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Fluch des Erdöls

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felixkohl
Mitglied
#21 ° Gesendet: 23.02.2010 23:38
@krokodil

Ich kann Deine Ironie nicht nachvollziehen.

Zum einen ist es doch wichtig soziale und umweltrelevante Aspekte als solche zu erkennen, definieren und zu trennen.
Und Hand aufs Herz. Wir ALLE leben auch vom Erdöl. Wir gehen bestimmt dahin einig, dass das nicht ewig so weitergehen kann.
Aber mit fundamental grünem Gedankengut verunsichert man den "kleinen Mann" auf der Strasse und evoziert bestenfalls Ablehnung.
Schliesslich hat nicht jeder Zeit und Ressourcen sich am Feierabend mit hoch komplexen Themen auseinander zu setzen. Daher braucht er/sie eine Entscheidungshilfe.

Und ich bin in dieser Hinsicht mässig optimistisch. Einige berühmte Beispiele:
In Zentraleuropa setzte die Abfalltrennung (und damit Einsparung wertvoller Rohstoffe) längst vor Einführung teurer Abfallgebühren statt.
Das Abschlachten von Pelztieren und unwürdige Pelzfarmen hat seit Jahrzehnten abgenommen, angesichts der Tatsache, dass die Konsumenten aufgeklärt wurden und Pelztragen gesellschaftlich geächtet wurde.
Treibnetzfang unterstützen viele Konsumenten nicht mehr dank besonderer Label auf z.B. Thunfischdosen.
FCS-Holzprodukte gewinnen an Interesse.
Knospenprodukte sowieso.
KAG-Freiland auch.
Freilaufhaltung von Legehennen ist in der Schweiz eine Erfolgsgeschichte (trotz Import von Käfighaltung)
Die Greenpeace Kampagne zur Versenkung von Brent Spar zwang Shell in die Knie.
Mit Froschschenkeln imponiert man auch im Gourmetsektor niemanden mehr.
Max Havelar ist ein Begriff!

Kürzlich sah ich eine Doku über die "Gewinnung" von Haifischflossen.
Ich wusste auch nicht, dass die Tiere unmittelbar nach dem Fischen verstümmelt würden und anschliessend ins Meer geworfen werden (da der "Rest" nicht genügend einbringt).

Bestimmt braucht die Sensibilisierung der Öffentlichkeit Zeit.
Ausserdem setzen gerade gut kommunizierte Labels den Hebel wirtschaftlich richtig an.

Gesunde Abgase gibt es nicht - aber auch diese sind keineswegs mehr so gefährlich wie einst. Katalysatoren und Partikelfilter sind Standard.
Bei Abfallverbrennungsanlagen scherzt man gar, dass "Bergluft" herauskomme.
Vorletztes Jahr liefen in Neapel viele Menschen gegen die überfällige Planung solcher Anlagen sturm - wegen der Emissionen...! Vergessend, dass die wilde Verbrennung und Deponierung um ein Vielfaches gefährlicher ist.
Du siehst es ist ein Problem der Ignoranz. Wir sind alle Ignoranten auf vielen Gebieten. Zertifizierungen (z.B. ISO 14000) oder Labels geben uns ein einfaches Werkzeug in die Hand.

Peu à peu sind Veränderungen im positiven Sinne möglich.

Fundamentalkritik, und sei sie noch so gut gemeint, arbeitet nur den selbsternannten Liberalen in die Hände (was sie in der Tat nicht sind, denn sie klammern sich an Pfründe und Monopole fest).
krokodil
Mitglied
#22 ° Gesendet: 28.02.2010 01:59
@felix kohl

Ich bin mir sicher, dass Du es gut meinst, doch mit den Tatsachen nimmst Du es mir zuwenig genau. Es ist nun mal nicht so, dass Luft in den letzten 8 Jahren besser geworden ist – hier schreibst Du wiedermal wider besseres Wissen von der Propaganda der Autolobby ab. Fakt ist, dass wir immer mehr Diesel-Autos auf den Strassen haben und das selbst die Partikelfilter das Problem der besonders Lungengängigen und damit besonders schädlichen Partikel die u. a. auch die Blut-Hirnschranke überwinden — weiterhin nicht entschärfen.
Es handelt sich hier nicht um ideologischen Alarmismus sondern um die schonungslose Präsentation der Fakten. Wenn Du schon damit Mühe hast und das schon bereits in den Topf der Fundamentalkritik wirfst, dann bist Du nichts anderes als einer der es gut meint, der harmoniebedürftig ist, aber am Thema vorbeiredet.

Im übrigen ist der kleine Mann durchaus in der Lage zu verstehen, dass die Abgase schädlicher geworden sind, die kleinen Männer sind nämlich auch jene, die nicht in privilegierten Wohnlagen wohnen, wo die Luft noch gut ist. Die Angst davor die Menschen mit der nackten Wahrheit zu konfrontieren, war noch nie ein guter politischer Ratgeber, Felixkohl.

Nur schon die Tatsache dass jeder dritte von Krebs betroffen ist, bringt auch den "kleinen Mann" zum nachdenken.
Krebs wird 2010 die weltweit häufigste Todesursache sein. In der Schweiz erkrankt jeder dritte Mensch an einem Tumor.
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Krebs-bald- haeufigste-Todesursache-in-der-Schweiz/story/14354379

"Fundamentalkritik, und sei sie noch so gut gemeint, arbeitet nur den selbsternannten Liberalen in die Hände."
Meinst Du solchen Möchtegern-Bauernfängern wie der Weichduscher felix-kohl – bist Du bei den "grün"-liberalen ;-)
Diese Partei erweist sich als gutgemeinter Witz – die gibt jetzt auch noch die Parole durch, man solle den Rentenklau durchwinken. Tut mir leid für dich Felix, aber der kleine Mann kann solche Politik nicht ernst nehmen und für Angsthasen wie Dich hat es aber bei den Scheinbürgerichen immer ein Plätzlein frei. Im übrigen glaube ich Dir, dass Du es gut meinst – mit deinen Voten bringst Du klar zum Ausdruck für wen Du arbeitest.
Loser
Mitglied
#23 ° Gesendet: 28.02.2010 06:56
krokodil:
@felixkohl
Am besten meldest Du Dich mal bei den Erdölkonzernen, solche Leute wie Dich können Sie in der Marketingabteilung gut gebrauchen.
Ich weiss noch nicht wie du das mit den "gesunden" Abgase kommunizieren willst, aber Du findest sicher Wissenschaftler, die Dir bescheinigen werden, das giftige Abgase gut gegen Alzheiler seinen und solches Sachen. Und, dass die ÖLverschmutzungen eine Chance seien zum Aufbruch.

Am besten lässt Du Dich selber entmündigen, Du findest sicher einen Dr.Frankenstein, der Dich behandelt.

felixkohl:
6. Die internationale Übereinkunft in Rio (sinnvoll) gestützt auf die drei Nachhaltigkeitspfeiler, nämlich ökonomisch, sozial und ökologisch Wirtschaften, ist heute fast kein Thema mehr. Mit sozialer Nachhaltigkeit lässt sich eben nicht so viel Geld verdienen, wie mit Emissionsrechten (dies mein bitterböser Verdacht).

Kritiker sagen das schon länger, bedenkt man wieviel Geld das in die Kassen der Regierungen spülen wird, warum so einige Regierungen auf einmal ein grünes Mäntelchen anhaben.

@felix
Kroki ist ein Extremer, er will einfach am liebsten alle Autos, LKW`s verbannen und vergisst dabei völlig, dass der von ihm genannte "kleine Mann" sowas nicht durchwinken würde.

krokodil:
Die Angst davor die Menschen mit der nackten Wahrheit zu konfrontieren, war noch nie ein guter politischer Ratgeber, Felixkohl.

Extremismus in Deiner Form ist es noch weniger, lieber kroki. Wer mit dem Mahnfinger da steht (und Serienverlinker ist) wirkt oberlehrerhaft und das zieht beim kleinen Mann nicht. Erst recht nicht, wenn Du hier Links reinstellst, die nichts mit Abgasen, sondern mit dem rauchen zu tun haben.

krokodil:
mit deinen Voten bringst Du klar zum Ausdruck für wen Du arbeitest.

Aha, kommt das wieder. Wer nicht für kroki ist, arbeitet für die Erdöl-,Atom oder wasweisich-Lobby. Für solche wie den, haben wir Psychiatrien gebaut...............
krokodil
Mitglied
#24 ° Gesendet: 28.02.2010 17:18
Loser:
Für solche wie den, haben wir Psychiatrien gebaut...............

Solange Du mir nicht mit KZs und Gulag drohst, werde ich nichts gegen Dich unternehmen, aber wir haben registriert wie Du mit Andersdenkenden verfahren möchtest.

Loser:
am liebsten alle Autos, LKW`s verbannen

Falsch. Gegen Abgasfreie LKW's und Autos habe ich nichts – die Diesel-Dreckschleudern dagegen gehören sukzessive aus dem Verkehr gezogen.
Dies ist im übrigen breiter Konsens.
Loser
Mitglied
#25 ° Gesendet: 28.02.2010 20:03
krokodil:
Solange Du mir nicht mit KZs und Gulag drohst, werde ich nichts gegen Dich unternehmen,

Was will den der Bonsai-Stalin gegen mich unternehmen ? Weiter mit Beschuldigungen um Dich werfen ?

krokodil:
wie Du mit Andersdenkenden verfahren möchtest.

.....was vorausetzen würde, dass Du denken kannst.

krokodil:
Dies ist im übrigen breiter Konsens.

Seit wann denn ? Gehört eher zu Deinem Wahn....
felixkohl
Mitglied
#26 ° Gesendet: 02.03.2010 03:37
@krokodil

Ja, ich meine es gut.
Ja, ich bin harmoniebedürftig (was ist schlecht daran?)
Nein, ich arbeite nicht für welche Du meinst.
Im Gegenteil. Ich habe sogar für Umweltschutzprojekte gearbeitet.
Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass Autoabgase und schon gar nicht Dieselstaub der Gesundheit zuträglich seien.
Ich schrieb dass der Trend positiv ist - für Dich wohl zu langsam. Darüber liesse sich lange debattieren.
Ich bin aber längst zur Erkenntnis gelangt, dass Fundamentalkritik oder reine Verbote in Umweltfragen (Landschaftsschutz, Artenschutz, Abwasser, Luft uvm.) das Ziel meist verfehlt. Das haben übrigens auch viele (lokale und internationale) Umweltschutzorganisationen verstanden.

Und wenn ich mich auf die Metaebene bewege, gilt folgendes: Dialog, Konsens, schrittweise Verbesserungen, so dass nicht einzelne Interessengruppen um ihre Existenz fürchten (ansonsten die reine Ablehnung und Obstruktion entgegen schlägt) und das ganze pausenlos, kybernetisch sozusagen.

Doch zurück zum Kernthema mit zwei konkreten Beispielen (es gäbe noch mehr):
Ulrich Giezendanner (SVP), m.E. gewiss ein Polterer und auch Schwätzer, vertrat im SF bei einer Diskussio seine Stellung als Camioneur. Einseitige Einschränkungen für Schweizer Unternehmer, z.B. mit erhöhten Umweltgebühren, nützen nur der Konkurrenz aus dem Ausland. Absolut vollziehbar und verständlich.

Warum wohl leben so viele Menschen entlang der A1 zwischen Zürich und Solothurn und tun sich das tägliche Martyrium im Pendlerverkehr an (wenn sie Richtung Zürich zur Arbeit fahren)?
Sie finden schlichtweg keine Wohnungen bzw. Wohnraum in der Stadt Zürich.
Ich komme immer wieder darauf zurück, dass z.B. die Raumplanung hier weitestgehend versagt.

Zum Strassenverkehr im Allgemeinen. Wieviele Konsumgüter, Nahrungmittel etc. kaufst Du, welche auf über die Strassen Europas gefahren wurden?

Du wirst entgegnen, man könne das auch mit der Bahn. Wirklich? Wie leicht und wie rasch dauert der Umstieg?
Babylon
Mitglied
#27 ° Gesendet: 02.03.2010 11:02
krokodil:
. Es ist nun mal nicht so, dass Luft in den letzten 8 Jahren besser geworden ist – hier schreibst Du wiedermal wider besseres Wissen von der Propaganda der Autolobby ab. Fakt ist, dass wir immer mehr Diesel-Autos auf den Strassen haben und das selbst die Partikelfilter das Problem der besonders Lungengängigen und damit besonders schädlichen Partikel die u. a. auch die Blut-Hirnschranke überwinden — weiterhin nicht entschärfen.

Das wage ich zu bezweifeln und behaupte sogar das Gegenteil. Natürlich hat die schiere Zahl der (Diesel- und anderer) Fahrzeuge absolut zugenommen, aber gleichzeitig (seit den 80er Jahren) gab es massive Verbesserungen (Katalysator, Verzicht auf Alkylbleizusätze, Partikelfilter) im Autobereich und gleichzeitig noch stärker im noch schlimmeren Industriebereich. Also, wenn du uns verlässliche Zahlen liefern könntest inwieweit sich die Luftqualität in der Schweiz in den letzten (sagen wir mal) 25 Jahren verschlechtert hat, dann lasse ich mich überzeugen.

krokodil:
Es handelt sich hier nicht um ideologischen Alarmismus sondern um die schonungslose Präsentation der Fakten. Wenn Du schon damit Mühe hast und das schon bereits in den Topf der Fundamentalkritik wirfst, dann bist Du nichts anderes als einer der es gut meint, der harmoniebedürftig ist, aber am Thema vorbeiredet.


Sorry, ohne belegbare Zahlen ist es tatsächlich ideologischer Alarmismus. Und noch wirkungsloser dazu. Es ist nun mal ganz einfach naiv, eine autofreie Utopiegesellschaft zu fordern. Man kann jeden Tag fluchen und den Weltuntergang herbeiprophezeien, aber schlussendlich muss man Konsens und Kompromisse finden, um nachhaltige (und eben nicht sofortige) Verbesserungen zu erreichen. Die Beispiele und Ausführungen von felixkohl sind überzeugend und beweisen, dass die Entwicklung gerade in diese Richtung geht.
Loser
Mitglied
#28 ° Gesendet: 02.03.2010 18:08
felixkohl:
Und wenn ich mich auf die Metaebene bewege, gilt folgendes: Dialog, Konsens, schrittweise Verbesserungen, so dass nicht einzelne Interessengruppen um ihre Existenz fürchten (ansonsten die reine Ablehnung und Obstruktion entgegen schlägt) und das ganze pausenlos, kybernetisch sozusagen.

Meine Meinung, immer bessere Produkte, die auch wiederverwertet werden können, sind die Zukunft. Kroki geht es einfach zu langsam, als ob jeder Schweizer Millionär ist und jedes Jahr ein neues Auto kaufen kann.
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