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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Rentenkürzungen : ein massives NEIN in die Urnen

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razzar
Mitglied
#41 ° Gesendet: 03.03.2010 20:37
bluefox:
Und logischerweise bist du dir auch bewusst, dass man nicht einfach mehr verteilen kann, solange geld nicht auf bäumen wächst

Genau, und darum kommt es ja auch logischerweise darauf an WIE verteilt wird, wenn man gewillt ist für und mit dem Volk für den sozialen Frieden zu arbeiten.

Denn immerhin haben wir ja Zahlen von 2008 zum berechnen was uns in etwa erwartet und dem entsprechend verteilen und Reserven sparen bei Gewinnausschüttungen aller Art:

0-19 Jahre 21.2 %
20-39 Jahre 26.8 %
40-64 Jahre 35.4 %
65-79 Jahre 11.9 %
80 Jahre und älter 4.7 %

Jugendquotient 34.1 %
Altersquotient 26.6 %

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gumbyman
Mitglied
#42 ° Gesendet: 03.03.2010 20:42
leonforte:
das würde heissen die renten zu kürzen ..... ich wünsche viel vergnügen in der diskussion.

Das heisst erstens Gewinnabschöpfung reduzieren und zweitens - eventuell - Renten kürzen, auch genannt Umwandlungssatz reduzieren. Aber zweitens kommt nur in Frage wenn erstens erfüllt ist, sonst bleibt's ein Fass ohne Boden.


leonforte:
reden wir von etwa 4 mia gesamtverwaltungskosten. in der kasse fehlen aber 60 mia. würde man die verwaltungskosten um 50% senken, würde auch das nicht ausreichen die fehlende verzinsung zu generieren. deine grosse kostendiskussion wie du sie gerne führen würdest entpuppt sich als rohrkrepierer!

Ganz falsch. Die Gewinnabschöpfungen müssen erstens um deutlich mehr als 50% gesenkt werden, und zweitens reden wir von sehr langfristigen Vorgängen - 3 Mia. Einsparungen pro Jahr entsprechen wie schon erwähnt einer Verzinsungs-Differenz von etwa 1/2 Prozent, und sind damit sehr wohl relevant.

Warum sperrt sich eigentlich der gesamte bürgerliche Block beharrlich gegen die natürlichste privatwirtschaftliche Massnahme überhaupt, nämlich (unnötige Overhead-) Kosten zu reduzieren wo immer möglich? Das soll mal einer verstehen...

g.
Loser
Mitglied
#43 ° Gesendet: 03.03.2010 23:13
gumbyman:
Warum sperrt sich eigentlich der gesamte bürgerliche Block beharrlich gegen die natürlichste privatwirtschaftliche Massnahme überhaupt, nämlich (unnötige Overhead-) Kosten zu reduzieren wo immer möglich? Das soll mal einer verstehen...

....weil vielleicht Aktionär, Veraltungsrat oder sonst was ?
bluefox
Mitglied
#44 ° Gesendet: 03.03.2010 23:33 ° Bearbeitet von: bluefox
razzar:
Genau, und darum kommt es ja auch logischerweise darauf an WIE verteilt wird, wenn man gewillt ist für und mit dem Volk für den sozialen Frieden zu arbeiten.

Ich verstehe nicht worauf du hinauswillst.

Bei der PK spart jeder für sich, wenn ein rentner am ende seines arbeitslebens sagen wir 1Mio in der PK hat kann die entweder beziehen, oder das geld bleibt verzinst auf der PK und er lässt sich 16 Jahre lang 68000.- jährlich ausbezahlen.

Also eigentlich kriegt einfach jeder was er einbezahlt hat.

Soweit die theorie, wenn du da irgendetwas "verteilen" willst stellen sich bei mir schon die nackenhaare auf. Das einzige was "verteilt" werden soll, ist, dass der der nur 15jahre lang bezieht den finanziert der noch 17jahre lebt.
Nach dem "Nein" vom Sonntag wird es so sein, dass der umwandlungssatz bleibt, aber plötzlich alle 18 jahre lang das beziehen was für 16 jahre gedacht war. (Modellhaft)
Woher nehmen wir das geld? Ah, ja von denen, die heute in die PK einzahlen. wenn die dann mal 65 sind gucken sie in die röhre, weil dann ihr geld nicht mehr da ist. Dann werde ich sagen "Wer hat mein geld geklaut" und an euch denken... :-/

Ob das dem "sozialen Frieden" dient, jetzt mehr geld zu verteilen als eigentlich da ist?
bluefox
Mitglied
#45 ° Gesendet: 04.03.2010 00:01
gumbyman:
Warum sperrt sich eigentlich der gesamte bürgerliche Block beharrlich gegen die natürlichste privatwirtschaftliche Massnahme überhaupt, nämlich (unnötige Overhead-) Kosten zu reduzieren wo immer möglich? Das soll mal einer verstehen...

dagegen sperrt sich auch im bürgerlichen lager niemand, ausser vielleicht die varwaltungsräte grosser PK's. Zumindest ich bin auch der meinung, dass man die kosten senken muss, eine etsprechende initiative ist ja auch unterwegs im parlament, soviel ich weiss, unabhängig von der abstimmung.
Die frage ist nur, ob es reicht. Ich sehe den punkt, dass man damit "druck" machen will, in dem man "Nein" stimmt. nur sehe ich auch, dass in der zwischenzeit geld verbraucht werden wird, das nicht vorhnden ist, im klartext nimmt man von den jungen.
Fragen wir uns also, wie realistisch es ist, dass 3Mia eingespart wird. Die Banken werden die verwaltungskosten nicht senken, behaupte ich mal. Die anzahl kassen wird auch nicht signifikant sinken, und damit ihr büro- und personalaufwand. jetzt kann man vielleicht bei den beratern sparen und... was weiss ich. Nur, ich glaube dass mann die kosten nicht um dimensionen reduzieren kann.
Ich wäre an einem konkreten plan interessiert, der mal realistisch das potential aufzeigt, vielleicht hast du ja einen link. Aber ich behaupte, ob "ja" oder "nein" am sonntag wird kaum was ändern an den verwaltungskosten, das hätte man nur gern. wetten?
razzar
Mitglied
#46 ° Gesendet: 04.03.2010 01:43
bluefox:
Ich verstehe nicht worauf du hinauswillst.

Eigentlich sollten die Abgaben von Grund auf so angepasst werden das jeder, nach deinen Beispielen, 18 Jahre auf sicher hat. Die AHV war mal als Versicherung fürs Alter gedacht. Dem entsprechend muss man sich auch der gewollten längeren Lebenserhaltung anpassen. Das versteht ziemlich jeder. Nur ist meiner Meinung nach berechtigt wenns im Volk kocht weil jeder, offensichtlicher gehts nicht, zusehen muss wo all das, genau für solche Dinge nötige Geld hin fliesst, wie man das heute so mir nichts dir nichts legal und offensichtlich machen kann und wie sich daraus anstelle mehr Lohn und mehr Arbeitsplätze einfach plötzlich (heute logisch weil schon öfters vorgekommen im letzten J.h.) weniger Lohn und weniger Arbeitsplätze ergibt. Hier wehrt sich das Volk dann wieder wenn sie gleichzeitig mehr Abgaben leisten müssen während sie nochmal gleichzeitig merken das sie mit diesem "System" möglicherweise nie mehr etwas davon zu Gesicht bekommen auch wenn sie das AHV-Alter erreichen und das Leben lang einbezahlt haben.

bluefox:
wenn du da irgendetwas "verteilen" willst stellen sich bei mir schon die nackenhaare auf.

bluefox:
Woher nehmen wir das geld?

Das Volk kann nur mehr bezahlen und gleichzeitig wirtschaftserhaltend Geld ausgeben wenn ihnen genug Geld dafür gelassen wird. Es gibt Menschen denen stellen sich die Nackenhaare auf beim Gedanken das den Menschen denen nicht genug gelassen wird zukünftig weitere "Dehnungen" und angebliche höhere "Verwaltungskosten" aufgebrummt werden während unmoralische Löhne für unmoralische Gierleistung bei vielleicht sogar unmoralischen Geschäften ausbezahlt werden. Und dies mit voller Absicht und skrupellosem Egoismus ohne Gedanken wo dieses viele angehäufte Geld denn nun fehlen könnte. Und ohne genug Intelligenz um anzunehmen das es ja vielleicht ein Gleichgewicht haben müsste das es funktioniert? Und hier zeigen sich auch die "gekauften" Politiker. Weil so blöd sollte/kann doch kein Politiker sein und das nicht wissen. Oder irr ich mich da und Politiker müssen heute tatsächlich nur noch Geld scheffeln können und das übrig gelassene eine bisschen Dehnen wenn man halt nichts in den Markt und in die Löhne zurückfliessen lassen will um die Medikamentebedingten AHV-Defizite ausgleichen zu können? Wieviel verdient so ein Extremabsahner einer Firma welche z.B. lebenserhaltende Medikamente verkauft nur weil er gute politische Strategien wie z.B. bei jedem Grippchen weltweite Pandemieausrufe einsetzt? Wieso nicht gewisse nötige Prozente von jeder verkauften Pille in die AHV? So wie bei Alkohol und Rauchwaren?

Ach ja ich weiss:

Loser:
....weil vielleicht Aktionär, Veraltungsrat oder sonst was ?

gumbyman
Mitglied
#47 ° Gesendet: 04.03.2010 01:59
bluefox:
ich bin auch der meinung, dass man die kosten senken muss

das beruhigt mich ein bisschen ;-)

bluefox:
frage ist nur, ob es reicht. Ich sehe den punkt, dass man damit "druck" machen will,

Zweimal einverstanden - ob es reicht weiss ich auch nicht, und zweifellos geht es darum Druck zum machen, statt den reduzierten Umwandlungssatz durchzuwinken und business-as-usual zu pflegen.

bluefox:
Banken werden die verwaltungskosten nicht senken, behaupte ich mal. Die anzahl kassen wird auch nicht signifikant sinken, und damit ihr büro- und personalaufwand

Ich glaube die realen Arbeitskosten sind nicht wirklich das Problem, obwohl man auch da mit effizienteren Strukturen bestimmt noch einiges holen könnte. Das eigentliche Problem sind die Gewinnabschöpfungen während der fetten Jahre. Da muss erstens vollständige Transparenz her, und zweitens ziemlich starre Regeln wie der Gewinn zu verwenden ist. Denn die nächsten fetten Jahre kommen so sicher wie das Amen in der Kirche, und jene Gewinne sollen zu den Versicherten wandern, nicht zu den Managern.

bluefox:
in der zwischenzeit geld verbraucht werden wird, das nicht vorhnden ist, im klartext nimmt man von den jungen.

Ja schon, aber ich glaube nicht dass das so schnell und dramatisch geht (hab's aber nicht nachgerechnet). Ich denke es bleibt durchaus noch z.B. ein Jahr Zeit, um mit einer massiven Task-Force zuerst mal die Kassen strukturell zu sanieren, um dann nochmals über den Umwandlungssatz nachzudenken. Dass es natürlich nicht angeht die Renten hoch zu halten und das Kapital der zukünftigen Bezüger aufzuzehren, das sehe ich auch so.

g.
leonforte
Mitglied
#48 ° Gesendet: 04.03.2010 07:51
gumbyman:
Ganz falsch. Die Gewinnabschöpfungen müssen erstens um deutlich mehr als 50% gesenkt werden, und zweitens reden wir von sehr langfristigen Vorgängen - 3 Mia. Einsparungen pro Jahr entsprechen wie schon erwähnt einer Verzinsungs-Differenz von etwa 1/2 Prozent, und sind damit sehr wohl relevant.

Warum sperrt sich eigentlich der gesamte bürgerliche Block beharrlich gegen die natürlichste privatwirtschaftliche Massnahme überhaupt, nämlich (unnötige Overhead-) Kosten zu reduzieren wo immer möglich? Das soll mal einer verstehen...

ich sperre mich nicht mal dagegen. meine feststellung ist einfach, dass selbst wenn du die verwaltungskosten auf null drückst, das problem bei weitem nicht gelöst ist. man kann maximal eine summe von 4 mia sparen. mehr fliesst ob in gewinnabschöpfung oder verwaltungskosten gar nicht ab. da dem system inzwischen aber über 60 mia fehlen, reicht dein abschöpfungsstopp nicht aus .... ausserdem dürfte es illusorisch sein die pk gelder sozusagen zu null zu verwalten, wenn auch die ahv für die verwaltung ihres fonds von ca 25 mia, teurer ist als die pensionskassen für ihre 600 mia mit 4 mia .....
leonforte
Mitglied
#49 ° Gesendet: 04.03.2010 07:57
bluefox:
Also eigentlich kriegt einfach jeder was er einbezahlt hat.

das ist so nicht ganz richtig. unter dem beitragsprimat ja, lange zeit herrschte aber noch in gewissen pk das leistungsprimat, sprich die rente hat sich nicht aufgrund des einbezahlten kapitals, sondern aufgrund des letzten lohnes definiert. leistungsprimatrenten, beispielsweise bei post, swisscom, sbb und vielen anderen öffentlichen arbeitgebern belasten das pk system ungeheuer, insbesondere wenn man noch tausende von frührentnern mit grosszügigen vorrenten aus der pk bedient hat (wie bei sbb und post/swisscom). diese renten sind von den rentnern nicht proportional mitfinanziert worden und müssen deshalb heute von den beitragszahlenden mitbezahlt werden. zusammen mit der allgemeinen unterdeckung kostet dies das system ungefähr 600 mio pro jahr, was pro einzahler im durchschnitt so ca. +/-200.- ausmachen sollte.
leonforte
Mitglied
#50 ° Gesendet: 04.03.2010 08:07
krokodil:
Die Überschüsse der guten Jahre sind in die Taschen der Versicherungen gelaufen.

zocker: Wohin sind die Überschüsse der guten Jahre geflossen? Das Parlament hat festgestellt, dass anstatt 90% der Überschüsse den Versicherten gutgeschrieben wurde, waren es nur 20% oder 30%, der Rest ging an die Versicherungen. 2008 war nun das schlechte Jahr. Die Versicherungsbranche kann leicht viele Unterdeckungen feststellen und beginnt sofort zu schreien.

Wenn man bei den Pensionskassen das bodenlose Loch der Verwaltung + Boni der Pensionskassenmanger eindämmen würde, dann könnte man den Umwandlungssatz schon jetzt massvoll erhöhen, was bei der gegenwärtigen Teuerung angezeigt ist.

das bodenlose loch der verwaltungskosten/gewinnabschöpfung liegt seit jahren bei 4 mia. was in etwa 0.75% ausmacht. die ahv ist für ihre 25 mia hinsichtlich verwaltungskoten teurer .....
ich frage mich also schon, wo das was ihr da behauptet denn belegt ist.

meine feststellung ist, dass das pk system heute aktive von ca. 600 mia franken verwaltet. um die heutigen und aus den beitragsverträgen zukünftigen renten zu finanzieren müsste das system 660 mia intus haben. schon heute ergibt sich aus diesem fehlbestand eine umlagerung von den beitragszahlern zu den rentnern in der höhe von 600 mio. wer in dieser situation glaubt mit dem sprüchlein, wir müssen nur die 4 mia verwaltungs/gewinnabschöpfungskosten auf null senken und das problem ist gelöst. übersieht bewusst oder aus dummheit die dimensionen. mit den 4 mia kann man die verzinsung der fehlenden 60 mia finanzieren und sonst nichts ..... und damit ist das problem selbst dann nicht annähernd gelöst wenn die pk hengste alle gratis arbeiten würden!
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