheiliger gehts nicht mehr!

Jep. Und einfach weils so schön war, einfach nochmal das Zitat vom SVP Luki:
«Wenn man von einem Sektor viel Geld erhält, soll man mir bitte nicht erklären, man sei nicht befangen, wenn im Parlament über genau diesen Bereich ein Entscheid zu fällen ist.»

Edit: Hab ich grad noch so gefunden
http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-03/westerwelle-spender-parteien
http://www.lobbycontrol.de/blog/
http://blog.zeit.de/politik-nach-zahlen/
brumm33
Mitglied
#13 ° Gesendet: 13.03.2010 14:58
Lediglich ein weiterer Schritt der Linken um die Demokratie abzuschaffen. Sie sind nicht blöd: Sie wissen, dass wenn die Parteien den Wahlkampf nur noch durch den Staat finanzieren dürfen, keine Demokratie mehr möglich ist.
Thomas
Mitglied
#14 ° Gesendet: 13.03.2010 20:22
Wir wollen bloss wissen, dass Walter Frey seine Millionen-Gewinne in SVP-Kampagnen steckt und nebenbei noch den rechtskonservativen Tages-Anzeiger finanziert. Er kann das weiterhin tun, auch wenn die Finanzierung fürs Volk endlich transparent offengelegt wird - es ist nur eine Frage der Redlichkeit. Mit dem Staat hat das nichts zu tun.
driver
Mitglied
#15 ° Gesendet: 13.03.2010 21:21
brumm33:
Lediglich ein weiterer Schritt der Linken um die Demokratie abzuschaffen.

Kannst Du mir erläutern weshalb eine Offenlegung von Parteispenden die Demokratie gefährden sollte? Ich würde volle Transparenz sehr begrüssen und kann darin eigentlich keine Nachteile sehen.

Thomas:
den rechtskonservativen Tages-Anzeiger

Chabis! Der Tagi war zwar auch schon linker als heute, aber von rechtskonservativ ist er meilenweit entfernt!
brumm33
Mitglied
#16 ° Gesendet: 13.03.2010 21:27
Thomas: Ich bin ein bisschen zu klug, um die Salamitaktik nicht zu verstehen. Und es geht dich übrigens einen verdammten Scheissdreck an, wem Walter Frey seinen Millionen Gewinne zusteckt. Schon mal was von Privatsphäre gehört? Datenschutz? Mit Redlichkeit hat das nicht zu tun. Es ist völlig belanglos wer wem was gibt.

Und hör doch mit den ollen Ammenmärchen auf: Sobald man diese Transparenz einführte, würdet ihr Sozialisten diese Informationen politisch instrumentalisieren um die Spenden dann beschneiden zu können (mit Schlagwörtern wie Fairness, Gerechtigkeit).

Ich habe einen anderen Vorschlag, nähme mich Wunder was du von ihm hälst: Wir videoüberwachen alle Schwuchteln und live-streamen die Aufnahmen im Internet und eine Auswahl davon auf SFi.
brumm33
Mitglied
#17 ° Gesendet: 13.03.2010 21:34 ° Bearbeitet von: brumm33
driver: Müssten die Spendengelder offen gelegt werden, werden die Sozialisten diese Infos instrumentalisieren. Der nächste Schritt wäre dann "Fairness" und" Gerechtigkeit" zwischen den Parteien herzustellen, sprich die Spenden beschneiden (In diesem Stadium befindet sich zur Zeit die USA). Der nächste Schritt ist dann das Verbot privater Spendenaufkommen und jede Partei erhält ein Wahlkampfbudget (vielleicht gemäss ihrer Partei/Fraktionsstärke) vom Staat.
Ob die JUSO in einem bürgerlichen Umfeld dann noch blutbeschmierte Bundesräte oder die SVP in einem linken Umfeld Schäfchenplakate machen darf, sollte wohl klar sein.
Thomas
Mitglied
#18 ° Gesendet: 13.03.2010 22:33
brumm33:
Thomas: Ich bin ein bisschen zu klug, um die Salamitaktik nicht zu verstehen. Und es geht dich übrigens einen verdammten Scheissdreck an, wem Walter Frey seinen Millionen Gewinne zusteckt. Schon mal was von Privatsphäre gehört? Datenschutz? Mit Redlichkeit hat das nicht zu tun. Es ist völlig belanglos wer wem was gibt.

Deine emotional besetzte Sprache gibt mir zu verstehen, dass da jemand etwas zu verbergen hat - nämlich, dass die Schweiz käuflich ist und in einer Plutokratie derjenige die Propaganda-Kanäle besetzen kann, der am meisten dafür zahlen kann. Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing'. Ich habe wohl in ein Wespennest gestochen. Damit man das Volk nicht für dumm verkauft, ist man ihm hier Transparenz schuldig - die Offenlegung der Parteienfinanzierung ist bitter nötig.
brumm33
Mitglied
#19 ° Gesendet: 13.03.2010 22:59 ° Bearbeitet von: brumm33
Emotional besetzt? Inwiefern? Du verwechselst Plutokratie mit Demokratie. Es gehört zum Wesen der Demokratie, dass wer mehr Geld hat, für seine Anliegen mehr aufmerksam kriegen kann. Wer damit ein Problem hat, hat ein Problem mit der Demokratie. Mit Plutokratie hat das nichts zu tun. Du konterst meine Argumente nicht in dem du deine sozialistische Propaganda einfach nochmals wiederholst.

Was habt ihr Schwulen zu verbergen? Da hat wohl jemand Angst, dass seine sexuellen Handlungen als pervers angesehen werden könnten...
Bünzli
Mitglied
#20 ° Gesendet: 13.03.2010 23:18
brumm33:
Was habt ihr Schwulen ...

Die Redaktion der WW hat offensichtlich noch ziemlich grosse Kapazitäten frei und nutz dies um immer wieder unter wechselnden Identitäten ihr menschenverachtendes Weltbild zu verbreiten.
Der Köppel hats anscheinend nötig.
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