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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Schallende Ohrfeige für die Sozialabbauer im Bundesrat und von SVP, BDP, CVP und FDP

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Wilhelmtell
Mitglied
#1 ° Gesendet: 07.03.2010 23:14 ° Bearbeitet von: Wilhelmtell
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wuchtiges-Nein-zur-nderun g-des-Umwandlungssatzes/story/30210096

Deutlicher kann man es wohl kaum gesagt werden: Bundesrat und Parlament missachten den Volkswillen in ganz grober Art!
Die bürgerlichen Parteien verraten die Interessen des arbeitenden Volkes.
rlarsson
Mitglied
#2 ° Gesendet: 08.03.2010 07:45
Ich sah das schon vor der Abstimmung so, dass man wohl bis ins Jahr 2015 zuwartet und die Situation um die 2. Säule und die notwendige BVG-Revision um diesen Zeitpunkt herum neu beurteilt und Korrekturen angeht. Die Pragmatik wird am Schluss bestimmt siegen, da ja auch vernünftige Linke gestern zugeben mussten, dass auf Grund der demografischen Entwicklung in unserer Gesellschaft Probleme bzgl. der Finanzierung der 2. Säule bestehen. Jene Linken stehen dann also in der Pflicht. Den Gewerkschaftspropheten und Messias Ch. Levrat bezeichne ich nicht als Pragmatiker, denn der muss die nächste Zeit die unvernünftigen und rebellierenden Schäfchen innerhalb der SP mit seinen geistigen Ergüssen bei Laune halten. Schon bald ist 1. Mai und er wird sie hoffentlich zu neuen Taten (lol) bewegen können. Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling!

Die radikalen Linken ziehen aus meiner Sicht aus dem Wahlresultat einen völlig falschen Schluss. Sie täuschen sich, das Volk werde sich künftig gegen jeglichen Abbau bei Sozialversicherungen wenden. Das gilt nur für die Altersvorsorge, denn die ist für das Volk unantastbar, weil jeder im Alter gut abgesichert sein will. Von der ALV und IV will man gar nicht abhängig werden. Das Volk hat dies mit massvollen Kürzungen bei der ALV sowie bei der IV bereits an der Wahlurne besiegelt.
razzar
Mitglied
#3 ° Gesendet: 08.03.2010 08:32
rlarsson:
Die radikalen Linken ziehen aus meiner Sicht aus dem Wahlresultat einen völlig falschen Schluss.

"Die Antwort der SP folgt auf den Fuss. Sie stellt noch am Abstimmungssonntag vier Forderungen auf. So will sie mehr Transparenz, strengere Anlagevorschriften (hochriskante Hedge Funds sollen verboten werden), eine Limitierung von Verwaltungskosten und Gewinnen sowie eine unabhängige Aufsichtsbehörde."

Ich weiss nicht was hier völlig falsch sein soll. Die sind auf dem total völlig richtigen Weg. Jetzt weiter so fürs Volk und etwas weniger Einwanderer und Gewalt bis aufgeräumt ist, dann werden wohl die anderen Parteien wieder zittern für 2011. Wird es spannend? :D
Alle mit Geldgeilheit als Parteileitfaden werden wohl endgültig umplanen müssen. Und das sind denke ich wirklich alle.

Welcher BR hat kürzlich gesagt das Volk muss mehr zusammen halten? Spätestens gegen eine üble Volksausbeutung halten sie zusammen. Das gilt wohl in Zukunft auch gegen die Abzockereien aus der restlichen vom Volk bezahlten Sozialkassen und die wirtschaftliche Abzockerei allgemein ;).

Umverteilung nach unten, sonst geht logischerweise nix! Nur die Abzocker haben das noch nicht begriffen.
rlarsson
Mitglied
#4 ° Gesendet: 08.03.2010 09:23 ° Bearbeitet von: rlarsson
razzar:
Ich weiss nicht was hier völlig falsch sein soll.

Ich habe überhaupt nichts gegen mehr Transparenz und klare Anlagevorschriften. Nur, dieses Problem hätte die Politik ja längstens lösen können. Und da nehme ich die Linken nun auch an der Nase. Transparenz könnte man weiter auch hier schaffen: Krankenkassen, Benzinsteuern, Mehrwertsteuer, Entwicklungshilfe, Gebühren und Abgaben. Das Fussvolk würde endlich merken, dass es auch hier abgezockt wird. Aber ich denke einmal, bei diesen Themen helfen die Linken nicht mit.

razzar:
Die sind auf dem total völlig richtigen Weg.

Einer neuen Aufsichtsbehörde gegenüber bin ich skeptisch eingestellt. Das tönt nach völliger staatlicher Kontrolle und die endete, die Vergangenheit des Kommunismus zeigt es uns, immer im Unglück. Schreibt der Staat den Pensionskassen zukünftig die Renditen etwa vor? Werden die Kassen dann nicht doch behördlich genötigt höhere Risiken eingehen müssen?

razzar:
Umverteilung nach unten, sonst geht logischerweise nix! Nur die Abzocker haben das noch nicht begriffen.

Diese Forderung ist mir zu reisserisch und zu populistisch. Man muss das Abzockertum in die Schranken weisen. Die Leitplankenbegrenzungen fehlten nämlich in der Vergangheit gänzlich.
rlarsson
Mitglied
#5 ° Gesendet: 08.03.2010 09:33 ° Bearbeitet von: rlarsson
razzar:
dann werden wohl die anderen Parteien wieder zittern für 2011. Wird es spannend? :D

Ich muss zugeben, der Arbeitgeberverband und ein grosser Teil der FDP geben sich nach der Abstimmungsniederlage dilletantisch und auch ein wenig dekadent. Auch wenn vieles nicht gelogen ist, der Tonfall passt nicht und selbst mir fehlen die nötigen Commitments bzgl. Korrekturen, die schlicht und einfach notwendig sind. Es wird spannend, da liegst du völlig richtig.

Der gestrige Sonntag ist bestimmt kein Sieg der SP. Es ist ein Sieg des Fussvolkes, egal welcher Couleur. Der grosse Zorn der Wähler, gegen arrogante Abzocker hat eingeschlagen. Aus diesem Grund sollte unser Parlament im Zuge von Minders Abzockerinitiative nun sofort griffige Massnahmen verabschieden, die 2011 auch in Kraft treten. Die SP hat diesbezüglich mit ihrem Sonderzüglein nur die Absicht, das Thema versanden zu lassen und auf Zeit zu spielen, dies aus wahltaktischen Überlegungen. Ich hoffe, dass dies die FDP und die CVP allmählich merkt.
leonforte
Mitglied
#6 ° Gesendet: 08.03.2010 10:58
razzar:
Ich weiss nicht was hier völlig falsch sein soll. Die sind auf dem total völlig richtigen Weg. Jetzt weiter so fürs Volk und etwas weniger Einwanderer und Gewalt bis aufgeräumt ist, dann werden wohl die anderen Parteien wieder zittern für 2011. Wird es spannend? :D
Alle mit Geldgeilheit als Parteileitfaden werden wohl endgültig umplanen müssen. Und das sind denke ich wirklich alle.

Welcher BR hat kürzlich gesagt das Volk muss mehr zusammen halten? Spätestens gegen eine üble Volksausbeutung halten sie zusammen. Das gilt wohl in Zukunft auch gegen die Abzockereien aus der restlichen vom Volk bezahlten Sozialkassen und die wirtschaftliche Abzockerei allgemein ;).

Umverteilung nach unten, sonst geht logischerweise nix! Nur die Abzocker haben das noch nicht begriffen.

wie ich schon mehrfach aufgezeigt habe, wird sich damit das problem auch nicht ansatzweise lösen lassen. tatsache bleibt, dass nun weiterhin 600 mio pro jahr direkt aus den beitragszahlungen zu den rentnern fliessen. tatsache bleibt auch, dass dieser effekt sich mit der zukunft noch verstärken wird, und zwar solange, bis der stimmbürger dann das tun wird, was er gestern schon hätte tun sollen ..... ist so sicher wie das amen in einer katholischen kirche! :-))
razzar
Mitglied
#7 ° Gesendet: 08.03.2010 11:31
rlarsson:
Nur, dieses Problem hätte die Politik ja längstens lösen können.

Nur hat sies nie getan trotz Anregungen, und statt dessen einfach noch mehr Geld dem Volk weggenommen. Wenn die Politiker was wert wären hätten sies wirklich viel früher getan und hätten nicht gewartet bis sie das Volk in den Boden abgezockt haben und dieses sich nun wehrt.
Also viel Intelligenz ist ja demnach da oben nicht vorhanden. Oder die Gier überschattet einfach alles und gebährt ungehemmte (nur noch peinliche) Korruption. ;)

leonforte:
wird sich damit das problem auch nicht ansatzweise lösen lassen.

Mit dem heutigen Abzockersystem auf keinen Fall, da hast du recht. Aber da hat ja die SP schon Lösungsansätze. ;)
rlarsson
Mitglied
#8 ° Gesendet: 08.03.2010 13:43
razzar:
Aber da hat ja die SP schon Lösungsansätze. ;)

Ja, klar! Mehr Geld ausgeben, das gar nicht vorhanden ist ;-)

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nach-Abstimmungssieg-Hoeh ere-Renten-gefordert/story/26435763
leonforte
Mitglied
#9 ° Gesendet: 08.03.2010 16:16
razzar:
ja die SP schon Lösungsansätze. ;)

ich lach mir ins hemd, was für welche wären das denn?

eine aufsichtsbehörde .... so ala finma .... sagt dir sicher was.
dann die holde idee keine gewinnabführungen zuzulassen. wir wissen aber, dass die verwaltungskosten und gewinnabführungen ca. 4 mia pro jahr ausmachen, bei 600 mia verwaltetem vermögen. viellicht wenns hochkommt kann man so eine halbe milliarde sparen. nur woher nimmt man die kohle die fehlenden 60 mia und deren verzinsung zu 5% zu finanzieren? von luft und leeren sp versprechungen lassen sich jedenfalls zukünftig keine renten finanzieren. geradezu belustigend wirkt die vorstellung das system noch auszubauen. so ala autopartei, gratisbenzin für alle .... :-))
razzar
Mitglied
#10 ° Gesendet: 08.03.2010 16:35
rlarsson:
das gar nicht vorhanden ist

Also umso mehr Umverteilung nach unten! Ich wüsste nicht wie eine Wirtschaft oder ein ganzes Land heute funktionieren könnte ohne Geld im Volk, ausser vielleicht kommunistisch oder diktatorisch?

leonforte:
nur woher nimmt man die kohle die fehlenden 60 mia und deren verzinsung zu 5% zu finanzieren?

Dieses fehlende Geld haben die Abzocker im Sack. Wenige 300 Stück davon über 450 Milliarden, oder wie war das? ;)
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