Forenübersicht ° Suchen ° Statistik °

Schweizer Schlagzeilen Diskussionsforum Politik / Schweizer Schlagzeilen /

Fluch des Erdöls

 Seite:  ««  1  2  3  »» 
krokodil
Mitglied
#11 ° Gesendet: 03.02.2010 12:57
swiss:
Eines ist klar : die USA mischen sich in alle Länder ein, aber nur dort wo Gold und Erdöl fliesst.

Aha, "Swiss", ist mir neu dass Shell eine amerikanische Firma ist.
Oder Glencore, haben die nicht Haupsitz in Zug, Switzerland.
Oder Xtrata?
Oder Trafigura?
krokodil
Mitglied
#12 ° Gesendet: 03.02.2010 13:03 ° Bearbeitet von: krokodil
Loser:
Das wäre eine Sache des Bekanntmachen, doch dazu scheinen die Weltverbesserer unfähig zu sein...........

Klar, die Medien helfen ja mit solches bekannt zu machen.
Der Online Artikel der NZZ ist knapp nach einer Stunde verschwunden.

Und auf der einzigen schweizer Seite, wo man noch ein bisschen Gegenöffentlichkeit herstellen könnte, macht die dauerpräsenz von Mietmäulern der Erdölvögte von Pia, Loser bis zu driver die wenigen kritischen Stimmen mundtot. Loser auf besonders höfliche Weise, immerhin bellt er weiter oben sehr laut in fäkalsprache – das will was heissen.
Bünzli
Mitglied
#13 ° Gesendet: 03.02.2010 13:22
Loser:
Benutzt Du jetzt auch das Wort "wir" ? belege mal, wo ich das verlangt habe.

Bitte zitiere doch meinen Beitrag nochmals und hebe die Stelle hervor, wo ich das Wort "wir" gebrauche.
Loser
Mitglied
#14 ° Gesendet: 03.02.2010 14:43
krokodil:
Und auf der einzigen schweizer Seite, wo man noch ein bisschen Gegenöffentlichkeit herstellen könnte, macht die dauerpräsenz von Mietmäulern der Erdölvögte von Pia, Loser bis zu driver die wenigen kritischen Stimmen mundtot. Loser auf besonders höfliche Weise, immerhin bellt er weiter oben sehr laut in fäkalsprache – das will was heissen.

Es ist immer wieder erfrischens, wie Du mit reagierst, nachdem man auf Deine Beleidigungen eingegangen ist. Mundtot macht hier niemand niemanden, schliesslich bist Du ja noch am Herumdonnerwettern, oder ?

Bünzli:
Bitte zitiere doch meinen Beitrag nochmals und hebe die Stelle hervor, wo ich das Wort "wir" gebrauche.

Isch bitte um Entschuldigung, ich meinte natürlich "Ihr". Trotzdem darfst Du gerne belegen, wo ich einen Boykott von Tamoikl verlNGT HABE.
krokodil
Mitglied
#15 ° Gesendet: 04.02.2010 23:47
Shell & British Government Shared Intelligence with Nigerian Military Regime
New documents have emerged showing the British government and Shell colluded with senior figures in the Nigerian military junta against activist Ken Saro-Wiwa in the early 1990s.
http://remembersarowiwa.com/shell-british-government-shared-intelligen ce-with-nigerian-military-regime/
krokodil
Mitglied
#16 ° Gesendet: 17.02.2010 12:33
"Was sollen wir tun? Mit dem Autofahren aufhören?", fragt ein Mann im Publikum. Alle kichern. Ifie Lott aus Nigeria antwortet: "Ja, wenn das hilft, dass in meinem Dorf niemand mehr sterben muss, dann möchte ich, dass Sie mit dem Autofahren aufhören." Es folgt ein langer Applaus. Diese Episode trug sich im November 2008 während des Dokumentarfilm-Festivals in Amsterdam zu, als der halbstündige Film "Poison Fire" des schwedischen Regisseurs Lars Johansson vorgestellt wurde. Der Film behandelt das Umwelt- und Menschenrechtsdesaster im Niger-Delta in Nigeria. Am Pranger: die holländisch-britische Ölfirma Shell."
http://www.schattenblick.de/infopool/umwelt/industri/uinoe018.html
felixkohl
Mitglied
#17 ° Gesendet: 17.02.2010 13:57 ° Bearbeitet von: felixkohl
Zitat Swiss

Der Mensch heisst ja nicht mehr "Mensch"; er heisst in der neuen Termninologie : ein Verbraucher.

Das ist absolut richtig.

Ich bin zwar mit der Materie nicht besonders vertraut. Doch müssen hier ein paar Punkte unterschieden werden.
1. Die Erdölindustrie ist per se nicht schlecht. Schliesslich bedient sie unser aller Nachfrage. Von Benzin über Heizöl bis zur produzierenden Chemie (Kunststoffe uvm).
2. Der gegenwärtige Ressourcenverschleiss ist unumstritten.
3. Die Kohlendioxidproblematik, sofern diese zwingend eine Klimaerwärmung provoziert, geht uns alle an. Es geht nicht nur um Verkehr und Wärmegewinnung, sondern auch um Wärmeeinsparung, Wohnungsbau, Raumplanung (Pendelverkehr), Alternativtechnologien uvm.
4. Was in Nigeria geschieht, ist die Wiederholung der kolonialen Ausbeutung (seit dem 19.Jh) von Regionen im tropischen Gürtel. Abholzung und Plünderung von Edelhölzern und null Gewinnbeteiligung.
5. Die Problematik im Nigerdelta hat somit zwei Seiten: Eine Förderung, die nicht dem "State of the art" entspricht und die unfairen Förderrechte, welche den grössten Teil der Bevölkerung am Gewinn ausschliessen (es gäbe ja auch positive Beispiele, z.B. im Bereich Erz-, Diamantenminen etc.)
6. Die internationale Übereinkunft in Rio (sinnvoll) gestützt auf die drei Nachhaltigkeitspfeiler, nämlich ökonomisch, sozial und ökologisch Wirtschaften, ist heute fast kein Thema mehr. Mit sozialer Nachhaltigkeit lässt sich eben nicht so viel Geld verdienen, wie mit Emissionsrechten (dies mein bitterböser Verdacht).

Ohne dass jeder Konsument - und theoretisch haben Konsumenten mehr Macht, als sie gemeinhin annehmen - sich in Details zu Ölgewinnung, -verarbeitung und -handel verliert (bzw. kaum Durchblick hat), wäre eine stringente Zertifizierung von Erdölprodukten (wie z.B. beim Holz oder Nahrungsmitteln) eine einfache Lösung. Dann könnte man einfach an der einen oder anderen Tankstelle vorbeifahren (sofern die Endverteiler nicht pervers hohe Gewinnmarchen auf das Label-Produkt draufhauen).
gumbyman
Mitglied
#18 ° Gesendet: 18.02.2010 01:24
felixkohl:
Zertifizierung von Erdölprodukten (wie z.B. beim Holz oder Nahrungsmitteln) eine einfache Lösung.

Erdöl ist aufgrund der speziellen Randbedingungen (z.B. strategische Ressource für Staaten, weil überwiegender Teil der Energieversorgung) schon etwas speziell. Dennoch deucht mich das eine clevere Idee - statt das Produkt als Ganzes in Frage zu stellen, lieber einen nachhaltigen Umgang damit erzwingen, und zwar angefangen im Förderland bis zur Entlassung der Abgase in die Atmosphäre oder wohin auch immer.

g.
felixkohl
Mitglied
#19 ° Gesendet: 20.02.2010 02:37 ° Bearbeitet von: felixkohl
@gumbyman

..statt das Produkt als Ganzes in Frage zu stellen, lieber einen nachhaltigen Umgang damit erzwingen, und zwar angefangen im Förderland bis zur Entlassung der Abgase in die Atmosphäre oder wohin auch immer.

Danke für die Ergänzung. Richtig, von der der Quelle bis zum Verbraucher. Bzgl. Atmosphäre unterscheiden sich lediglich noch die Kategorien (Benzin, Diesel, Kerosin, Teer u.a.)
Schliesslich funktioniert das ja bereits im "Elektrizitätsmix", den wir als Endkonsumenten selber bestimmen können (und bezahlen müssen).

Das Konsumentenprofil hat sich in letzter Zeit doch zum Positiven gewandelt. Auch wenn der "innere Kampf zwischen Ethik und Portemonnaie" beim Konsumenten weiter besteht, beweissen grad die jüngst publizierten Zahlen von Coop, dass die Naturaplanlinie einen beträchtlichen Anteil an positive Erfolgsrechnung beigetragen hat.

Natürlich gibts immer noch viele strukturelle Probleme.
So wurde im letzten Kassensturz überraschend darauf hingewiesen, dass z.B. das Knospenlabel für Frischprodukte (die alle erforderlichen Kriterien durch Schweizer Biobauern erfüllen) bei Lidl oder Aldi nicht gesprochen werden - nur um den Preis künstlich hoch zu halten (was nichts mehr den Biobauern angeht sondern nur den Händler).

Ebenso schlagen z.B. die Benzindistributoren im Kanton Zürich viel mehr auf den Liter als es im Kanton Solothurn ist (unabhängig vom Anbieter im Schnitt 8 Rp. pro Liter). ...wird wohl mit der "höheren Kaufkraft" begründet.

ERGO: Man muss nicht nur den Produzenten "auf die Finger schauen" sondern auch dem Zwischenhandel und den Verteilern.
Denn wenn letztere "blödsinnig" viel auf ein per se gutes Produkt draufschlagen, kaufts niemand mehr und das Nachsehen haben dann wieder die Produzenten und das Konzept per se.
krokodil
Mitglied
#20 ° Gesendet: 23.02.2010 12:11
@felixkohl
Am besten meldest Du Dich mal bei den Erdölkonzernen, solche Leute wie Dich können Sie in der Marketingabteilung gut gebrauchen.
Ich weiss noch nicht wie du das mit den "gesunden" Abgase kommunizieren willst, aber Du findest sicher Wissenschaftler, die Dir bescheinigen werden, das giftige Abgase gut gegen Alzheiler seinen und solches Sachen. Und, dass die ÖLverschmutzungen eine Chance seien zum Aufbruch.
 Seite:  ««  1  2  3  »» 
 

Foren

Themen

Weiterempfehlen

Werbung

Anmelden

oder kostenlos registrieren

Jetzt online

Jetzt online: Gäste - 2
Registrierte Gäste - 0
Online Rekord: 33 [15.08.2008 15:34]
Gäste - 30 / Registrierte Gäste - 3

Das Forum ist CO2-neutral

Facebook