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Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Rentenkürzungen : ein massives NEIN in die Urnen

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swiss
Mitglied
#11 ° Gesendet: 27.02.2010 12:49
Man liest es täglich in den Tageszeitungen (Leserbriefe), die Schweizer wollen nicht betrügt werden und werden NEIN zum Rentenklau stimmen.
krokodil
Mitglied
#12 ° Gesendet: 28.02.2010 01:40
Freut euch nicht zu früh.
Es ist beängstigend wieviel Economiesuisse in diese Abstimmung hineinpumpt.
Letzthin kam ich an einen Stand – mit Teenagern die da für die Economiesuisse-Parole warben. Die waren alle auf der Lohnliste, die haben sogar extra ein zwei teenies als besonders Interessierte Statisten angeheuert.
Die Kampagne von Economiesuisse ist clever und spielt mit der Angst und hat es geschafft den Spiess umzudrehen. Ganz übel ist das online-game vom Arbeitgeberverband finanziert wo ad personam gegangen wird. So soll man Unia Mitglieder verprügeln und solches Zeugs. Echt geschmacklos, das Niveau der Eliten ist qed bodenlos, liegt wohl an den exorbitanten Bonis, Bodenhaftung kann man nicht kaufen.
Loser
Mitglied
#13 ° Gesendet: 28.02.2010 11:08
krokodil:
Bodenhaftung kann man nicht kaufen.

....sagt ausgerechnet einer, der sie öfters verliert. Allerdings bin ich auch Deiner Meinung, die Abstimmung ist noch nicht gegessen....
krokodil
Mitglied
#14 ° Gesendet: 28.02.2010 16:06
Ich befürchte es wird ähnlich ausgehen wie die Minarett-Initiative. Irgendwelche voreiligen Berichte von wegen einem massiven Nein– so wie damals agathons thread "Da lachen ja die Hühner..." ect. und dann an der Urne ein knappes Ja.
Es gibt Leute die Munkeln, dass die Umfragresultate extra die position der Linken beschönigen, damit die sich ausruhen und ja nicht zu viel Wahlkampf machen. Es gibt leute die Munkeln, dass exakt das gfs und andere Meinungsermittler um Herrn Prof. Dr. Steinemann inkl. Herrn Prof. Dr. Steinemann gut befreundet mit Blocher und Ackermann seien... was im übrigen ein Steueroptimierungs-Spezialist beim gfs als Präsdent machte soll auch noch herauskommen.
swiss
Mitglied
#15 ° Gesendet: 28.02.2010 18:02
An Krokodil

Es ist wahr : es ist sehr beängstigend vieviel Geld da Economiesuisse und die Clans der Superreichen hineinpumpen fürs "Ja". Sie betrügen das Volk.

Es ist zu hoffen, dass das Volk endlich merkt wie es von oben verarscht wird.
bluefox
Mitglied
#16 ° Gesendet: 01.03.2010 02:22
swiss:
Für einen Arbeiter bedeutet der Rentenklau von 50`000 - 100`000 Verlust.

Damit er auf 100000.- unterschied kommt hat der arme "Arbeiter" hat dann mal eben lockere 1.4Millionen auf der PK, und bezieht 18 Jahre lang eine Rente von 90000Fr Pro jahr.
Mit anderen worten er bezieht über 1.6Mio rente!

Es geht ja um den unterwschied, ob die monatliche rente für 16 oder 18 jahre reichen muss, die gesammtsumme (Monatsrente *12 * anzahl bezugsjahre) ergibt die gleiche summe.
Aber das scheinen viele nicht zu begreifen.
felixkohl
Mitglied
#17 ° Gesendet: 02.03.2010 03:03 ° Bearbeitet von: felixkohl
@bluefox

Das Zahlenbeispiel mag nicht stimmen.

Es geht ja um den unterwschied, ob die monatliche rente für 16 oder 18 jahre reichen muss, die gesammtsumme (Monatsrente *12 * anzahl bezugsjahre) ergibt die gleiche summe.
Aber das scheinen viele nicht zu begreifen.


Das ist jedem klar, der rechnen kann.
Das ist Oberstufenmathematik, völlig banal.

Aber es gilt auch zu begreifen, dass die von Dir zitierte Ausdehnung der Rente PRO MONAT niedriger ausfällt. Hier kratzen wir schon längst am Existenzminimum oder zumindest an eine würdevolle Existenz von Menschen, die ein Leben lang gearbeitet und einbezahlt haben.

Deine Antwort wird etwa lauten, dass das (angesparte und investierte) Geld nicht reiche, wegen der höheren Lebenerwartung.

Die Gegenthesen lauten:

a) Die verlängerten Lebenserwartung wurde bereits vor kurzem mit einer Senkung des Umwandlungssatzes.

b) Die Studien bzw. Annahmen, dass nach wenigen Jahren, die Lebenserwarung steige, ist nur minimal

c) Die Zunahme Lebenserwartung nimmt übrigens nicht linear zu. Ein bisschen mehr medizin. Kenntnisse täge gut.

d) Ein Unternehmen, das sein Kosten nicht im Griff hat, weil sie schlicht und einfach zu hohe Honorare ihren Mitarbeitern bzw. Externen zubilligt, soll dicht machen und den Auftrag weitergeben. So funktioniert es übrigens in der restlichen Wirtschaft auch!
Hier basiert auch die Kritik mit dem "Rentenklau".
Kein geringerer als Rudolf Strahm, der gewiss kein Laie ist, kann das vorrechnen.

e) Die demographische Entwicklung ist zur Zeit ungünstig, weil zunehmend die geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter eintreten. Das wird sich aber bald wieder ändern (sieh demographisches Profil Schweizer Bevölkerung).

f) Die Performance während der letzten beiden Jahrzehnte war sehr gut (über 6%). Sie ist erst in den letzten Jahren ein paar Mal eingebrochen. Die Kassen argumentieren mit der Krise 2008, geben aber nicht zu, dass sie sich selber auch aus dem Gewinnkapital "bedient" haben.

g) Just letzten Monat verkündeten Pensionskassen, allen voran, die Zürch Financial Services, Rekordgewinne gemacht zu haben.

Alle Aussagen sind belegbar. Mag nicht die Quellen einzeln zu posten.
leonforte
Mitglied
#18 ° Gesendet: 02.03.2010 11:19
felixkohl:
Die Gegenthesen lauten:

a) Die verlängerten Lebenserwartung wurde bereits vor kurzem mit einer Senkung des Umwandlungssatzes.

b) Die Studien bzw. Annahmen, dass nach wenigen Jahren, die Lebenserwarung steige, ist nur minimal

c) Die Zunahme Lebenserwartung nimmt übrigens nicht linear zu. Ein bisschen mehr medizin. Kenntnisse täge gut.

d) Ein Unternehmen, das sein Kosten nicht im Griff hat, weil sie schlicht und einfach zu hohe Honorare ihren Mitarbeitern bzw. Externen zubilligt, soll dicht machen und den Auftrag weitergeben. So funktioniert es übrigens in der restlichen Wirtschaft auch!
Hier basiert auch die Kritik mit dem "Rentenklau".
Kein geringerer als Rudolf Strahm, der gewiss kein Laie ist, kann das vorrechnen.

e) Die demographische Entwicklung ist zur Zeit ungünstig, weil zunehmend die geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter eintreten. Das wird sich aber bald wieder ändern (sieh demographisches Profil Schweizer Bevölkerung).

f) Die Performance während der letzten beiden Jahrzehnte war sehr gut (über 6%). Sie ist erst in den letzten Jahren ein paar Mal eingebrochen. Die Kassen argumentieren mit der Krise 2008, geben aber nicht zu, dass sie sich selber auch aus dem Gewinnkapital "bedient" haben.

g) Just letzten Monat verkündeten Pensionskassen, allen voran, die Zürch Financial Services, Rekordgewinne gemacht zu haben.

es ist eine tatsache, dass die zweite säule pro jahr ca. 600 mio franken an die heutigen rentner aus den beitragsgeldern bezahlen muss ...... alleine diese tatsache müsste zwangsläufig in eine diskussion münden, ob wir uns den umwandlungssatz wirklich leisten können.

wie ich schon ausführte werden die pk nach der abstimmung, falls der satz nicht gesenkt wird, einfach den überobligatorischen teil soweit absenken, dass der gesamtumwandlungssatz so den markt- und lebenserwartungen entspricht......

wer hier allen ernstes schreibt, dass die demographie kein problem sei, übersieht die tatsache, dass die demographische spitze erst in ca. 20 jahren in renten gehen wird. bis dahin wird die zahl der rentner jahr für jahr zunehmen. aus demographischer sicht deshalb heute mit der platitüde:

"e) Die demographische Entwicklung ist zur Zeit ungünstig, weil zunehmend die geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter eintreten. Das wird sich aber bald wieder ändern (sieh demographisches Profil Schweizer Bevölkerung)."

zu antworten, ist entweder bodenlos dumm oder ignoriert einfach tatsachen ......
razzar
Mitglied
#19 ° Gesendet: 02.03.2010 16:05
leonforte:
wer hier allen ernstes schreibt, dass die demographie kein problem sei, übersieht die tatsache, dass die demographische spitze erst in ca. 20 jahren in renten gehen wird. bis dahin wird die zahl der rentner jahr für jahr zunehmen. aus demographischer sicht deshalb heute mit der platitüde:

Die Demographie ist ja auch nicht das Problem, und schon gar nicht die Ursache für jetzige Probleme.

Z.B. warum verschiebt man das Geld nicht dahin wo es zur längerfristigen Sicherung der Wirtschaft auch hingehört? Oder warum geht alles Geld dahin wo es nur noch unter Einzelnen umhergeschoben wird und komischerweise nicht mehr in den Markt und an die Menschheit zurück fliesst? Warum ist dieser Anteil so beängstigend hoch gegenüber dem Anteil der noch der restlichen gesamten Bevölkerung übrig gelassen wird?

Warum bin ich jahrelang mit dieser Tatsache, das ich im Alter auf keine AHV mehr zählen muss, aufgewachsen, ohne das jemals jemand etwas Vorbeugendes getan hat? Jetzt kackt alles ab und man merkt plötzlich das man ja nicht von unglaublichem Extremreichtum aus rechnen darf (uups) weil ja alles Andere vergessen und unter geht (äksgüsi hä). Und keiner kann an prägenden geschichtlichen Begebenheiten vorbei behaupten das hätte man nicht gewusst.

Und was tut man? Noch ein bisschen mehr nach oben verschieben und uns weis machen wollen das das das Richtige ist? *gröhl*
felixkohl
Mitglied
#20 ° Gesendet: 02.03.2010 16:30
@LF

Du magst mich dumm nennen aber ich schrieb nicht, dass die Demographie kein Problem sei, sondern dass die Spitzenjahrgänge (die übrigens bereits am Anlaufen sind) den Jahrgängen "nach dem Pillenknick" weichen. Du hast mir darin auch indirekt zugestimmt.

Diese "psychologischen" Angstargumentationen mit Katastrophenszenarien wenden viele (private und öffentliche) Dienstleitstungsunternehmen an, wenn sie dem Konsumenten oder dem Bürger an den Geldbeutel wollen (höhere Gebühren oder niedrigere Ausschüttungen). Andere Lösungen werden dabei geflissentlich ausgeblendet.
Und zu diesen Punkten hast Du noch keinen Buchstaben geschrieben bzw. diese einfach ignoriert.

Recht magst Du haben, dass der überobligatorische Teil abgebaut werden kann. Aber mir sind eigentlich verbindliche Abmachungen (Verpflichtungen) lieber als die Hoffnung auf Freiwilligkeit.

alleine diese tatsache müsste zwangsläufig in eine diskussion münden, ob wir uns den umwandlungssatz wirklich leisten können.
Wir sind schon längst am Diskutieren.
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